Mäusebaby gestorben - Was falsch gemacht?

Diskutiere Mäusebaby gestorben - Was falsch gemacht? im Andere Mausarten Forum im Bereich Mäuse Forum; Hallo, mir ist gerade ein Mäusebaby gestorben 😭😭😭 und ich weiß, dass keiner genau sagen kann, warum und woran, aber trotzdem würde ich gerne...
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EmmaDale

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Hallo,

mir ist gerade ein Mäusebaby gestorben 😭😭😭 und ich weiß, dass keiner genau sagen kann, warum und woran, aber trotzdem würde ich gerne wissen, ob ich eventuell was offensichtliches falsch gemacht habe, damit ich es demnächst vermeiden kann.

Die Kleine wurde gestern von meinem Kater erwischt und ich dachte erst, sie hätte keine Chance, sie war zwar unverletzt, aber voller Ungeziefer (was meiner Erfahrung nach nur bei Tieren passiert, die von ihrer Familie verstoßen worden sind) und lag wie tot auf meiner Hand. Ich habe ihm dann was zu trinken mit einer kleinen Spritze angeboten, was es auch genommen hat, und das Ungeziefer mit der Hand entfernt, und langsam wurde sie wieder munter. Allerdings schien sie erst nicht laufen zu können und hat die Hinterbeine nachgezogen. Das hörte aber auch ziemlich schnell auf. Sie muss ungefähr 10 bis 14 Tage alt gewesen sein, die Augen
waren fast ganz offen, der Pelz komplett und gewogen hat sie 5g. Ich hab sie dann mit Katzenaufzuchtsmilch 1:2 alle zwei Stunden mit Hilfe eines Pinsels gefüttert, das Bäuchlein massiert und den Analbereich stimuliert. Die Verdauung ging nach ein Paar Fütterungen gut (da Anfangs nichts kam, vermute ich, dass sie schon länger nichts gefressen hatte). Ich hab sie um um 23 Uhr noch mal gefüttert, und dann wieder um 3, da war sie noch putzmunter, hat sogar eingeweichte Haferflocken in die Pfoten genommen und versucht, dran zu knabbern, was aber nicht so ganz zu klappen schien. Als ich dann um 7 Fütter wollte, lag sie schon komisch im Käfig (eine alte Katzentasche, die auf meinem Bett stand, mit Handtuch und mehreren zerknüllten Taschentüchern und Heu zum verstecken und handwarmer Wärmflasche unter einer Hälfte, damit sie sich die Wärme aussuchen konnte), Hinterbeine abgespreizt und irgendwie zerzaust, wie sterbende Tiere oft aussehen. Vom Pinsel hat sie dann auch nichts mehr genommen, aber wenn ich die Aufzuchtsmilch auf meine Hand getröpfelt habe, hat sie das aufgeleckt. Da habe ich noch gehofft, dass sie einfach müde von einer durchgewuselten Nacht ist. Aber sie wurde immer schwächer und dann setzte der übliche Sterbeprozess ein, auf der Seite liegen, Stoßatmung, dann das Strecken der Glieder und dann war es vorbei :'''( Der Bauch war nicht aufgebläht, das Gewicht war immer noch 5g.

Die Punkte, bei denen ich mich Frage, ob ich was falsch gemacht habt (und ihr müsst mich nicht schonen, ich möchte wirklich wissen, was es gewesen sein könnte, damit ich besser mache, falls mir sowas noch mal passiert!!!):

1. Ich habe keinen Fencheltee in die Aufzuchtsmilch getan. Ich hatte keinen im Haus, hätte ihn noch gekauft, aber dachte auch, sie ist schon relativ groß und die Verdauung läuft gut.
2. Ich war nicht beim Tierarzt. Ich hab darüber nachgedacht, aber da es ihr so gut ging und ich schon öfter erlebt habe, dass der Tierarztbesuch durch den Stress auch viel Schaden verursachen kann, habe ich das erstmal verschoben, bis sie akklimatisiert ist.
3. Ich habe nachts nicht alle zwei Stunden gefüttert. Die Fütterungsangaben im Internet waren ziemlich unterschiedlich, und ich dachte, nachts kann ich ein wenig strecken.
4. War die Temperatur nachts zu niedrig? So eine Wärmflasche kühlt ja relativ schnell ab. Im Zimmer waren ungefähr 20 Grad, der "Käfig" war eine Stoffkatzentasche und drinnen Handtuch, Heu, Taschentücher und sie war ja voll bepelzt... aber vielleicht hat das einfach nicht gereicht (was wirklich grauenvoll wäre).

