Nach welchen Kriterien wählen wir unsere Hunde aus ?

Diskutiere Nach welchen Kriterien wählen wir unsere Hunde aus ? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, schon lange frage ich mich , welcher Zusammenhang besteht zwischen den Hunden und ihren Besitzern , welcher Menschentypen bevorzugen welche...
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A-Fritz

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Hallo,
schon lange frage ich mich , welcher Zusammenhang besteht zwischen den Hunden und ihren Besitzern ,
welcher Menschentypen bevorzugen welche Hunderassen, oder welchen Hund ,
ähneln sich Hunde und ihre Besitzer ?

Wir habe einen Hund , aber warum gerade diesen ?
Welche bewussten , oder unbewussten Wünsche haben verbinden wie ,
mit so einen potentiellen vierbeinigen Gefährten ?

Früher mußten Hunde vor allem bestimmte, praktische Aufgaben in der Landwirtschaft ,
bei der Jagt ,
usw. erfüllen , doch heute steht wohl eher der persönlichen Geschmack im Vordergrund,
wenn es um die Entscheidung geht , was für einen Hund möchte ich gerne haben.

Auch ist bekannt , dass auch Hunde unterscheiden können und Menschen sympathisch finden ,
oder aber nicht .

Häufig wollen Hundezüchter entscheiden , welcher ihrer Welpe , am besten zu einem Hundekäufer passt ,
aber nach welchem Regeln, werden hier die Hunde zugeteilt
und sollte man sich auf so etwas überhaupt einlassen ?

Wenn mir Menschen mit ihren Hunden begegnen , versuche ich häufig zu ergründen ,
nach welche Kriterien gerade diese Menschen ihren Hund gewählt haben mögen
und manchmal erscheint mir dieses auch ganz offensichtlich .

Ich denke, man kann die Hundehalter in verschiedene Gruppen einteilen.
Manche Menschen mögen repräsentative Hunderassen ,
oder möglichst niedliche Hunde, andere wollen einen Hund , welcher sie auch beschützen kann ,
oder der ihnen den nötigen Respekt verschaffen kann,
bei mir in der Gegend sind auch viele Menschen mit Herz, die sich offenbar bewusst einen Hund mit Behinderung pflegen
und von ihren Mitmenschen Anerkennung wollen ,
ich glaube , jeder Mensch hat meistens einen besondere Gründe , warum er seinen Hund gewählt hat .

Welche Motivation ist es bei Euch gewesen , was hat Euch veranlasst,
gerade diesen , euren Hund zu wählen ?

Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
28.09.2019
#1
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Guest

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Gast84631

Guest
Hi :)
Sehr interessant!

Susi war ein Airdale Terrier Deutsch Drahthaar Mix.
Sie war von einem "Züchter" ( :D) von einem Arbeitskollegen meines Dads.
Ihre Eltern waren jagdlich geführt.
Perfekter Familienhund und so.. :D

Ausgesucht nach "boah ist die süß!'
Wir fanden erst spät zueinander.
Dann RICHTIG, ein Terriertier gibt dir all sein Leben in die Hand, seine Seele, es würde für fich sterben ohne mit der Wimper zu zucken.

Und genau das ist es, welches mich für ein Leben lang an diese Zickenköppe verbindet und mir sehr wahrscheinlich nix anderes ins Haus kommen wird- wobei ich mir jetzt nach 4 Jahren sowieso immer noch nichts hier vorstellen kann.
Seelenhunde...

Meine Mum hat eine Prager Rattler Jack Russel Mix Hündin.
Vom Tierschutz.
Es war auch "Ist die süß!", aber auch das Wesen an diesem Ort fand sie gut.
Sie war vor den Sommerferien an der Autobahn angekettet gewesen.

