Rassen für Ersthundehalter (Begleithund)

Diskutiere Rassen für Ersthundehalter (Begleithund) im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich wünsche mir einen Hund. Nur welcher passt zu uns? Über uns: wir wohnen ländlich, hatten noch nie einen Hund, sind 3 Generationen (13-86...
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Lolymolly

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Hallo,
ich wünsche mir einen Hund. Nur welcher passt zu uns?
Über uns: wir wohnen ländlich, hatten noch nie einen Hund, sind 3 Generationen (13-86 Jahre), gehen gerne mal wandern und joggen, haben eine Katze

Meine Familie vertraut mir, dass ich am meisten Ahnung von Hunden habe und einen aussuchen soll (wir fahren trotzdem zusammen zum Züchter...)

Hunde die mir optisch gut gefallen sind:
Deutscher Pinscher, Gelbbacke, Irish Terrier, Dalmatiner, ursprüngliche Shelties und Collies ( 260 × 213 192 × 205 1200 × 814 , beim dritten ist Billie gemeint ) und entlebucher sennenhunde, Stabjihoun, langbeinige Kaninchendeckel und Toller

Was wir dem Hund bieten können ist: regelmäßig Auslauf (2-3x tägl, insgesamt ca 1,5h Spaziergang), gelegentliche Wanderungen, Begleitung des Familienleben, vorerst hobbymäßig Hundesport (hatte mir (Rally) Obedience vorgestellt, wenn wir einen guten Platz finden, dann auch gerne Agility) und ein eigenes Haus mit Schleppleinengarnen. Der Hund müsste im Notfall 6/7 Stunden an 5 Tagen in der Woche allein bleiben, ansonsten wäre im Normalfall immer jemand zu Hause und/oder der Hund kann mit meiner Mutter ins Büro wo er ruhig an seinem Platz bleiben müsste.

Ich kann mir vorstellen, dass die von mir genannten Rassen zu viel Jagdtrieb haben um Familienbegleithunde zu sein und Sheltie und Collie ausserdem zu sensibel sind für eine Familie und andere zu viel Wachtrieb haben, darum wäre ich neugierig auf euren Rat, welchen Hund ihr bei uns seht.

Ich bin gespannt und danke euch

PS: der Hund sollte Kniehoch sein und gesund, damit fliegt die komplette FCI Gruppe für uns raus
 
24.08.2019
#1
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Schweinemama

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Für mich stellt sich immer die Frage wie bei euch der "Allgemeinbetrieb" ist. Hof klingt nach Arbeit - dh. die Menschen sind auf dem Hof verteilt - für einige deiner ausgewählten Hunderassen ist das eher ein Extremzustand (z.b. Collies oder Shelties - die dafür bekannt sind am liebsten ihre Familie um sich herum zu haben, dh. die würden dann auch mal gerne losgehen um zu sehen wo auf dem Hof der eine oder andere verschwunden ist - so kann auch der beste Hund irgendwann mal abhanden kommen, oder er ist in Stressituationen mit Menschen alleine die ihn nicht führen können - wie z.b. es kommt ein agressiver Hund und der Hund ist ums Eck mit einer/einem 86 jährigen. Eine Überforderung auf allen Seiten).

Dalmatiner ist ein reiner "Laufhund" - die wurden gezüchtet um als Begleithunde die Pferdekutschen zu begleiten... Laufleistung ist extrem hoch - zu wenig laufen oder zu wenig zuwendung bedeutet das gleiche - der Hund macht sich selbstständig - ein "Streuner" - der nur darauf wartet seine Chance zu bekommen.

Bei Sennenhunden etc würde ich überlegen ob z.b. eine 86 jährige Person mit dem Hund gehen kann ( auch wenn es nur für den Notfall ist - trotzdem kann man nicht erwarten dass ein 13 jähriger oder eine 86 jährige die Kraft aufbringen können den Hund zu halten) , ihn an der Leine halten kann, wenn z.b. ein Hase über den Feldweg läuft. Mein Hund hat 33 kg, mein Vater geht zwar mit meinem Hund - jedoch ohne Leine (der Hund hat absolut keinen Jagdtrieb - ist ein Retriever Labrador jedoch eher aus der Assistenzhundabteilung - er folgt ohne Ende ohne zu wissen wie brav er eigentlich ist). Er würde jedoch als "Normalhund" meinen Vater mehr oder weniger aus den Schuhen reissen, noch schlimmer - der reisst auch mich um - wenn ich nicht konzentriert genug bin.



Schleppleinengarne sind immer etwas kompliziert - es gibt Hunde die gewöhnen sich daran, andere Hunde verfangen sich darin und sind gefangen - bis der Hundebesitzer wieder kommt um ihr rauszuknüpfen. Obedience, Agility gehört eigentlich zu seinem sehr grossen Teil zur Allgemeinbildung von Hunden. Das sollte zu einem gewissen Grad nicht "Hobbymässig" betrieben werden - sondern als Erziehungsmittel in den allgemeingebrauch umgewandelt werden. Man kann es dann natürlich auf einem Hundeplatz noch weiter ausbauen - dennoch ist es ein Standardprogramm für Hunde.
 
cherry-lein

cherry-lein

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Du hast dir Rassen ausgesucht die alle entweder einen extrem hohen Jagdtrieb, Treibhunde sind oder Hüteinstinkte haben, das finde ich für einen Hund der eigentlich nur ein Familienhund ohne große Aufgabe sein soll extrem ungünstig und da werdet weder ihr noch der Hund glücklich mit.
Der einzige der ansatzweise gehen könnte wäre der Dalmatiner. Meine Freundin hat schon immer Dalmis und hält sie als Familienhunde ohne große Aufgabe, das klappt sehr gut. Die Hunde bekommen 2-4 Stunden täglich Spaziergänge wo viel gespielt wird, sie geht mit dem "Kleinen" zur Hundeschule und die Hunde dürfen den ganzen Tag selbst entscheiden ob sie in Haus oder im Garten sein möchten. Die Rasse wird aber deutlich größer als kniehoch und hat immer wieder viele Zimperlein, z.b. neigen die Dalmis zu Nierenproblemen, im Alter gibt es nicht selten Muskelerkrankungen (meine Freundin hat extra einen Rollstuhl die ihre Senioren) oder Gelenkerkrankungen, bei den Dalmis kommt auch immer öfter Taubheit vor.

Ihr braucht eine Rasse die sich leicht anpassen kann und auch mal mit weniger zufrieden ist. Hier wäre für den Anfang ganz klassisch der Golden Retriever oder Labrador eine Idee. Der Labbi ist zwar auch ein Jagdhund aber hat trotzdem einen gut kontrollierbaren Trieb und eine gute Portion "will to please". Ich habe mit meiner Hündin auch die Begleithundprüfung gemacht und seitdem machen wir Rally Obidience. Für meine Hündin ist das klasse weil sie viel überlegen muss, achtsam sein muss und sich bei den Hindernissen auch körperlich beteiligen muss, nach der Stunde ist sie immer richtig kaputt 😅
Agility hatten wir auch probiert aber dafür ist meine Hündin zu überdreht, da braucht man einen Hund der schnell aber bedacht über den Parcours läuft, meine prescht einfach durch wie ne Dampflock.
Der Collie ist je nach Erziehung für euch bedingt geeignet. Meine Trainerin hat eine Collie Hündin und die ist so super das sie mit ihr sogar in Kindergärten und Schulen gehen kann. Die geht in der Unterordnung auf und hat einen enormen "will to please" aber das ist beim Collie eher ein Glückstreffer. Diese Rasse muss auch ordentlich gearbeitet werden um zufrieden zu sein.
Die meisten oder fast alle Rassen die du dir ausgesucht hast fragen nach 1,5h Spaziergang ob die Aufwärmphase jetzt vorbei ist und was als nächstes kommt, zumal einfaches Spazierengehen für die meisten Hunde keine wirkliche Auslastung darstellt, das ist oft zu langweilig und da muss was passieren in Form von Spielen oder Denkaufgaben zwischendurch.
Wie gesagt, ich würde euch zu den klassischen "Anfängerhunden" wie dem Goldie oder den Labbi raten.
 
