Epileptische Anfälle?

Diskutiere Epileptische Anfälle? im Hunde Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; Hallo liebes Forum, ich bin neu hier und sehr besorgt um meine 12 jährige Islandhündin. Sie war bis vor kurzem noch sehr fit und agil. Ihr...
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mj94

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Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier und sehr besorgt um meine 12 jährige Islandhündin.
Sie war bis vor kurzem noch sehr fit und agil. Ihr Krankheitsbild fing aber schon vor einiger Zeit an und zwar hatte sie sehr lange eine Erhöhung auf dem Rücken, der dann irgendwann eiterte und sich entzündete. Nach mehreren TA besuchen wurde er dann schlussentlich entfernt. Einige Zeit später bekam sie Brustkrebs. Ich vermute, dass die Erhöhung ein gutartiger Tumor
war und dieser so ausgeprägt war, dass er sich im Körper ausgebreitet hat (aber ich bin ein Laie in dem Thema also keine Ahnung ob das plausibel ist). Der Brustkrebs wurde dann auch operativ entfernt, doch es haben sich dann recht schnell an ihrem Oberkörper weitere Tumore gebildet. Nun bekommt sie seit zwei Tagen (der fünfte Anfall wurde beobachtet), immer wenn sie fest schläft, ?epileptische? Anfälle. Ich hab nur ein mal bei einem Menschen einen epileptischen Anfall gesehen und das verhalten war recht ähnlich. Sie macht den Eindruck nach Luft zu schnappen und hat dabei eine blaue Zunge. Sie hat ein paar Minuten nach dem Anfall immer noch einen sehr starren Blick und atmet schwer und kann mittlerweile immer schlechter laufen. Ich ging gestern zum TA und dieser sagte nur "es wird nicht besser werden" und gab ihr eine Spritze, die gegen die Schmerzen helfen soll. Nun kann ich mittlerweile nicht mehr ruhig schlafen, da ich starke Angst habe, dass sie wieder einen Anfall bekommt.
Nun wollte ich fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Ich weiß, es wird nicht mehr all zu lange gehen, aber ich kann diese Anfälle nicht mehr sehen. Ich spiele schon die ganze Zeit mit dem Gedanken sie einschläfern zu lassen, aber mein TA ist keine große Hilfe mir die Entscheidung leichter fallen zu lassen.
 
31.08.2019
#1
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Guest

Hast du es schon mal mit der Clickerbox versucht? Wir haben damit tolle Erfahrungen gemacht und viel Spaß gehabt!
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Schweinemama

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Ach - lass dich mal drücken.

Ich würde den TIerarzt entweder telefonisch anrufen (vielleicht sogar morgen, wenn er Notdienst hat) oder wenn er Ordination hat bei ihm vorbeifahren, ohne Hund. Ganz einfach um mal den ganzen Sachverhalt zu klären. Einerseits tust du dir natürlich schwer, einen älter werdenden, chronisch kranken Hund zuzusehen, noch dazu wenn er binnen kürzester zeit "verfällt". Andererseits weiss dein Tierarzt, was man noch tun könnte. Mittlerweile gibt es auch Palliativ für Hunde. Möglicherweise gibt es Medikamente die ihr Schmerzen nehmen, die die Epilepsie wenn auch nur kurzfristig lindern, so ihr euch von ihr verabschieden könnt - so wie sie einmal war, und nicht so wie sie jetzt ist. Auch bitte den Tierarzt um seine ehrliche und persönliche Meinung im Bezug zu einschläfern. Er kann auch zu euch nach Hause kommen, er kann mit euch Vorgespräche machen, ihr müsst da nicht alleine durch.

Leider können wir nur hoffen, dass unser geliebtes Tier, das uns ein Jahrzehnt oder länger täglich begleitet hat und das uns so viel Freude bereitet hat, irgendwann einschläft und einfach nicht mehr aufwacht. Das ist aber leider nur sehr wenigen Tieren vergönnt. Leiden und Mitleiden muss niemand. Dennoch solltest du vorbereitet sein und dir Gedanken machen. Und nun versuche zu schlafen, notfalls lass dir von deinem Arzt etwas verschreiben, dass du ein paar Stunden schlafen kannst. Das was vor dir liegt kann dir noch keiner sagen, deshalb hole dir Hilfe auch für dich persönlich. Dein Ansprechpartner ist dein Arzt, und der Tierarzt. Es ist keine Schande wenn einen soetwas schlaflose Nächte bereitet.

Ich denk an dich.
 
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mj94

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Hallo Schweinemama,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Es tut mir ungemein gut hier offen über das Thema zu reden, da ich im realen Leben sofort zum Heulen beginnen würde. Dieser Hund hat mich meine ganze Jugend begleitet und mir so viele schöne Stunden bereitet, aber sie jetzt in dem Zustand zu sehen ist einfach nur schlimm. Das schlimme ist halt, dass es erst seit zwei Tagen so schlimm geworden ist. Davor war sie noch ein ziemlicher fitter, lebensfroher Hund.
Vielen Dank für deine Anteilnahme, das bedeutet mir sehr viel.
 
