Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten?

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SoSchu

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Guten Tag erstmal!
Ich bin so ratlos. Heute mittag wollte ich mir 2 Steaks aufwärmen zum essen, habe sie auf einen niedrigen Tisch gestellt, bin kurz weg um mit meiner Mutter zu reden- bis mein Vater mich verärgert rief. Mein Hund hatte BEIDE Steaks gefressen!
Leider bin ich ein sehr wütender Mensch, also hab ich meinen Hund angeschrien. Ich weiß, dass das unglaublich idiotisch ist. Als ich ihn dann auf den Rücken drehen wollte um ihm Dominanz zu zeigen, biss er zu. Mir ist klar, dass
dies meine Schuld war, Angst zu schüren um dann in einer schnellen Bewegung in seine Richtung zu greifen.
Das war leider noch nicht alles. Ich fragte meine Mutter nach Desinfiktionsmittel für den Biss, was mein Vater mithörte. Der ist leider nicht so "nett" wie ich- er ging zu meinem Hund und fing an ihn aufs übelste anzuschreien. Er bewegte den Tisch unter dem mein Hund lag in einer Bewegung zur Seite und drehte meinen Hund auf dem Rücken während er schrie.
Als mein Hund als Reaktion knurrte, war mein Vater schon sehr aggressiv und schrie ihn direkt an, wodurch er sich eine extrem blutende Handbisswunde zuzog, was zu erwarten war.
Wir haben unseren Hund von Anfang an vermenschlicht, wodurch er leider gar keine Erziehung hat außer Kommandos wie "Sitz!" und "Pfote!"
Jetzt bin ich am Ende. Ich möchte sowas nie wieder sehen, mein Hund tut mir immernoch leid... Ich weiß nicht was ich tun soll, außer mit meinem Vater zu reden und zu hoffen, dass er seine Aggressionen unter Kontrolle bekommt. Sollen wir ihn vielleicht abgeben? Ins Tierheim bringen? Wir lieben ihn über alles und ich muss nur bei dem Gedanken weinen aber...das wäre vielleicht das Beste für ihn.

Wegen dem Biss sind wir übrigens sehr besorgt, da weder ich noch mein Vater eine Tetanus Impfung im letzteren Zeitraum hatten. Wir haben sie ordentlich desinfiziert und verbunden aber das ist wohlmöglich nicht genug.

Ich weiß ja nicht ob ich hier überhaupt richtig bin, in einem Forum... Ich bin hier aus Not und Schuldgefühlen herkommen, ich hoffe einfach auf einen guten Rat.
 
24.09.2019
#1
A

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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Missymannmensch

Missymannmensch

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Wegen dem Biss würde ich mir keine " all zu großen Sorgen" machen. Desinfiziert und gut.
Sollte sich das entzünden ab zum Doc.

Nun muß ich allerdings sagen, auch wenn es nicht schön ist, ja-der Hund hat in meinen Augen genau richtig gehandelt. Solche antiquierten Methoden wendet man nicht an. Etwas selber Schuld und das meine ich nicht böse!

Wenn ich daran denke, dass meine alte Hündin mir 8 Rouladen geklaut hat, weil ich deppert das Fleisch nicht weggepackt habe😁
Lasagne aus dem Ofen geklaut etc. etc..

Ist mir selbst schon passiert, dass ich von meinen eigenen Hunden und den Familienhunden gebissen wurde und das IMMER aus eigener doofheit. Ich bin ein echt cholerischer/aggresiver und impulsiver Mensch jedoch nehme ich mich mittlerweile bei Tieren soweit zurück, dass ich nicht unbeherrscht und unberechtigt strafe.

Zum Verhalten (eurerseits und des Hundes) können hier aber andere sehr kompetente User Rat geben.
Nebenbei, der Spruch: Was Hänschen nicht lernt...., ist totaler Schwachsinn. Jeder Hund jeden Alters kann lernen. 😉
 
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Mr. Spock

Mr. Spock

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Das Problem ist meist am anderen Ende der Leine.....es gibt Verhaltenstherapien...für Beide
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Sucht euch dringend einen guten Trainer, der EUCH erklärt was geht und was nicht, weil da extrem Vieles im Argen zu sein scheint was eure Haltung und Erziehungsstil betrifft.

