Das Unverständnis anderer Menschen

Diskutiere Das Unverständnis anderer Menschen im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; Liebe Forenmitglieder, ich muss mir heute ein schreckliches Erlebnis von der Seele schreiben. Heute als ich in der Arbeit, bei der Pause wie...
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flauschibär

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Liebe Forenmitglieder,

ich muss mir heute ein schreckliches Erlebnis von der Seele schreiben.
Heute als ich in der Arbeit, bei der Pause wie üblich mit Team beim Rauchen saß, redete ich mal wieder über
meine Katze, und dass ich früher oder später ihre Hüften erneuern lassen muss, gut eine meinte komplett neue Hüften wären etwas übertrieben, eine Meinung mit der ich leben kann, aber dann kam von anderer Seite: „Ich würde mir einfach eine neue Katze besorgen“ das hat mich zutiefst schockiert und ich antwortete dann lediglich dass es für mich keine! andere Katze gibt als Yessi.

Auch jetzt noch bin ich vollkommen erschüttert, wie kann man nur so herzlos und grausam sein, was ich am liebsten gesagt hätte will ich hier gar nicht schreiben.

Hatte schon mal jemand ähnliche Erlebnisse?
 
02.10.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Ich denke, dass bei Katzen eher noch mehr Verständnis vorhanden ist.

Ich mit meinen Kleintieren erlebe sowas öfter. Mit den ganzen OP-Kosten im Laufe der letzten Jahre hätte ich mir schon zig neue Meerschweinchen kaufen können. Ich weiß inzwischen, wer für sowas Verständnis hat und wer nicht, letzterer bekommt eben nichts erzählt und wenn sonst ein blöder Kommentar kommt, kann ich das super ignorieren.
 
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Schweinemama

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Es ist halt auch sehr oft der Bezug zu den Menschen da.

Neue Hüfte hat meine Schwiegermutter bekommen, mit dem fing das ganze Fiasko mal an. Sie wurde antriebslos, depressiv, letztendlich hat sie sich die operierte Hüfte nochmals gebrochen - sie hat binnen 8 Wochen (der zweite Bruch passierte am ersten Tag in der Rehaklinik) 2 dieser schweren Operationen hinter sich gebracht (beim zweiten mal wurde ganz einfach ein anderes System eingesetzt - weil es ihr den Markteil des implantates einfach aus dem Knochen gebrochen hat, sie hat noch im Krankenhaus ihren Verstorbenen Mann gesehen, gebebettelt, dass er sie mitnimmt in den Himmel - sie ist rumgelaufen, sie wurde ins Gitterbett gesteckt, Die Aliens wollten sie holen - sie war in Dauerpanik). Mittlerweile ist sie ein 7x24 Stunden Pflegefall (geistig ist sie der 7x24 Stunden Pflegekraft gerade noch gewachsen, sie hat eine schwere Form von Parkinson entwickelt, wobei sie mittlerweile dank dieser Pflegekraft so mobil ist - dass Schwiegermutter ihr wegläuft und sie sich wieder sämtliche Knochen bricht - binnen 4 Wochen hatten wir Nasenbeinbruch und einen angebrochenen Hirnschädel (die Hüfte war noch nicht dabei 2x im Leben reicht hoffentlich - aber das Knie hat sie nun auch neu) , gut 1 1/2 Jahre nach dem ersten Vorfall. Ich selber sollte mir auch eine neue Hüfte überlegen, derzeit geht es noch, aber im Bezug auf meine Schwiegermutter gehe ich lieber in den Rollstuhl bevor ich mir eine neue Hüfte antu.

Die Frage ist wie man zum Leben steht. Ist das Leben noch lebenswert oder ist es das einfach nicht mehr - und was man persönlich darüber denkt. Ich persönlich möchte nicht so enden wie Schwiegermutter, die zwar sehr lieb ist, und immer war aber eine extreme Belastung für die ganze Familie geworden ist. Meinen Tieren würde ich das auch nicht gerne antun, dass sie merken - dass sie eine Belastung werden. Bei Schwiegermutter ist es eben so, und sie ist Geistig gar nicht mehr in der Lage zu begreifen wie schwierig sie geworden ist und welche Erinnerungen ihre Enkelkinder von ihr haben werden. Sie hat sich eben sehr schnell zu einem KLeinkind zurückentwickelt, teilweise durch die Krankheit, teilweise aus reinem Trotz. Und sie hat das Glück dass sie das nicht mitbekommt, vor 2 Jahren wäre sie alleine bei diesem Gedanken wahrscheinlich verrückt geworden.
 