Sie ist allerdings nicht wie Susi, sie lebt nach dem Motto alles oder nichts- Susi war da viel feiner, sanfter, Situationsklüger, treuer...
Aber wir kennen die Vergangenheit eben nicht.
Diese Hündin ist aber super zu den Kids und in der Familie, und das ist auch unser Hauptteil :)
 
Mr. Spock

Mr. Spock

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Nachdem wir uns Perserkatzen und Rottweiler verabschieden mussten damals gings darum mit welchem Hund man einen 12 Jährigen Bub irgenwann Gassi gehen lassen kann,Rotti,der damals plötzlich ein gefährlicher Kampfhund war ging das ja nicht mehr. Durch Zufall entdeckte ich Kurzhaarcollies und zufällig gabs an unserem Wohnort eine KHC Ausstellung,lernten Züchter kennen und so kam es,dass wir lange Jahre 2 KHCs hatten.Collies gelten bis heute als Sympathieträger,lernen gern und unser damals 12 Jähriger konnte alsbald mit beiden Hunden(mit 15 dann) rausgehen. Würde mir von den Züchtern,mit denen ich bis heute in Verbindung bin, durchaus wieder 1,2 Hunde zulegen. Das liegt am Wesen dieser Rasse.
 
Dondon96

Dondon96

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Ich hatte schon immer ein Herz für Hütehunde :). Auch mein Papa war schon immer großer Fan vom DSH, ist leider aber auch Allergiker. Deshalb war die Auswahl an Rassen sehr begrenzt. Ich wollte definitiv einen sehr aktiven, gelehrigen Hund. Ich wollte Turnierhundesport machen, Obedience und Tricksen.
Das Wesen der Hütis hat mir schon immer zugesagt und durch Zufall sind wir dann beim Puli gelandet.

Als nächstes soll es wieder ein Hüti werden. Ganz vorne steht aktuell der BBS (Weißer Schäferhund). Im Hinterkopf aber auch Mali oder Border. Den Mudi finde ich auch sehr interessant.
Wie wir zu diesen Rassen kamen? Wir möchten wieder einen sehr aktiven Hund, der gleichzeitig viel WTP hat. Zughundesport, Radfahren, Obedience, Turnierhundesport, Wandern sind unsere Hobbys, da passt ein sehr aktiver Hund sehr gut zu uns. Charakterlich möchte ich kein totales Sensibelchen, keine Trantüte sondern gerne einen „mit voller Power und dem Kopf durch die Wand“. Mal übertrieben gesagt. Aber Dickköpfe bin ich durch den Puli gewohnt :D. Natürlich spielt aber auch die Optik eine große Rolle. Die oben genannten Rassen gefallen mir und meinem Freund total gut und würden wie gesagt aber auch vom Wesen super zu uns! Und das ist mir am Wichtigsten.
Ich finde auch Wolfshunde, Huskys oder auch Doggen und Boxer ganz tolle Hunde. Und diverse mehr. Aber sie würden nicht zu meinen Anforderungen an den Hund passen und fallen aus dem Grund einfach raus. Sie würden nicht in mein Leben passen und wir wären alle unglücklich. Allen voran der Hund, den man in ein unpassendes Leben „trainieren“ (/zwängen) würde.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Nur ganz am Rande:

BBS sind leider ziemlich bekannt dafür Sensibelchen zu sein.
Da muss man am besten noch die Großeltern persönlich kennen um da an eine stabile Linie zu geraten.


Ich habe meinen Hund sehr gezielt ausgesucht nach Mittelwerten, wenn man so will.
Mittelhoch, mittelschwer (auf jeden Fall mit einer Hand im Notfall halt- und tragbar), kein zu langes oder zu kurzes Fell, nicht zu hell, nicht zu dunkel, deutliche Körpersprache, gut lesbare Mimik...^^

Davon ab waren mir Eigenständigkeit, Anpassungsfähigkeit und gemäßigtes Temperament wichtig.

Zum damaligen Zeitpunkt fand ich die großen glatten Elos daher passend und auch das Zuchtkonzept unterstützenswert.