S

Schweinemama

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Es für mich immer die Frage wie du dir das "Hofleben" vorstellst. Im Urlaub haben wir Hof, mit Wald ( er ist auch beim Baumfällen dabei) - Wiesen und co. Dh. der Hund ist als Begleithund überall dabei. Er kann Strecken mit dem Geländequad nebenbei laufen - er geht mit zum Fischen - er läuft sogar sehr kurze - sehr langsam gefahrene Strecken neben dem Auto her (jedoch Privatgrundstück - keine Überlastung oder Gefährdung von anderen oder dem Hund) - das wird ausgebaut bis er irgendwann mal neben dem Traktor herlaufen kann - um ein bis zwei Kilometer das Fahrzeug aufs Feld zu begleiten und irgendwann - so der liebe Gott will - irgendwo abgesetzt wartet bis man fertig ist (wobei er gerne mit dem Traktor mitfährt - bei 33 Kilo ist das jedoch ein Gewichts und Platzproblem in der Kabine) - abstand hält und sich einen Respektvollen Umgang mit dem Traktor angeeignet hat. Wir haben jedoch auch einen Hof - wo Besuch, andere Autos oder Spaziergänger eine Seltenheit bedeuten. Wenn mal ein bis zwei Autos pro Tag vorbeifahren ist das Rushhour (dennoch muss der Hund begreifen dass man keine Autos anspringt vor lauter Freude und abwartet bis der Motor aus ist, die Person ausgestiegen ist und den Hund erkannt hat - bevor man sich in einer halbwegs Zivilisierten Form einem Menschen nähert) . Jedoch bedeutet das alles Arbeit - es bedeutet Zeit mit dem Hund und vor allem - ein "nebenbei" arbeiten ist für die Zeit der Hundeausbildung mehr oder weniger schlecht möglich, wenn nicht gänzlich gestrichen. Dafür habe ich jedoch irgendwann einen Hund der mich bei der Arbeit begleitet - den ich mitnehmen kann und wo ich auch irgendwann weiß - dass eine Waldarbeit oder eine Feldarbeit für ihn eine Art "Selbstverständlichkeit" erreicht hat - der Hund fällt bei der Arbeit irgendwann kaum mehr ins Gewicht. Wobei ich das unwahrscheinliche Glück habe, dass der Hund keinen Jagdtrieb zeigt - etwas was ich bei keinem mir bekannten Hund je gesehen haben in dieser Intensität, da der Hund nicht mal zuckt. Mein Hund ist im Urlaub zwischen 10 und 20 Kilometer "gelaufen" - dh. der war ständig in Bewegung und ein Spazierengehen im Wald hatten wir dann auch kaum mehr nötig (dass ging immer so nebenbei). Hund war jeden Tag platt, Hund war glücklich und ausgelastet und hatte wenig Zeit für gelangweilte Ideen (wobei das auch nötig ist um einen ausgeglichenen Hund zu haben). Dennoch war zeit da für die Kinder, er hat auch das Trampolinspringen für sich entdeckt, oder hat im Sandhaufen seine narrischen 5 Minuten gehabt, nachdem sich die Kinder zwischen den kleineren Hügeln versteckt haben.

Nur bedeutet das alles schon ein mass an Unterordnung - selbstständigkeit und Vertrauen. Ein Hund mit dem ich 2 Stunden pro Tag spazieren gehe und er sonst an der Laufleine hängt - wird dieses Vertrauen zu seinen Menschen in einem Jahr nicht erreichen. Begleithunde wachsen nicht auf Bäumen - das ist ein zeitintensives Erarbeiten.
 
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A-Fritz

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Hallo,
natürlich sollte man sich überlegen, welche Hunderasse für die Verhältnisse passen können,
doch ein großer Teil , wie sich ein Hund verhält , ist auch von der richtigen Erziehung und Sozialisierung abhängig ,
jeder sollte versuchen , seinen Hund zu seinem Traumhund zu erziehen.

Natürlich gibt es unendlich viele Hunderassen , welche Deinen Vorgaben nach einer guten Erziehung entsprechen könnten, nur sollte man sich entscheiden , wie selbstständig und unabhängig der Hund sein soll
und wie groß sein Radius ist , wenn er ohne Aufsicht auf einem Hof gehalten wird .

Ich habe hier mal kurz die Eigenschaften Deiner Wunschhunde skizziert .

Toller : sind Hunde, die große Arbeitsfreude besitzen und auch eine Beschäftigung benötigen.

Entlebucher sennenhunde, Stabjihoun , wurden als Hoff und Arbeitshunde gehalten.

Shelties und Collies - Hütehunde mit Arbeitsfreude

Dalmatiner, wurden im Pferdestall gehalten und begleiteten Reiter und Kutschen.

Gelbbacke, langbeinige Kaninchendeckel : sind Jagdhunde , die sehr selbstständig Jagen
und nicht so große Gehorsamkeit zeigen.

Deutscher Pinscher, ist ein gelehriger , lebendiger Hund, mit Jagt- und Schutztrieb , der auch selbstständig jagt,
in Haus und Hof eingesetzt wird sie von Mäusen und Ratten frei zu halten .

Auch der Irish Terrier, hatte ähnliche Aufgaben im Hof, auch wurde er bei der Jagt auf Füchse eingesetzt.

Alle Hunde dieser Liste, sind freundlich und gutmütig zu ihren Menschen ,
doch reagieren recht unterschiedlich bei Fremden.

Ich hatte ein Kooikerhondje, ( hat ähnlich Eigenschaften wie ein Toller)
und habe nun einen Mini-Aussie , beide Hunde würden sich für den Hundesport eignen,
sind relativ leicht zu erziehen ,oder zu beeindrucken, kommen auch mit Katzen , oder anderen Tieren zurecht ,
wenn sie daran gewöhnt sind, aber sie können auch , nach dem entsprechenden Training allen Deinen Vorgaben gerecht werden.
Allerdings sind solche Hunde gerne immer in der Nähe ihrer Menschen, verfolgen diesen überall, wenn es möglich ist
und haben einen Wachtrieb , verbellen darum jeden Störenfried .

Fritz.
 
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Schweinemama

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Die Rassen sind einfach sehr unterschiedlich, du solltest dir im Vorfeld gedanken machen - was du von einem Hund erwartest:

Terrier sind sehr aufmerksame und mehr oder weniger furchtlose Persönlichkeiten und berühmt dafür "Nach vorne" zu gehen. Dh. die sind "hyperaktiver", melden immer und jeden der den Hof betritt und verteidigen auch im Notfall Haus und Hof (wenn man sie lässt). Dass kann natürlich ein Vorteil sein, wenn man die Hündische TÜrklingel überall hört, in der Nacht, wenn ein Hase quer über das Grundstück läuft - meldet der Hund aber natürlich auch.

