Wenn die Katze nicht immer nach Hause kommt...

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Barcelos

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Die Katze unserer Nachbarin kommt häufig nicht nach Hause. Der Rekord war, dass sie 3 Wochen weg war. Oft sind es nur 1 bis 3 Tage, 2 x war es eine Woche und einmal eben 3 Wochen.

Die Nachbarin denkt, dass ihre Kleine noch Orientierungsprobleme hätte, weil sie doch so jung ist. Ihre Kleine ist aber 2 1/2 Jahre alt, so jung ist das nun auch
wieder nicht.
Ich gehe eher davon aus, dass die Katze Angst hat nach Hause zu kommen. Also sie hat keine Angst vor zu Hause sondern vor unserer Straße sprich vor dem Weg nach Hause. Die Katze hat Angst vor anderen Katzen, selbst vor dem Kater der Nachbarin, den sie ja von klein auf kennt. Wir wohnen nun in einer kleinen kurzen Straße und durch einige Neuanschaffungen und neue Nachbarn sind hier inzwischen 14 Katzen (bei 16 Häusern auf unserer Straße) - alles Freigänger - allein in unserer Straße. D.h. sie hat wohl wirklich selten die Möglichkeit schnell nach Hause zu flutschen ohne anderen Katzen zu begegnen.
Gibt es irgendeine Möglichkeit dem Tier ein wenig Selbstvertrauen zu geben? Man kann mit einer Katze ja schlecht wie mit einem Hund arbeiten, so dass ich mir das eigentlich kaum vorstellen kann, aber vielleicht hat ja jemand mit mehr Katzenerfahrung doch eine Idee wie dem Tier zu helfen ist. Und der Nachbarin, die fast jeden Tag ihre Katze suchen muss. Dazu muss ich sagen, dass die Katze meistens nur nach Hause kommt, wenn die Nachbarin sie abholt. Ab und an kommt sie aber auch von selbst nach Hause, was ja auch gegen Orientierungsprobleme spricht.
 
19.09.2019
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
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A-Fritz

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Hallo,
wenn Ihre kleine jetzt 2 1/2 Jahre alt ist , ist sie voll ausgewachsen und mit ihrer Umgebung gut vertraut .
Es gibt natürlich unterschiedliche Gründe , warum eine Katze nicht regelmäßig in ihr Hause kommt,
es kann auch sein , daß Katzen irgendwo ein 2. Heim gefunden haben , wo sie gefüttert werden ,
aber wenn jetzt 14 Katzen direkt in der Nachbarschaft wohnen
und die betreffende Katze, sich nicht durchsetzen kann , ist es sehr gut möglich ,
dass sie keine Möglichkeit findet, ohne große Prügel zu beziehen, ihr Haus erreichen kann.

Ich hatte auch schon eine junge Katze , die sich lieber in einer Schrebergarten- Kolonie herumgetrieben hat,
als nahe bei uns am Haus zu bleiben . In der Nachbarschaft gab es damals zwei dicke , alte Kater ,
welche alle fremden Katzen aus ihrem Revier vertrieben und bis aufs Blut bekämpften.
Dieses änderte sich erst , als ich einen Hund hatte , der meiner kleine Katze den Garten frei hielt
und alle fremden Katzen mit großer Begeisterung verjagt hatte .

Jetzt habe ich auch einen Kater , der jede Nacht im Garten verbringt und welcher ständig in Kämpfe verwickelt ist , wenn andere Kater in unseren, recht großen Garten kommen .
Manchmal finde ich richtige Kampfplätze , an denen die Haare in Büscheln herum liegen .
Häufig hat mein Kater starke , blutige Verletzungen und humpelt dann tagelang herum.
In zwischen hat mein Kater richtige Kerben in den Ohren .
Doch sind diese Kämpfe nur immer phasenweise , das ist wohl ein Zeichen ,
dass es meinem Kater gelungen ist , sich durchzusetzen .

Fritz.
 
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Audrey

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Moderator
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Naja, das Alter sagt ja nun nicht alles aus - wie lang wohnt die Katze denn schon bei den Nachbarn?

Davon ab war mein erster Gedanke: die Katze hat sich eine 2. Familie gesucht. Ich würde der Katze - sofern sie sich es gefallen läßt - ganz ausnahmsweise mal ein Halsband mit einem Zettel umlegen, auf dem steht "hallo ich bin die soundso, und ich wohne eigentlich da, und setzt euch doch bitte mal mit meinen eigentlichen Besitzern in Verbindung". Da könnte man das schonmal klären oder halt ausschließen, je nachdem.
 