Was meint ihr, könnte es an einem der Gründe liegen oder fällt euch vielleicht auch noch was anderes ein?

Danke schon mal!
 
04.09.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Nika1980

Nika1980

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Och du arme, es tut mir wirklich leid.
Ich habe eben erst ein Mausi aufgezogen (er ist jetzt fast 2 Monate alt) und sein Schwesterchen habe ich verloren,
ich weiß was du durchmachst.

Bitte mach dir keine allzu großen Vorwürfe, es könnte alles dieser Dinge gewesen sein,
oder aber auch keines.
Wenn ein so junges Mausekind seine Mama verliert stehen lt. meinem Tierarzt die Chancen nur bei etwa 10%.
Vielleicht hätte es mehr Futter gebraucht, vielleicht waren es Blähungen, vielleicht war es nicht warm genug,
vielleicht, vielleicht, vielleicht.....
Vielleicht hat mein 2.Zwerg auch nur überlebt, weil ich ihn nach dem Tod seiner Schwester zu meinen Farbmäusen gelegt habe.
Diese haben ihn geputzt und gewärmt. Ich denke mir auch oft vielleicht wäre es anders gelaufen wenn, aber das hat keinen Sinn.
Du sagst dein Mausi wurde von der Katze gebracht. Da kann das Zwergi auch innere Verletzungen gehabt haben die man nicht sieht.

Du hast dein Bestes gegeben, das zählt.
 
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EmmaDale

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Och du arme, es tut mir wirklich leid.
Ich habe eben erst ein Mausi aufgezogen (er ist jetzt fast 2 Monate alt) und sein Schwesterchen habe ich verloren,
ich weiß was du durchmachst.

Bitte mach dir keine allzu großen Vorwürfe, es könnte alles dieser Dinge gewesen sein,
oder aber auch keines.
Wenn ein so junges Mausekind seine Mama verliert stehen lt. meinem Tierarzt die Chancen nur bei etwa 10%.
Vielleicht hätte es mehr Futter gebraucht, vielleicht waren es Blähungen, vielleicht war es nicht warm genug,
vielleicht, vielleicht, vielleicht.....
Vielleicht hat mein 2.Zwerg auch nur überlebt, weil ich ihn nach dem Tod seiner Schwester zu meinen Farbmäusen gelegt habe.
Diese haben ihn geputzt und gewärmt. Ich denke mir auch oft vielleicht wäre es anders gelaufen wenn, aber das hat keinen Sinn.
Du sagst dein Mausi wurde von der Katze gebracht. Da kann das Zwergi auch innere Verletzungen gehabt haben die man nicht sieht.

Du hast dein Bestes gegeben, das zählt.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Post zu lesen und zu antworten! :)

Es tut mir so leid um dein Mäusmädchen! Da sieht man, wie fragil diese kleinen Tierchen sind, wenn man selbst bei gleicher Behandlung nicht alle durchbekommt. 10%... das ist wirklich nicht viel. Ich hatte vor ein paar Jahren einen ganze Wurf gefunden, die neben ihrer toten Mutter lagen, davon hab ich kein einziges durchbekommen. Sie waren aber auch noch viel kleiner, dieses Mal hatte ich schon mehr Hoffnung. Aber hat nicht sollen sein. Danke jedenfalls noch mal für deine Worte, sie haben mir schon sehr geholfen! :)
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Tiere, die mit Katzen(speichel) Kontakt hatten, brauchen unbedingt Antibiotika.

Und Wildtiere immer in eine Aufzuchtstation. Die haben auch die notwendigen Medikamente da.
 
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Shiria

Shiria

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Hallo,

Toll dass du dich der Kleinen angenommen hast und dir so viel Mühe gegeben hast. McLeodsDaughters hat recht, auch wenn sie nur "angesabbert" wurden - eine winzige, vielleicht nicht sichtbare Verletztung reicht da schon aus... Auch dass sie die Hinterbeine erst nachgezogen hat, könnte darauf hinweisen, dass sie doch innere Verletzungen hatte. Auch dass sie vielleicht vorher schon geschwächt war durch mangelnde Nahrung und Ungeziefer, wird eine Rolle gespielt haben.
Ob sie mit 14 Tagen noch Nachts alle 2 Stunden brauchen, weiss ich nicht, aber daran wird sie nicht gestorben sein. Eventuell war es auch zu kühl, wenn die Wärmflasche abgekühlt ist. In der Natur haben sie ja meist Geschwister mit denen sie auf einem Haufen liegen. Aber auch da glaube ich nicht, dass das der Grund war. Da wird einfach viel zusammen gekommen sein und ich denke, dass eher (innere) Verletzungen zusammen mit einer vorherigen Schwäche eine Rolle gespielt haben.
Du hast dir viel Mühe gegeben und das getan, was man als Privatmensch tun kann und das ist was zählt. Eine Aufzuchtstation ist natürlich toll, wenn es eine in der Nähe gibt, die sich auch dieser Tiere annimmt, ansonsten kann man es nur anch bestem Wissen und Gewissen selber probieren und sich - wo möglich - Hilfe holen.