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flauschibär

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Es ist halt auch sehr oft der Bezug zu den Menschen da.

Neue Hüfte hat meine Schwiegermutter bekommen, mit dem fing das ganze Fiasko mal an. Sie wurde antriebslos, depressiv, letztendlich hat sie sich die operierte Hüfte nochmals gebrochen - sie hat binnen 8 Wochen (der zweite Bruch passierte am ersten Tag in der Rehaklinik) 2 dieser schweren Operationen hinter sich gebracht (beim zweiten mal wurde ganz einfach ein anderes System eingesetzt - weil es ihr den Markteil des implantates einfach aus dem Knochen gebrochen hat, sie hat noch im Krankenhaus ihren Verstorbenen Mann gesehen, gebebettelt, dass er sie mitnimmt in den Himmel - sie ist rumgelaufen, sie wurde ins Gitterbett gesteckt, Die Aliens wollten sie holen - sie war in Dauerpanik). Mittlerweile ist sie ein 7x24 Stunden Pflegefall (geistig ist sie der 7x24 Stunden Pflegekraft gerade noch gewachsen, sie hat eine schwere Form von Parkinson entwickelt, wobei sie mittlerweile dank dieser Pflegekraft so mobil ist - dass Schwiegermutter ihr wegläuft und sie sich wieder sämtliche Knochen bricht - binnen 4 Wochen hatten wir Nasenbeinbruch und einen angebrochenen Hirnschädel (die Hüfte war noch nicht dabei 2x im Leben reicht hoffentlich - aber das Knie hat sie nun auch neu) , gut 1 1/2 Jahre nach dem ersten Vorfall. Ich selber sollte mir auch eine neue Hüfte überlegen, derzeit geht es noch, aber im Bezug auf meine Schwiegermutter gehe ich lieber in den Rollstuhl bevor ich mir eine neue Hüfte antu.

Die Frage ist wie man zum Leben steht. Ist das Leben noch lebenswert oder ist es das einfach nicht mehr - und was man persönlich darüber denkt. Ich persönlich möchte nicht so enden wie Schwiegermutter, die zwar sehr lieb ist, und immer war aber eine extreme Belastung für die ganze Familie geworden ist. Meinen Tieren würde ich das auch nicht gerne antun, dass sie merken - dass sie eine Belastung werden. Bei Schwiegermutter ist es eben so, und sie ist Geistig gar nicht mehr in der Lage zu begreifen wie schwierig sie geworden ist und welche Erinnerungen ihre Enkelkinder von ihr haben werden. Sie hat sich eben sehr schnell zu einem KLeinkind zurückentwickelt, teilweise durch die Krankheit, teilweise aus reinem Trotz. Und sie hat das Glück dass sie das nicht mitbekommt, vor 2 Jahren wäre sie alleine bei diesem Gedanken wahrscheinlich verrückt geworden.

Das tut mir sehr sehr leid für dich, aber ich denke ehrlich gesagt nicht, dass eine neue Hüfte, außer es war ein Narkoseproblem, in irgendeinem Zusammenhang mit dem Rest der Erkrankungen steht. Depression ist eines der Anzeichen von Parkinson, diese Krankheit entwickelt sich schleichend und die ersten paar Anzeichen sind oft gar nicht so wahrnehmbar, es ist zu vermuten dass sie das schon viel viel länger hatte.

Auch der Rest den du beschreibst scheint viel mehr eine Kombination aus weiteren Krankheiten und dem entsprechenden Alter zu sein.

Ich persönlich habe aufgrund eines Unfalls diverse Implantate an der Wirbelsäule und muss sagen, dass ich keinerlei negative Folgen in irgendeiner Richtung aufgrund der OP oder der Ersatzteile feststellen konnte. Ich kenne auch genug Leute, die eine künstliche Hüfte haben und die ein sehr schönes Leben damit führen.

