Hund knurrt beim Verlassen der Hundebox

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Wanderin

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Hallo in die Runde, ich habe einen sensiblen und ängstlichen 2jährigen Kromfohrländer Rüden. Erstmals vor 6 Monaten knurrte er meinen Mann an, als er die Autohundebox nach einer kurzen Fahrt verlassen sollte. Waren wir länger unterwegs, sprang er sofort raus. Um das Aussteigen zu vereinfachen, war er in der Folge stets mit Leine in der Box, wobei das Ende außerhalb der Box
blieb. Ich nahm stets die Leine und bat den Hund kurz, knapp und freundlich aus der Box. Das funktionierte wunderbar, bis vor 3 Wochen als wir im Auto von einem kräftigen Gewitter überrascht wurden. Er wollte nicht aussteigen, knurrte, bellte und zeigte seine Zähne. Nach über 1 Stunde war er endlich draußen. Beim Anleinen biss er mir in die Hand. 3 Tage später bei Sonnenschein gleiches Theater, nur war er jetzt in der Box angeleint und konnte rausgezogen werden. Er sprang aber an meinem Mann hoch und wirkte aggressiv wie bei dem vorherigen Ereignis. 2 Tage später hatte ich ihn an der Schleppleine. Bei geöffneter Tür bellte und knurrte er ganze 20min in den Wald. Ich stand hinter dem Auto. Schließlich zog ich ihn raus. Gefühlte 10min war er wie bei o.g. Ereignissen. Erst dann konnten wir entspannt Gassi gehen, als wäre nichts geschehen. Wir haben jetzt den liebsten Hund. Das Auto haben wir erstmal nicht mehr genutzt. Was sollen wir tun? Hat jemand eine Idee? Wir bemühen uns um einen Verhaltenstherapeuten. Bis dahin müssten wir aber mal auch mit dem Hund Auto fahren.
 
06.09.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Nienor

Nienor

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Hey

Verhaltenstherapeut ist sicher die beste Wahl, um sich das vor Ort mal genau anzuschauen.
Möglicherweise empfiehlt er einen Wechsel der Box im Auto, um einen Neuanfang zu haben, eventuell auch immer Fahrten zum gleichen Ort, dass er sich da sicher fühlen kann. Es kommt ganz drauf an, wo genau das Problem liegt.

Was ich zusätzlich machen würde: Box aus dem Auto und ins Wohnzimmer oder wo ihr euch viel aufhaltet, beliebte Decke rein und dort immer mal Leckerlis geben. Der Hund darf da anfangs rein und raus, wie er will.
Später kannst du auch anfangen, ihn rauszubitten, notfalls rauszulocken .. gern mit etwas zum Kauen, dass er ruhig auch wieder da drin kauen kann (dann aber in Ruhe lassen).
Die Box darf gern sicherer Ruhepunkt für ihn sein, aber das Rausgehen muss auch positiv belegt werden.
 
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Verhaltenstherapeut ist sicher die beste Wahl, um sich das vor Ort mal genau anzuschauen.
Möglicherweise empfiehlt er einen Wechsel der Box im Auto, um einen Neuanfang zu haben, eventuell auch immer Fahrten zum gleichen Ort, dass er sich da sicher fühlen kann. Es kommt ganz drauf an, wo genau das Problem liegt.

Was ich zusätzlich machen würde: Box aus dem Auto und ins Wohnzimmer oder wo ihr euch viel aufhaltet, beliebte Decke rein und dort immer mal Leckerlis geben. Der Hund darf da anfangs rein und raus, wie er will.
Später kannst du auch anfangen, ihn rauszubitten, notfalls rauszulocken .. gern mit etwas zum Kauen, dass er ruhig auch wieder da drin kauen kann (dann aber in Ruhe lassen).
Die Box darf gern sicherer Ruhepunkt für ihn sein, aber das Rausgehen muss auch positiv belegt werden.
 
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Danke für die kompetente Antwort. Werde die Box mal ins Wohnzimmer stellen. Bin gespannt.
 