Ein Labrador ist eher ein flegmatiker; das kann durchaus sein, dass er ungewohnte Begebenheiten meldet - aber mit der zeit wirds ihm irgendwann egal sein. Dh. die hunde melden - kann aber auch sein, dass nach 1 Woche der Besuch bis in den Stall kommt - und der Hund schläft seelenruhig in einer Ecke - weil er es gewohnt ist dass Leute auf den Hof kommen und diesen auch wieder verlassen...Diese Hunde sind jedoch reine Familienhunde, sie lieben es beim Menschen zu sein - ein alleine bleiben wird zwar akzeptiert muss aber trainiert werden. Jedoch sind sie viel lieber beim Menschen und würden sich am liebsten in jedes Handtäschen stopfen, wenn sie könnten nur um nicht "alleine" zu sein.

Jagdhunde sind immer so eine Sache, es gibt welche die lassen sich erziehen, es gibt manche bei denen steht der Jagdtrieb über alles. Das kann der Maulwurfshügel am Feld sein, der ausgebuddelt werden muss, oder die frisch eingesetzen Blumenzwiebeln - weil ja ersichtlich ist - dass das gestern so noch gar nicht da war, dass kann aber auch der Hühnerstall sein, der immer interessant sein wird - egal was du machst. Und ein Hühnchen das zufälligerweise aus dem Stall entkommt - gerissen wird. Denn im Stall kann der Hund nicht ran und akzeptiert das auch - im freien heisst das aber noch lange nichts.
 
Tompina

Tompina

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Hallo Lolymolly,

meine persönliche Meinung ist, dass man sich bei der Hundesuche nicht allzu sehr auf Rassen und ein gewisses Rassebild versteifen sollte. Klar ist eine gewisse Vorselektion wichtig, in dem man bestimmte Eigenschaften für sich von vorneherein ausschließt oder eben als Muss unbedingt haben will, was dann eben bestimmte Rassen aus- oder einschließt.

Wichtiger finde ich, dass ich euch klare Gedanken macht, welchen "Extremen" eure zukünftiger Begleiter ausgesetzt sein wird...z.B. langes Alleinebleiben, viel Kontakt zu fremden Menschen, geregelter Alltag oder eben eher Chaos (kein Tag wie der andere) usw. Das alles sind keine Gründe die final gegen einen Hund sprechen, das sind aber meiner Meinung nach die Punkte bei denen sich die meisten Leute gerne selbst belügen und die dann dazu führen, dass Hund und Mensch unglücklich sind. Wenn ihr einen solchen Rahmen steckt und dann mit Züchtern/Haltern eurer Wunschrassen Kontakt aufnehmt, könnt ihr ganz gut abchecken, ob es da viele oder wenige Kollisionspunkte gibt bzw. ob da schon eine Alltagssituation bei euch ganz fatal mit einer recht sicher zutreffenden Rasseeigenschaft kollidiert.

Auch wenn ich mich damit in die Nesseln setzte - ich finde es kommt nicht darauf an möglichst viel mit dem Hund machen zu können, möglichst immer zuhause zu sein, möglichst viel Platz zu haben etc. pp Es kommt darauf an, dass der Hund in der Situation, in die er bei euch "geworfen" wird, möglichst wenig "verbogen" werden muss. Denn das Verbiegen ist das, was Mensch und Hund anstrengt und dass was eben manche Hunde auf lange Sicht nicht mit sich machen lassen bzw. wozu dann letztlich Mensch die Geduld fehlt. ;-)

Du hast eine recht bunte Palette an Rassen genannt. Was genau hat denn diese Liste beeinflusst? Optische Merkmale der Rassen? Oder durchaus anscheinend typische Charaktereigenschaften? Ihr kennt Hunde dieser Rassen? Denn grundsätzlich haben die genannten Rassen untereinander eher weniger gemeinsam und es sind auch ganz unterschiedliche "Hundetypen". Ein Terrier ist etwas ganz anderes als ein Hütehund. Und Retriever sind was völlig Anderes als Pinscher.

Als alter Tierschutzonkel komme ich natürlich wieder mit dem doofen Vorschlag als Ersthund doch einen unproblematischen Secondhandhund zu nehmen. Und nein damit meine ich nicht den verängstigten Streuner aus den Straßen Rumäniens oder den geprügelten Kettenhund aus dem Nachbardorf. Damit meine ich Hunde, die ihre Familie aus Umständen verloren haben, die nichts mit Problemen ihrerseits zu tun hatten (Tod, Umzug, Allergien etc.). Da gibt es auch für Rassen ganze Netzwerke, die versuchen Secondhandhunde gut unterzubringen. Was ist da der Vorteil? Bei einer seriösen Organisation bekommt ihr einen Hund, der gut einzuschätzen ist auf eure Anforderungen und ihr könnt eine Rasse oder einen Rassemix antesten ohne den Welpen selber ruiniert haben zu müssen. :p

Oder eben eine recht unproblematische Allroundrasse wie z.B. der Großpudel.

Gerne gehe ich auf die genannten Rassen aber auch mehr ein, wenn ich ein bisschen abschätzen kann, was dazu geführt hat, dass ihr euch diese Rassen ausgesucht habt. :)
 
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Lolymolly

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Sehr sehr vielen Dank für eure Antworten schon einmal.

Also, ich habe mich entweder falsche Ausgedrückt oder ihr interpretiert etwas falsch. Der Hund soll kein Hofhund sein, wir haben nur keinen Zaun an unserem Garten, deshalb müsste ein Hund, wenn er mit uns draußen ist an die Leine. Richtig war jedoch, dass wir uns selten alle in einem Raum aufhalten, sodass das eventuell für Hütis eher nicht optimal wäre.
Der Opa müsste natürlich auch nicht mit dem Hund spazieren gehen 😁

Ich weiß zwar nicht wie Agility zum Grundgehorsam eines Hundes gehört aber damit meinte ich durchaus, dass wir eventuell einmal Prüfungen zu laufen könnten (daraus resultierend strebe ich trotzdem die BH mit unserem Hund an, auch wenn aus unserer Sport Karriere nichts wird), der Hund wird bloß nicht für den Sport angeschafft.

Ich plane natürlich auch unseren Hund zu erziehen, bloß möchte ich den Hund möglichst so aussuchen, dass ich ihm große Teile seiner Natur nicht verbieten muss damit er zu uns passt.
Wenn bei uns ein Labbi einziehen würde, dann nur einer aus einer schlanken Linie (- was dann Arbeitslinie bedeutet die nicht passt), die Tonnenlabradore gefallen mir gar nicht! Und Golden Retriever sind eigentlich zu groß, und da gefallen mir auch fast ausschließlich die sportlichen Linien.

Die 1,5 h Gassi, natürlich wird kaum ein gesunder Hund nach 1,5h laufen müde sein, aber das ist, wie du geschrieben hast, nicht alles. Der Hund dürfte so gut wie es geht frei laufen und schnüffeln, nur sollte er abrufbar sein wenn er einer mal hinterher möchte ( optional könnte er natürlich auch anzeigen- Spaniels und Pointer also? 🤔 ). Zwischen drin würde ich Trainingsfrequenzen einbauen, á la mal Fuß gehen (aber wirklich Obedience Fuß), apportieren, tricks machen etc.

Ich möchte auch mit dem Hund regelmäßig auf den Hundeplatz, bzw immer ein Ziel haben, natürlich erst mal Grundgehorsam aber später auch verschiede tricks, oder eben Hundesport. Das wäre dann seine Aufgabe und Auslastung.
Auslastung wäre aber auch sein Begleithund leben, denn es ist auch anstrengend verschiedene Reize zu verarbeiten.

Die genannten Rassen bezogen sich auf die Optik, dass eine Gelbbacke bei uns einzieht (die meines Wissens nach jedoch ein Hütehund ist) ist unrealistisch, das weiß ich.