Ganz grundsätzlich entspricht die Wahl des Hundes immer dem jeweiligen Menschrn- auch eine impulsive Anschaffung ist immer auch eine Aussage ;)

Als Nächstes käme mir übrigens wohl tatsächlich am ehesten etwas ins Haus was mehr WTP mitbringt. Gibt aber weniger Hunde, die ich kategorisch ausschließen würde abgesehen von extremen Spezialisten wie Altdeutschen Hütern o.ä.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Ergänzung:

Ich konnte bei meiner Züchterin Wünsche äußern, aber sie hat mir einen Welpen empfohlen und hätte es gar nicht gepasst hätte ich ihn nicht bekommen.

Das finde ich durchaus richtig.
Liam war aber auch 13 Wochen alt bei Abgabe, da lässt sich schon viel mehr abschätzen als mit 8 Wochen.
 
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Schweinemama

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Bei uns war es immer so, dass die Tiere uns gefunden haben. Und es hat gepasst. Wobei ich die Tiere nicht nach Ihren Rassen einteile.

Belgischer Schäfer - hat meine Mutter zur Geburt meiner Schwester bekommen von einer Nachbarin, die damals belgische Schäfer gezüchtet hat (diesen Rassestandard gibt es nicht mehr - kohlrabenschwarzer- Kurzhaarschäfer mit rehbraunen Füssen).

Collie, er ist zu uns gekommen, nachdem ein Nachbar ins Altersheim musste. Wir haben den Hund übernommen und gepflegt. Ausgezeichneter Hund aber scharf abgerichtet - wie immer das ging.

2x Neapoletaner, bekam ich und mein Freund von einer Familie in unserem Haus. Die haben einer Karton gefunden im Wald. da hat es rausgefiebst, es war kalt- es hat geschneit - es war skandinavien und es war dauerdunkel. 5 Wochen alt, unterkühlt und was das für eine Rasse war - wusste damals noch niemand - nur das wären Bärenpfoten hat der Tierarzt immer erklärt . Erst als sie ausgewachsen waren wusste man - dass die ähnlichkeit auf der Hand liegt. Hunde wie aus dem FCI Lexikon.

WIndhunddame, ich war nach dem Tod der beiden Molosser im TIerheim und zufälligerweise dort in der Katzenabteilung, purzelt mir ein blinder- sehr junger Hund entgegen. Für die Hundeabteilung war sie noch zu jung. Bauchnabel noch verkrustet und nicht abgefallen. Habe sie sofort adoptiert. - Handaufzucht kannte ich ja.

Cairndame, habe ich im Internet gesehen, nachdem sie nach 5 Wochen immer noch drinnen war habe ich angerufen. Ich war die erste Interessentin. hätte damals fast ihre Schwester ebenfalls mit heimgenommen.

Labi - das gleiche wie bei Cairndame...
 
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A-Fritz

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Hallo,
wenn ich meine Hündin betrachte, hat sie wohl kaum eine Ähnlichkeit mit mir ,
doch ich habe wohl, bei ihrer Wahl , Kriterien zugrunde gelegt , die mehr an meine Frau erinnern könnten.
Es sollte ein Hund sein , der leicht zu erziehen ist und mit welchem, möglichst auch kleine Kinder
zurecht kommen können.
Ich habe mich nicht geirrt , zu meinen drei kleinen Enkelinnen , jetzt 3, 5 und 7 Jahre alt ,
hat die Hündin ein seht gutes, freundschaftliches Verhältnis . Ist nicht zu aufdringlich , sehr geduldig
und lässt sich von ihnen sogar lenken. Insgesamt, eine recht unerschrockene ,aber doch beeindruckbar,
noch verspielte , junge, kleine Hündin.

Natürlich lasse ich Kinder prinzipiell nicht unbeaufsichtigt, alleine mit meinem Hund
und hoffe, dass die Hündin weiterhin so kinderfreundlich bleibt .
Dazu muß ich auch dafür sorgen, dass die Hündin jeder Zeit auch schnell abrufbar ist
und auf ihre Kommandos, gut und bereitwillig reagiert .

Die Erzieher, im Kindergarten meiner Enkelkinder , haben gefragt , ob ich mit meiner Hündin ,
nicht auch mal kommen kann , damit auch die anderen Kinder dort , sich an diesem Hunde erfreuen können .
Da ich meine Hündin auch regelmäßig mitnehme, wenn ich bei einem Treffen von geistig behinderten Menschen, ehrenamtlich tätig bin, habe ich überlegt , mit ihr eine Ausbildung zum Besuchshund zu machen,
welches vielleicht, aus Versicherungsgründen besser wäre .

