Hund schnappt plötzlich nach Tochter wenn diese Ihre Periode hat.

Diskutiere Hund schnappt plötzlich nach Tochter wenn diese Ihre Periode hat. im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Wir haben eine Deutsche-Pinscher-Hündin. Sie ist etwas über ein Jahr alt. Mit unserer Tochter (Teenager) spielt sie sehr vertraut und sie ist auch...
DtP

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Wir haben eine Deutsche-Pinscher-Hündin. Sie ist etwas über ein Jahr alt. Mit unserer Tochter (Teenager) spielt sie sehr vertraut und sie ist auch sonst eine sehr liebe Hündin. Auch gegenüber Besuch und Fremden, ist Sie freundlich und nicht aggressiv (abgesehen davon, wenn Fremde von uns unbemerkt aufs Grundstück kommen wollen - da macht sie durch Bellen und Knurren klar, dass Zutritt nur mit Herrchen okay ist). Nun jedoch kam es das zweite Mal zu einem Vorfall. Die Hündin schnappte nach meiner Tochter, die Sie
wie sonst auch streicheln und mit Ihr kuscheln wollte, und tat ihr an der Hand sehr weh. Wir gehen fest davon aus, dass dieses sonderbare Verhalten damit zusammenhängt, dass meine Tochter aktuell Ihre Periode hat. Drei Tage vor diesem Vorfall hatte die Hündin meine Tochter bei der Begrüßung am Gartentor überraschend aggressiv angeknurrt. Das was der Tag an dem die Periode meiner Tochter einsetze.
Auf den Vorfall habe ich sofort mit Hausverweis reagiert, sie musste eine lange Weile draussen alleine bleiben.
Ich vermute mal, dass die Regelblutungen meiner Tochter bei der Hündin eine Art Konkurrenzverhalten auslöst und da meine Tochter im "Familien-Rudel" wohl eher als gleichrangig betrachtet wird, reagiert die Hündin ungebremst.
Wir können das so natürlich nicht tolerieren. Ab sofort haben wir unsere Tochter mit in die Fütterung eingebunden, so dass die Hündin die Rolle meiner Tochter höher bewertet. Ich hoffe nun, dass das zusammen mit dem Hausverweis als Strafe der Hündin diese Flausen austreibt. Trotzdem mache ich mir Sorgen, ob das zuverlässig helfen wird. Ich möchte meinem Hund gern vertrauen können. Ich hätte immer Angst, dass sie ähnlich "überschnappt", wenn Sie fremden Frauen begegnet, die gerade in gleicher Situation sind. Bisher hatte Sie weder auf meine noch auf andere Frauen so reagiert.

Wer kennt diese Situation oder hat zuverlässige Vorschläge, was man dagegen tun kann oder was evtl. falsch gelaufen sein könnte.
Noch ist unsere Hündin nicht kastriert, aber wir denken schon eine Weile darüber nach - eigentlich unabhängig von diesem Vorfall. Aber nun hoffen wir unsomehr, dass das auch dieses Problem entschärfen würde.
 
09.09.2019
#1
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
Mr. Spock

Mr. Spock

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Es mag sicherlich sein,dass Töchterlein "plötzlich" anders riecht,dennoch denke ich nicht,dass dies der Grund fürs Verhalten eurer Hündin ist. Auch die Form der "Bestrafung" halte ich für wenig hilfreich einschließlich,dass Tochter nun zur Fütterung dazu genommen werden soll.Wieso erst jetzt und nicht sowieso??? Geht sie mit dem Hund auch Gassi? Wenn nicht,wieso? Achja, auch kuscheln ist zwar schön aber nur wenn das Tier auch damit einverstanden ist.Vom Kastrieren aus den genannten "Problemen" halte ich ebenso nichts. Ich würde den Hund mal gründlich beim TA durchchecken lassen, aggressives Verhalten kann auf ein Gesundheitsproblem hindeuten.
 
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Schweinemama

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Was hat denn der Hund böses gemacht? Hausverweis - weisst du was du einem Hund damit antust? Meiner war auch des hauses verwiesen in der prägungsphase, seitdem hat er einen ziemlichen "Dachschaden" - der geht weder im Dunkeln alleine in der Garten - noch traut er sich vor mir rauszugehen, weil er Angst hat - dass ich hinter ihm die Türe zusperre und er wieder "ausgesetzt" wird. Wir spielen das Spielchen seit 9 Monaten so, und er hat es sich gemerkt - und seine Augen sind matt und er zieht den schwanz ein, wenn ich mir "wünsche" das er doch mal über seinen Schatten springt und mir das vertrauen schenkt, dass er nie alleine draussen im Garten sein muss.

Der Hund wird geschlechtsreif, da und? Mein "Grosser" - ist auch mitunter komisch (eher anhänglicher - noch mehr schmusen wollen) wenn ich oder meine Tochter die Menstruation habe - aber er wird sich daran gewöhnen. Aber das passiert nicht, wenn man ihn vor die Türe "kickt". Die Hunde begreifen ja nicht was sie falsch gemacht haben.

Einen hund hat ein Gedächtnis von etwa 2 Sekunden nach so einen Vorfall - indem du ihn "zurechtweisen" solltest. Ein hinauswerfen aus dem Haus ist für ihn absolut unverständlch - er kann das mit der Bissattacke gar nicht in Verbindung bringen... also wozu?
 
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Tompina

Tompina

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Hallo und willkommen im Forum!