Second hand Hunde....
Ich kenne die Seiten der umliegenden Tierheime und entweder sind deren Standart zu hoch für uns (vorhandener Ersthund, immer jemand zu Hause um den Hund zu managen, Erfahrung...) oder Charakterlich passende Hunde sind sehr krank oder passen vom äußerlichen gar nicht ( á la super nette Dogge oder so)


Jetzt zu den genannten Rassen
Pinscher- hier gefällt mir einfach nur die Optik der Rasse super gut. Ich weiß, dass es wahrscheinlich als Ersthund zumindest damit nichts wird wegen dem Wachtrieb, der Tendenz zum ein-Mann-Hund und dem Jagdtrieb, aber auch weil viele wohl die IPO Arbeit brauchen die ich nicht stellen kann.

Gelbbacke-auch wieder die Optik 😻 hierzu kann ich eigentlich das selbe sagen wie zum Pinscher mit dem Zusatz, dass er mir noch zu groß ist und der Hütetrieb bei uns umausgelebt bleiben wird.

Shelties und Collies- mit diesen Rassen habe ich mich am meisten beschäftigt, sie scheinen recht low maintenance zu sein wenn man sie dementsprechend erzieht und Anfängerbegleithund tauglich. Jedoch sind viele wohl sehr unruhig und hibbelig, wenn man nicht auf die Linie achtet. Dazu kommt meine optische Präferenz zu denen mit weniger Fell, wenig Weißanteil und über den Standart gewachsen. Die sind schwer zu finden und oft nur in Sport Zuchten vorhanden

Der Entlebucher- auch die Optik und dass sie als unkomplizierte Begleithunde beschrieben werden.

Der Stabij- ist auch einfach nur hübsch, aber sie brauchen wohl jadliche Auslastung und als Ersthundehalter kann ich eher weniger mit einem Sturen Hund anfangen,

Dackel sind einfach nur cool 😄 ich hab mal auf einen aufgepasst, der war aus einer jagdeichen Zucht und hat null auf mich gehört, nur auf seinen Besitzer, aber cool war sie. Hier wäre allerdings auch die Qualzucht Problematik ein Thema. In Frage käme eigentlich nur ein Kaninchelteckel, denn mein Hund soll keine Stümmelbeine haben, aber das sind keine Begleithunde.

Toller sind auch einfach hübsch, jedoch lese ich bei denen auch immer - Der braucht Arbeit und ist sensibel! Bei denen brauche ich ohne große angestrebte Dummy oder Rettungshund Karriere gar nich weiter schauen.

Irish Terrier- auch wunderschön, genau das was ich mir (optisch) unter meinem Traumhund vorstelle. Aber auch hier macht mir der Jagdtrieb und die benötigte Auslastung wohl einen Strich durch die Rechnung.

Dalmatiner- was soll ich sagen, auch hier ist es hauptsächlich die Optik weshalb ich sie mag. Ihre Gesundheit, Lauffreude und Jagdtrieb machen diese Rasse bei uns jedoch auch eher nicht möglich.

Ich hoffe ich habe alles nochmal besser erläutert und ihr könnt mir weiterhelfen
LG
 
demona

demona

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Hi,

hast du auch Charaktereigenschaften, die du willst/nicht willst oder geht es nur nach der Optik? 🤔 Kniehoch ist auch etwas schwierig, bei mir wären das 45 cm, bei mienem Mann knappe 60 cm.😂

Labradore müssen keine rollenden Tonnen sein, das liegt am Besitzer, die müssen nicht fett gefüttert werden und auch Showlinienlabradore können und wollen im Normalfall etwas tun. Wenn man da einmal das Funkeln in den Augen gesehen hat wenn die plötzlich gefordert werden, das ist faszinierend. Das muss also nicht gleich ne Leistungszucht sein, ein gemäßigter Showlinienlabrador ist ein toller Begleiter und kein Phlematiker. Mit diesen Hunden kann man so viel machen, wenn man sie passend erzieht.

Golden Retriever liegen im Rassestandart nur 4 cm über dem Labrador, wie kann er da so krass zu groß sein? Hier gilt das Gleiche wie mit den Labradoren, Fett muss da keiner sein, das liegt am Besitzer. Wobei in Goldies eher noch etwas spritziger kenne als bei den Labbis aber beides könnten tolle Begleithunde sein. Die gerne mal nur nebenher laufen aber auch sofort da sind wenn es was zu tun gibt.

Das Anzeigen bei Spaniels und Pointern ist zwar genetisch da aber muss gefördert werden, dazu braucht man schon etwas Erfahrung oder den Willen und den passenden Trainer. Sonst hast du schnell eine sehr schnell jagenden Hund.

Collies sind die gleiche Größenordnung wie Golden Retriever - Standard bis 61 cm - also rein technishc auch zu groß, oder? Ob die hippelig oder nicht sind, liegt auch zum großen Teil an der Erziehung. Es sind Hütehunde - genau wie Shelties, KHCs und allgemein einige Vertreter der FCI Gruppe 1 - und das liegt in ihrem Wesen. Reizoffen, aktiv, viel auf Bewegungsreiz aus und selbstständig handelnd, dabei aber sensibel und "nachtragend". Ein falscher Schritt kann eine Treppe zur Treppe des Grauens machen, ein runter gefallenener Topfdeckel die Küche für immer vermiesen aber auf der anderen Seite liegen manche Hunde mitten in einer Kindergruppe und zucken nicht mal mit dem Ohr. Das ist viel Erziehung, Sensibilisierung und Erfahrung. Muss man mögen und damit umgehen können. Erhebe ich die Stimme etwas zu weit, macht mein Hund dicht und wartet in 10 Metern Entfernung bis ich wieder lieb bin. Wie gesagt, muss man mögen.

Welchen Pinscher meinst du überhaupt? Es gibt unzählige Pinscher. Vom Rehpinscher über den österreichischen Pinscher bis zum Doberman. Welchen meinst du da?

Gelbbacke ist ein altdeutscher Hütehund, der fällt in die gleiche Kategorie wie Border Collie und Malinois, absoluter Spezialist, der nur in erfahrene Hände gehört. Meiner Meinung nach.

Die Gruppe der Sennenhunde gilt allgemein als sehr Familienfreundlich und nett, mit der passsenden Erziehung. Wobei ich beim großen Sennenhund schon wieder vorsichtig wäre.

Dackel : würde ich nur Standard nehmen, kein Kaninchen. Diese Verzwergung wird da immer Krasser. Ein gesunder, gut gebauter Standard-Dackel begleitet dich überall hin und fragt danach, was er noch machne kann. Den Sturkopf muss man mögen, genau wie den Jagdtrieb aber auch ein Dackel ist erziehbar.

Toller hast du richtig erkannt, die wollen und sollten arbeiten. Geht wohl auch ohne aber ob da sfür den Hund so toll ist, bleibt fraglich.

Zum Stabij und Irish Terrier kann ich nicht viel sagen, kenn ich nicht genug.

Dalmatiner aus ordentlicher Zucht ist nicht kränker als andere Rassehunde. Jagdtrieb ist wohl händelbar wenn man etwas Erziehung rein steckt und mal ehrlich, mehr laufen als andere Hunde will der auch nicht. Da läuft mein KHC genauso viel.


Zur Erziehung und Sport und so: Je nach Hunderasse eignen sich die verschiedensten Sportarten, die man machen kann oder will. Aber man sollte sich am Anfang nicht darauf fixieren unbedingt diese eine Sportart machen zu wollen. Eine nette Beschäftigung hat noch keinem Hund geschadet, wenn man es nicht übertreibt oder zu verbissen angeht. Bei den Sennenhunden würde ich jetzt nicht unbedingt auf ein Obedience-Fuß hoffen. 😂 Aber da finden sich andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Eine Karrriere muss man mit keinem Hund anstreben, eine regelmäßige Beschäftigung bei den entsprechenden Rassen schon.