Bei den Kriterien, nach denen ich meinen Hund ausgewählt habe, kann ich wohl nur die bewusst ausgewählten
Faktoren benenne , doch eine genaue Begründung meiner persönlichen Sympathie für gerade diese Hündin ,
kann ich nicht eindeutig und genau erkennen, vielleicht , wäre dieses für einen Außenstehenden ,
welcher mich genauer kennt , leichter ?

Fritz











.
 
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Elkecita

Elkecita

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Als wir unser Haus auf dem Land kauften, fingen unsere Nachbarn an, uns zu einem Hund zu überreden. Hinterm Haus freies Feld, Sackgasse, nicht doll beleuchtet, Einbruchgefahr. Man riet uns zu einem Mastín.

Der Vater einer Klassenkameradin unseres Neffen ist Züchter. Er schenkte uns Jara, 11 Monate jung, Displasia in beiden Hinterläufen, er könnte sie nicht zur Zucht verwenden. Unsere wunderschöne und superliebe Jara. Mit ihr begann unsere Liebe zu diesen dickköpfigen sturen stolzen und intelligenten Riesen. Mit Jará wuchs unser Sohn auf, sie ertrug mit stoischer Ruhe den kleinen Quälgeist, stets wachsam, dass dem Minimenschen nichts geschah.

Einmal Mastín, immer Mastín. Ein Hund, für den man sich nicht bücken muss zum Streicheln. Kein Spielhund, mit Stöckchen oder Dummies kann er so ganz und gar nichts anfangen. Dafür liebt er es, draußen zu sein (die meisten Mastines wollen gar nicht zwischen 4 Wände), liebt Kälte, Schnee und lange Spaziergänge durch Feld und Wald.
 
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A-Fritz

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Auch so kann man zu seinen Hunden kommen .

Heute beim Hundespaziergang ,
traf ich ein Frau mit drei Mischlingshunden, in mittlerer Größe .
Im Gespräch berichtete mir die Frau,
sie hätte für eine Zeit , eine Pflegestellen für Auslandshunde betreiben
und drei ihrer Pfleglinge , welche nicht vermittelt werden konnten, nun dauerhaft behalten " müßen" .
Jedes dieses Tiere war schon öfter an unterschiedliche Hundefreunde vermittelt worden,
doch waren, mit ihnen die Schwierigkeiten so groß, daß niemand diese Hunde länger behalten mochte
und wieder an die Frau , mit der Pflegestelle zurückgegeben werden.

Die Frau berichtete , in ihrer Stadtwohnung, hätte sie auch noch vier Katzen und ihr pflegerischer Aufwand ,
würde schon recht zeitaufwendig sein , da sie mit ihren Hunden auch nur auf wenig benutzten Wegen ausgehen könne
und bei Begegnungen mit fremden Menschen , oder Hunden immer vorsichtig sein müsse .


Da Menschen mit so einem Engagement für Tiere scheinbar nicht so selten sind,
frage ich mich, wie ich so etwas beurteilen kann ?

Was treibt manche Menschen zu so einem Verhalten ?

Ist es Tierliebe , Langeweile, Abenteuerliebe , Tierhaltung als Ersatz für eine Familie ?

Fritz.
 
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Schweinemama

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Auch so kann man zu seinen Hunden kommen .

Heute beim Hundespaziergang ,
traf ich ein Frau mit drei Mischlingshunden, in mittlerer Größe .
Im Gespräch berichtete mir die Frau,
sie hätte für eine Zeit , eine Pflegestellen für Auslandshunde betreiben
und drei ihrer Pfleglinge , welche nicht vermittelt werden konnten, nun dauerhaft behalten " müßen" .
Jedes dieses Tiere war schon öfter an unterschiedliche Hundefreunde vermittelt worden,
doch waren, mit ihnen die Schwierigkeiten so groß, daß niemand diese Hunde länger behalten mochte
und wieder an die Frau , mit der Pflegestelle zurückgegeben werden.