Auf den Vorfall habe ich sofort mit Hausverweis reagiert
Zu aller erst möchte ich anmerken, dass ein Hausverweis keinerlei erzieherische Wirkung hat. Ein Hund braucht einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Verhalten und der Reaktion um darin zu erkennen, dass die Reaktion durch das Verhalten hervorgerufen wurde. In einem Rudel wird auch nicht einer "in die Ecke gestellt", wenn er über reagiert hat und gemaßregelt werden soll. Da wird er dann situativ klar gemaßregelt und danach eventuell ignoriert, aber nicht gezielt isoliert. Im Zweifel fang ihr euch mit dieser "Erziehungsmaßnahme" dann noch andere Probleme ein, wie Trennungsangst oder Angst vor Kontrollverlust.

Noch ist unsere Hündin nicht kastriert, aber wir denken schon eine Weile darüber nach
Auch eine Kastration ist keine Erziehungsmaßnahme. Gerade bei Hündinnen kann eine Kastration zu stärkerer Unsicherheit oder stärkerer Aggression führen. Man sollte deshalb auf jeden Fall warten bis der Hund geistig und körperlich voll entwickelt ist (2.-3. Lebensjahr je nach Rasse) und auf jeden Fall im Blick haben, dass eine Kastration keine konsequente Erziehung ersetzt oder unterstützt, sondern ggf. hinterher noch mehr Konsequenz und Erziehung notwendig ist!

Ob der Vorfall nun mit der Regelblutung der Tochter zu tun hat oder nicht, kann und will ich aus der Ferne nicht beurteilen. Ganz unmöglich ist es sicher nicht, da Hormonveränderungen beim Menschen vom Hund sehr sensibel wahrgenommen werden.

Grundsätzlich würde ich einfach mal im Alltag überprüfen wie sehr die Hündin da das Gefühl hat euch/die Tochter kontrollieren zu müssen, weil sie das Gefühl hat diesen Job machen zu müssen. Läuft sie euch viel hinterher? Steht sie immer auf wenn jemand den Raum verlässt? Bewacht/überwacht sie strategisch günstig Stellen (Türen, Treppen, hohe Liegepunkte etc.)? Verteidigt sie Ressourcen gegen euch/die Tochter (Futter, Spielzeug, Liegeplätze etc.)?

Des Weiteren ist die Frage, wie genau die Situation abgelaufen ist. Vielleicht hat die Tochter ja unbeabsichtigt zu feste zu gepackt? Oder eine ungünstige Stelle berührt? Und war das Knurren bei der Begrüßung wirklich auf die Tochter gemünzt oder war die Situation vielleicht an sich stressig/unkontrollierbar durch den Hund, sodass sie sich mit massiven Mitteln "helfen" musste?

Schnappen bzw. Knurren ist Teil der normalen Hundesprache. Heißt ein Hund bedient sich dieser Kommunikationsmittel nicht aus Boshaftigkeit. Ein "Abschnappen" heißt eigentlich nur "Lass das jetzt und sofort!" oder "Geh weg!" und auch ein Knurren ist erst mal nur eine Anweisung das, was man tut zu lassen bzw. Distanz zu wahren.

Deshalb kann und will ich aus der Ferne nicht zu irgendwelchen Maßnahmen raten, wenn ich gar nicht beurteilen kann wie euer Alltag mit Hund so abläuft und wie vielleicht ganz einfach zu erklären ist, warum sich die Hündin gezwungen sah, derart rabiat zu kommunizieren bzw. warum sie der Meinung ist, dass sie eure Tochter in dieser Art maßregeln darf.

Wenn ihr unsicher seid, dann holt euch auf jeden Fall jemanden vor Ort ins Haus, der die Situation einschätzen kann und dann ganz gezielt bezogen auf euch und den Hund helfen kann!
 
DtP

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Lieben Dank für die schnellen Antworten:

Klar so eine Situation lässt sich in wenigen Worten nicht beschreiben und so baut sich jeder im Kopf ein eigenes Bild. Deshalb mal zur Situation:
Ich selbst stand in Sichtweite und konnte den Ablauf erkennen. Der Hund lag im Körbchen in der Küche, war wach und aufmerksam. I.d.R. nimmt er in dieser Situation jedes Angebot auf Streicheleinheiten und Spielen dankbar an. Genau nur das hatte meine Tochter beabsichtigt. Meine Tochter geht sehr vertraut mit unserem Hund um, viel vertraulicher als wir als Eltern. Sie spielt oft mit ihr, geht mit ihr raus und tobt auch mal. Nie kam es vorher zu einem Vorfall. Bei Toben bekommt die Hündin mit Spielabbruch oder einem Nein vermittelt, wenn Grenzen überschritten werden, z.B: der Kontakt der Zähne und Menschenhaut. Die Hündin ist nicht aggressiv, selbst von Fremden wird Sie wg. Ihres Schmuseverhaltens bewundert. Meine Tochter ist nicht grob, überschwänglich, temperamentvoll, ... oder was sonst Hunde beunruhigen könnte. Gassi gehen wir mit unserem Hund nicht, sie geht in den großen Garten (3000qm) und macht ihr Ding selbst. Spazieren gehen wir natürlich schon. Meine Tochter eher selten. Aber das wäre wohl kein Grund für eine anderen Einordnung.

Zur Bestrafung:
Bei manchen Leuten gehen ja hier gleich die Alarmglocken hoch. Unser Hund bekommt keine Schläge. Auf ein NEIN, regiert Sie sehr verständig. Bei einem Schnappen ist aber eine Schwelle überschritten, die ich absolut nicht tolerieren kann. Deshalb habe ich Sie mit Schimpf auf den Hof verwiesen, wo Sie eine gefühlte halbe Stunde und mit eingeknicktem Schwanz sich selbst überlassen war. Von dem 10sec-Gedächtnis eines Hundes weiß ich, deshalb hatte ich auch sofort(!) reagiert, zumal ich die Chance hatte. Ich gehe sehr wohl davon aus, dass die Verbindung von Tat und Bestrafung hier sehr gut hergestellt wurde.