Retten ist relativ,ihr müsstet da sehr sehr viel Arbeit, Zeit und Engagement rein stecken.

Wenn ihr das nicht könnt oder wollt solltet ihr ernsthaft eine Abgabe in Erwägung ziehen.
 
demona

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Ich bin auch ein sehr impulsiver Mensch, habe meinne Hund garantiert auch schon grundlos angeschrien aber so weit, dass er mich beißen musste weil er sich nicht anders zu helfen wusste, habe ich ihn nie gebracht und werde ich hoffentlich auch nie. 😥

Euer Hund hat da nicht mehr nur Angst gehabt sondern Panik, Todesangst. Ihr beugt euch über ihn, schreit ihn an und greift zu völlig veralteten Erziehungsmethoden, und das für einen Fehler, den IHR begangen habt. Was soll er da noch groß machen? Er hat beschwichtigt, geknurrt und ihr habt ihn ignoriert, also hat er zum letzten Mittel gegriffen.

Das hat im übrigen nichts mit Erziehung zu tun. Wenn ich Fleisch in erreichbare Höhe stelle und dann weg gehe, würde ich garantieren, dass 90% aller Hunde da ran gehen. Hier würden sich Hund und Katzen darum prügeln. 😅 Ihn im Nachhinein dafür zu bestrafen, ist sinnlos, der hat keine Ahnung warum ihr so reagiert habt. Der weiß nur, ihr habt ihn mit dem Tode bedroht.

Sucht euch einen guten Trainer, der euch den richtigen Umgang mit dem Hund zeigen kann. Kein Dominanzscheiß, kein Rudelführergedöns, sondern eine gute Beziehung, die auf Respekt und Vertrauen beruht.

Wenn du oder dein Vater nicht in der Lage seit, euch zusammen zu reißen und jedes Mal so ausflippt, wäre eine Abgabe wirklich das Beste. Das nächste Mal, wenn ihr in so einer Lage seit, nehmt eine Zeitungsrolle, jeder eine und dann verprügelt euch bitte gegenseitig bevor ihr wieder den Hund für EURE Fehler bestraft.
 
Fleckihund

Fleckihund

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Ich möchte gern noch hinzufügen, dass man sein Hund auch keinesfalls so bestrafen sollte, das verstehen sie nicht direkt. Auch wenn er 2 Steaks geklaut hat. Besser ist es, das Essen so wegzustellen, dass der Hund nicht rankommt.

Ich kenne das auch von Sunny. Eigentlich ein lieber Hund, kaum lässt man sie aber mit dem leckeren Essen allein, wird sie nicht länger zögern. Sie hat ziemlich vieles gefressen.. ja, sogar Schokoladenreste hat sie leider aus dem Müll geangelt. Hat aber zum Glück alles überlebt.. und es ist eine Lektion für den Besitzer, nie wieder so etwas rumliegen zu lassen :)

Beim Trainer achte auch bitte darauf, dass es keiner ist, der dir mit dem Dominanz und so zeigt, wie du gemacht hast. Das ist eine veralterte Methode und funktioniert überhaupt nicht langfristig. Der Hund lernt nur so, ständig Angst zu haben. Das sollte aber nicht das Ziel sein.
 
S

Schweinemama

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Es gibt verschiedene charaktäre auch bei Hunden. Befürchte da hätte mein labi auch mal zugebissen, wobei der das wahrscheinlich gar nicht kann, welches Maul, stumpfe Zähne... ich könnte es nicht garantieren.