Die Frau berichtete , in ihrer Stadtwohnung, hätte sie auch noch vier Katzen und ihr pflegerischer Aufwand ,
würde schon recht zeitaufwendig sein , da sie mit ihren Hunden auch nur auf wenig benutzten Wegen ausgehen könne
und bei Begegnungen mit fremden Menschen , oder Hunden immer vorsichtig sein müsse .


Da Menschen mit so einem Engagement für Tiere scheinbar nicht so selten sind,
frage ich mich, wie ich so etwas beurteilen kann ?

Was treibt manche Menschen zu so einem Verhalten ?

Ist es Tierliebe , Langeweile, Abenteuerliebe , Tierhaltung als Ersatz für eine Familie ?

Fritz.

Kann es echt nicht sagen, manchmal ist es mitleid - manchmal ist es das eigene Sozialleben - dass man eben gebraucht wird, weil man mehr oder weniger sein Leben aufgibt für die Tiere. Hatte Bekanntschaft dieses Jahr mit einer Animal-Horderin. 2 Hunde durfte sie behalten von 12, davon lauft 1 immer noch rum, einer konnte irgendwo auf einer Nebenstrasse eingefangen werden. 3 ( von 8) Katzen sind noch im Wald, der Hund wird den Winter in der Wildnis wahrscheinlich nicht überleben, da kommen die Wölfe vom Norden runter bis zur Haustüre. Das alles auf 70 m2 eingepfercht mit ein paar Minuten freilauf eingezäunt in einem Kleintiergehege. Die zwei Pferde hatte sie auch, die wurden behördlich auch abgenommen, kein Unterstand, kein Wasser (angeblich war sie nicht stark genug die leere Badewanne zu verrücken) und dazu nicht gesichert, die waren ja auch 3 Tage weg (denn wie man den elektrischen Weidezaun anschliesst wusste sie auch nicht). Dass man sich gemäss mitteleuropäischen Standard als alleinperson sich mit so vielen Tieren beschäftigen kann und diese fördern kann, halte ich für ein Gerücht. Irgendwann ab 4-5 Hunden sollte mal schluss sein.

Zumindest hatte sie genug Selbstbewusstsein um zu erklären, dass es die Tiere bei ihr gut haben, und gut gehaltene Tiere kommen automatisch wieder nach Hause :). Ich doof habe schon ein schlechtes gewissen, wenn mal vormittags nur eine Pensionistenrunde mit 2 Hunden möglich ist, und ich wegen Sturm und Regens nicht den großen noch extra "fördere" (der steht nicht so auf Regen - da bleibt er lieber daheim und schmollt).
 
Keisuke

Keisuke

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Ich habe ja auch einen Auslandshund, den wir uns sorgfältig ausgewählt hatten.

Kriterien für unseren Hund waren: Stubenrein, kennt das Leben im Haus (also Alltagsgeräusch etc), kein Angsthund, kennt die Leine. Bonuspunkte gabs für "kennt Katzen", "kann allein bleiben" und "kann Autofahren". Das traf alles auf Moritz zu, weshalb er einzog.

Wir konnten aber mit sogut wie allem leben, suchten einfach einen kleinen Begleiter für den Alltag. Einen Hund, der vielleicht etwas Hundesport machen will - der aber auch einfach als Begleithund mit Gassigängen, Bauch kraulen und ein bisschen Auslastung fürs Köpfchen zufrieden ist 😅

Ich habe nichts besonderes gesucht und nichts besonderes gefunden - wir passen einfach zusammen.

Obwohl ich meinen "Traumhund" definitiv anders beschrieben hätte 😆

----
Off-Topic

Ich finde, Jemanden, der ein paar schwierige Auslandshunde hält, kann man nicht mit einem Animal-Horder vergleichen. Letzteres ist eine Krankheit, ersteres einfach ein Charakterzug.
Man muss solche tierlieben Menschen nicht verstehen, lass' sie doch einfach mit ihren Auslandshunden glücklich werden.
 