Über die Frage zum Sinn einer Kastration kann man sich trefflich streiten. Ergäbe sicher einen eigenen seitenfüllenden Tread wo Weltanschauungen aufeinander treffen. Das war selbstverständlich nicht als Bestrafung gedacht :))). Ich hatte nur angenommen, dass Antworten kommen könnten, in der Art, "Wir haben unseren Hunde kastrieren lassen, damit hatte sich derart Verhalten gelegt." Die hätten mir nicht geholfen. Da wir das aber vorhaben, wollte ich solche Vorschläge nicht hören, sondern eher mgl. Ursache in Betracht ziehen, die außerhalb der "Menstruations-Verhaltens" der beiden Mädels liegen könnten.

Weil gezielt gefragt - zum gewöhnlichen Verhalten der Hündin: Sie läuft uns viel hinterher. Ist gern in unserer Nähe. Sie bevorzugt logisch strategische Plätze, bekommt Sie aber nicht immer. Deutsche Pinscher sind Hof- und Wachunde und sie soll eigentlich auch bei uns diese Rolle übernehmen. Dazu soll Sie anschlagen aber nie beißen. Genau so erziehe ich sie auch, was bisher zur aboluten Zufriedenheit läuft. Wir sind mit ihr alle sehr zufrieden und glücklich. Bei solchen Vorfällen möchte ich geeignet reagieren und dazu halte ich es für wichtig die Ursache zu kennen und zu verstehen - ohne den Hund gleich zu stigmatisieren. (Im übrigen auch nicht meine Tochter).

@Tombina: Ein Knurren heißt "lass das jetzt und sofort", ein "Abschnappen" ist eine Grenzüberschreitung, die ich nicht haben will. Und schon nur ein ernstes Knurren akzeptiere ich nur bei Fremden aber nicht bei Familienmitgliedern.
 
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Nienor

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Bei einem Schnappen ist aber eine Schwelle überschritten, die ich absolut nicht tolerieren kann.
Ein Knurren heißt "lass das jetzt und sofort", ein "Abschnappen" ist eine Grenzüberschreitung, die ich nicht haben will. Und schon nur ein ernstes Knurren akzeptiere ich nur bei Fremden aber nicht bei Familienmitgliedern.
Klar, eine rote Linie ist überschritten. Aber nicht vom Hund!
Der Hund nutzt einfach die ihm gegebenen Kommunikationsmittel, um mitzuteilen, dass für ihn auch eine Grenze überschritten ist. Es liegt an euch, diese Grenze zu finden und in Zukunft einzuhalten.
Wenn du deinem Hund die Kommunikation seiner Grenzen verbietest, hast du irgendwann einen Hund, der nicht mehr knurrt und schnappt, sondern direkt zubeisst. Das kann nicht dein Ziel sein.
dazu halte ich es für wichtig die Ursache zu kennen und zu verstehen - ohne den Hund gleich zu stigmatisieren.
Das ist auch unheimlich wichtig. Kann aber nur im Kontext gesehen werden. Knurren kann als Massregelung passieren, es kann aber auch Unsicherheit dahinter stecken. Das wird dir niemand sagen können, der das Verhalten des Hundes nicht detailiert gesehen hat. Daher unbedingt einen kompetenten Trainer ins Boot holen - und bitte einen, der sich mit Pinschern auskennt. Das sind hochsensible Tiere. Mit der falschen Erziehungsmethode und harten Strafen kann man da extrem viel kaputt machen.
 
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DtP

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Klar, eine rote Linie ist überschritten. Aber nicht vom Hund!
Echt jetzt?!?
Knurren akzeptiere ich als Kommunikation. Schnappen verstehen wir Menschen als tätlichen Angriff, in etwa so, als wenn ich Ihnen eine klebe, als ein mir gegebenes Kommunikationsmittel. Dafür hätten Sie sicher Verständnis. 😜
Es ist nett, dass Sie sich um die Lösung meines Problems bemühen. Aber unsere Einstellungen dazu liegen wohl zu weit auseinander. Also hol ich mir jetzt einen Trainer und bitte meine Tochter und den Hund die Situation noch mal vorzuspielen ... Irgendwie hatte ich schon vor meinem ersten Post damit gerechnet, dass ich am Ende mit meinem Hund zum Hundepsychologen muss.
 
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Schweinemama

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Echt jetzt?!?
Knurren akzeptiere ich als Kommunikation. Schnappen verstehen wir Menschen als tätlichen Angriff, in etwa so, als wenn ich Ihnen eine klebe, als ein mir gegebenes Kommunikationsmittel. Dafür hätten Sie sicher Verständnis. 😜
Es ist nett, dass Sie sich um die Lösung meines Problems bemühen. Aber unsere Einstellungen dazu liegen wohl zu weit auseinander. Also hol ich mir jetzt einen Trainer und bitte meine Tochter und den Hund die Situation noch mal vorzuspielen ... Irgendwie hatte ich schon vor meinem ersten Post damit gerechnet, dass ich am Ende mit meinem Hund zum Hundepsychologen muss.