Erst einmal, es bringt nichts cholerisch zu werden. Ihr macht was kaputt, danach tut es euch unendlich leid. Dass der hund nicht erzogen ist, dafür kann der hund Nix. Meiner könnte sich jederzeit essen vom Tisch holen, darf er nicht, tut er nicht, er wird ja auch gelobt, wenn sein Engelchen im Kopf siegt.passiert ist es einmal, man muss ihm ja auch zeigen, dass das nicht erlaubt ist oder gar für ihn tödlich enden kann. Braucht nur mal eine rohe Zwiebel irgendwo dabei sein, der hund ist tot.

Also, ich würde als allererster auf euer Verhalten schauen, wie soll der hund reagieren mit solchen Vorbildern. Anschreien, irgendwo rauszerren, demütigen weil man als Mensch sich nicht unter Kontrolle hat, geht gar nicht.
 
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borderlieb

borderlieb

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Also meine persönliche Meinung ist das der Respekt zwischen euch fehlt, wenn du im Moment weg bist und euer Hund schon das Steak gegessen hat und du 5 Minuten später zu ihn hingehst und anbrüllst und danach dein Vater bringt es in meinen Augen nicht viel, der Hund denkt sich nur, was will die den von mir? Hättest du ihn aber während er es tat erwischt dann wäre hier eine Korrektur nötig klar jeder Hund ist verfressen, welcher würde es nicht essen wollen wenn ich jetzt mit ein Stück Schnitzel sitzen würde auf der Couch und es esse, würde meine auch zu mir kommen und hin bettelnaber sie würde halt es niemals klauen oder oder klar sowas kann immer passieren, dass der Hund mal was klaut, meine hatte schon meine Lippenstifte etc. kaputt gemacht aber anschreien hilft halt in den fall nicht
ist nicht böse gemeint aber ich denke euer Problem ist das der Respekt fehlt und hinzu das euer Hund hier der dominante im Schachzug ist vielleicht mal mit deinem Vater darüber mal reden und eventuell ein Termin beim Trainer machen jeder Hund hat seine Macken, an den man arbeiten muss, aber ich finde abgeben, Tierheim, etc. ist keine Lösung.
 
Hundefreundin12

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Also meine persönliche Meinung ist das der Respekt zwischen euch fehlt, wenn du im Moment weg bist und euer Hund schon das Steak gegessen hat und du 5 Minuten später zu ihn hingehst und anbrüllst und danach dein Vater bringt es in meinen Augen nicht viel, der Hund denkt sich nur, was will die den von mir? Hättest du ihn aber während er es tat erwischt dann wäre hier eine Korrektur nötig klar jeder Hund ist verfressen, welcher würde es nicht essen wollen wenn ich jetzt mit ein Stück Schnitzel sitzen würde auf der Couch und es esse, würde meine auch zu mir kommen und hin bettelnaber sie würde halt es niemals klauen oder oder klar sowas kann immer passieren, dass der Hund mal was klaut, meine hatte schon meine Lippenstifte etc. kaputt gemacht aber anschreien hilft halt in den fall nicht
ist nicht böse gemeint aber ich denke euer Problem ist das der Respekt fehlt und hinzu das euer Hund hier der dominante im Schachzug ist vielleicht mal mit deinem Vater darüber mal reden und eventuell ein Termin beim Trainer machen jeder Hund hat seine Macken, an den man arbeiten muss, aber ich finde abgeben, Tierheim, etc. ist keine Lösung.
Der Hund ist respektlos und dominant- schon klar.
Da frag ich mich grade wos mir mehr hoch kommt, beim Eingangspost oder jetzt !?-.-

Wie schon geschrieben wurde: Trainer, der positiv arbeitet und ganz, ganz, ganz viel Vertrauensarbeit.
Dein Hund ist nicht dominant (wozu ein Hund nur dominant REAGIEREN kann), sondern hatte panische Angst... uns wurde sowas leider mal beigebracht...ist schon 12Jahre, aber wohl noch im Umlauf..schrecklich..
 
borderlieb

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Der Hund ist respektlos und dominant- schon klar.
Da frag ich mich grade wos mir mehr hoch kommt, beim Eingangspost oder jetzt !?-.-

Wie schon geschrieben wurde: Trainer, der positiv arbeitet und ganz, ganz, ganz viel Vertrauensarbeit.
Dein Hund ist nicht dominant (wozu ein Hund nur dominant REAGIEREN kann), sondern hatte panische Angst... uns wurde sowas leider mal beigebracht...ist schon 12Jahre, aber wohl noch im Umlauf..schrecklich..
Klar kann ein Hund seine Respektlosigkeit verlieren besonders an sein Frauchen oder Herrchen wenn die nicht die Zügel in griff haben.