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Schweinemama

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Ich verstehe dich gut. Und bitte schreib das was dich bedrückt. Du kannst die Themen die dir Sorgen bereiten auch mit dem Tierarzt besprechen. Epilepsie sowas mit ansehen zu müssen ist nicht schön. Darum sprich es aus, wenn du kein Vertrauen zum Tierarzt hast, such dir einen zweiten, für eine Zweitmeinung.

Und nun versuche zu schlafen.
 
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A-Fritz

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Hallo,
was nun tatsächlich die Anfälle auslöst , kann ich nicht sagen, doch kann es sein , dass im Gehirn deines Hundes
eine Veränderung der Auslöser ist , doch auch jeder, schwere Anfall verursacht Schäden im Gehirn.
Auch die Probleme mit dem Laufen, deuten auf eine Schädigung der Nervenfunktion hin.

Ich denke, Tiere haben das Glück, nicht so weit zu Denken , wenn es um die Lebenszeit , oder den Tod für sie geht,
aber Du hast die Fähigkeit zu beurteilen , wann das Leben für Deinen Hund nicht mehr lebenswert ist .
Es kommt jetzt auf Deine Endscheidung an und wenn Du keine Besserung für den Deinen Hund mehr siehst
und es keine Hoffnungen mehr gibt , kannst du ihm große Leiden ersparen , wenn Du ihn nun bald gehen lässt .

Fritz.
 
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Schweinemama

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Der Meinzng bin ich auch. Gerade wenn etwas krankhaftes das Hirn erreicht wird es schwieriger und auch langwieriger mit der Behandlung. Was immer euer hund hat und was sein Gehirn vergiftet. Ich würde nicht zögern und mit dem Tierarzt die nächsten Schritte besprechen, Behandlungen, Schmerzlinderung, wie sieht die zukunftsprognose aus (bekommt der hund mit, dass er langsam verfällt, oder ist es ein altersprozess, der zwar schlimm ist zum zusehen, aber der hund davon nichts mitbekommt, wie z.b. Degeneration im Hirn, der hund kann dabei noch einigermaßen gut leben, die Epilepsie (gibt ja auch altersepilepsie) lässt sich einschränken, aber gesund wird so ein Alter hund nicht mehr, und vor allem-der hund kriegt von dem "fast" nichts mit, bis er euch nicht mehr kennt kann es Monate dauern).

Also bitte, nimm dir deinen Tierarzt zur Seite und besprich mit ihm einen Fahrplan. Dein Leben geht auch weiter und du möchtest dich auf die Situationen vorbereiten.
 
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flauschibär

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Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier und sehr besorgt um meine 12 jährige Islandhündin.
Sie war bis vor kurzem noch sehr fit und agil. Ihr Krankheitsbild fing aber schon vor einiger Zeit an und zwar hatte sie sehr lange eine Erhöhung auf dem Rücken, der dann irgendwann eiterte und sich entzündete. Nach mehreren TA besuchen wurde er dann schlussentlich entfernt. Einige Zeit später bekam sie Brustkrebs. Ich vermute, dass die Erhöhung ein gutartiger Tumor war und dieser so ausgeprägt war, dass er sich im Körper ausgebreitet hat (aber ich bin ein Laie in dem Thema also keine Ahnung ob das plausibel ist). Der Brustkrebs wurde dann auch operativ entfernt, doch es haben sich dann recht schnell an ihrem Oberkörper weitere Tumore gebildet. Nun bekommt sie seit zwei Tagen (der fünfte Anfall wurde beobachtet), immer wenn sie fest schläft, ?epileptische? Anfälle. Ich hab nur ein mal bei einem Menschen einen epileptischen Anfall gesehen und das verhalten war recht ähnlich. Sie macht den Eindruck nach Luft zu schnappen und hat dabei eine blaue Zunge. Sie hat ein paar Minuten nach dem Anfall immer noch einen sehr starren Blick und atmet schwer und kann mittlerweile immer schlechter laufen. Ich ging gestern zum TA und dieser sagte nur "es wird nicht besser werden" und gab ihr eine Spritze, die gegen die Schmerzen helfen soll. Nun kann ich mittlerweile nicht mehr ruhig schlafen, da ich starke Angst habe, dass sie wieder einen Anfall bekommt.
Nun wollte ich fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Ich weiß, es wird nicht mehr all zu lange gehen, aber ich kann diese Anfälle nicht mehr sehen. Ich spiele schon die ganze Zeit mit dem Gedanken sie einschläfern zu lassen, aber mein TA ist keine große Hilfe mir die Entscheidung leichter fallen zu lassen.
Hallo,

das tut mir wirklich wirklich sehr leid für deinen Hund und dich, aber ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, für jedes Lebewesen so schlimm es für die Zurückbleibenden auch ist, kommt die Zeit des Abschieds von dieser Welt.

