Vernachlässigte Nachbarshunde

Diskutiere Vernachlässigte Nachbarshunde im Hunde Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; Hallo an alle, Ich bräuchte dringend eure Meinungen, Vorschläge und vielleicht den ein oder anderen Rat zu einem Thema, dass mich wirklich sehr...
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KokosnussKat

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Hallo an alle,
Ich bräuchte dringend eure Meinungen, Vorschläge und vielleicht den ein oder anderen Rat zu einem Thema, dass mich wirklich sehr beschäftigt.
Es geht um zwei Hunde aus meiner Nachbarschaft, denen es nicht besonders gut geht. Die Hunde gehören einem schon etwas älterem Herren (ca. 70-80 Jahre), der entweder einfach total überfordert mit den Tieren ist oder einfach nicht
weiß, wie man Hunde heute hält.
Der Mann beschäftigt sich generell kaum mit den Hunden, eigentlich gar nicht, da er die meiste Zeit über irgendwo unterwegs ist. Die zwei sind infolge überhaupt nicht erzogen und total unterfordert, sodass sie verständlicherweise bei jeder Gelegenheit abhauen.
Als Futter bekommen die beiden nur Knochen und Fleischabfälle (im Prinzip alles was beim Metzger so übrig bleibt) und zum Trinken nutzen sie einfach jede Wassermöglichkeit, die der Hof so hergibt (manchmal muss da Wasser herhalten in dem bereits Farbpinsel ausgewaschen wurden) - eigentlich muss man sich nicht wundern, dass die Hunde regelmäßig durchfall haben und auch sonst weniger wie gesunde Hunde aussehen.
Seit einigen Wochen humpelt einer der beiden auch noch (manchmal mehr, manchmal weniger - manchmal läuft er fast nur noch auf drei Beinen) und der andere hat öfters großflächige, kahle Stellen im Fell. Solche Symptome ignoriert er scheinbar, beim Tierarzt war er auf jeden Fall noch nicht mit ihnen.
Ihn lediglich auf diese Missstände hinzuweisen, hilft leider nicht (einige Versuche in diese Richtung sind bereits gescheitert) und ich weiß nicht was ich sonst noch tun kann. Er selbst ist der Meinung, dass es den Hunden gut geht und man merkt irgendwo auch, dass er sehr an ihnen hängt.
Habt ihr irgendwelche Ideen, wie ich den beiden helfen kann?
Danke schonmal im Vorraus.

LG Kat 🐱
 
17.09.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
M

Mr. Spock

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Realitätsverlust nenn ich sowas,alle brauchen Hilfe...…..ich würde das beim Ordnungsamt und Tierschutz melden.
 
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Schweinemama

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Sowas ist leider immer schwer, einerseits hängt der Besitzer sehr an den Hunden, andererseits sind die MEnschen kaum in der Lage - einerseits den Hund zu erziehen, andererseits zu fordern und zu fördern - sondern es ist mehr oder weniger realitätsverlust.

Kennst du den Mann? Ich würde fragen, ob er sich nicht hilfe suchen möchte, der Hunde wegen. Die meisten "wissen" dass es den Hunden nicht gut geht - aber sie verdrängen es... Es ist ja alles gar nicht so schlimm, die Hunde haben ja auch ein zu Hause und Fressen kriegen sie auch.

Andererseits ist es immer ein Problem mit dem "Ordnungsamt", hatte ja mal selber eine ANzeige laufen, gerettete hündin aus (Rumänien), die zwei WOchen bei der neuen Familie war und alles vollgepinkelt und gekotet hat. Hundehalterin war halt der Meinung, dass der Bekannte - der sich sehr gut mit Hunden auskennt - gesagt hat, dass man diesen Tieren für 12 Stunden das Wasser entziehen soll. (das ist Tierquälerei - sagt auch das Ordnungsamt - nachweisbar war es denen nicht - dh. der Hund blieb weiter in der Familie). Als ersthund waren die mit den Hund überfordert- der gebissen hat, gedroht hat und einfach nur arm war. Hundeschule hat man auch nicht gebraucht, weil der "Bekannte" sich eh so gut ausgekannt hat mit Hunden..

Habe mich damals erblödet den Hund teilweise zu nehmen (halbtags) , und habe ja auch gesehen, dass der Hund, wenn er bei mir war - als allerersters mal 1/2 bis einen 3/4 Liter inhaliert hat (der hund hatte etwa 10 Kilo). Musste es dann sein lassen, mir hat es jedesmal den Magen umgedreht, wenn ich den Hund zurückbringen musste, in der Gewissheit- dass er wieder nichts kriegt zum trinken.
 