Bei deiner Schwiegermutter war es wohl eine ungünstige Kombination aus bereits vorhandenen oder sich anbahnenden Krankheiten, dem Alter, und fehlender psychologischer Hilfe, da alte Leute meiner Erfahrung nach sehr viel schlechter mit solchen Operationen zurecht kommen als junge.

Die Katze ist ja durch eine neue Hüfte keine Belastung für irgendwen, im Gegenteil, sie könnte dann wieder ein rundum sorgenfreies Katzenleben führen, wenn sie wieder überall hin springen kann. Sehr viele Operationen mit dieser Methode haben bisher anscheinend ein extrem positives Bild gezeigt, sehr viel besser als die bisherige Methode, von daher denke ich nicht, dass es eine schlechte Wahl sein könnte.
 
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flauschibär

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Ich denke, dass bei Katzen eher noch mehr Verständnis vorhanden ist.

Ich mit meinen Kleintieren erlebe sowas öfter. Mit den ganzen OP-Kosten im Laufe der letzten Jahre hätte ich mir schon zig neue Meerschweinchen kaufen können. Ich weiß inzwischen, wer für sowas Verständnis hat und wer nicht, letzterer bekommt eben nichts erzählt und wenn sonst ein blöder Kommentar kommt, kann ich das super ignorieren.
Nun also das mag vielleicht bei manchen Leuten stimmen, aber ich habe bei manchen Menschen nur vollkommen fehlendes Verständnis festgestellt, gleichgültig welche Tierart, außer natürlich es handelte sich um andere Menschen.

Ja ignorieren wäre sicher die beste Methode, allerdings muss ich gestehen, dass mir das bei manchen Sprüchen immer sehr schwer fällt, auch wenn ich es trotzdem tue im Sinne von ich breche keinen Streit vom Zaun, aber die Empathie für so jemanden ist dann natürlich vollkommen ausgeschaltet.

Wer anderen Lebewesen ihr Leben und ihre Gesundheit nicht gönnt, auch wenn es keinen Grund gibt diese zu verwehren, nun mit so jemandem habe ich dann geistig und emotional abgeschlossen.
 
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A-Fritz

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Hallo,
in der Medizin , werden immer mehr Möglichkeiten entwickelt , um Leben zu verlängern
und körperliche Funktionen zu erhalten , nur bleibt dabei aber häufig die Lebensfreude auf der Strecke .
Die Frage ist, wie weit sollen Menschen eingreifen, wenn durch Alter, oder Krankheit ein körperlichen Verfall ,
bei unseren Tieren eingesetzt hat ?

Ist dieses immer ein Vorteil für die Tiere , oder nur Egoismus der Menschen ,
welche nicht auf ein liebgewordenes Tieren verzichten mögen ?

Ist Leben nur gut , wenn es möglichst lange andauert , oder kann es auch gut sein ,
wenn es nur kurz , glücklich und intensiv gewesen ist ?

Fritz.
 
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flauschibär

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Hallo,
in der Medizin , werden immer mehr Möglichkeiten entwickelt , um Leben zu verlängern
und körperliche Funktionen zu erhalten , nur bleibt dabei aber häufig die Lebensfreude auf der Strecke .
Die Frage ist, wie weit sollen Menschen eingreifen, wenn durch Alter, oder Krankheit ein körperlichen Verfall ,
bei unseren Tieren eingesetzt hat ?

Ist dieses immer ein Vorteil für die Tiere , oder nur Egoismus der Menschen ,
welche nicht auf ein liebgewordenes Tieren verzichten mögen ?

Ist Leben nur gut , wenn es möglichst lange andauert , oder kann es auch gut sein ,
wenn es nur kurz , glücklich und intensiv war ?

Fritz.

Ach diese Frage finde ich ist ganz einfach zu beantworten, Qualität nicht Quantität zählt in meinen Augen, ich bin da kein Egoist.

Allerdings sind Implantate ja keine Verlängerung des Leidens oder nur eine Möglichkeit des Weiterlebens. Der Sinn eines Ersatzteiles ist immer die Verbesserung der Lebensqualität, sollte dies damit nicht der Fall sein, ist die Implantation sinnlos und sollte auch nicht durchgeführt werden.

