Herz-Nieren-Zahnprobleme bei altem Hund

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Melvinki

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Hallo zusammen,

ich bin ganz neu auf dieses Forum angetroffen und hoffe auf Hilfe und Ratschläge.

Wir haben eine kleine Shih tzu Dame, die 15 Jahre alt ist. Letzes Jahr hatte sie ein unglücklichen Autounfall und musste wegen ihren Knochenbrüchen operiert werden. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Zähne gereinigt und von Zahnstein befreit. Nach der Heilphase ist sie sehr aufgeblüht und hat auch wieder besser gefressen. Wir gehen davon aus, dass sie wegen Ihrem Gebiss schlecht gefressen hatte. Auch heute ist sie noch relativ fit
für Ihr Alter. Außer altersbedingten Dinge wie, schlecht hören, schlecht sehen, etwas mehr am schlafen und wählerisch bei Ihrem Futter.

Jetzt hatten wir gestern einen Besuch in der Tierklinik, da unsere Kleine so stark gehustet hat, als wäre irgendwas in ihrem Hals stecken geblieben. Sie hat auch einige Zeit nicht mehr gut gefressen. Gestern dann die schlechte Nachricht. Sie hat Herzprobleme und auch Ihre Nierenwerte waren schlecht. Außerdem sind Ihre Zähne wieder richtig schlecht, so dass sie sicherlich Schmerzen hat. Das Problem ist nun, wie können wir die Zähne in den Griff bekommen ohne eine Narkose. Da eine Narkose wegen Ihrem Herz zu diesem Zeitpunkt nicht das Beste wäre. Aber wir können auch nicht zulassen, dass Sie dadurch Schmerzen hat. Unsere Tier Kosmetikerin hat ein Ultraschallgerät, die man ohne Narkose anwenden kann, aber ich habe gelesen, dass es wichtig ist unter dem Zahnfleisch auch sauber zu machen. Was sollen wir da nun am besten machen ?? Sie hat am kommenden Freitag einen Termin in der Klinik, um ein Herz- Echo- Kardiographie zu machen, da können wir dann genaueres über Ihr Herz erfahren. Ich denke Ihre Nierenwerte hängen auch mit dem Herz zusammen.

Aber was sollen wir Ihr nun zum fressen geben.. Eine Ernährung, die Ihr Herz und Niere unterstützen. Kann uns irgendwer irgendein Tipp geben. Dafür wären wir sehr dankbar. Wir können auch gerne alles selber kochen, backen, sei es das Futter oder auch Leckerlies. Wir brauchen echt Hilfe, da wir uns sehr viel Sorgen um sie machen und noch eine schöne Zeit mit ihr verbringen wollen.
 
07.09.2019
#1
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Hast du schon mal im Ernährungsratgeber für Hunde nachgelesen? Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
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Schweinemama

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Es kommt einfach darauf an - was ihr mit dem Hund bereits trainiert hat. Zähne anschauen lassen, auch den Zahnstein manuell entfernen funktioniert sicherlich auch ohne Narkose. Ans Zahnfleisch ran, würde sich glaube ich kein Tierarzt so schnell ohne Narkose trauen.

Herz leber und Nieren gehören zusammen. Manchmal reicht es jedoch auch - das Herz zu "verbessern", damit die Durchblutung wieder Leber und Nieren "durchspült". Also ich würde mir derzeit noch keine großen Sorgen um das Hundefutter machen. Etwas "Fettärmer", etwas mehr reis, Gemüse, Fleischsorten - alle, wobei Innereien mit Vorsicht zu geniessen sind (maximal 1x die Woche). Was dann genau "wirklich gut" für sie ist, und was besser für sie wäre, solltet ihr gemeinsam mit dem Tierarzt besprechen. Das beste und gesündeste Diätfutter hilft nicht, wenn der Hund das nicht frisst. Wobei deine Hündin natürlich ein Alter hat, das schon über 2/3 der Lebenserwartung ist. Solche Hunde tun sich oft schwer mit der Futterumgewöhnung, deshalb würde ich mal sehen ob sie experimentierfreudig ist, oder am liebsten ihren Alltags"brei" futtert, ihre Sachen nascht und sonst alles andere links liegen lässt.

Hunde putzen sich generell die Zähne "selber" Kaustangerl, Ochsenziemer - die gehen in die Zwischenräume und putzen regelrecht alles sauber. Kann ein Hund, aufgrund des alters oder Zahnschmerzen das nicht mehr "so gut beissen" - entsteht Zahnstein (manche Hunde neigen aber auch von Haus aus zu Zahnsteinbildung). Zahnbürste, Zahnpaste ( gibts auch für Hunde) und jeden / jeden Zweiten tag mal "drüberputzen ist auch nicht verkehrt.

Je nach alter und allgemeinzustand braucht man in dem Alter auch Herz - bzw. Nieren nur stützen. Das wird wohl alles degenerativ sein, und nichts akutes (sonst wäre die Diagnose nicht im Zug einer Narkose erst entstanden).
 
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Melvinki

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vielen Dank für die Rückmeldung @Schweinemama , dass bedeutet uns sehr viel.
Vielleicht ist das Futter tatsächlich nicht das Allerwichtigste zu diesem Zeitpunkt. Jedoch wollen wir keine Ernährung anbieten, die ihren Zustand verschlechtern würde. Sie frisst schon lange nicht mehr Futter aus der Dose, die meiste Zeit holen wir Fleisch vom Metzger und bereiten es selbst zuhause. Aber das Gemüse wird von Ihr aussortiert und stehen gelassen. Irgendwie mag sie das nicht.