Dondon96

Dondon96

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Nur ganz am Rande:

BBS sind leider ziemlich bekannt dafür Sensibelchen zu sein.
Da muss man am besten noch die Großeltern persönlich kennen um da an eine stabile Linie zu geraten.
Ich weiß, deshalb ist das bisher auch nur eine Überlegung und bei der Auswahl des Züchters spielt das eine große Rolle. Mit etwas sensibel kann ich schon leben (ist mein Finchen ja auch teilweise), ich möchte aber keinen Hund, der bei einem "lauten Tonfall" direkt an den Weltuntergang denkt. Das würde nicht zu mir passen 😅. Aus dem Grund möchte ich da schon ganz bewusst einen Züchter suchen, der nach entsprechenden Kriterien züchtet. Garantie hat man nie, aber man kann ja zum Beispiel auch einen sensiblen Mail o.Ä. bekommen. Ich bin schon bereit, mich ein wenig an den Hund anzupassen :). Hatte ja schon diverse Hunde im Training von sensibel bis hin zu "neben mir kann die Welt explodieren und es ist mir egal". Ich komme mit allem klar, aber mit oben genannten Sensibelchen komme ich nicht ganz so gut klar :).
 
Tompina

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Ich würde per se mal behaupten, dass es bei mir nicht die Ähnlichkeit ist zu meinen Hunden, die es wie "Arsch auf Eimer" passen lässt, dazu sind die vier untereinander auch einfach zu verschieden. Und gezielt ausgesucht, habe ich mir nicht mal Tom - und das ist der Hund, der am ehesten in die Kategorie "diese Rasse wollte ich, weil XY" passt.

Lupina war ein Zufallsfund. Fund- (bzw. Abgabe-)Hund in dem Tierheim, in dem ich damals meine Ausbildung gemacht habe. Es war einfach Liebe auf den ersten Blick. Völlig irrational, aber ein Blick in ihre Augen und ich wusste, das ist mein Hund. Das hatte weder was mit ihrer Rasse zu tun (kleiner Windhund-wasauchimmer-Mix), noch mit ihrer Optik (rein Wunschhundetechnisch ist sie mir mit SH 40cm viel zu klein und an sich viel zu schwarz XD) oder gar mit ihrem Charakter (angstaggressive Hosenscheißer sind jetzt nicht gerade mein Traum gewesen :p). Aber sie wurde mein erster eigener Hund und ich bereue nicht eine einzige Sekunde, dass ich das damals entgegen jeglicher guten Ratschläge so gemacht habe.

Tom war zwar mehr oder weniger ein Wunschkind, aber dass ich in ihm tatsächlich den perfekten Podenco Ibicenco finde, war auch mehr Glück als Verstand. Und ich kann sagen, nachdem ich über die Jahre einige Ibicencos kennenlernen durfte. Das ist MEINE Rasse. Klug und sensibel genug für die feine Art der Kommunikation. Aber auch klug und selbstbewusst genug sich gegen allzu viel Dressur und Sinnlosigkeit im Umgang zu wehren. Bei entsprechender Kinderstube und nicht allzu viel Trauma (ich rede nicht von Ibicencos, die mehr tot als lebendig von Straßen gekratzt werden und noch nie einen Menschen aus der Nähe gesehen haben, bevor sie iwo in deutschen Wohnzimmern landen!) sind diese Hunde einfach ein Traum. Und ja ich kann damit leben, dass der Hund nicht ableinbar ist, dass er im Zweifel an der 2m Leine ein Kaninchen erbeutet, dass er besser klettert, als Reinhold Messner und dass er allgemein viel in Frage stellt, was Mensch so von ihm erwartet. Das liegt mir. Ich bin nicht der Typ "Klebe-Bei-Fuß" und "15min Platz in der Schlammpfütze". Ich mag es, dass Tom mir deutlich zeigt, dass er mir freiwillig folgt, weil er es für sinnvoll und logisch hält und nicht weil ich so toll Kekse werfen oder Quietschen kann.