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Ich würde ihn einerseits gar nicht zwingen und schau mal ob er z.b. ein Leckerli nimmt bevor er aussteigt. Hat er Angst oder ist er überreizt - würde er das Leckerli nicht nehmen. Da hilft nur Geduld und das "Ereignis" löschen bzw. ins Positive drehen. Wurfspielzeug zeigen - Ball etc. etwas was er positiv in Erinnerung hat und ihn so "herauslocken" sodass er sich anleinen lässt. Mit leine ist immer etwas schwierig. Meiner legt sich so gerne auf die Leine - da habe ich gar keine Möglichkeit ihn rauszuholen ohne dass ich ihn angreifen muss. Schnappen geht sowieso nicht, wobei ich der Meinung bin - der hat Angst und weiss gar nicht was er tut (lieber mit dem Maulkorb transportieren - damit er erkennt dass das beissen keine Lösung ist).

Er wird möglicherweise Angst vor dem Gewitter haben, da gibts auch Desensibilisierungen, wobei die Hunde auf das verschiedenste reagieren (hatte sogar eine Hündin, die auf das Klickern der Telefonleitungen reagieren, dann wenn entfernt irgendwo ein Gewitter aufzog und durch die Elektronischen Entladungen die Kontakte irgendwann mal klickerten), - wenn das Gewitter dann da war - sass sie liebendgerne im Auto (irgendwie wusste sie dass ihr da drinnen nichts passiert), im Haus war es mehr oder weniger unmöglich -- die kam stundenlang nicht unter der Ofenbank hervor. Teilweise reagieren die Hunde auf Bodenerschütterungen, auf die elektronische Aufladung der Luft - der auffrischende Wind , teilweise ist es gar nicht der Blitz oder der Donner etc. Wenn du draufkommst auf was er reagiert - kannst du ihm viel besser helfen
 
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Ich würde ihn einerseits gar nicht zwingen und schau mal ob er z.b. ein Leckerli nimmt bevor er aussteigt. Hat er Angst oder ist er überreizt - würde er das Leckerli nicht nehmen. Da hilft nur Geduld und das "Ereignis" löschen bzw. ins Positive drehen. Wurfspielzeug zeigen - Ball etc. etwas was er positiv in Erinnerung hat und ihn so "herauslocken" sodass er sich anleinen lässt. Mit leine ist immer etwas schwierig. Meiner legt sich so gerne auf die Leine - da habe ich gar keine Möglichkeit ihn rauszuholen ohne dass ich ihn angreifen muss. Schnappen geht sowieso nicht, wobei ich der Meinung bin - der hat Angst und weiss gar nicht was er tut (lieber mit dem Maulkorb transportieren - damit er erkennt dass das beissen keine Lösung ist).

Er wird möglicherweise Angst vor dem Gewitter haben, da gibts auch Desensibilisierungen, wobei die Hunde auf das verschiedenste reagieren (hatte sogar eine Hündin, die auf das Klickern der Telefonleitungen reagieren, dann wenn entfernt irgendwo ein Gewitter aufzog und durch die Elektronischen Entladungen die Kontakte irgendwann mal klickerten), - wenn das Gewitter dann da war - sass sie liebendgerne im Auto (irgendwie wusste sie dass ihr da drinnen nichts passiert), im Haus war es mehr oder weniger unmöglich -- die kam stundenlang nicht unter der Ofenbank hervor. Teilweise reagieren die Hunde auf Bodenerschütterungen, auf die elektronische Aufladung der Luft - der auffrischende Wind , teilweise ist es gar nicht der Blitz oder der Donner etc. Wenn du draufkommst auf was er reagiert - kannst du ihm viel besser helfen
 
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Vielen Dank für die guten Tipps. Wir haben jetzt die Autobox im Wohnzimmer. Er ist 2x rein- und sofort wieder rausgegangen Das interessiert ihn gar nicht. Er liegt auf seiner Decke. Maulkorbtraining führen wir seit einigen Wochen durch. Erst wenn er den Maulkorb voll akzeptiert, wollen wir die Box im Auto trainieren.
 
Nienor

Nienor

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Das Problem am Maulkorbtraining kann allerdings sein, dass es euch zwar schützt, dem Hund aber nicht hilft, sein Problem zu beheben.
Es ist also reine Symptombekämpfung, wenn er zwar nicht mehr nach euch schnappen kann, aber trotzdem knurrt und tut, wenn er die Box aus dem Auto verlassen soll.
 
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Das klingt logisch. Vielen Dank!
 
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