Manuelle Zahnreinigung des Zahnsteines ? Meintest du da auch den Ultraschall eines Tierarztes oder mit einem Zahnstein- Kratzer zuhause ? Das habe ich im Internet gelesen. Meinst du die Zahn Beschwerden könnten besser werden, auch ohne die Reinigung der Zahnfleischtaschen ? Also, bringt das überhaupt etwas.

Für das Herz kann ich sicherlich schlicht auf die Medikation des Tierarztes abwarten oder kann man das Herz auch mit eigenen Maßnahmen unterstützen oder verbessern ?

Ja, ich weiß, sie hat ein stolzes Alter. Aber für Alter ist sie wirklich noch fit und glücklich. Es tut mir auch leid, dass ich so viele Fragen habe. Hoffentlich nerve ich nicht. gucci.jpg
 
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Schweinemama

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Es ist immer so eine Sache mit dem Gemüse, habe selber einen Hund in dem Alter - Insulinpflichtig. Man sagt mittlerweile "bei alten" Hunden 40 Prozent Fleisch - 60 Prozent Gemüse, Reis,Nudeln, Zusatzstoffe.

Ich bin immer sehr böse und koche einen grossen Topf karotten, Sellerie, Fenchel etc und püriere das als Creme ganz einfach durch und misch ihr das unter. Sie schmeckt es nicht und sie frisst es auch (wenn sie die möglichkeit hätte das Gemüse übrig zu lassen - tut sie es auch - aber das meiste ist so schön das Fleisch umschmeichelnd - dass sie es mitfrisst.

Gut ist es immer, ein Ritual aufbauen. Wenn die Zähne mal wirklich "sauber" sind also nach dem Zahnarzt - könnt ihr die Neubildung von Zahnstein verzögern indem ihr putzt. Ihr könnt natürlich auch sofort damit anfangen, aber - der Zahnstein ist mit Bürste alleine nicht wegzubekommen - das Plaque - das den Zahnstein verursacht sehr wohl.

Ich putze meinem "alten Weiblein" so Wöchentlich / 14 tägig den Zahnstein weg. Da bilden sich minimalspuren die man mit dem Fingernagel runterkratzen kann - das macht ihr nicht so viel aus - aber sie ist es natürlich auch gewohnt. Es tut nicht weh - ist maximal unangenehm - aber ich gehe nur bis zum Zahnfleisch und nicht darunter (alles was ins Zahnfleischt geht macht der Tierarzt).

Ihr habt in der Ernährung sicherlich nicht viel falsch gemacht, die Überlegung ist jedoch auch für euch, wie geht es ihr und wie geht es ihr mit der Futterumstellung . Ich hatte das Problem vor 3 Jahren, Insulinpflichtige Diabetes, der Tierarzt "verordnete" Spezialfutter (mein junger Labi frisst das, mitunter als Snack - aber er reisst sich nicht drum). Fakt war: sie wäre vor 3 Jahren ganz einfach gestorben - sie hat das Futter nicht angerührt, sie wurde immer dünner, immer schmäler und immer Lustloser. Also habe ich mir mal meinen Tierarzt zur Seite genommen und erklärt, dass ich das mit dem Diätfutter nicht machen kann - ich kann den Hund ja nicht Zwangsstopfen oder sie verhungern lassen. Letztendlich hat er es verstanden, der Hund wird täglich 2x gespritzt, er darf wieder alles fressen was er mag (leichte Diät, Markknochen 1x wöchentlich, Leber 1x wöchentlich - sonst nicht allzu fett) und der Hund lebt noch immer, er hat eine Kondition wie eine 8 jährige (wir haben seit einem halben jahr einen jungen Labrador als Zweithund, ihr Jungbrunnen - also 3 Stunden im Wald spazieren gehen ohne Probleme, sie hat mittlerweile anfangsschwierigkeiten, dh. sie geht die ersten 10 Minuten etwas "Langsam" ( Arthrose- und blind- taub wird sie auch ) - aber sobald alles wieder beweglicher wird trabt und galloppiert sie auch schon mal gerne. Sie geht gerne in den Wald, sie geniesst noch ihr Leben, und sie frisst das was ihr schmeckt oder manchmal auch mit dem sie leben kann (manchmal hat sie Leberprobleme da gibts dann nur Hühnchen - gekocht). Aber im Allgemeinen hat sie noch eine relativ hohe Lebensqualität - auch mit diesen Defiziten.

Die Frage "der Fragen" die ich mir damals gestellt habe, als ich dem Hund mehr oder weniger beim "Verhungern" zusehen musste war - "möchte ich den Hund aufgrund der Medizin am Leben erhalten (was ja nicht funktionierte- Terrier = Sturschädel), oder belasse ich ihr ihren Kopf und muss damit rechnen, dass sie möglicherweise nicht mehr 5 Jahre älter wird sondern nur noch 2. Ich habe mich damals für zweiteres Entschieden und auch der Tierarzt ist sich sicher, dass die "alte Dame" es, wenn es keine Komplikationen gibt noch einige Jahre machen kann. Aber nur dann, wenn ihre Lebensqualität nicht leidet, sonst würde ich sie, so traurig wie es ist - erlösen lassen.

Unsere Hunde sind in einem Alter, wo ein Schlaganfall etc das Leben von einem Moment auf den anderen sofort "beenden" könnte. Mein Tierarzt ist auch ziemlich sicher, dass der Hund sicherlich nicht an DIabetes sterben wird - sondern weil die Lebensuhr einfach abgelaufen ist. Aber wir können es noch geniessen, und unsere Hunde geniessen das auch.
 
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