Und ja es gibt Dominante Hunde meine ist einer davon da kannste auch nicht sagen sie ist nicht Dominant klar gibt es auch ängstliche Hunde aber wenn der Hund schon einen beißt und die ihn schon Vermenschlichen wie soll er dann noch sein Frauchen oder Herrchen ernst nehmen

Sorry aber ich komm nicht von der Kategorie „Wattebauschler“ wenn Dir meine Meinung nicht gefällt dann ignoriere es jeder hat seine eigene Meinung
 
Hexogen10

Hexogen10

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Euer Hund hat euch lediglich den Spiegel vorgehalten. Ihr rastet total aus, weil er der Versuchung nicht widerstehen konnte zu naschen. Seine Reaktion auf eure Eskalation ist Eskalation seinerseits gewesen. Ihr habt ihm mit dem auf den Rücken drehen gesagt "ich töte dich!" Durch euer Geschrei, habt ihr das noch mal mehr untermauert.

Wenn ein Hund einen anderen auf den Rücken legt oder umrempelt und durch Drohgebärden dazu bringt, liegen zu bleiben, ist das nichts anderes als eine Todesdrohnung. Ein Hund, der sich von alleine einem ihm überlegenen Artgenossen unterwirft, legt sich freiwillig (!) auf den Rücken und begibt sich damit in eine Pose, die deeskalierend wirken soll.
Die Frage ist, wollt ihr einen Hund, der aus Angst parriert, alles einfach über sich ergehen lässt und sich nichts mehr traut, das nennt man erlernte Hilflosigkeit (wurde tatsächlich an Hunden bewiesen und später auf den Menschen übertragen) oder einen, der gerne mit euch kooperiert und gerne in eurer Anwesenheit ist? Also ich persönlich ziehe zweiteres vor. Meine Hündin wurde nicht nur einmal so behandelt von ihren Vorbesitzern und es ist kein leichter Weg gewesen ihr Vertrauen zum Menschen so aufzubauen, dass ich nahezu alles mit ihr machen kann. Alles will ich nicht mit ihr machen können, denn jeder hat seine Grenzen, die man akzeptieren muss. Sowohl Menschen als auch Tiere und zum einen muss man diese akzeptieren und zum anderen muss man kundtun dürfen, wenn jemand dabei ist, diese Grenze zu überschreiten. Die Grenzen können aufgrund der Impulskontrolle mal schneller und mal später erreicht sein. Nicht immer darf man täglich etwas und manchmal dafür viel mehr.

Es gibt einen schönen Spruch, der besagt "Was man mit Gewalt erreicht hat, kann man nur mit Gewalt erhalten." Deinen Hund für deinen Fehler zu bestrafen, ist total unfair. Wenn eine Mutter den Schokokuchen für das Teekränzchen mit Tante Ulla auf dem Tisch stehen und mit dem drei jährige Kind kurz alleine lässt, muss sie sich nicht wundern, wenn es mal eine Kostprobe nimmt. Es dafür zu verprügeln, zu würgen oder ersticken wollen, nur um zu zeigen, dass die Mutter diejenige ist, die Zuhause die Ansagen macht, ginge wohl zu weit oder? Das hat auch nichts mit mangelndem Respekt gegenüber der Mutter zu tun genauso wie es kein mangelnder Respekt von eurem Hund gewesen ist, dass er an die Steaks gegangen ist. Und ja, auch ein Kind würde dann toben und versuchen sich aus der Situation durch Schläge, Tritte, Beißen o.ä. zu retten, wenn die Mutter es verprügelt.

