Wie wird man zum Therapiehundeteam?

Diskutiere Wie wird man zum Therapiehundeteam? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und hab noch nicht so den Überblick, hoffe das ist jetzt in der richtigen Rubrik. Bei meiner firstFrage geht...
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Ellala

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Hallo ihr lieben,

ich bin neu hier und hab noch nicht so den Überblick, hoffe das ist jetzt in der richtigen Rubrik.

Bei meiner
Frage geht es darum, welche Ausbildungen benötigt werden, um tiergestützte Therapie mit Kindern mit dem Medium Hund zu machen.
Ich bin Kindheitspädagogin und Erziehungswissenschaftlerin MA. Muss ich speziell eine Ausbildung zur tiergestützten Therapeutin machen und der Hund gesondert auch nochmal ausgebildet werden oder werden bei der Ausbildung beide sozusagen gleichzeitig ausgebildet?
Bin von der ganzen Informationsflut etwas überfordert und würde mich über Tipps freuen.

Herzliche Grüße :)
 
29.09.2019
#1
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Guest

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Nienor

Nienor

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Hey

Um tiergesttützte Therapie anzubieten, musst du einen therapeutischen Beruf erlernt haben.
Das hat den Hintergrund, dass therapeutische Ziele erreicht werden sollen und das kann am Besten jemand vom Fach planen und durchführen.
Therapeuten können aber ausgebildtete Mensch-Hund-Team als Assistenten dazu holen, um mit deren Hilfe die Ziele zu erreichen.

Als Pädagogin bzw. Erzieherin kannst du aber tiergestützte Pädagogik machen.
Dazu brauchst du einen entsprechend ausgebildeten Hund - je nachdem kann der auch die Therapiehundeausbildung durchlaufen.
Wenn du einen geeigneten Hund hast, melde dich einfach beim entsprechenden Therapiehundeverband. Dort wirst du vermutlich einen Fragebogen zum Hund ausfüllen und dann später eine Aufnahmeprüfung bestehen müssen, bevor ihr gemeinsam ausgebildet werdet. Als Laie ist man dann auch nur Gehilfe in der Therapie, aber du solltest über den Beruf entsprechende Weiterbildungen machen können, um deine pädagogischen Ziele mit Hilfe des Hundes erreichen zu können.
 
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Schweinemama

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Schwierig ist es einen Hund zu finden - der mehr oder weniger die Ausbildung auch schafft. Schaffen nicht alle, auch in der Ausbildung wird noch gross ausgesiebt - etwa 50-70% der Hunde die in die Ausbildung gehen- schliessen die nicht positiv ab. Es kommt halt drauf an - in welchem Level du mit und am Hund arbeiten willst. Von Tiergestützter Pädagogik (dem berühmten Kaninchen im Kindergarten das gestreichelt und gekuschelt wird Raupen einsammeln damit es Schmetterlinge im Klassenzimmer gibt), und einem "unschlagbaren" Hunde-Mensch gespann in der Therapeutischen Ausbildung mit Hunden - das sind zwei total unterschiedliche Richtungen die du einschlagen möchtest.

Gerade im Kinderbereich musst du deine Nische finden, eine Schule die so einen Hund erlaubt und b. auch die Kinder haben die das auch nötig haben. Von Hundeängstlichen, ALlergietechnischen und Angsttechnischen Sachen reden wir da noch gar nicht.

Habe selber eine Hundebekannte die z.b. Rollstuhlfahrerhunde ausbildet, Insulin-Hunde, Hunde die reine Assistenzhunde sind. Lässt du die Hunde extern ausbilden - kostet das einen kleinen Familienwagen (dafür hast du aber auch dann genau den Hund der in deinem Bereich arbeiten kann und wird - der weder überforderung zeigt oder mitten in der Ausbildung abbrechen muss, weil er dann doch weniger geeignet ist wie aus dem Eignungstest), bildest du dich mit dem Hund gemeinsam aus, wird es durchaus günstiger - aber natürlich auch Zeitintensiver, du hast dich aber auf einen Hund festgelegt und kannst nicht mehr so schnell "tauschen".

