Galoppieren ohne am Sattel festhalten

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Lxxrx35

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Hallo ich hab ein Problem.
Und zwar reite ich seit ca einem halben Jahr und soll
jetzt galoppieren lernen ohne am Sattel festzuhalten.Ich hab aber zu große Angst und an der Loge kann ich auch nicht mehr Reiten.Kann mir jmd Tipps geben wie ich galoppieren kann ohne am Sattel festhalten und dabei festsitze sodass ich nicht vom Pferd falle🙂?
 
21.08.2019
#1
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Guest

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Bec

Bec

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Hallöchen,
da hilft nur üben, üben, üben. Wieso kannst du nicht mehr die Longe? Um dir Sicherheit zu geben und den richtigen Sitz zu lernen wäre das ideal.

Ansonsten groß machen, Beine strecken, nicht nach vorne fallen und die Hände schön tief lassen. Aber das wird dir dein Reitlehrer bzw Reitlehrerin wohl auch sagen.
 
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Schweinemama

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Ich würde mir einen ordentlichen Reitlehrer suchen der mit dir eine Sitzschulung macht. Hebt es dich im Gallopp aus dem Sattel sitzt du nicht richtig. Der Gallopp fühlt sich im Normalfall an wie in einem Schaukelstuhl - und der Po bleibt im Sattel "kleben". es gibt viele spezielle übungen für den richtigen Sitz - das aufrecht bleiben - die richtige Fusstellung und vor allem - nicht verkrampfen - locker bleiben und nicht vergessen zu atmen.

Schultern hängen lassen - brustkorb fallen lassen- tiefe Brustatmung. auf den Beckenknochen sitzen (auf denen sitzt man sonst nie - ausser wenn man am Pferd sitzt) und nie nie nie versuchen sich mit den Knien am Pferd "festzuklemmen". Die knie bleiben locker am Pferd - ein blatt papier sollte dazwischen passen und ohne knitterfalten nach dem Reiten auch wieder rausgenommen werden können (Reitrick von einem Bereiter der Spanischen HOfreitschule). in späterer folge auch nicht in den steigbügeln "stehen" - sondern die sprunggelenke locker halten - die federn - die klemmen nicht -die halten nicht - sondern die liegen am Pferd - ein Pferd hat noch nie auf irgendwelche Klemmversuche auf dem Pferdebauch reagiert (also weder Hüfte, noch knie noch Sprunggelenk - es irritiert eher und es schadet eher als es nutzt) - es reicht grundsätzlich eine Gewichtsverlagerung und eine ANdeutung der anderen Fussstellung.

Mir ging es in meinen aktiven Zeiten genauso. Bis ich wirklich mal gelernt habe zu sitzen und einen unabhängigen Sitz zu haben. Sprich das Pferd konnte mehr oder weniger machen was es wollte - ich blieb gerade - meine füsse blieben lang - und heisse Kartoffel auf fliehendem Pferd war gestern. Es ist einfach wirklich nur eine konditionierung von Muskeln die man sonst kaum nutzt - aber wenn man dann sitzt - dann sitzt man - es ist fast wie im Liegestuhl und das Pferd tut.
 
S

Schweinemama

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Ich verstehe durchaus den Reitlehrer, wenn er meint, dass du ohne Longe galloppieren lernen solltest. in Manchen Hallen haben die Pferde an der Longe einen Radius von 8-10 Meter - dh. du kippst automatisch nach innen - das Pferd muss das ausgleichen. Je nach hineinkippgrad kann das Pferd irgendwann nicht mehr galloppieren ohne dass es wirklich wegrutscht.

Empfehle dir eine Sitzschulung zu machen - mach dir das mit deinem Reitlehrer aus - das bravste Pferd im Stall und dann mal Schritt und trab in der Bahn - gerade halten und keine Achsenverschiebung des Reiters... der Reiter bleibt gerade am Pferd. Dann hast du auch die Sicherheit, dass du das Pferd lenken kannst. Aber zuerst einmal lerne mit dem Pferd zu agieren und zu kommunizieren - ohne der "doofen" Longe - die das Pferd nur so begrenzt dass es nur nach innen laufen kann, bei manchen Pferden ist der Radius ja schon im Trab bedenklich und die Pferde kippen mehr oder weniger nach innen - das kann man kaum ausgleichen - man muss sich eigentlich nach aussen lehnen ( das Pferd nach aussen lenken) und das pferd kann sich aber durch die beschleunigung und die Longe kaum gerade stellen.