Eine andere Aussage, die ich auch aus der Arbeit mit Kindern so unterstütze kommt von Dr. Ute Blaschke Berthold. "Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund/Kind nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten."

Von daher, sucht euch bitte kompetente Hilfe von einem positiv arbeitenden Trainer, der EUCH, nicht dem Hund, die Flausen mit dem dominieren aus dem Kopf nimmt, arbeitet an EUCH, dass ihr nicht andere, vor allem schwächere und uns ausgelieferte Lebewesen für Fehler büßen lasst, sondern überlegt euch, was ihr demnächst besser machen könnt. Wenn du unbedingt jemanden dominieren willst, such dir einen menschlichen Partner dafür oder überleg dir mal, was es dir bringt. Ich kooperiere lieber mit Menschen als ihnen meinen Willen auf zu zwingen, weil es für alle bereichend ist, auch mal die Sichtweise und Lebensweise eines anderen Individuums zu erforschen.
Meine Divise ist, ich mache nie etwas mit den Hunden, was ich nicht auch mit meinen eigenen Kindern oder meinen Klienten ( Kinder und Jugendliche mit Mehrfachschwerstbehinderung) machen würde. Denn die Kids können mir ihre Bedürfnisse oft nicht in Worten mitteilen, ihren Unmut nur darin äußern, sich selbst Haare auszureißen, zu schreien, Dinge zu werfen oder wie von der Tarantel gestochen durch die Gegend zu rennen und alles umzunieten, was ihnen in den Weg kommt. Die Lehrer arbeiten dann an den Symptomen, ich versuche die Ursache zu finden, weil das nachhaltiger ist. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass ein Kind morgens nicht frühstückt und deswegen gereizt ist, kann ich ihm sein Brot anbieten. Andere bekommen aufgrund von Partys der Eltern zu wenig Schlaf und dürfen sich erst mal noch einen Moment hinlegen. Verlässlichkeit und klare Strukturen haben mir sowohl im Job als auch mit meinen ganzen Schützlingen aus dem Tierheim/Tierschutz schon sehr viel gebracht.

Wenn ihr jetzt die Kurve bekommt, ist der Weg wesentlich einfacher als wenn ihr mit der "ich Chef, du Dreck" Methode noch Monate oder Jahre weiter verfahrt. Grenzen setzen, kann man auch in dem man dem Hund sagt, was er statt dessen machen soll. Das muss man ihm aber vorher beibringen. Anstatt "nicht anspringen" wird daraus ein "sitz und gib Pfote" - das muss der Hund aber können, sonst kann man es nicht abfragen. Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, aber mein Wecker geht früh und irgendwann schaltet auch der Leser ab, wenn der Text zu lang ist ;)
 
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Hundefreundin12

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Klar kann ein Hund seine Respektlosigkeit verlieren besonders an sein Frauchen oder Herrchen wenn die nicht die Zügel in griff haben.

Und ja es gibt Dominante Hunde meine ist einer davon da kannste auch nicht sagen sie ist nicht Dominant klar gibt es auch ängstliche Hunde aber wenn der Hund schon einen beißt und die ihn schon Vermenschlichen wie soll er dann noch sein Frauchen oder Herrchen ernst nehmen

Sorry aber ich komm nicht von der Kategorie „Wattebauschler“ wenn Dir meine Meinung nicht gefällt dann ignoriere es jeder hat seine eigene Meinung
Du wirst lachen, aber ich habe vor 11 Jahren genauso gesprochen wie du.
Da war ich allerdings 15 und hatte einen angst agressiven Familienhund-3 mal darfste raten warum ;)

Ich lass es einfach nicht so stehen nachdem was ich lernen durfte- und bei dem Gedankengang kribbelt es wieder und es mir mir sehr warm.
Aber das verstehst du nicht und die Te (auch noch) nicht.
Also lassen wirs ;)

Es ist so SCHADE, seinen Hund als etwas falsches darzustellen..dabei wollen sie doch nur verstanden werden.
 