Jagdtrieb hat jeder Hund, das ist Fakt. Wie stark er ausgeprägt ist, ist individuell abhängig. Ich kenne einen Weimaraner, der jagt quasi gar nicht, von Haus aus, der war nie jagdlich ambitioniert. Ist rasseuntypisch aber gibt es. Die meisten Hunde haben einen moderaten Jagdtrieb - Windhunde und Jagdhunde mal ausgenommen - den man mit Erziehung in den Griff bekommt ABER es kann auch sein, dass man sein Leben lang daran arbeitet.

Zum Second Hand Hund: Es gibt nicht nur Tierheime sondern auch entsprechende Pflegestellen, die mit Auslandsorganisationen zusammen arbeiten oder - ja, böse - entsprechende Kleinanzeigen. Da stehen nicht nur Vermehrer drin sondern auch Hunde, die aus irgendwelchen Gründen wirklich ein neues Zuhause suchen. Besitzer verstorben oder plötzlich erkrankt, z.B. Und man muss ja nicht nur in der Nähe suchen. Meine Züchterin wohnt 400 km entfernt. 😂

eine Liste mit Charaktereigenschaften, die du/ihr willst oder auch nicht, etwas genauer im Aussehen vielleicht und dann kann man eher helfen. 😊

Ich kenne zwei Collies von dem Züchter und die wollen arbeiten. Sehr, sehr spritzige Hunde mit unglaublich Energie. Einer jagd wie Sau wenn er dürfte und die Besitzerin hat sehr, sehr viel Arbeit da rein gesteckt. Dennoch läuft er oft an der Schlepp. Wunderschöne Hunde aber ein ganz anderes Kaliber als die britischen Showcollies.
 
S

Schweinemama

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Ich denke auch dass du zu sehr auf das aussehen gehst.

Collie, wir hatten mal einen - amerikanische Linie tricolor, aus zweithand - der war Mannscharf. Schärfer wie ein Schäfer, Schärfer wie ein Malois, dafür aber ein unwahrscheinliches absolutes Gehorsam (wir waren mehr oder weniger der Meinung dass der Vorbesitzer ihn sehr "misshandelt" haben muss) - aber der war ein Schutzhund.

Zu den Hunden, darfst du natürlich auch nicht den Pflegebedarf vergessen. Langhaarhunde auf dem Hof schauen zwar gut aus, aber wer klaubt Kletten, Disteln oder Tannenzweige aus Bauch, Pfoten und Ohren. Wer muss den hund täglich bürsten, damit Grannen die sich bin ins Fleisch hineinziehen können so gar keine Chance haben.

Ich frage mich jedoch andauernd, warum du so auf das äussere "abfährst". Letztendlich sind es Hunde, ein zwei - dreijähriger sieht toll aus, ab 5 Jahre gehen langsam aber sicher die Haare aus, ab 10 Jahre sind eher schäbig und ab dann geht es mehr oder weniger abwärts mit der Schönheit (ist ja bei Menschen auch nicht anders). Und auf Spezialistenhunde. Man nimmt sich ja als Frau/Mann in der Landwirtschaft nicht einen "Bankdirektor" und hofft - dass es für ihn gemütlich ist, und schickt ihn täglich in den Hühnerstall - obwohl er möglicherweise vom finanziellen mehr ahnung hat, und dafür nicht mal Tracker fahren kann.

Warum kein Labrador, Golden Retriever, Retriever oder ein Neufundländer. Das sind Hunde die arbeiten wollen, durchaus mal auch eine Ruhige Kugel schieben - aber wachsam sind - die sind auf FIngerschnipp - Einsatzbereit - sofort wie eine Revolverkugel. Wiff, blitzgescheid und vor allem leicht trainierbar (sind ja in der kategorie der intelligentesten Hunde). Aber dafür können sie auch mal einen halben Tag irgendwo rumliegen und eben das tun - was so ein Hund tut - nämlich gar nix. Ob Labradore dick werden müssen oder nicht - ich sag mal, Wenn du einen Hund vollstopfst wird er dick werden - auch ein Dackel kann einen Bauch kriegen - dass er am Boden schleift. Nur hat das meist mit er Einstellung des Tierbesitzers zu tun und nicht den des Hundes.

Mein Labi Retriever hat durch den Sommer etwas abgenommen und ist noch etwas gewachsen. Derzeit steht er bei 63 cm, hat zwischen 32 und 34 Kilo - ist aber ein Arbeitslinienhund. Er arbeitet sehr gerne, er ist für mehr oder weniger alles zu haben (er ist noch jung und deswegen etwas schreckhafter), aber wenn man aufgrund der Hitze nun zu Mittag nicht unbedingt 3 Stunden spazieren geht - ist er auch zufrieden - es reicht ihm bei der Hitze auch mal 20 Minuten und ein Sprung ins Kühle nass. Einreissen darf man es nicht lassen - sonst - Tonnenhund (wobei er natürlich ein ganz anderes aussehen hat wie der Showhund - bei ihm spielen die Muskeln unter dem Fell (aber er ist natürlich noch jung - knusprig und schön).
 
Tompina

Tompina

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Also nach der Optik sollte man sich den Hund mehr oder weniger als Letztes aussuchen. Klar ist so was wie Fellbeschaffenheit und Größe durchaus wichtig je nachdem, was man mit dem Hund vorhat bzw. wie der Hund leben soll - Dreck und Haare hat man aber auch beim kleinsten Wuff der Welt, lediglich die Menge ist eine andere. ;-)

Ich mag auch Hunde mit Kurzhaar lieber und würde mir aus einer Hundegruppe alla "Such dir einen aus" vermutlich immer die schmalen, kurzhaarigen Windnasigen aussuchen - also die mit viel Brustkorb, langen Beinen, wenig Fell, schmalem Kopf und so. XD Trotzdem hatte ich meinen Giotto (langhaariger Retriever-was weiß ich MIx) und habe nun meine Sonny (DSK-Dobermann-Mix mit doch recht viel Fell im Vergleich zu den anderen drei (Podencos, Whippet-Mix)), weil die beiden Hunde einfach wie "Arsch auf Eimer" zu mir und meinem Leben gepasst haben in den jeweiligen Anschaffungssituationen.

Ich denke, wir könnten alle besser helfen, wenn die Einschränkungen bzw. Anforderungen weniger optisch wären und eher in Richtung "muss mit fremden Menschen klarkommen" oder "muss lange alleine bleiben" oder "soll die und die Art Hundesport/Beschäftigung mitmachen". Klar ist das immer zuerst eine Erziehungsfrage, aber hole ich mir eben schon eine Rasse ins Haus, die z.B. gewollt misstrauisch gegenüber Fremden ist, kann es um einiges schwerer werden mit diesem Hund täglich wechselnden Besuch etc. im Haus zu haben. Oder hole ich mir einen extrem spezialisierten Arbeitshund ins Haus wird die Balance zwischen Auslastung und Ruhe um einiges schwieriger, als bei einer Rasse, die inzwischen eher "breit" aufgestellt ist, was die Nutzung angeht.

Und je nach Menschentyp sind auch ganz unterschiedliche Hundetypen eher einfach oder eben eher schwer, was das Handling angeht.