Dann habe ich aber Schnappi das Krokodil zu Hause - wir raufen täglich am Sofa, er schnappt mit am Abend etwa 150x, wobei er nicht zufasst sondern festhält und einen Irre Spass dabei hat. Wichtig ist mir jedoch, sanft darf er sein - wird er zu wild - wird sofort abgebrochen und etwas später nochmals probiert.



Wenn mein Hund mir droht, oder nach mir schnappt, mich sogar verletzt - dann hat es doch bitte etwas mit der Tier-Mensch kommunikation. Der Hund hat etwas nicht verstanden, ist verängstigt - hat Probleme. Hunde reagieren nunmal anders wie Menschen, meiner Reagiert z.b. extrem auf Gesichter, meine Kinder haben mir mir mal "Lustigerweise" die Halloweenmaske der Kinder drübergezogen und ich hatte meinen eigenen Hund fast an der Kehle (der hatte Panik) - ein wort gesprochen (er hat sofort abgebrochen) - maske Runter - er hat sich fürchterlich geschämt, er ist sehr visuell - dh. er schaut als ersters - und geht erst viel später auf den Geruch. Aber er ist genau das Gegenteil von Gesichtsblind - ohne Gesicht kann er überhaupt nicht. Apropos - ich habe einen äusserst gutmütigen Labrador, der seit 9 Monaten mein treuester Begleiter ist, der mich langsam aber sicher in und auswändig kennt und der jede Körperbewegung von mir kennt - aber mit Maske reagiert er so. Die Masken sind nun im Müll, und auch den Kindern habe ich mitgeteilt, das Gesicht bitte nicht zu verhüllen. Wir werden irgendwann mal daran arbeiten, aber derzeit haben wir noch andere Baustellen.

Vielleicht ist da etwas ähnliches passiert, im Halbschatten gestanden, - der hund hat geschlafen, war nicht bei der Sache und plötzlich taucht ein Mensch auf - je nach Windrichtung, kann der Hund nämlich die Person auch wirklich nicht riechen. Wie gesagt - wie es genau war und warum der Hund zugeschnappt hat kann man nicht sagen - er hat bewusst gesagt, dass ihm etwas nicht passt- kann aber genauso ein Stechender Schmerz in der Wirbelsäule gewesen sein und blöderweise hatte deine Tochter die Hand in der Nähe.
 
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Na wer ein Krokodil will, bekommt auch eins :))) Ich war immer sehr darauf bedacht, dass Zähne keine Option als "Kommunikationsmittel" sind. Wir toben auch viel mit dem Hund, viele Zerrspiele, was sie extrem liebt (typisch Rattler). Wie bei Kindern lernen Hunde beim Raufen am besten die Grenzen des Zulässigen kennen. Das praktizieren wir gezielt durch Abbruch oder NEINs. Ganz ehrlich, ist meine Tochter dort auch toleranter als ich. Sie greift oft in die Schnauze. Aber die Hündin hat die Grenzen bisher exakt und liebevoll eingehalten. Der Unterschied zum jetzigen Schnappen war mehr als deutlich und außerhalb des Tobens.

Nach wie vor bin ich der ganz festen Auffassung, dass der Übertritt mit der Periode meiner Tochter zusammenhängt. Sie und meine Frau hatten auch noch mal das Verhalten aktuell geschildert, was seit Einsetzen dieser typisch war. Die Hündin schubst meine Tochter, springt ihr von hinten leicht in die Beine, stupst und stößt im Genitalbereich und Po und knurrt Sie auch im Beisein meiner Frau an. Alles Dinge die Sie außerhalb der Regel so nicht macht.
In einem anderen Forum hatte ich gelesen, dass so geruchsgesteuerte Tiere wie Hunde extrem sensible und irritiert auf solch plötzliche, fremde und vermutlich intensive und wahrscheinlich auch pheromonüberladene (Kopuline) Gerüche reagieren.

Darauf zielte meine Frage: Gibt es dazu Erfahrungen, wie geht man damit um? Wie kann man das für beide Damen akzeptabel regeln? Muss ich damit rechnen, dass die Hündin auch fremde Frauen die zu Besuch kommen mit diesen Aufdringlichkeiten in peinliche Situationen bringt oder gar überreagiert?
 
Nienor

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Knurren akzeptiere ich als Kommunikation. Schnappen verstehen wir Menschen als tätlichen Angriff,
Das Problem ist, dein Hund hat scheinbar schon in der Situation verlernt gehabt, dass er durch Knurren sein Unwohlsein kommunizieren durfte. Deshalb hat er direkt geschnappt.
Also hol ich mir jetzt einen Trainer und bitte meine Tochter und den Hund die Situation noch mal vorzuspielen ...
Musst du gar nicht. Der Hund wird sein grundlegendes Verhalten, dass für die Diagnose verstanden werden muss, auch so zeigen und ein Trainer kann dies erkennen.
Nach wie vor bin ich der ganz festen Auffassung, dass der Übertritt mit der Periode meiner Tochter zusammenhängt.
Das schliesst glaube ich auch niemand aus. Die Frage ist, wie der Hund das interpretiert. Irritiert ihn das? Sieht er es als Grund für eine Massregelung? Das kann niemand aus der Ferne deuten - und ohne das zu wissen, kann man eigentlich keine spezifischen Tipps geben, ausser: "Arbeite daran, dass sich der Hund daran gewöhnt."
 