S

Schweinemama

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Denke dennoch dass da sehr viel miteinander vermischt wird.

Vermenschlichen - darf durchaus mal sein.

Dass ein vermenschlichter Hund "dominant" werden muss, halte ich für ein Gerücht.

Meine Mastinos waren beide vermenschlicht, bzw. haben sie sicherlich in ihrer Art nach dem Menschlichen Grundgedanken "gedacht". zwei Dominante Mastinos hätte ich aber nie haben wollen - trotzdem waren sie meine Kuschelbärchens, meine Zellulitemonster und meine Stanizel-Eis-Teil-Hunde (haben halt das ganze Eis mitsamt den Stanitzel gefressen - also ich zuerst und dann der hund, zu einem zweiten Schleck von mir kam es nie).
 
Hundefreundin12

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Ich habe Susi zum Schluss TOTAL "vermenschlicht", sie war und bleibt meine beste Freundin... ich vermisse sie wie in der ersten Sekunde als ich sie gehen lassen musste... arghs...
So ein Vertrauen zu haben zu einrm Lebewesen bedeutet so viel Zeit, Arbeit, Geduld, Verständnis... achman ich vermisse dieses "Fieh" so so arg...
 
A

A-Fritz

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Hallo,
Guten Tag erstmal!
Ich bin so ratlos. Heute mittag wollte ich mir 2 Steaks aufwärmen zum essen, habe sie auf einen niedrigen Tisch gestellt, bin kurz weg um mit meiner Mutter zu reden- bis mein Vater mich verärgert rief. Mein Hund hatte BEIDE Steaks gefressen!
Leider bin ich ein sehr wütender Mensch, also hab ich meinen Hund angeschrien. Ich weiß, dass das unglaublich idiotisch ist. Als ich ihn dann auf den Rücken drehen wollte um ihm Dominanz zu zeigen, biss er zu. Mir ist klar, dass dies meine Schuld war, Angst zu schüren um dann in einer schnellen Bewegung in seine Richtung zu greifen.
Das war leider noch nicht alles. Ich fragte meine Mutter nach Desinfiktionsmittel für den Biss, was mein Vater mithörte. Der ist leider nicht so "nett" wie ich- er ging zu meinem Hund und fing an ihn aufs übelste anzuschreien. Er bewegte den Tisch unter dem mein Hund lag in einer Bewegung zur Seite und drehte meinen Hund auf dem Rücken während er schrie.
Als mein Hund als Reaktion knurrte, war mein Vater schon sehr aggressiv und schrie ihn direkt an, wodurch er sich eine extrem blutende Handbisswunde zuzog, was zu erwarten war.
Wir haben unseren Hund von Anfang an vermenschlicht, wodurch er leider gar keine Erziehung hat außer Kommandos wie "Sitz!" und "Pfote!"
Jetzt bin ich am Ende. Ich möchte sowas nie wieder sehen, mein Hund tut mir immernoch leid... Ich weiß nicht was ich tun soll, außer mit meinem Vater zu reden und zu hoffen, dass er seine Aggressionen unter Kontrolle bekommt. Sollen wir ihn vielleicht abgeben? Ins Tierheim bringen? Wir lieben ihn über alles und ich muss nur bei dem Gedanken weinen aber...das wäre vielleicht das Beste für ihn.

Wegen dem Biss sind wir übrigens sehr besorgt, da weder ich noch mein Vater eine Tetanus Impfung im letzteren Zeitraum hatten. Wir haben sie ordentlich desinfiziert und verbunden aber das ist wohlmöglich nicht genug.

Ich weiß ja nicht ob ich hier überhaupt richtig bin, in einem Forum... Ich bin hier aus Not und Schuldgefühlen herkommen, ich hoffe einfach auf einen guten Rat.
Hallo,
dass Ihr hier mit einem verkehrtem Verhalten auf den Hund reagiert habt,
ist nun , denke ich , ausreichend beschrieben worden.