Ich z.B. bin kein Typ für Hunde, die mir ständig am Schlafittchen kleben, mich anhimmeln und sich auf Fingerzeig von mir von der nächsten Brücke stürzen würden. Meine DSH-Mix-Hündin geht in diese Richtung, da sie aber ein sehr souveräner und in sich ruhender Hund ist, holt sie sich nicht alle 5min die Bestätigung bei mir, sondern trifft auch mal eigene Entscheidungen, weshalb wir ganz gut klar kommen XD Ich hatte aber auch schon Pflegehunde - u.a. ein Border-Mix, einen Labbi-Mix und einen Golden Retriever...die hätte ich am liebsten nach 2h schon auf den Mond geschossen, weil die mich einfach tierisch genervt haben... *hust*

Andersherum durfte ich jetzt schon mehrfach Hunde kennenlernen - Galgo, Galgo-Mix, Podenco-Mix, Grey, Saluki - die ihre Besitzer quasi in Dauerstress versetzten und mit denen ich aber binnen kurzer Zeit super klar kam. Weil mich das "Lass mich in Ruhe, ich hab grad besseres zu tun" oder das sture "Ich höre zwar dass du mich rufst, halte es aber nicht für nötig zu reagieren" nicht halb so sehr aufregt/stört, wie es das eben bei anderen tut.

Lange Rede, kurzer Sinn: je nach Eigenschaften/Charakter von Mensch UND Hund können eben auch Kombis passen, die man jetzt nicht standardmäßig als Anfängerkombi bezeichnen würde.

Dazu müssen wir aber eben wissen, was ihr von eurem Hund erwartet als Teil eures Alltags. Und nicht in Sachen Größe und Felllänge. ;-)

Du listet halt die Rassen auf, sagst dann selber ja Jagdhund passt aber eigentlich nicht. Hütehund auch nicht. Pinscher seien ganz nett - dass das auch Jagd- bzw. Schutzhunde sind, ist dir aber bewusst? Und auch ein kleiner Rattler hat das gleiche Potenzial wie ein Dobi, er ist halt nur 20kg leichter. ;-)

Welche Eigenschaften würden denn eben nicht passen? Und welche hingegen schon? Welches Verhalten erscheint dir denn als absolut unpassend für euren Alltag/euren Erfahrungsstand? Und welches Verhalten wäre denn vielleicht sogar gewünscht? Mach das mal unabhängig von dem was du über bestimmte Rassen weißt und unabhängig von dem, was einem als "richtig" infiltriert wird, wenn man ein Tierfreund/Hundefreund sein will. Sei ehrlich zu dir selbst und mit dir selbst.

Und nochmal zu Secondhand: es gibt für fast alle Rassen Vereine/Nothilfen, die tendenziell deutschlandweit Pflegestellen haben und auch vermitteln. Meistens heißen die "Rasse XY in Not" oder ähnlich und widmen sich ausschließlich einer bestimmten Rasse und deren Mixe. Des Weiteren gibt es genug Tierschutzvereine, die mit privaten Pflegestellen arbeiten - was ich zum Aussuchen eines Ersthundes für die deutlich einfachere Variante halte, da Hunde im Tierheim immer unter Stress stehen und nie ganz "bei sich sind". Leben die Hunde aber in einem Haushalt, haben Alltagssituationen etc. kann man viel besser beurteilen, ob und wie das dann passen könnte bei den neuen Besitzern. Natürlich gibt es auch hier keine Garantie, aber wenn man ein bisschen mit gesundem Menschenverstand und genug Geduld sucht, findet man ganz sicher eine passende Fellnase auf diesem Weg. ;-)
 
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Schweinemama

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Also nach der Optik sollte man sich den Hund mehr oder weniger als Letztes aussuchen. Klar ist so was wie Fellbeschaffenheit und Größe durchaus wichtig je nachdem, was man mit dem Hund vorhat bzw. wie der Hund leben soll - Dreck und Haare hat man aber auch beim kleinsten Wuff der Welt, lediglich die Menge ist eine andere. ;-)

Ich mag auch Hunde mit Kurzhaar lieber und würde mir aus einer Hundegruppe alla "Such dir einen aus" vermutlich immer die schmalen, kurzhaarigen Windnasigen aussuchen - also die mit viel Brustkorb, langen Beinen, wenig Fell, schmalem Kopf und so. XD Trotzdem hatte ich meinen Giotto (langhaariger Retriever-was weiß ich MIx) und habe nun meine Sonny (DSK-Dobermann-Mix mit doch recht viel Fell im Vergleich zu den anderen drei (Podencos, Whippet-Mix)), weil die beiden Hunde einfach wie "Arsch auf Eimer" zu mir und meinem Leben gepasst haben in den jeweiligen Anschaffungssituationen.

Ich denke, wir könnten alle besser helfen, wenn die Einschränkungen bzw. Anforderungen weniger optisch wären und eher in Richtung "muss mit fremden Menschen klarkommen" oder "muss lange alleine bleiben" oder "soll die und die Art Hundesport/Beschäftigung mitmachen". Klar ist das immer zuerst eine Erziehungsfrage, aber hole ich mir eben schon eine Rasse ins Haus, die z.B. gewollt misstrauisch gegenüber Fremden ist, kann es um einiges schwerer werden mit diesem Hund täglich wechselnden Besuch etc. im Haus zu haben. Oder hole ich mir einen extrem spezialisierten Arbeitshund ins Haus wird die Balance zwischen Auslastung und Ruhe um einiges schwieriger, als bei einer Rasse, die inzwischen eher "breit" aufgestellt ist, was die Nutzung angeht.

Und je nach Menschentyp sind auch ganz unterschiedliche Hundetypen eher einfach oder eben eher schwer, was das Handling angeht.

Ich z.B. bin kein Typ für Hunde, die mir ständig am Schlafittchen kleben, mich anhimmeln und sich auf Fingerzeig von mir von der nächsten Brücke stürzen würden. Meine DSH-Mix-Hündin geht in diese Richtung, da sie aber ein sehr souveräner und in sich ruhender Hund ist, holt sie sich nicht alle 5min die Bestätigung bei mir, sondern trifft auch mal eigene Entscheidungen, weshalb wir ganz gut klar kommen XD Ich hatte aber auch schon Pflegehunde - u.a. ein Border-Mix, einen Labbi-Mix und einen Golden Retriever...die hätte ich am liebsten nach 2h schon auf den Mond geschossen, weil die mich einfach tierisch genervt haben... *hust*

Andersherum durfte ich jetzt schon mehrfach Hunde kennenlernen - Galgo, Galgo-Mix, Podenco-Mix, Grey, Saluki - die ihre Besitzer quasi in Dauerstress versetzten und mit denen ich aber binnen kurzer Zeit super klar kam. Weil mich das "Lass mich in Ruhe, ich hab grad besseres zu tun" oder das sture "Ich höre zwar dass du mich rufst, halte es aber nicht für nötig zu reagieren" nicht halb so sehr aufregt/stört, wie es das eben bei anderen tut.

Lange Rede, kurzer Sinn: je nach Eigenschaften/Charakter von Mensch UND Hund können eben auch Kombis passen, die man jetzt nicht standardmäßig als Anfängerkombi bezeichnen würde.

Dazu müssen wir aber eben wissen, was ihr von eurem Hund erwartet als Teil eures Alltags. Und nicht in Sachen Größe und Felllänge. ;-)

Du listet halt die Rassen auf, sagst dann selber ja Jagdhund passt aber eigentlich nicht. Hütehund auch nicht. Pinscher seien ganz nett - dass das auch Jagd- bzw. Schutzhunde sind, ist dir aber bewusst? Und auch ein kleiner Rattler hat das gleiche Potenzial wie ein Dobi, er ist halt nur 20kg leichter. ;-)

Welche Eigenschaften würden denn eben nicht passen? Und welche hingegen schon? Welches Verhalten erscheint dir denn als absolut unpassend für euren Alltag/euren Erfahrungsstand? Und welches Verhalten wäre denn vielleicht sogar gewünscht? Mach das mal unabhängig von dem was du über bestimmte Rassen weißt und unabhängig von dem, was einem als "richtig" infiltriert wird, wenn man ein Tierfreund/Hundefreund sein will. Sei ehrlich zu dir selbst und mit dir selbst.