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Schweinemama

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erst viel später auf den Geruch. Aber er ist genau das Gegenteil von Gesichtsblind - ohne Gesicht kann er überhaupt nicht. Apropos - ich habe einen äusserst gutmütigen Labrador, der seit 9 Monaten mein treuester Begleiter ist, der mich langsam aber sicher in und auswändig kennt und der jede Körperbewegung von mir kennt - aber mit Maske reagiert er so. Die Masken sind nun im Müll, und auch den Kindern habe ich mitgeteilt, das Gesicht bitte nicht zu verhüllen. Wir werden irgendwann mal daran arbeiten, aber derzeit haben wir noch andere Baustellen.
Na wer ein Krokodil will, bekommt auch eins :))) Ich war immer sehr darauf bedacht, dass Zähne keine Option als "Kommunikationsmittel" sind. Wir toben auch viel mit dem Hund, viele Zerrspiele, was sie extrem liebt (typisch Rattler). Wie bei Kindern lernen Hunde beim Raufen am besten die Grenzen des Zulässigen kennen. Das praktizieren wir gezielt durch Abbruch oder NEINs. Ganz ehrlich, ist meine Tochter dort auch toleranter als ich. Sie greift oft in die Schnauze. Aber die Hündin hat die Grenzen bisher exakt und liebevoll eingehalten. Der Unterschied zum jetzigen Schnappen war mehr als deutlich und außerhalb des Tobens.

Nach wie vor bin ich der ganz festen Auffassung, dass der Übertritt mit der Periode meiner Tochter zusammenhängt. Sie und meine Frau hatten auch noch mal das Verhalten aktuell geschildert, was seit Einsetzen dieser typisch war. Die Hündin schubst meine Tochter, springt ihr von hinten leicht in die Beine, stupst und stößt im Genitalbereich und Po und knurrt Sie auch im Beisein meiner Frau an. Alles Dinge die Sie außerhalb der Regel so nicht macht.
In einem anderen Forum hatte ich gelesen, dass so geruchsgesteuerte Tiere wie Hunde extrem sensible und irritiert auf solch plötzliche, fremde und vermutlich intensive und wahrscheinlich auch pheromonüberladene (Kopuline) Gerüche reagieren.

Darauf zielte meine Frage: Gibt es dazu Erfahrungen, wie geht man damit um? Wie kann man das für beide Damen akzeptabel regeln? Muss ich damit rechnen, dass die Hündin auch fremde Frauen die zu Besuch kommen mit diesen Aufdringlichkeiten in peinliche Situationen bringt oder gar überreagiert?
Es ist die Frage warum du ein Raubtier in dein Haus lässt, aber sein Werkzeug darf er nicht "Nutzen". Die Taktile Wahrnehmung im Maul übersteigt noch das der Nase. Ein Hund der nie gelernt hat mit seinem Maul - Sachen abzutasten, aufzunehmen - hinzuschnappen, sich mit dem Maul zu wehren, wird auch nie lernen - dass etwas mehr Bisskraft gefährlich sein kann.

Nochmals, Der Hund schubst, er springt ihr in die Beine, stupst und stösst in den Genitalbereich..... und ihr erlaubt das? EInem Hund darf man genauso verbieten das zu tun - wie jedem anderen Lebewesen. Intimbereiche sind Tabu, schupsen stossen egal ob "Spiel" - "eindringliches auffordern" - oder "frustschupsen", sollte nicht toleriert werden müssen. Der Hund scheint keine Regeln zu haben, oder auch anzuerkennen. Möglicherweise ist auch der Hund gerade in der Pubertät und testet mal so aus, wie weit er gehen kann, bis er mal "schelte" kriegt, bis ihr massregelt oder ihn zurückpfeift. Erziehen kann man einen Hund nicht, indem deine Frau dir am Abend erklärt was der Hund zu Mittag gemacht hat. Sie hat es zu Mittag geduldet - also wird es der Hund wieder machen - es hat ihm ja auch keiner die Grenze gezeigt, was toleriert wird und was "Nein" ist.

Betreffend Menstruation kann ich es mir nicht vorstellen. Ich hatte hier auch intakte Rüden, Intakte Hündinnen und niemals nie - hätte mich ein Hund wegen meiner Menstruation angegangen. Ich würde die Situation einfach mal beobachten, möglicherweise hat deine Tochter PMS /Stimmungsschwankungen/ ist an diesen Tagen - grantiger wie sonst, fahriger wie sonst und der Hündin hats irgendwann man gereicht. Möglicherweise fällt dir das auch gar nicht auf, dass es Veränderungen im Wesen gibt - du bist da eher betriebsblind, aber ein Hund kann in Menschen ganz anders lesen wie andere Menschen, ein Hund blickt in die Seele.

Ich selbst kann beschwören, dass meine Hunde meine Schwangerschaft eher gewusst haben wie ich selber, sie haben absolut gute Nasen. Sie haben sich in der Schwangerschaft verändert, aber auch weil ich mich verändert habe (2x Hochrisikoschwangerschaften). Sie waren aber nie agressiv, sondern haben sich allesamt mindestens alle 4 Pfoten abgefreut, als sie endlich einen neuen Erdbürger im Hause hatten, den sie mit ihrem Leben beschützt hätten, ab der ersten Sekunde ihres Zweisamkeit.


Ein Hund den du aussperrst, wird keinen Bezug zu Situationen mehr erkennen. Schlimmstenfalls gackt er ins Wohnzimmer, oder er hat nie gelernt etwas Frusttoleranz zu erlernen. Wie kannst du deinem Hund Frusttoleranz draussen beibringen - gar nicht, du bist drinnen, der Hund ist draussen, draussen kann der Hund tun was er will - du kannst ihm wenn er das Blumenbeet umgegraben hat - nicht nach 4 Stunden danach bestrafen.
 