Und mit dem Galloppieren lass dir Zeit - du brauchst mehr vertrauen und mehr selbstsicherheit am Pferd. Nicht am hintern sitzen können gepaart mit Knie hochziehen weil klemmen, weil der Po rutscht - haut jeden mehr oder weniger runter. und in einem 8 Meter Radius galloppieren auf einem Pferd ohne dass es manipuliert wird (ist Dressurklasse L bis M - manche Pferde können das gar nicht oder machen es ungern weil es extrem auf die Gelenke geht) - ist mehr oder weniger hohe Schule der Reitkunst - mit der brauchst du derzeit noch gar nicht wirklich anfangen - erst einmal gerade aus und an jeder Ecke eine Kurve.
 
S

Simpat

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Die knie bleiben locker am Pferd - ein blatt papier sollte dazwischen passen und ohne knitterfalten nach dem Reiten auch wieder rausgenommen werden können (Reitrick von einem Bereiter der Spanischen HOfreitschule).
Ich verstehe zwar was du meinst, nur funktionieren kann der Trick so nicht. Wenn ich so locker sitze, dass das Papier ohne Knitterfalten bleiben würde, dann verliere ich es doch unterwegs und kein Mensch kann so locker sitzen, natürlich legt man die Beine immer wieder mal an, man soll nur nicht festklemmen, ich denke, dass das eher bildlich gemeint ist.

Galoppieren schreibt man immer noch mit einem "L" oder nicht? Nur mal so am Rande.
 
cherry-lein

cherry-lein

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Die Knie sollten immer locker am Pferd sein, damit hält man sich im Notfall oben. Es bedarf viel Übung um den Galopp ausbalanciert und locker zu sitzen. Versuch das Bein immer lang zu lassen und nicht zu krampfen, die Hacken müssen tief, die Fußspitzen müssen leicht Richtung Pferdemaul zeigen, die Knie dabei locker ans Pferd, das Becken schwingt leicht mit aber schiebt nicht unnötig, Rücken gerade, Brust raus, Kopf hoch, Hände bleiben möglichst ruhig und nachgiebig.
Meine Reitlehrerin hat mich früher sehr viel im Trab aussitzen lassen um Lockerheit und die korrekte Beinhaltung zu lernen. Wenn du den Trab ohne hopsen problemlos aus der Hüfte heraus aussitzen kannst schaffst du es leichter auch im Galopp locker zu sitzen. Reiten lernen ist ein Spiel aus Geduld, Zeit und viel Übung.
 
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Schweinemama

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Der Trick kann funktionieren. genauso wie mit dem Wasserglas zwischen den Handgelenken zu reiten. Die frage ist ob es übertrieben wirkt.

Wir sind nun bei den berühmten Thelwell-Karikaturen und wollen hin zu einem Sitz, bei dem der Reiter keine Angst haben muss. Pferd reisst den Kopf runter - schlägt hinten aus - hopst mal erschrocken zur Seite - und der Reiter bleibt oben. Nicht weil er so gut "reiten" kann, sondern weil er sitzen kann. Denn ohne Sitzen ist das Reiten nur in bedingten Formen erlebbar - siehe "Thelwell".

Niemand hat gesagt das es leicht ist, man benötigt Muskulaturen die man sonst nie gebraucht hat - man muss weich werden, locker werden und leicht auf Körperspannung gehen. Denn nicht nur das Pferd wird "gymnastiziert" - sondern auch der Reiter. Es geht nicht darum wer mehr kraft oder Puste hat - sondern es geht darum - das das Pferd nicht noch verspannter ist wenn man absteigt oder man gar 3 Tage Muskelkater hat - nur weil man eine Stunde durch die Gegend "gehoppelt" ist. Reiten kann so entspannend sein, wenn du weich sitzt und schon eine Sekunde vor dem Ereignis weisst, dass das Pferd nun stolpert - weil es stur und ohne Kontakt zum Reiter eingeschlafen ist, dass es nun einen langezogenen Pfurz von sich gibt, weil es gerade kräftig arbeitet - oder kurzfristig die Schulter anspannt weil es jetzt links oder rechts weghopsen wird. Denn dann kannst du agieren bevor du vor "vollendete" Tatsachen gestellt wirst - und dann brauchst du auch keine Angst haben - dass das Pferd schneller reagiert wie du - denn dann kannst du dich vorbereiten darauf.

Mein Reitlehrer hat mich stundenlang durch die Halle gejagt - ohne Sattel und Zaumzeug, das Pferd ist kreuz und quer gehopst, weil es so gar nicht wusste was mit mir anfangen - denn ich war krampfig ( und er hat mir vor und nach dem Reiten gezeigt - was ich denn nicht alles verursacht habe mit diesem ich zieh mal jetzt schon die knie an - weil wenn ich runterpurzel - überschlag ich mich leichter ) . Nicht weil er der Meinung war das Sattel oder Zaumzeug unwichtig sind, sondern weil er meinte, dass die Wärme des Pferderückens durchaus entspannend für den Sitz sind. Und dass man mit dem Zügel ein Pferd führen kann - ist sowieso Unsinn. man kann es anleiten - alles andere ist blöde herumreisserei.
 
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