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A-Fritz

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Hier jetzt diese Situation und die Hunden zu beurteilen , ist kaum möglich .
Vielleicht gibt es für Dich ja noch eine Möglichkeit, mit dem Mann zu sprechen ,
es kommt ja immer darauf an , wie man mit Menschen spricht .
Du berichtest , der Mann würde sehr an den Hunden hängt ,
dann muß es doch auch eine Form geben , ihn zu überreden,
etwas besser auf seine Hunde zu achten,
besondere wenn die Hunde so offensichtliche Anzeichen einer Verletzung,
oder Krankheit haben , gibt es doch Gesprächsbedarf .

Fritz.
 
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Midoriyuki

Midoriyuki

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Was genau ist denn gescheitert?

Hofhaltung ist nicht grundsätzlich sofort Tierquälerei.

Ob und wann er beim TA war oder nicht ist ja erstmal so nicht nachvollziehbar, wenn der Nachbar eventuell einfach genervt von Nachfragen ist.

Und ob und wo Wasser vorhanden ist kannst du auch nicht mit Sicherheit wissen ;)
Mein Hund trinkt auch mit Vorliebe aus Quellen, die ich eher weniger gut finde - trotz vollem Napf.

Im Zweifelsfalle meldest du ihn sonst einfach, die prüfen das und gut ist.
Wenn alles OK ist schadet die Kontrolle nicht und wenn es tatsächlich problematisch ist noch weniger

"Verlieren" können die Hunde da in keinem Falle.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Anmerkung am Rande: die optimale Förderung ist nicht ausschlaggebend!

Wenn ein Hund mit viel Potenzial tierschutzgerecht gehalten wird und nicht gefördert wird ist das schade, aber niemand, weder Mensch noch Tier, kann zur optimalen Potenzialnutzung gezwungen werden.

Nur weil einem eine Haltungsform nicht passt ist das nicht immer auch automatisch im Gefährdungsbereich.
 
K

KokosnussKat

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Was genau ist denn gescheitert?

Hofhaltung ist nicht grundsätzlich sofort Tierquälerei.

Ob und wann er beim TA war oder nicht ist ja erstmal so nicht nachvollziehbar, wenn der Nachbar eventuell einfach genervt von Nachfragen ist.

Und ob und wo Wasser vorhanden ist kannst du auch nicht mit Sicherheit wissen ;)
Mein Hund trinkt auch mit Vorliebe aus Quellen, die ich eher weniger gut finde - trotz vollem Napf.

Im Zweifelsfalle meldest du ihn sonst einfach, die prüfen das und gut ist.
Wenn alles OK ist schadet die Kontrolle nicht und wenn es tatsächlich problematisch ist noch weniger

"Verlieren" können die Hunde da in keinem Falle.
Meine Oma pflegt seit mehren Jahren ein sehr gutes Nachbarschaftsverhältnis zu dem Mann und hat die genannten Probleme, wie Verletzungen oder fehlendes Wasser auch schon des öfteren angesprochen. Geändert hat sich dennoch nichts und meine Oma ist der festen Überzeugung, dass sich da auch nicht mehr viel ändern wird.
Ich habe gegen Hofhaltung generell nichts auszusetzen. WIr haben in der Nachbarschaft auch andere Hofhunde, bei denen diese Haltung einwandfrei funktioniert und die kerngesund und glücklich sind.
Dass er mit den Hunden nicht zum Tierarzt geht, kann man sehr gut nachvollziehen, da er das selbst so zugibt. Das mit dem Humpeln hat beispielsweise angefangen nachdem der Hund drei Tage von daheim abgehauen ist. Auf Nachfrage, ob er denn schon beim Tierarzt war, antwortete er mit "das wird schon wieder". Seitdem sind ca. 2 Monate vergangen und der Hund humpelt immer noch sehr stark. Wäre er zwischendurch doch beim Tierarzt gewesen, hätte er das meiner Oma erzählt.
Das Hunde nicht immer den Napf bevorzugen ist mir auch klar. Ich gehe aber mal davon aus, dass du versuchst mit Lack oder Farbe verunreinigtes Wasser weitestgehend von deinem Hund fernzuhalten.
 
K

KokosnussKat

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Sowas ist leider immer schwer, einerseits hängt der Besitzer sehr an den Hunden, andererseits sind die MEnschen kaum in der Lage - einerseits den Hund zu erziehen, andererseits zu fordern und zu fördern - sondern es ist mehr oder weniger realitätsverlust.