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demona

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Der Hund ist 1 Jahr alt und wahrscheinlich schon ein paar Monate in der Familie und in dieser Zeit haben weder Tochter noch Mutter jemals ihre Periode bekommen? 🤔 Halte ich - selbst Frau und monatlich damit geschlagen - für unwahrscheinlich.

Viel wahrscheinlicher ist einfach, dass die Hündin schlicht und einfach in eine Flegelphase kommt und jetzt testet was das Zeug hält, gerade ein Pinscher kann da sehr lustig sein.


Die Hündin schubst meine Tochter, springt ihr von hinten leicht in die Beine, stupst und stößt im Genitalbereich und Po und knurrt Sie auch im Beisein meiner Frau an.
Das ist einfach nur unerzogen, und fertisch. Mein Jungrüde hat, als er endlich Eier hatte, auch versucht jeder Frau unter den Rock zu schauen, wurde unterbunden schon im Ansatz und fertig.

Klare Regeln und liebevolle Konsequenz und nicht so ein Nonsens wie aus dem Haus schicken. WAs soll der Hund da lernen? Das ist als würde ich bei Rot über die Ampel gehen und bekomme dafür am Abend kein Essen, macht genauso wenig Sinn. Genausowenig versteht es der Hund.

Und ja, man sollte auch ein Knurren akzeptieren. WAs bleibt dem Hund als Nächstes? Abschnappen.
Knurren akzeptiere ich als Kommunikation. Schnappen verstehen wir Menschen als tätlichen Angriff, in etwa so, als wenn ich Ihnen eine klebe, als ein mir gegebenes Kommunikationsmittel. Dafür hätten Sie sicher Verständnis.
Ja, hätte ich wenn du vorher fünf Mal sagst, "Verschwinde" und ich nicht darauf reagiere, dann hätte ich Verständnis wenn man sich mit körperlichen Mitteln wehrt. Der Hund knurrt, der Mensch ignoriert das oder übergeht das und der Hund geht zur näcshten Stufe, Abschnappen. Bestraft man dieses Verhalten lang genug, hat man irgendwann einen Hund, der weder knurrt, noch abschnappt sondern direkt in Beschädigungsabsicht zubeißt.

Und ein Überall hinterher laufen, muss kein positives Verhalten sein sondern ein Kontrollversuch. Sprich, sie traut euch nicht zu, alleine klar zu kommen also muss sie das regeln. Wenn sich also eure Tochter in den Augen des Hundes falsch verhält, regelt sie das auf ihre Art und Weise.

Ob eine Kastration an dem Verhalten was ändert, kann man nicht sagen. Aber wenn ihr so felsenfest davon überzeugt seit, könntet ihr sie erst chippen lassen um zu sehen wie sie sich verändert. Aber ich persönlich glaube eher, dass da Erziehung wesentlich weiter hilft als Kastration.
 
DtP

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ich hatte geschrieben, dass er schubst, stupst und knurrt, aber nicht, dass wir das tolerieren würden. Auch dort gehen wir dagegen vor, sanft, mit Worten aber bestimmt und in der Situation mit Wirkung. Diese Situationen gab es jetzt exakt 2 mal - nie davor, gab es irgendeinen Grund für Sorge. Ihr baut Euch ein Bild von dem Hund, was nicht dem entspricht, Leute bleibt entspannt!

Meine Tochter ist zwar in der Pupertät, aber Sie ist sehr ausgeglichen, keinesfalls wesensverändert. Ein Musterbeispiel von "Pupertier". Und selbst wenn, wäre nichts davon Anlass, dass sich unser Haustier davon provoziert fühlen müsste. Eine pupertierende Tochter sollte ein Hund genauso gelassen akzeptieren, wie eine menstruierende Tochter.

Der Hund hat klare Regeln, die er auch zu unserer Zufriedenheit erfüllt. Er ist sehr beherrscht. Er beherrscht mit seinen wenigen Monaten viele Kommandos, ist absolut stubenrein, akzeptiert zugewiesene Plätze, sitzt geduldig vor seinem Fressnapf bis er fressen darf ...

Klar habe ich hier geschrieben, weil ich Hilfe suchte. Aber wie in vielen Foren, melden sich vor allem die selbsternannte Hundeflüsterer mit superschlauen Sprüchen und stellen einen selbst und den eigenen Hund unbesehen für völlig blöd hin. Krampfhaft wird nach Gründen gesucht, warum die Tochter das Problem sein könnte, bloooß nicht der Hund, ein Hund ist immer ausgeglichen, hat keine Schwankungen. Es liegt immer am Menschen. Bleibt mal auf dem Teppich!

Es wäre nett, wenn hier Leute antworten die diese Situation kennen und aus eigener vergleichbarer Erfahrungen berichten. Diese Sprüche: "Der Mensch ist das Problem" kenne ich zu genüge aus dem Hundefernsehen und habe selbst auch drei Bücher über Hundeerziehung gelesen und bilde mir deshalb nicht immer noch nicht ein alles zu besser zu wissen. Konstruktive Hilfe ist willkommen.
 
demona

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Wenn vier oder fünf Leute das Gleiche vermuten, könnte es schon hin kommen. Vor allem wenn dabei einige langjährige Hundehalter sind, die sowohl Hündinnen wie Rüden aufgezogen haben. Aber wenn natürlich die Antworten nicht der eigenen Vorstellung entsprechen, werden sie einfach als Sinnlos abgeschmettert oder gleich mal ein paar hohle Phrasen in den Raum werfen - melden sich vor allem die selbsternannte Hundeflüsterer mit superschlauen Sprüchen - das ist keine schöne Diskussionskultur und für einen Erwachsenen sehr, sehr unreif.