Ich hatte auch mal eine Katze, die nach langer Zeit der Gesundheit, auch wenn meines Erachtens schon Anzeichen für mögliche Epilepsie da waren, sie hatte schon von klein auf so Zuckungen im Rücken ab und an, aber der Tierarzt meinte da ist nix, dann eben irgendwann auch doch richtig starke Epilepsie.

Trotz Medikamenten wurden die Anfallsserien immer heftiger und unkontrollierbarer, und dann als sie mal ein paar wenige Stunden alleine war, muss sie so heftige Anfälle bekommen haben, dass sie verstorben ist, den Anblick habe ich nie vergessen.

Dein Hund hat dich so lange Zeit in deinem Leben begleitet, aber nun ist er alt und hat viele Krankheiten, vielleicht ist es nun Zeit ihm das letzte Mal Danke zu sagen indem du ihn in Frieden gehen lässt.

Alles Gute und viel Kraft
 
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mj94

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Hallo und vielen Dank für eure netten Worte,
nach jedem Anfall läuft sie immer schlechter und kann ihre Hinterbeine kaum mehr kontrollieren. Heute morgen war wieder ein Anfall und sie kann mittlerweile keine Treppen mehr gehen und fällt immer unkontrolliert um. Ich denke ich tue ihr keinen Gefallen sie so weiter leben zu lassen und werde morgen zum TA und sie wahrscheinlich gehen lassen auch wenn es mir sehr schwer fallen wird.
 
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Schweinemama

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Lass dich drücken. Wenn du es gar nicht schaffst zuzusehen, würde ich heute wirklich einen Bereitschaftstierarzt anrufen. Ich würde das auch am Telefon mit ihm vorbesprechen, dass der Tierarzt da nicht noch "große" Blutuntersuchungen macht, Ultraschall und den Hund wieder auf die Beine spritzen will. Setzt euch zusammen, vielleicht sogar auf einen kleinen Kaffee in der Küche und rede mit ihm, Mensch zu Mensch. Vielleicht findest du auch jemanden, der dir nahesteht, der bei dir sein kann und dich auffängt und mit dir trauert.

Leiden muss kein Tier - und leiden tun viel mehr diejenigen die zurückbleiben auf Erden. Auch deine hündin wird merken, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist mit dir, dass irgendwas mit dir nicht stimmt und irgendetwas los ist. Zögere es nicht zu lange hinaus, wenn du das nicht möchtest.

Ich denk an dich heute und morgen. Ich begleite dich im Gedanken.
 
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A-Fritz

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Hallo mj94 ,
natürlich wäre es für Deinen Hund angenehmer und leichter,
wenn der TA. den Hund in seinem gewohnten Umfeld auf seine letzte Reise schicken kann
und nicht noch mit einem Gang in die Arztpraxis geängstigt werden muß .

Fritz.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
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Hallo mj94,
natürlich kann dir über das Forum keiner sagen was dein Hund letztendlich hat, wichtig wäre aber dass man die Gesamtsituation betrachtet. Sind die Tumore wirklich bösartig und hängen zusammen, oder sind es z.B. Fettgeschwüre die insgesamt aber eigentlich keine Bedrohung darstellen. Bei einem bösartigen Krebs der sich voranschreitend ausbreitet würde ich auch nicht zu lange warten, wenn bereits klar ersichtlich ist, dass der Hund insgesamt deutlich abbaut.
Falls die Tumore gutartig sind haben die Anfälle eine andere Ursache. Für epileptische Anfälle kann z.B. eine Herzinsuffizienz verantwortlich sein, diese kann man aber vor allem am Anfang oft noch gut mit Medikamenten behandeln, so dass der Hund damit noch eine ganze Weile ohne Einschränkungen leben kann.
Um eine Entscheidung zu fällen bräuchte man also zuerst eine genaue Diagnose. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Tierarzt sich da nicht so viel Mühe gibt würde ich in jedem Fall eine zweite Meinung einholen.
 
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mj94

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Hallo nochmal und vielen Dank für eure Anteilnahme.
Heute Mittag habe ich den TA zu mir nach Hause kommen lassen um sie zu erlösen, da sich die Situation immer mehr verschlechtert hat. Sie konnte nicht mehr laufen, sie hat nichts gegessen und wenn dann kam es einige Zeit später wieder raus. Sie atmete sehr schwer und hat gar nicht mehr auf ihre Signalwörter wie "gassi" oder "leckerlie" reagiert. Vor der Epilepsie drehte sie sich noch im Kreis vor Freude wenn sie diese Wörter gehört hat. Es fiel mir sehr schwer die Entscheidung zu treffen, aber ich glaube es war die richtige Entscheidung. Die Situationen wenn man nach Hause kommt und man denkt man wird gleich von einem Hund mit großer Freude begrüßt, aber dieser nicht mehr da ist, sind sehr ungewohnt und stimmen mich extrem traurig.
Also nochmal vielen Dank euch allen, hat mir sehr gut getan hier darüber reden zu können.
 
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Epileptische Anfälle?