Und nochmal zu Secondhand: es gibt für fast alle Rassen Vereine/Nothilfen, die tendenziell deutschlandweit Pflegestellen haben und auch vermitteln. Meistens heißen die "Rasse XY in Not" oder ähnlich und widmen sich ausschließlich einer bestimmten Rasse und deren Mixe. Des Weiteren gibt es genug Tierschutzvereine, die mit privaten Pflegestellen arbeiten - was ich zum Aussuchen eines Ersthundes für die deutlich einfachere Variante halte, da Hunde im Tierheim immer unter Stress stehen und nie ganz "bei sich sind". Leben die Hunde aber in einem Haushalt, haben Alltagssituationen etc. kann man viel besser beurteilen, ob und wie das dann passen könnte bei den neuen Besitzern. Natürlich gibt es auch hier keine Garantie, aber wenn man ein bisschen mit gesundem Menschenverstand und genug Geduld sucht, findet man ganz sicher eine passende Fellnase auf diesem Weg. ;-)

Der Meinung bin ich auch. Mein Labi steht gesund und wie aus dem Bilderbuch da, im Sommer täglich 20 Kilometer laufen (nicht an allen tagen - aber an recht vielen, wir haben das konditionell aufgebaut). Natürlich sieht man die Muskeln, natürlich glänzt sein Fell - der fühlt sich wohl und vor allem - er ist noch gesund, und das was er mehr gefressen hat - ist automatisch in die Muskulatur gewandert . Ist natürlich auch eine Arbeit und vor allem - geht das nicht im normalen Betrieb sondern ist rein eine Urlaubssache. Dass ein Windhund in so einem Hofleben regelrecht verfällt ist auch klar - die augen verlieren ihren Glanz, das Fell wird stumpf und dem Hund gehts mehr oder weniger Sch... Dass dann sogar ein Windhund eine "wampe" bekommt und zum Frustesser werden kann, versteht sich von selber.
 
L

Lolymolly

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Okay, tut mir leid, dass ich bisher das Aussehen eher beschrieben habe. Die Rassen waren aber auch eher um zu zeigen welche Art von Hund mir optisch gefällt.

Es ist unser erster Hund, will to please ist also durchaus erwünscht, sowie kontrollierbarer Jagdtrieb und wenig Hang zum Eigensinn und Unabhängigkeit.
Der Hund sollte auch keine Genetische Disposition dazu haben nicht Stubenrein zu werden, Epilepsie zu haben, Hypersexualität zu zeigen oder so. Der Hund wäre ein Begleithund und sollte als solcher möglichst unauffällig begleiten, auch wenn er nicht im Vordergrund steht (zB zu Freunden, Restaurants, Fußballspielen...)
Allein bleiben sollte der Hund natürlich können, aber ich habe nichts dagegen wenn er oft in meiner Nähe ist. Anzeigen dürfte der Hund Besuch, aber ernsthaft verteidigen sollte er unser Grundstück nicht und er sollte auch Fremde an mich ran lassen (stellen wir uns mal vor ich bin ohnmächtig irgendwo, dann sollte er Sanitäter ran lassen).
Es wäre auch gut wenn ich den Hund tragen kann (w, 170cm). Fremde kann der Hund ruhig mögen, aber ich hätte nichts gegen Gleichgültigkeit, allerdings hätte ich etwas gegen einen sabbernden Hund á la Boxer/Bloodhound.
LG
 
demona

demona

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Genetische Disposition dazu haben nicht Stubenrein zu werden, ....., Hypersexualität zu zeigen
Weder für das Eine noch für das Andere gibt es eine genetische Veranlagung. Stubenreinheit wird erlernt und von den ganzen Hunden, denen Hypersexualität nachgesagt wird, sind 90 % schlicht und einfach nciht erzogen. Ich habe hier einen 20 Monate alten Jungrüden sitzen, wenn der dürfte wie er wollte, würde der nur noch Pipi lecken, klappern, sabbern und jede Hündin belästigen, die er auch nur erahnt. Darf er nicht also macht er es nicht. Der geht auf Kommando von jeder Pipistelle weg und steht sogar mit heißen Hündinnen im Showring.

Einem wirklich hypersexualisierten Hund hilft oft nur ein Chip oder die Kastration.

Allein bleiben sollte der Hund natürlich können,
Training, ganz einfach. So gut wie jeder Hund kann das Alleine bleiben lernen, manche mehr oder weniger gut und schlecht.

Es wäre auch gut wenn ich den Hund tragen kann (w, 170cm).
Damit fällt eigentlich alles über 20 kg raus, es sei denn du machst Bodybuilding, also ich kann meinen Rüden zwar mal hochheben und kurz tragen aber längere Strecken, nein definitiv nicht.

FCI Gruppe 9 hat sehr viele nette Vertreter, vielleicht da mal umschauen. Pudel? Regelmäßig kurz geschoren macht er wenig Arbeit und ist ein ganz toller Begleithund, der auch mla ein paar Tricks machen kann und möchte.
 
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Schweinemama

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Epilepsie oder hypersexualität hat nichts mit der Genetik zu tun.

Sabbern tun die wenigsten Hunde, es sei denn sie sind aufgeregt. Ein Labrador sabbert nunmal - wenn er ganz aufgeregt ist hat er spagettilange Trensfäden... Wenn er sich dabei schüttelt - gute Nacht. Ein Cairnterrier könnte das auch - wobei die Fäden wahrscheinlich beim Schütteln eher im Fell hängen bleiben als durch die gegend spritzen.

Alles andere ist mehr oder weniger erziehung. Ein Hund der durch einen Unfall in eine Art Schockzustand geraten würde, würde - so gutartig er in Normalfall auch ist - sein Herrchen bis zum eigenen Tod verteidigen (gab hier einen Fall wo der Hundebesitzer einen Herzinfarkt erlitten hat mitten im Wald, der Hund ist bei fast 40 Grad aussentemperatur mehr als 4 Tage bei ihm geblieben (ohne Leine) - er wurde aber durch winseln erhört - der Hund wurde gerettet.

Das andere musst du dir halt überlegen, ich kenne kaum Hunde die zu einem Fussballspiel mitkönnen ohne mit mehr oder weniger begeisterung den Ball zu verfolgen - und wenn es nur um die Augen geht. Landet der ball blöderweise in der Reichweite des Hundes ist der Hund dort und der ball meist tot (kleinere Rassen können Fussbälle nicht schnell erledigen). Abtrainieren ja - aber das ist eher eine Lebensaufgabe und ein ewiges Training an der Reizschwelle. Das gleiche gilt für die Sabberei, ein Bloodhound der ruhig und gelassen ist - sabbert nicht, wobei die einen vermehrten Speichelfluss haben (um die Nase - das Organ Nummer 1 zu Fluten, andere Hunde reagieren eher mit den AUgen, und das Riechorgan ist Organ nummer 2 - dafür kann man sie mit Hütchenspielen super austricksen, Bloodhounds mit Hütchenspiel austricksen funktioniert absolut nicht ) - sie sind ja den Wölfen vom Geruchsinn ähnlicher - dafür aber mit den Augen schlechter (austricksen ist somit noch weniger möglich).
 