Keiner hat behauptet, dass die Tochter absichtlich was falsch gemacht hat aber der Hund wird erwachsen - meiner ist auch erst mit 12 Monate in die Pubertät gekommen - und da verändert sihc ein Tier auch charakterlich. Regeln, die vorher galten, werden jetzt angezweifelt. Menschen, die vorher respektiert wurden, werden jetzt auch angezweifelt und es wird getestet, getestet und getestet. Gilt das "Nein" von gestern heute auch noch? Gilt das "Nein" von vor einer STunde jetzt imemr noch? Usw.

ein Hund ist immer ausgeglichen, hat keine Schwankungen.
GEnau das ist falsch rüber gekommen, Ja, es kann am Hund liegen, der gerade eine hormonelle Umstrukturierung durchmacht und genau deswegen können Reaktionen, die früher in Ordnung waren, heute für den Hund doof sein. Vielleicht möchte sie jetzt in ihrem Körbchen ihre Ruhe haben? Vielleicht will sie jetzt weniger spielen sondern mehr aufpassen? Vielleicht verändert sie sich charakterlich und akzeptiert die Tochter nicht mehr als Chef? Es gibt so viele Vielleichts und - Hand aufs Herz - kein Teenager ist so perfekt, dass er keine FEhler macht.
 
DtP

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Sie hat keine Kontrollzwang und keine Verlustängste: Sie geht mehrfach am Tag allein ohne uns über Stunden in den Garten, freiwillig, die Tür ist im Sommer immer offen - sie entscheidet frei. Ich arbeite zu Hause und damit geht das. Sie schläft nachts im Flur allein, ohne Probleme. Ist dabei entspann, keine Jaulen oder Betteln. Ein Pinscher kann sehr gut allein sein, dafür ist es ein Wachhund. Er wurde gezüchtet den Hof oder die Kutsche allein zu bewachen.
Ihr könnte beurteilen, dass sich der Hunde korrekt verhält, meiner Tochter sprecht Ihr das ab - pauschal. Was kann eine Tochter falsch gemacht habe, die nach Hause kommt, das Tor hinter sich schließt und dann vom Hund traktiert wird, weil Sie in der Schulzeit Ihre Regel bekommen hat. Alle anderen Tage benimmt sich der Hund vollkommen korrekt.
 
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Ja, Sie haben Recht. Die Antworten entsprechen nicht meinen Vorstellungen. Ich hatte wirklich was anderes erwartet. Liegt an meiner Uneinsichtigkeit, belehrungsresitent.
Trotzdem vielen Dank für die redlichen Bemühungen.
 
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Schweinemama

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Sie hat keine Kontrollzwang und keine Verlustängste: Sie geht mehrfach am Tag allein ohne uns über Stunden in den Garten, freiwillig, die Tür ist im Sommer immer offen - sie entscheidet frei. Ich arbeite zu Hause und damit geht das. Sie schläft nachts im Flur allein, ohne Probleme. Ist dabei entspann, keine Jaulen oder Betteln. Ein Pinscher kann sehr gut allein sein, dafür ist es ein Wachhund. Er wurde gezüchtet den Hof oder die Kutsche allein zu bewachen.
Ihr könnte beurteilen, dass sich der Hunde korrekt verhält, meiner Tochter sprecht Ihr das ab - pauschal. Was kann eine Tochter falsch gemacht habe, die nach Hause kommt, das Tor hinter sich schließt und dann vom Hund traktiert wird, weil Sie in der Schulzeit Ihre Regel bekommen hat. Alle anderen Tage benimmt sich der Hund vollkommen korrekt.

Moment und stop nochmals.

Diese Verhaltensweise ist aber für Hunde normal. In der Wildform werden "verletzte" Tiere beschützt. Dh. aber auch, dass z.b. Blutige Wunden (kennt jeder der sich schon mal in den Finger geschnitten hat - die meisten Hunde interessiert das sehr, nicht weil sie nun Werwölfe sind, sondern weil es darum geht den Blutgeruch runterzubekommen). von mir aus auch Menstruationsflecken mehr oder weniger bereinigt werden. Es gibt auch jüngere - undominante Hündinnen die ihre "Läufigkeitsflecken" Bluttropfen regelrecht aus Kleidungsstücken oder Möbeln beissen, das ist nämlich der zeitpunkt in dem sie spätestens das Rudel verlassen (oder mitunter verstossen werden) um Erwachsen zu werden und ein eigenes Rudel haben (sonst gäbe es ja irgendwann eine Inzuchtsrate von 100 Prozent) wobei bei Wölfen mehr oder weniger nur die Leitwölfin läufig wird, das hat aber komplizierter . Es geht einerseits darum - das keine "Raubtiere" angelockt werden und andererseits auch um die Körperhygiene und natürlich auch Instinkt. Das ist kein Fehlverhalten sondern klebt irgendwo im Reptiliengehirn von Hunden - an irgendeiner Ecke (hatte selbst mal eine Hündin die auf ihr eigenes Blut so reagiert hat - war dann ein Fall fürs Sterilisieren, aber nicht der Blutflecken wegen, sondern die wurde 3x läufig im Jahr inkl. Scheinträchtigkeiten - sie war mit all diesen hormonellen Situationen mehr als überfordert, wobei die sich während ihrer Läufigkeit in eine Art Sauberwoman verwandelt hat, Überall wo sie nur blut riechen konnte - war sie wie verrückt, wegschlecken, aufschlecken - nur nix übrig lassen, sie hat Frotte gefressen, Leintücher, Stofftiere - nirgendwo durfte auch nur der Duft von Blut sein - Blut roch sie selbst nach Danchlorbehandlungen - sie war dann ein paar Wochen regelrecht besessen, ihre Erste Läufigkeit hatte sie mit 7 Monaten - viel viel zu früh und so ging es noch ein ganzes Jahr bis wir endlich nach Scheinträchtigkeiten und Hormonbehandlungen zur Unterdrückung der nächsten Läufigkeit sie endlich "neutralisieren" konnten). Ich war damals auf Empfehlung meines Haustierarztes auf der Veternärmedizinischen Universität mit der Hündin, da sie wirklich mit 7 Monaten das erste mal läufig wurde (bekam sie als jung-jung Welpe mit gerade mal verkrusteter Nabelschnur), und eben der Verhaltenauffälligkeit von der man zwar schon mal gelesen hatte, aber es noch nicht so viel darüber zu lesen gab. DIe Vetmed hat mich damals so entsprechend aufgeklärt, ist aber auch schon fast 25 Jahre her