Ich muss allerdings sagen, ich habe bei Mensch wie Tier ausschließlich positive Erfahrungen mit Implantaten gemacht, allen ging es danach sehr viel besser und sie waren voller Lebensfreude.

Wäre ich nicht der Ansicht dass Implantate ausschließlich die Lebensqualität steigern, sofern sie aus dem richtigen Material sind und vollkommen korrekt implantiert werden, würde ich es auch nie in Betracht ziehen.
 
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Schweinemama

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Das tut mir sehr sehr leid für dich, aber ich denke ehrlich gesagt nicht, dass eine neue Hüfte, außer es war ein Narkoseproblem, in irgendeinem Zusammenhang mit dem Rest der Erkrankungen steht. Depression ist eines der Anzeichen von Parkinson, diese Krankheit entwickelt sich schleichend und die ersten paar Anzeichen sind oft gar nicht so wahrnehmbar, es ist zu vermuten dass sie das schon viel viel länger hatte.

Auch der Rest den du beschreibst scheint viel mehr eine Kombination aus weiteren Krankheiten und dem entsprechenden Alter zu sein.

Ich persönlich habe aufgrund eines Unfalls diverse Implantate an der Wirbelsäule und muss sagen, dass ich keinerlei negative Folgen in irgendeiner Richtung aufgrund der OP oder der Ersatzteile feststellen konnte. Ich kenne auch genug Leute, die eine künstliche Hüfte haben und die ein sehr schönes Leben damit führen.

Bei deiner Schwiegermutter war es wohl eine ungünstige Kombination aus bereits vorhandenen oder sich anbahnenden Krankheiten, dem Alter, und fehlender psychologischer Hilfe, da alte Leute meiner Erfahrung nach sehr viel schlechter mit solchen Operationen zurecht kommen als junge.

Die Katze ist ja durch eine neue Hüfte keine Belastung für irgendwen, im Gegenteil, sie könnte dann wieder ein rundum sorgenfreies Katzenleben führen, wenn sie wieder überall hin springen kann. Sehr viele Operationen mit dieser Methode haben bisher anscheinend ein extrem positives Bild gezeigt, sehr viel besser als die bisherige Methode, von daher denke ich nicht, dass es eine schlechte Wahl sein könnte.
Schau, ich bin fast 50, als ich jung war gab es noch keine Hüftprothesen, die Menschen mussten fast 1 /2 Jahr liegen, und wenn sie das im Alter überlebt haben, konnten sie danach kaum oder sehr schlecht gehen.

Narkoserisiko, Embolierisiko, Risko von Schlaganfällen etc. Es kommt immer auf die Ausgangssituation, die VOrerkrankungen an. Einer jungen Katze, die sich binnen weniger Stunden von so einer Operation erholen wird können - wird nur in den äussersten Notfällen eine falsche Hüfte eingesetzt. Eine Katze die WIrbelsäulenprobleme hat aufgrund jahrelanger Fehlbelastungen, deren Knochen nicht mehr so dicht sind, deren Durchblutung schlechter ist und vor allem das Risiko eine Lungenembolie oder einen Lungeninfarkt zu erleiden schon öfters.
 
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flauschibär

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Schau, ich bin fast 50, als ich jung war gab es noch keine Hüftprothesen, die Menschen mussten fast 1 /2 Jahr liegen, und wenn sie das im Alter überlebt haben, konnten sie danach kaum oder sehr schlecht gehen.

Narkoserisiko, Embolierisiko, Risko von Schlaganfällen etc. Es kommt immer auf die Ausgangssituation, die VOrerkrankungen an. Einer jungen Katze, die sich binnen weniger Stunden von so einer Operation erholen wird können - wird nur in den äussersten Notfällen eine falsche Hüfte eingesetzt. Eine Katze die WIrbelsäulenprobleme hat aufgrund jahrelanger Fehlbelastungen, deren Knochen nicht mehr so dicht sind, deren Durchblutung schlechter ist und vor allem das Risiko eine Lungenembolie oder einen Lungeninfarkt zu erleiden schon öfters.
Ich werde dieses Jahr 37, als ich klein war gab es auch noch nicht die Möglichkeit dass ein Roboter deine Knochen ab fräst und dir ein neuer Wirbel gebaut wird, ist aber kein Grund für mich gewesen dazu nein zu sagen nachdem ich die Alternative erfahren habe. Die Medizin macht Fortschritte, sehr gute sogar, und die Zeiten ändern sich, heute würde es sogar einen komplett künstlichen Wirbel geben.