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Lolymolly

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Danke für eure Antworten.

Das mit der Genetik habe ich geschrieben, weil ich es gelesen hatte jeweils für Jack Russel, Chinese Crested.
Und mir ist bewusst, dass vieles Erziehung ist, aber ich wollte nur auf die Frage antworten was wir von dem Hund wollen und was er charakterlich mitbringen sollte.

Labrador kommt mir einfach so steif vor, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass ich an Aportarbeit Spaß hätte.
Gruppe 9 ist mir im Großen und Ganzen zu klein, bei Pudeln lese ich von einem Hund der Arbeit braucht und eine kleine Jagdsau ist, Kromis sind mir zu Inngezüchte, passen Spitze dann?
Habt ihr noch andere Rassenvorschläge?
 
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Schweinemama

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Labradore sind keine reinen Apportierhunde. Labradore sind wasserhunde, es gibt auf einer Labrador-Facebookseite sogar Videos in denen 6 Monate alte Labradore, Menschen aus dem Teich fischen und sie zurück an Land bringen. Ausbildung - Wasserrettung. Dazu kann man sie vielseitig trainieren, Einzelsocken zusammensuchen, und all die Kunststückchen die man als Assistenz oder Therapiehund so braucht. Von Insulinhund bis hin zur Reanimation von Menschen - du zeigst ihnen was sie brauchen - und sie machen. Sie sind möglicherweise etwas schwerfälliger wie andere, aber das ist eben eine Rasse - sie sind keine Pulverfässer.
 
demona

demona

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Das mit der Genetik habe ich geschrieben, weil ich es gelesen hatte jeweils für Jack Russel, Chinese Crested.
Egal, wo du es gelesen hast, es ist Blödsinn. 😊 Die werden genauso Stubenrein wie alle anderen auch.

Labrador kommt mir einfach so steif vor, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass ich an Aportarbeit Spaß hätte.
Labradore sind für viele Sachen zu begeistern, man muss ja nicht Profimässig Apportieren sondern kann sich auch Sachen bringen lassen, tausend und ein Spielzeug unterscheiden und bringen lassen, Zielobjektsuche, etc, pp...

Gruppe 9 ist mir im Großen und Ganzen zu klein, bei Pudeln lese ich von einem Hund der Arbeit braucht und eine kleine Jagdsau ist, Kromis sind mir zu Inngezüchte, passen Spitze dann?
Wenn du den Hund noch tragen willst, wird es wohl eine kleinere Rasse. Ich bin 1,64 und mehr als 15 kg traue ich mir nicht über eine weitere Strecke zu tragen.

Großpudel sind teilweise extreme Jagdsäue aber die kleineren Verwandten sind da sehr moderat. ein großer Kleinpudel geht bis 45 cm, das wäre kniehoch bei mir. Die können arbeiten, wollen bestimmt auch aber mit einer moderaten Beschäftigung sind die auch zufrieden. Aufgeweckte, freundliche, aktive Hunde. Mit der passenden 6 mm Schur auch sehr pflegeleicht, kann man ja selber scheren.

Welche Spitze? Kleinspitz? Wolfsspitz? Deutscher Spitz? Japanspitz? Gibt so viele Spitze. Alle samt sind sehr wachsam und gerade die größeren Rassen bringen auch gut Wach- und Schutztrieb mit.
 
cherry-lein

cherry-lein

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Labbis sind zwar Klischeehunde aber passen perfekt zu deiner Beschreibung zu dem was du von einem Hund erwartest. Tragen wird wohl eher schwierig, die Show Linie wird meist über 30kg schwer, die Arbeitslinie bewegt sich zwischen 20-30kg. Meine Labbi Hündin (Arbeitslinie) wiegt 24kg, wir haben ihr beigebracht das sie sich wie ein Kind tragen lässt, mit den Vorderpfoten auf meiner Schulter, so kann ich sie gut ein Stück tragen aber ich bin auch trainiert und schleppe regelmäßig 25kg Pferdefutter Säcke.
Meine Labbi Hündin apportiert nicht nur. Wir haben viel erarbeitet z.b. liebt sie auch Dummy Training, Suchtspiele jeder Art, Fährte, Unterordnung mag sie auch sehr gern, Rally Obidience und Agility ebenso auch wenn wir im Agility nicht so gut sind weil der Hund zu hibbelig ist. Wir gehen täglich mit einer kleinen Gruppe Hunden spazieren, so kann sie sich austoben und spielen, am Rad geht sie auch sehr gerne mit ABER sie chillt auch mal einen ganzen Tag mit uns auf der Couch, liegt im Restaurant artig neben mir bis wir fertig sind, mag Menschen und Tiere aber zeigt diese im Garten/Haus auch zuverlässig an, sie ist im Urlaub völlig unkompliziert und gewöhnt sich sehr schnell an eine neue Umgebung sodass man sie problemlos überall hin mitnehmen kann. Sie hat viel will to please aber auch ihren eigenen Kopf und ist auch oft ein richtiger Clown.
Labbis sind quasi universell einsetzbar wenn man sie richtig erzieht und mir persönlich gefallen sie auch optisch sehr gut aber das sollte tatsächlich zweitrangig sein.
Der Labbi ist zwar der Staubsauger unter den Hunden aber ob er Fett wird oder nicht liegt allein am Halter. Unsere Hündin hat eine ideale Figur und frisst auch draußen nicht alles was sie findet, das muss man zwar intensiv trainieren aber es lohnt sich.

204068
 
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Schweinemama

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Also ich bin 172 cm und kann zur Not meinen Labrador Retriever tragen. Er hat auch gelernt, dass er mich umarmen muss - weil ich das ganz einfach von seiner Körperlänge sonst nicht kann. Kurzfristig quertragen, weil Pfote verletzt geht jedoch auch (man ist halt als Mensch dann etwas sperrig und passt nur seitlich durch die Türe). Aber mal irgendwo hochheben, runterheben Ins auto - aus dem Auto raus oder auf den Tierarzt-Behandlungstisch ist grundsätzlich kein Problem (wobei er eigentlich beim Tierarzt ohne absenken alleine auch hochkommt).

Es ist immer so eine Sache mit der Größe, nicht zu klein - nicht zu gross. Der Hund soll mit dem Wedelschwanz keine Tische abräumen, genauso wenig wie mit dem Kopf auf der Tischkante lehnen. Gleichzeitig hat die Grösse natürlich Potential (meiner tragt mir auch schon mal etwas einkauf nach Hause, hat er mittlerweile gut drauf, so 3-4 Kilo schafft er - da ist nicht mal eine Delle auf einem Ei). Und die Zugkraft auf Böschungen ist phänomenal, gerade bei gatschigen WegeAndererseits sind kleine Hunde praktisch, nachdem man sie im Alter leichter hochnehmen kann (dafür muss man sie öfters suchen, wenn sie alt sind und schlechter hören).

Und natürlich gibt es bei Labradoren einige Einkreuzungen vom reinen Labrador, Retriever Labrador, bis hin zum Labradoodle (wobei diese sogar antiallergen sein sollten, aber noch eine sehr junge Rasse die erst einmal einen Riesenhype hatte nachdem Obama einen Bekam - wie sich die Rasse daraus entwickelt- ich würde derzeit noch keinen Nehmen sondern erst einmal in ein paar Jahren wissen wollen - wie sich die Rasse etabliert hat, nichts ist für eine Rasse schrecklicher, als wenn sie modern wird und dann auf Teufel komm raus nachgezüchtet wird). Wahrscheinlich gibts noch einige einkreuzungen mehr, bin da aber auch nicht so am laufenden.
 
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