Barcelos

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Die Katze hat sie von klein auf. Ich glaube sie war damals 9 Wochen alt, als sie dort einzog. Der Kater war dann damals entweder 10 oder 14 Monate alt (ich hab mir nur gemerkt, dass der Altersunterschied 1 Jahr und 2 Monate ist, ich weiß nur nicht ob 2 Monate älter oder jünger). Die Katze kann also im Endeffekt keine Katzensprache. Konnte der Kater auch nicht, er zog mit 7 oder 8 Wochen bei ihr ein, allerdings hatte der Kater das Glück, dass er direkt auf einen Haufen Katzen bei mir im Garten getroffen ist. Er hatte es anfangs wirklich schwer, aber er hat mit der Zeit die Katzensprache gelernt und ist nun einer der sozialsten Kater der Gegend. Die Katze hatte dieses Glück nicht, was eventuell auch etwas meine Schuld ist. Der Kater war ja von Anfang an viel hier (er ist der "berühmte" Nachbarskater, der immer hier ist) und weil ich nicht wollte, dass auch ihre Katze mehr hier als bei ihr zu Hause ist, habe ich sie ein wenig genervt als sie zu uns in den Garten kam und dann kam sie nach 2 Versuchen auch nicht mehr. Sonst hätte sie wohl die Katzensprache auch noch gelernt. Auch meine Tigris ist nicht ganz unschuldig. Diese Katze ist die Katze, die für Tigris ein rotes Tuch ist, auf die sie lauert und auf die sie losgeht wie ein Berserker.

Wir glauben beiden nicht, dass sie ein zweites Heim hat. Dass das möglich ist, wissen wir natürlich, erstens durch den Nachbarskater und zweitens durch Jovi, der ja im Grunde mit dadurch zu unserem Kater geworden ist als seine Besitzer umzogen.

Die Katze hat wirklich Panik vor anderen Katzen. Wenn sich z.B. der Nachbarskater nähert und noch 4 m entfernt ist und wirklich ganz freundliche Absichten hat, dann schmeißt die Katze sich schon schreiend auf den Boden.
Wenn die Nachbarin die Katze abholt, dann hat sie nur eine Chance, wenn ihr Kater nicht mitläuft (beide Katzen sind mit dem Rottweiler aufgewachsen und sind als dieser noch lebte mit spazieren gegangen, nur halt nicht gleichzeitig). Unter Abholen meine ich übrigens, dass ich die Katze oft entweder an dem einen Ende der Straße oder an dem anderen Ende der Straße im Feld gesehen habe und dann der Nachbarin Bescheid gesagt habe, welche dann losgezogen ist um die Katze einzusammeln. Oder aber die Nachbarin rennt durch die Gegend und sucht und ruft. Wenn die Katze die Nachbarin hört, dann kommt sie freudig miauend auf diese zugerannt und läuft mit. Es sei denn eine andere Katze taucht auf, dann ist sie sofort weg.
 
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A-Fritz

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Hallo,
auch wenn hier die vorherrschende Meinung ist , dass Katzen normalerweise
in harmonischer Gemeinschaft zusammen leben, sieht dieses in der Realität oft anders aus ,
wenn schwache Tiere sich nicht durchsetzen können.

Leider sehe ich auch keine Möglichkeit , wie dieser Katze zu helfen wäre , damit andere Katzen sie akzeptieren können.
Vielleicht wäre es am besten , wenn diese kleine Katze zukünftig dauerhaft im Hause bleiben würde,
sonst besteht die Gefahr , dass es zu Verletzungen kommt , oder die Katze vielleicht dauerhaft verschwindet .


Fritz.
 
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Jetzt war ja eine zeitlang alles mehr oder weniger gut. Die Katze kam regelmäßig nach Haus oder wartete an bestimmten Stellen darauf, dass Frauchen sie abholt.
Nun ist sie aber wieder seit 5 Tagen verschollen.

Mein Mausezahn Tigris ist definitiv nicht Schuld, weil sie zur Zeit nachts wieder drinnen ist (soll sie eigentlich immer, aber im Sommer klappt das nicht immer. Nun, bei dem Wetter bleibt sie freiwillig drin abends). Aber da gibt es ja noch genug andere Katzen und als so ängstliches Tier ist sie natürlich das perfekte Opfer für alle boxwilligen Katzen.

Im Haus halten hält die Nachbarin nicht durch. Ob das überhaupt möglich wäre ist ja auch so eine Sache. Aus einer Freigängerkatze eine reine Wohnungskatze zu machen ist meistens ja nicht möglich - aber ich gebe zu, dass ich es in so einer Situation versucht hätte und zwar ziemlich stur.

Ich bin nur mehr als dankbar, dass Tigris uns das nicht antut - die kommt stur nach Hause, egal was ist. Die lässt sich hier von nichts und niemand vertreiben.
 
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