Habe mich ja auch mit dem Thema befasst, habe ja einen "Halben" Therapiehund (also er wäre hochgradig geeignet, liebt die Interaktion - kann stundenlange als Kopfkissen dienen wenn ihm laut vorgelesen wird - er summt dann sogar wenn das Buch zugeklappt wird - es ist so relaxend, wobei er "persönlich" nicht für behinderte Menschen geeignet ist (da guckt er viel -schlürfender Gang . komische Gangbilder (schreien, quietschen oder sprachbehinderung ist ihm schnuppe) - ist ihm etwas zu spooky - kann natürlich abtrainiert werden - dauert aber , sondern eher Menschen die er mobilisieren möchte, sondern eher Kinder, Krebs, Palliativ. Er hat die Gabe in die Menschen hineinzuschauen und geht auch zu denen hin, die Hilfe benötigen gerade jetzt). Habe schon einige Leute interviewt, die aber auch sagen, als "Arbeitshund" ist er super, aber die Arbeit selbst ist extrem anstrengend, und was so ein Hund_Menschen Gespann "Mit nach Hause nimmt", wenn er auf der Krebsstation war, auf der Palliativ, (Kinderpalliativ), Behinderte und Schwerstbehinderte etc. das ist dann eine ganz andere Hausnummer. Und in der Ausbildung wirst du aber in solche "Abteilungen" auch reingeschickt. Das ist das "Problem" wo ich sage, dass ich befürchte dass, selbst wenn der Hund dazu geeignet ist, ich das mental nicht wirklch "durchdrücke" ohne mitleiden zu müssen. Und die Prüfung ist dann auch nicht das Ende, der Level muss dann auch gehalten werden (dh. du hast dann nicht einen Hund, den du die nächsten 16 Jahre in die Schule schleppst und gut ist es, diese Prüfung wird alle 2-3 Jahre wiederholt, alleine Versicherungstechnisch, dass es einen Volksschul-Assistenz hund gibt in der Ausbildung, dass gibt es leider nicht. Sondern die Ausbildung umfasst alle Sparten und du kannst auch in all diesen Sparten je nach Neigung arbeiten).
 
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A-Fritz

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Hallo,
nur Menschen mit einer Ausbildung zum Therapeuten ,
können auch diese Tätigkeit ausüben und dazu einen Hund als Therapiehund einsetzen,
welcher die Eignung dafür besitzt .
Da ich diese Voraussetzungen nicht habe, konnte ich mit meiner, leider schon verstorbenen Hündin,
aber eine Ausbildung als Besuchshundeteam machen .

Als Grundvoraussetzung sollte ein Hund dafür über Wesensfestigkeit , Aggressionslosigkeit,
eine gute Sozialisierung und über einen sehr guten Grundgehorsam verfügt ,
ebenso wichtig , ist die gute Bindung zu seinem Hundeführer .

Bei der Ausbildung zum Besuchs , oder Therapiehunde team,
wird der Hund an möglichst alles gewöhnt, was ihm bei seinem späteren Einsatz begegnen kann .

Der Hundeführer muß lernen, bei seinem Hund an der Körpersprache zuerkennen ,
unter welcher Belastung dieser gerade steht, um jeder Zeit eingreifen zu können,
sobald sein Hund sich überfordert fühlt.

Theorie wird sehr viel über das Wesen der Hunde gelernt , vom Welpen alter , zum Junghund
und die Entwicklungsstufen, Entwicklungsabfolgen , so wie deren Bedeutung, oder über das Sozialverhalten und die Kommunikation , oder über Kontaktaufnahme, wie sich Gruppendynamik entwickeln kann.

Die Ausbildung wird von verschiedenen karitativen Verbänden angeboten ,
aber auch von unterschiedlichen kommerziellen Ausbildern durchgeführt.

Fritz.
 
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