Nach meiner Meinung , ist es nicht zu akzeptieren , wenn ein Hund seine Halter beißt ,
so ein Verhalten darf ein Hund nicht zeigen und als Lösung seiner Probleme anwenden.

Natürlich , es gibt Hundetrainer , die gerne engagiert werden möchten und Euch vielleicht zeigen können,
welche Maßnahmen jetzt angebracht währen, doch Einzelunterricht, ist recht teuer .

Aber vielleicht können wir Dir hier im Forum auch Vorschläge machen , was jetzt zu machen ist,
oder welches Training mit dem Hund nun notwendig wäre.

Um die Situation besser beurteilen zu können, möchte ich gerne wissen ,
um was für einen Hund handelt es sich ?
Welcher Rasse gehört er an, wie alter ist er, usw. ?
Welchen Tagesablauf hat der Hund ?
Hast Du jetzt Angst vor Deinem Hund ?
Welche Möglichkeiten gibt es bei Euch, in Hundeschulen , oder Vereinen zu trainieren ?
Wie viel Zeit würdest Du für ein Training aufbringen können ?

Fritz.
 
S

Schweinemama

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Ich verstehe ja sowieso nicht, warum hier ein Hundetrainer ran muss. Der Hund hatte Angst - er hat zugebissen. Das würde er wohl auch dann tun, wenn der Hundetrainer direkt neben ihm stehen würde.

Das Problem liegt auf der anderen Seite der Baustelle. Mit Psychologen kann auch Mensch sprechen um sich besser in den Griff zu bekommen. Das der Hund an einem Tag zwei mal zubeisst ist ein blöder Zufall - aber aus der Situation - verständlich.

Meine letzte Arbeitsstelle habe ich wegen einem cholerischen Chef aufgegeben. Nun 2 Jahre später streiten wir immer noch vor Gericht wegen des Arbeitszeugnisses. Manchmal macht die Wut dermassen Blind - dass es fast schon pathologisch ist. Warum ich gegangen bin, ich hatte Angst, ich hatte Schlafstörungen und ich war ständig auf 180 um alles richtig zu machen - egal was ich war schuld. Also ändert was - jetzt. Wenn ihr zwei in eurer Welt so leben könnt miteinander, interessiert das niemanden - ihr könnt euch auch gegenseitig an die Gurgel gehen, wenn es euch Spass macht . Kommt jemand Dritter - unbeteiligter zum Handkuss - wird es gefährlich, egal ob Hund, Kind, Ehefrau oder Nachbar.

Der Hundetrainer kann maximal empfehlen dem Hund den Maulkorb draufzuschnallen - dann könntet ihr ihn erschlagen und er würde sich maximal mit den Krallen wehren können.
 
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Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Ich verstehe ja sowieso nicht, warum hier ein Hundetrainer ran muss. Der Hund hatte Angst - er hat zugebissen. Das würde er wohl auch dann tun, wenn der Hundetrainer direkt neben ihm stehen würde.

Das Problem liegt auf der anderen Seite der Baustelle. Mit Psychologen kann auch Mensch sprechen um sich besser in den Griff zu bekommen. Das der Hund an einem Tag zwei mal zubeisst ist ein blöder Zufall - aber aus der Situation - verständlich.
Ganz einfach gesagt: er kann als Dolmetscher dienen, Vertrauensübungen zeigen, an Baustellen arbeiten die wir hier NICHT sehen können.
 
A

A-Fritz

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Hallo,
die Frage ist , warum hier im Forum häufig keine direkte ,praktische Anleitungen gegeben werden,
oder versucht wird , für individuelle Probleme Lösungen zu finden.
Um den Rat zu bekommen , einen Arzt , Trainer , oder sonst einen Spezialisten aufzusuchen ,
braucht man nicht das geballte Wissen , welches in einem Forum vorhanden ist .

Ich denke, Anleitungen um selber sein Problem zu bewältigen , währen viel sinnvoller.

Fritz.
 