Liebe Grüße,
Shiria
 
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EmmaDale

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Hallo,

Toll dass du dich der Kleinen angenommen hast und dir so viel Mühe gegeben hast. McLeodsDaughters hat recht, auch wenn sie nur "angesabbert" wurden - eine winzige, vielleicht nicht sichtbare Verletztung reicht da schon aus... Auch dass sie die Hinterbeine erst nachgezogen hat, könnte darauf hinweisen, dass sie doch innere Verletzungen hatte. Auch dass sie vielleicht vorher schon geschwächt war durch mangelnde Nahrung und Ungeziefer, wird eine Rolle gespielt haben.
Ob sie mit 14 Tagen noch Nachts alle 2 Stunden brauchen, weiss ich nicht, aber daran wird sie nicht gestorben sein. Eventuell war es auch zu kühl, wenn die Wärmflasche abgekühlt ist. In der Natur haben sie ja meist Geschwister mit denen sie auf einem Haufen liegen. Aber auch da glaube ich nicht, dass das der Grund war. Da wird einfach viel zusammen gekommen sein und ich denke, dass eher (innere) Verletzungen zusammen mit einer vorherigen Schwäche eine Rolle gespielt haben.
Du hast dir viel Mühe gegeben und das getan, was man als Privatmensch tun kann und das ist was zählt. Eine Aufzuchtstation ist natürlich toll, wenn es eine in der Nähe gibt, die sich auch dieser Tiere annimmt, ansonsten kann man es nur anch bestem Wissen und Gewissen selber probieren und sich - wo möglich - Hilfe holen.

Liebe Grüße,
Shiria
Vielen Dank auch an dich! Das wusste ich wirklich nicht mit dem Speichel, das ist gut zu wissen. Wie gesagt, ich dachte eher, ein Tierarztbesuch wäre erst recht stressig und würde womöglich gerade ihr Ende bedeuten. Ich hätte auch nicht gedacht, dass so ein winziges Wesen Antibiotika wegstecken kann.

Ja, eine Aufzuchtstation wäre ideal. Ich hätte mich da auch noch weiter umgeguckt, auch langfristig ist ja Gesellschaft von Artgenossen wichtig, aber erstmal ging es mir ums Stabilisieren, da ja in der Nähe keine ist. Vor einigen Wochen hatte ich ein Eichhörnchenbaby hier, noch kleiner, Augen und Ohren noch zu, da gab es zum Glück im Internet eine Seite, die deutschlandweit Aufzuchtsstellen vermittelt hat. Der, der am nächsten zu meinem Ort war, hat sich aber drei Tage nicht gemeldet, so dass ich da auch die Pflege erstmal übernehmen musste. Das war im Prinzip genau so, wie mit dem Mäuschen, aber in dem Fall ist es zum Glück gut gegangen und wir konnten es gesund und munter zu Leuten, die mehr Erfahrung und noch andere Babys im gleichen alter hatten, abgeben (auch wenn es mir schwer gefallen ist :) ).


Sonst finde ich es aber auch nicht so einfach, ein Tier einfach an unbekannte Menschen abzugeben. In dem Fall war es okay, weil es von einem Verein vermittelt wurde, der einen sehr guten Eindruck gemacht hat, aber ich hab da auch schon anderes erlebt. Vor einigen Jahren habe ich ein verletztes Taubenbaby gefunden. Die Wildvogelauffangstelle hat sich zu meinem Ärger für Tauben nicht zuständig gefühlt. Ich hab dann im weiteren Umkreis gesucht und stieß auf die merkwürdigsten Menschen. Welche, die selbst gesunde Wildtiere nicht wieder auswildern wollten, welche, die Volieren hatten, an die Marder und Raubvölge ran konnten, was ja "Natur" wäre... schließlich habe ich mich entschlossen, das selber zu machen und gerade hab ich das vierte Taubenjunge hier. In den Fällen ist es zum Glück immer gut gegangen und ich konnte alle wieder in die Freiheit entlassen.

Jetzt habe ich mich festgequatscht. Ich wollte nur sagen, dass es nicht immer einfach ist, eine gute Stelle für so ein Tierchen zu finden :)
 
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