Op oder nicht?

Diskutiere Op oder nicht? im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo liebes forum, ich hoffe einer kann mir hier vielleicht erfahrungsberichte geben oder weiterhelfen. Zur Vorgeschichte: Letztes Jahr wurde...
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Gaweiliex

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Hallo liebes forum,

ich hoffe einer kann mir hier vielleicht erfahrungsberichte geben oder weiterhelfen. Zur Vorgeschichte: Letztes Jahr wurde bei meiner Katze ein Tumor, der sich als gutartig herausstellte, bei einer OP entfernt. Nach der Narkose wurde ihr Körper nicht richtig warm, sie wurde in Wärmedecken eingehüllt und wir konnten sie erst
abends holen. Die Ärzte meinten die Werte waren ok es könnte ein versteckter Herzfehler sein. Anschließend sind wir zum Herzdoktor gefahren, der diagnostizierte eine zu dicke Herzwand, was öfters vorkommt aber noch nicht so schlimm ist das es behandelt werden muss.
Nun ein Jahr später hat unsere Katze einen kleinen Nabelbruch die Ärztin meinte er ist noch klein also muss er nicht operiert, aber sie sagte auch das man sagt, das sowas eigentlich immer operiert werden soll. Es kann ja auch theoretisch sein, dass sie den Nabelbruch schon immer hat und einfach nie bemerkt wurde.

Nun weiss ich nicht was ich machen soll, abwarten und gucken ob es schlimmer wird mit der Gefahr das etwas passiert oder operieren mit der Gefahr das es vielleicht doch nicht an der dicken Herzwand lag. Ich kann mir auch vorstellen das es ihr nach der Narkose schlecht ging weil sie alleine war, sie ist sehr Menschen bezogen.

Vielen Dank..
 
28.08.2019
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Nienor

Nienor

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Hey

Ist es eine einfache Praxis oder eine grössere Klinik, in der die operiert wurde?
Gerade in grösseren Kliniken kann man auf Patienten mit kritischer Vorgeschichte viel besser eingehen. Man kann sie besser überwachen, hat mehr Erfahrung bei Problemen, kann das Prozedere anpassen .. Ich würde dir daher empfehlen, mit der gesamten Krankenakte zu einer Klinik zu gehen und dir dort eine Zweitmeinung zu holen. In jedem Fall die Problematik bei der letzten OP so ausführlich wie möglich schildern, vielleicht hast du auch einen Bericht von deinem Tierarzt. Dann können sie das Risiken und Chancen besser einschätzen und dir einen auf deine Katze abgestimmten Rat geben.
 
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Schweinemama

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Ich würde mir eine Zweitmeinung holen. Gerade bei Operationen die den gesamten Organismus betreffen, gibt es mittlerweile auch schon spezialisten die trotz Herzprobleme etc operieren können und den Tieren es danach genauso gut geht wie vorher.

Verstehe dich durchaus, ich habe Tode durchgestanden, als meine kleine alte Dame (diabetes, dementsprechend immunsystem auch nicht besonders, Leber geschädigt etc ), direkt nach dem Frühstück "notfallmässig" in vollnarkose gelegt wurde (Granne im Trommelfell) - die war so schnell wieder wach (er hat die Narkose extra für sie gelegt, ich glaube sie bekam sogar wieder ein aufwach-Spritzmittelchen, narkotisiert wurde sie Intravenös - da war ich noch dabei). und der Tierarzt hat sie danach noch mehrfach kontrolliert, und auch das Herz mehrfach abgehorcht. Einzig sie war groggy, und man musste auf sie aufpassen, damit sie danach nicht in der Sonne einschläft- dh. die war bei 24 Stunden überwachung bei mir, weil sie immer mal wieder ihre Narkose ausgeschlafen hat, in der Sonne am Autositz, im Garten in der Prallen Sonne etc. ich habe sie dann immer wieder aufgelesen, mitgenommen oder in den Schatten verfrachtet , aber generell - kein Problem damit.

Die gefahr, dass bei einem nicht diagnostizierten Herzfehler etwas passiert ist weit höher. Ihr kennt das Problem, der Tierarzt auch, wenn er sich nicht "drübertraut", würde ich möglicherweise eine Zweitmeinung holen. Denn auch trotz Herzfehler kann man operieren und das Narkoserisiko minimal halten.

Nabelbruch ist immer so eine Sache, es gibt welche die existieren seit der Geburt und bleiben genauso wie sie zu dem zeitpunkt waren ( die sind rundherum vernarbt und verdickt - da reisst auch nichts mehr ein, das Umgebende Gewebe ist meist stabiler wie die restliche Bauchdecke - da kann fast nichts reissen ) , Aber es gibt auch Nabelbrüche die "wachsen" mit, dh. das Tier nimmt an gewicht zu - wird grösser und dementsprechend verändert sich auch der Nabelbruch - und der kann dann gefährlich werden - wenn der Darm "Hineinfällt" und geklemmt wird.
 
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Simpat

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Ich würde mir eine zweite tierärztliche Meinung einholen.

Die meisten Nabelbrüche sind von Geburt an. Beim Nabelbruch ist immer so eine Sache, wenn die nur ganz klein sind, verwächst sich dass oft von alleine. Da deine Katze aber schon ausgewachsen ist, wird sich da nicht mehr viel ändern. Wenn die Katze jetzt nicht übergewichtig ist und/oder nicht extrem aktiv und sprungfreudig, wird sich vermutlich die Größe nicht mehr ändern. Wie groß ist der Nabelbruch? Besteht da bereits Gefahr, dass da was reinrutschen und abgeklemmt werden kann? (meist ist es der Darm)

Oder hat sie einen ganz kleinen Nabelbruch vermutlich schon immer und da wurde nie etwas bemerkt und passiert auch nichts, weil er so klein ist?
 
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