Kennst du den Mann? Ich würde fragen, ob er sich nicht hilfe suchen möchte, der Hunde wegen. Die meisten "wissen" dass es den Hunden nicht gut geht - aber sie verdrängen es... Es ist ja alles gar nicht so schlimm, die Hunde haben ja auch ein zu Hause und Fressen kriegen sie auch.

Andererseits ist es immer ein Problem mit dem "Ordnungsamt", hatte ja mal selber eine ANzeige laufen, gerettete hündin aus (Rumänien), die zwei WOchen bei der neuen Familie war und alles vollgepinkelt und gekotet hat. Hundehalterin war halt der Meinung, dass der Bekannte - der sich sehr gut mit Hunden auskennt - gesagt hat, dass man diesen Tieren für 12 Stunden das Wasser entziehen soll. (das ist Tierquälerei - sagt auch das Ordnungsamt - nachweisbar war es denen nicht - dh. der Hund blieb weiter in der Familie). Als ersthund waren die mit den Hund überfordert- der gebissen hat, gedroht hat und einfach nur arm war. Hundeschule hat man auch nicht gebraucht, weil der "Bekannte" sich eh so gut ausgekannt hat mit Hunden..

Habe mich damals erblödet den Hund teilweise zu nehmen (halbtags) , und habe ja auch gesehen, dass der Hund, wenn er bei mir war - als allerersters mal 1/2 bis einen 3/4 Liter inhaliert hat (der hund hatte etwa 10 Kilo). Musste es dann sein lassen, mir hat es jedesmal den Magen umgedreht, wenn ich den Hund zurückbringen musste, in der Gewissheit- dass er wieder nichts kriegt zum trinken.
Ich kenne den Mann und meine Oma steht auch in einem sehr guten NAchbarschaftsverhältnis zu ihm. Aber ich kenne ihn eben auch so gut, dass er solche Hilfe nicht für nötig halten wird bzw. strikt ablehnt. Er ist halt auch einfach einer vom "alten Stamm", der sich nicht viel einreden lässt. Er hatte auch davor schon Hunde mit denen alles geklappt hat und denen es gut ging. Und er macht ja grundsätzlich nicht alles falsch.
Melden beim Ordnungsamt hat ja anscheinend meistens wenig Nutzen und in meinem Fall wird so eine Anzeige wohl auch ins leere laufen.
Wenn ich Zeit habe gehe ich zusammen mit meiner Schwester auch mal mit ihnen Gassi, damit die beiden wenigstens ein bisschen was von der Welt sehen. Dann fülle ich ihnen meistens auch gleich einen frischen Eimer voll Wasser auf.
 
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Nienor

Nienor

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Wenn du bei uns anrufen würdest und mir den Fall so schilderst, würde ich dich direkt ans Veterinäramt verweisen. Da wurde ja schon geredet und nichts passierte. Da würde unsere Tierschutz"Kontrolle" auch nichts bringen. Da muss jemand hin, der auch Handlungsspielraum hat, etwas anweisen und mit Sanktionen drohen kann - ergo Vetamt.
 
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Schweinemama

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Ich kenne den Mann und meine Oma steht auch in einem sehr guten NAchbarschaftsverhältnis zu ihm. Aber ich kenne ihn eben auch so gut, dass er solche Hilfe nicht für nötig halten wird bzw. strikt ablehnt. Er ist halt auch einfach einer vom "alten Stamm", der sich nicht viel einreden lässt. Er hatte auch davor schon Hunde mit denen alles geklappt hat und denen es gut ging. Und er macht ja grundsätzlich nicht alles falsch.
Melden beim Ordnungsamt hat ja anscheinend meistens wenig Nutzen und in meinem Fall wird so eine Anzeige wohl auch ins leere laufen.
Wenn ich Zeit habe gehe ich zusammen mit meiner Schwester auch mal mit ihnen Gassi, damit die beiden wenigstens ein bisschen was von der Welt sehen. Dann fülle ich ihnen meistens auch gleich einen frischen Eimer voll Wasser auf.

Wir hatten auch so einen ähnlichen Fall bei meinen Eltern, Hundehalter Alkoholiker. Letztendlich hat sich das Problem erledigt, der Hundehalter hat sich zu tode gesoffen, der Hund hat das als ersters gemerkt und hat mehr oder weniger nach Essen und Trinken gebellt.

Wobei ich nicht mal sagen könnte, dass es der Hund im Tierheim oder in Privatvermittlung jetzt besser hätte...
 
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