Sonny ist mir passiert. Als DSH-Dobermann-Appenzeller-Mix mit Stockhaar und WTP quasi die Inkarnation von allem, was ich niemals haben wollte. XD Trotzdem passt dieser Hund wie "Arsch auf Eimer" zu mir und ich bereue nicht eine Sekunde unserer gemeinsamen Zeit. Manchmal nervt es mich, dass die Omma so eine Streberin ist und dass ich mich in jeder Situation zu 200% auf sie verlassen kann. Sie hört mich quasi denken, liest mir jeden Wunsch von den Lippen ab und es ist mir oft einfach unheimlich wie gut sie funktioniert - auch jetzt noch mit ca. 15 Jahren, halb taub, halb blind. Gezielt und bewusst, würde ich mir nie so einen Hund aussuchen. Sonny war aber einfach Schicksal. Sie war und ist die perfekte Ergänzung zu den anderen Hunden und ohne sie wäre ich heute weder bei Lupina noch bei Marte so weit, wie ich es bin. Ich habe so viel von ihr gelernt. Das ist es mir auch wurschd, dass sie quasi der absolute "Antihund" ist, wenn man mich beschreiben ließe, was ich von einem Hund erwarte XD

Joa und der gute Marte. Was ist mit dem? Der ist mir auch passiert XD Und es war wie bei Lupina Liebe auf den ersten Blick. Auf einem Bild. Er wollte zwar mal irgendwann ein Podenco werden, so wirklich hinbekommen hat er das aber nicht. Okay er hat Jagdtrieb. Und lustige Ohren. Und kein schwarzes Pigment. Ansonsten hat er gepennt bei der Podielementeausgabe. XD Dieser Hund ist glaube ich das größte Paradoxon meines Lebens. So sehr ich ihn manchmal auf den Mond schießen will, so anstrengend, kompliziert und aufwendig das Leben mit ihm geworden ist, so sehr er wirklich alles nachhaltig durcheinander gebracht hat und so sehr er von allem abweicht, was einen "normalen" Hund ausmacht. So sehr liebe ich ihn auch. Ich kann und will nicht mehr ohne ihn sein. Ich sehe ihm in die Augen und weiß, dass es genau richtig war ihn zu nehmen. Egal was alle anderen sagen oder denken. Und egal wie sehr ich selber nur den Kopfschütteln kann über seine Geschichte und den Weg den sein Leben genommen hat, weil ein paar Tierschützer nicht akzeptieren wollten, dass es nicht immer sinnlos ist, wenn eine Hundemutter über das Leben eines ihrer Jungen entscheidet und es verstößt. So dankbar bin ich gleichzeitig, dass ich ihn in meinem Leben haben darf und dass wir uns gefunden haben.

Wenn ich mir einen Hund aussuchen könnte. Also so richtig. Würde es wieder und wieder ein Podenco Ibicenco werden. Oder ein Windhund. Wobei ich da auch eher die "kernigen" Rassen haben wollen würde (Saluki, Chart Polski, Deerhound) und nicht die dünnhäutigen Sensibelchen. Grundsätzlich habe ich mich aber davon verabschiedet, mir iwas auszusuchen oder zu sagen "das will ich" - ich bekomme eh immer was anderes XD Das Leben weist mir schon die Fellnasen zu, die passen, da bin ich mir sicher. :)
 
deFacto

deFacto

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Hallo zusammen!

Wie ich zu meinem Border-Mix kam, war wohl eher auch Zufall (oder Schicksal?).
Bei meinem Nebenjob war die Halterin zum Mittagessen da. Ich habe Hubi gesehen und dann war einfach alles klar. Habe noch nie Leute wegen ihren Hunden einfach so angesprochen, aber da musste ich einfach. Nur ein kurzer Satz: Wenn er mal Welpen bekommt, ruft mich an, ich nehme einen! Schon damals war ja die Entscheidung, sich wieder einen Vierbeiner zu holen, längst gefallen.
Und doch wußte ich noch nichts von den Dingen im Hintergrund, dass Hubi eigentlich auf der Suche nach einem Zuhause ist usw.
Nach ca. 1 Woche kam der Anruf: Wollen wir nicht mal spazieren gehen? Und es hat sich gezeigt, der Hund ist einfach toll und wir verstehen uns super. Also eine Übernachtung gleich mit geplant und die lief auch klasse. Kein fiepen, kein bellen und erhat sich einfach wohl gefühlt.
Nun ist er bei mir eingezogen und es zeigt sich, dass wir einfach auf der selben Wellenlänge sind. Sind zwar erst ein paar Tage, aber alles läuft super.
Also meiner Meinung nach haben wir uns gefunden oder finden sollen, aber die enfgültige Entscheidung hat einfach mein Hund getroffen ;-)
 