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Keisuke

Keisuke

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die Frage ist , warum hier im Forum häufig keine direkte ,praktische Anleitungen gegeben werden,
oder versucht wird , für individuelle Probleme Lösungen zu finden.
Das Problem ist, dass der TE sein Verhalten und seine Sicht auf die Hundehaltung KOMPLETT überdenken und ändern muss. Das kann dir ein Trainer vor Ort allerdings wesentlich besser beibringen, als ein Forum. Das ist einfach so.

Im Umgang mit Hunden (oder Tieren im Allgemeinen, Menschen zählen dazu) spielen viele Komponenten eine Rolle. Hinzu kommt, dass jeder Hund eben anders reagiert und das ist Sekundenbruchteilen, das kann man textlich gar nicht erfassen. Zudem kann der TE uns nur beschreiben, wie er die Situation erlebt hat - wir werden quasi schon "gerahmt" und können nicht neutral "von außen" auf die Situation schauen.
Das kann nur ein Trainer vor Ort.

Lieber TE, ich finde es schon mal sehr gut, dass du einsiehst, dass dein Verhalten falsch war. Du musst dich in solchen Situationen einfach besser im Griff haben - das weißt du aber ja scheinbar. Natürlich ist es ärgerlich. Es ist auch menschlich, dann zu schimpfen (wenn auch nicht sonderlich sinnvoll). Was aber nicht hätte passieren sollen, ist das "Auf den Rücken drehen". Das ist eine völlig veraltete Erziehungsmethode und das solltet ihr am besten ganz aus eurer Erziehung streichen - dein Vater auch! Ein guter Trainer kann euch alternativen aufzeigen und beibringen, wie ihr anders - positiv - mit eurem Hund arbeitet.

Und was das Steak-Klauen betrifft: Nix darf in Hundereichweite, was verführerisch ist. Natürlich war das eine A-Loch-Aktion von deinem Hund, natürlich kann man das als respektlos bezeichnen. Aber auch Hunde sind nur Lebewesen, die nicht immer richtig und 100%ig gut funktionieren. Wann hast du das letzte Mal einen Fehler gemacht? ;)
 
demona

demona

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Klar kann ein Hund seine Respektlosigkeit verlieren besonders an sein Frauchen oder Herrchen wenn die nicht die Zügel in griff haben.

Und ja es gibt Dominante Hunde meine ist einer davon da kannste auch nicht sagen sie ist nicht Dominant klar gibt es auch ängstliche Hunde aber wenn der Hund schon einen beißt und die ihn schon Vermenschlichen wie soll er dann noch sein Frauchen oder Herrchen ernst nehmen

Sorry aber ich komm nicht von der Kategorie „Wattebauschler“ wenn Dir meine Meinung nicht gefällt dann ignoriere es jeder hat seine eigene Meinung
Darf ich mal ganz neugierig fragen wie sich diese Dominanz deines Hundes äußert?


Nach meiner Meinung , ist es nicht zu akzeptieren , wenn ein Hund seine Halter beißt ,
so ein Verhalten darf ein Hund nicht zeigen und als Lösung seiner Probleme anwenden.
Wenn ein Hund mit dem Tod bedroht wird - und nichts anderes haben die TS und der Vater getan - darf er sich nicht angemessen wehren? Uff, das ist ne seltsame Ansicht. Wenn dich jemand mit einem Messer bedroht, darfst du dich doch auch wehren, warum darf der Hund das nicht?

die Frage ist , warum hier im Forum häufig keine direkte ,praktische Anleitungen gegeben werden,
Weil dazu zu wenig bekannt ist und wir alle keine Glaskugel daheim haben. Einen direkten Tipp zu geben, kann sehr gefährlich sein. es gibt TS, die diese Tipps eins zu eins umsetzen und damit alles schlimmer machen und wir als Forum werden dann dafür verantwortlich gemacht. Wir wissen nicht wie alt der Hund ist, welche Rasse, wie ging es ihm an dem Tag, wie hat er sich sonst verhalten, wie ist sonst die Beziehung zur Familie, etc, pp. Wie soll man da einen vernünftigen Tipp geben?
 
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