Dennoch könnt ihr daran arbeiten, dass das nicht ihre Aufgabe ist. Könnt ihr aber nur dann machen - wenn ihr zusammenarbeitet und anerkennt - dass eben diese Situation aus irgendeiner Hirnwindung aus dem Reptiliengehirn kommt und der hund in einer "Stressituation" ist.

Aber eben wie gesagt, das hängt überhaupt nicht mit der Menstruation zusammen, sondern ist lediglich der Blutgeruch - der sie anscheinend etwas nervös macht.
 
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Son-Gohan

Son-Gohan

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Kann es eventuell sein, dass deine Tochter, während sie ihre Regel hat, leichte Schmerzen hat? Ich kenne das von mir, ich hab zumindest starke Probleme.
Muss bei deiner Tochter ja nicht extrem ausgeprägt sein, aber auch nur wenns minimal ist, merkt das der Hund und sie ist somit verletzlicher/schwächlicher.
Und werden schwächere in der Natur nicht meistens ausgestoßen, weil sie eine zu große Last sind?

Das sind vielleicht hingespinste von mir, aber das war das, was mir beim lesen hier in den Kopf kam.
Falls die Profis hier meinen, dass es Schwachsinn ist, dann ignoriert den Beitrag 😅
 
DtP

DtP

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Wow, dass ist ja nun doch noch ein Beitrag, wie ich ihn mir erhoffte. In die Richtung könnte man vermutlich die seltsame Begrüßung am Tor erklären. Macht Sinn.

Das Schnappen allein betrachtetet, ohne dieses sonderliche Begrüßungsverhalten und die Periode der Tochter, könnte man alle möglichen "erziehungstechnischen Fehler" in Betracht ziehen. Es ist halt das exakte zeitliche Zus.treffen dieser Fehlverhalten, die doch alles in diese Richtung tierisches Gehabe zeigen lässt. Ich habe auch so eine Vermutung in Richtung Konkurrenzverhalten. Quasi zwei "läufige" Damen im Rudel (das sollte nicht meine Tochter lesen), die um evtl. Bewerber buhlen, dann will man schon mal die Hackordnung klären.

Von der Hündin dachten wir eigentlich, dass Sie ihre pupertäre Rüpelphase durchschritten hätte, denn die war spürbar da und dann auch zum Glück genauso spürbar vorbei. Sie war schon 2x läufig - derzeit zum Glück gerade nicht (na wenn das noch aufeinander treffen sollte, was ja oft passieren soll, dass die Damen eines Rudels/einer Familie ihre Periode synchronisieren). Natürlich muss es Ziel sein, dass die Hündin trotz dieser tierischen Motivationen unsere Regeln einhält und wir dabei korrekt vorgehen.

Aber so hatten wir auch die letzen Pupertätsschübe durchgestanden, ohne große Maßnahmen für ungezügeltes Verhalten. Man hatte etwas mehr aber nicht alles toleriert, weil man um den Grund wusste. Ich halte es für wichtig zu erkennen und zu analysieren, ob dieses Verhalten für Hunde als "natürlich" zu erklären ist und eine rein biologische Ursache hat, oder ob schlicht falsche Signale gesetzt wurden, evtl. unbemerkt.

Sicher könnte man z.B. die Rolle der Tochter im "Rudel" stärken. Aber das ist für mich nur eine Scheinlösung, denn ich hätte noch immer die Angst, dass die Tochter dann zwar respektiert wird, aber das Problem sich bei Besuch anderer Frauen wieder unangenehm offenbart.

Nachtrag noch mal von meiner Tochter. Schon beim letzten Mal Ihrer Periode zeigte sich die Hündin ähnlich auffällig, nur nicht schnappend. Also der zeitliche Zushg. zum Verhalten ist für mich offensichtlich.
 
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DtP

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@ Son-Gohan: Ja, meine Tochter hatte Schmerzen, davon hatte Sie berichtet und es tat in der Schule sehr weh.
Ja, dieses Verhalten soll für Hunde typisch sein, dass verletzte Tiere ausgestoßen werden. Das hatte ich exakt so in einem Fernsehbericht gesehen, auch mit der Begründung, dass Hunde genau aus dieser Angst heraus, ausgestoßen zu werden, absolut vermeiden sich Schmerzen ansehen zu lassen. Die jammern nur wenn es unerträglich wird.
Super Hinweis: Meine Tochter sollte dann taff sein oder das tun was verletzte Hunde tun, Abstand zum Rudel halten und sich zurückziehen.
 
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