Nienor

Nienor

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Neo hat sich damals einfach in mein Leben gequetscht .. zu dem Zeitpunkt hatte ich weder nach einem Hund gesucht noch wollte ich einen "Neo" ...
Nachdem ich ihn bei uns im Tierheim ein paar Mal gesehen hatte, lernte ich ihn im Pikett etwas besser kennen - denn dazu gehört es auch, alle Hunde nochmal raus zu lassen. Damals habe ich mich dann immer noch zu einigen gesetzt, mit manchen habe ich etwas Sitz / Platz trainiert, mit einigen nur gespielt - worauf Hund und ich eben Lust hatten.
Neo war ein kleines Nervenbündel (okay, ist er teilweise immernoch), konnte keine Sekunde still stehen / sitzen / liegen ... also hab ich mit ihm "Platz-Bleib" probiert. Und siehe da, ein paar Wiederholungen und er hat es verstanden. Ich war beeindruckt. Doch der Gedanke, einen Hund zu adoptieren, war da noch in weiter Ferne.
Doch bald darauf starb Finn, meine letzte Ratte. Plötzlich war da eine Möglichkeit - und Neo hatte sich so tief in mein Hirn gefressen, dann ich einige Tage später die Tierpflegerinnen nach ihrer Meinung fragte. Denn wenn ich einen Hund adoptiere, dann einen, mit dem ich auch mit Kindern schaffen kann .. Neo lebte vorher mit einem Kleinkind, wenn er ruhiger geworden ist, sollte das kein Problem sein .. da blieb dann nur das Problem unserer Australien-Urlaubs - denn wirklich sinnvoll war es nicht, einen Hund zu adoptieren, wenn nach 3 Monaten eine längere Reise anstand .. doch auch dafür hatten die Tierpflegerinnen eine Lösung .. ich sollte also denn Herren Neo nun genauer kennen lernen und mich dann entscheiden ... tja, und mit jedem Kennenlern-Besuch schlich er sich immer tiefer in mein Leben - diesen Augen kann man aber auch fast nichts abschlagen :D Als wir uns dann auch noch gegenüber den anderen Interessenten durchsetzen konnten - das war mir wichtig, dass wir nicht bevorzugt werden, sondern der Hund an den Platz kommt, der zu ihm passt - zog Neo dann zu uns auf Probe und kurz vor Weihnachten durften wir ihn komplett adoptieren.

Letztens habe ich dann nochmal mit einer der Tierpflegerinnen (die ihn unheimlich gern hat und Besitzerin seines besten Kollegen ist) gesprochen. Sie hätte damals nie gedacht, dass ich mich für DEN interessieren würde .. joar, mit seinem Jagdtrieb hat er auch genau eine Eigenschaft, die ich eigentlich nicht haben wollte. Aber die Motivierbarkeit und seine schnelle Auffassungsgabe haben mich beeindruckt. Und auch jetzt lernt er noch unwahrscheinlich schnell. Dazu kam seine unermüdliche Freundlichkeit und Kontaktfreude gegenüber Menschen. Genau das, was ich später brauche für die Kinder.
Und obwohl er ziemliche Baustellen hat, an denen wir arbeiten, bereue ich es keinen Moment, mich für ihn entschieden zu haben. Er ist einfach aktuell der perfekte Hund für uns. Perfekt im Sinne von passend - denn so lernen wir miteinander extrem viel.
 
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