Was ich damit sagen will, Fortschritt sollte man nutzen, wenn es angebracht ist. Ich habe bisher keinen Tierarzt kennen gelernt der im hohen Alter und bei erhöhtem Risiko den Vorschlag einer Operation dieser Größenordnung machen würde, wenn natürlich ein Besitzer darauf besteht wird es gemacht ja, aber von alleine habe ich das noch keinen Tierarzt sagen hören, es sei denn er ist etwas gewissenlos.

Ich würde die Möglichkeit auch nicht in Betracht ziehen, wenn die Katze jetzt schon 15 oder 18 Jahre wäre und dazu noch vielfältige andere Leiden hätte.

Bei einer jungen Katze, die das wohl schon von Anfang an hatte, und deren Bewegungsfähigkeit dadurch schon jetzt in einem Maße eingeschränkt ist, dass sie sich selbst bei kleinen Höhen überlegt ob sie es schafft sehe ich das ganz anders.
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Es gibt immer Menschen, bei denen die Haustiere einen anderen Stellenwert haben, als bei anderen.
Manchen fällt es auch nicht schwer, das "kaputt gegangene" Haustier zu ersetzen. (Ja, gibt Leute, die sagen, dass das Tier kaputt gegangen ist...).
Und andere wiederum geben das letzte Hemd für die Tiere. Denke es kommt auch viel mit drauf an, wie man damit aufwächst.
Ein Arbeitskollege zB musste vor kurzem seinen Kater einschläfern lassen, den er mit der Flasche aufgezogen hatte. Nur so nach außen hin schien es, als wäre es ihm egal. Aber er hat ihn geliebt, das weiß ich, auch wenn er es so nie gesagt hat.
 
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flauschibär

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Es gibt immer Menschen, bei denen die Haustiere einen anderen Stellenwert haben, als bei anderen.
Manchen fällt es auch nicht schwer, das "kaputt gegangene" Haustier zu ersetzen. (Ja, gibt Leute, die sagen, dass das Tier kaputt gegangen ist...).
Und andere wiederum geben das letzte Hemd für die Tiere. Denke es kommt auch viel mit drauf an, wie man damit aufwächst.
Ein Arbeitskollege zB musste vor kurzem seinen Kater einschläfern lassen, den er mit der Flasche aufgezogen hatte. Nur so nach außen hin schien es, als wäre es ihm egal. Aber er hat ihn geliebt, das weiß ich, auch wenn er es so nie gesagt hat.

Ja da hast du mit Sicherheit Recht, allerdings muss ich sagen, kann ich diese Ansicht, dass ein Tier ein Gegenstand sein soll nicht nachvollziehen und ich bin auch so aufgewachsen, dass für meine Eltern und Großeltern Tiere in der Regel zum Gebrauch waren, und wenn sie nicht mehr zu gebrauchen waren dann..

Also kann ich nicht verstehen wie man aufgewachsen sein muss um das immer noch so zu sehen nach dem was wir heute alles über Tiere wissen.
 
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Schweinemama

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Ich werde dieses Jahr 37, als ich klein war gab es auch noch nicht die Möglichkeit dass ein Roboter deine Knochen ab fräst und dir ein neuer Wirbel gebaut wird, ist aber kein Grund für mich gewesen dazu nein zu sagen nachdem ich die Alternative erfahren habe. Die Medizin macht Fortschritte, sehr gute sogar, und die Zeiten ändern sich, heute würde es sogar einen komplett künstlichen Wirbel geben.

Was ich damit sagen will, Fortschritt sollte man nutzen, wenn es angebracht ist. Ich habe bisher keinen Tierarzt kennen gelernt der im hohen Alter und bei erhöhtem Risiko den Vorschlag einer Operation dieser Größenordnung machen würde, wenn natürlich ein Besitzer darauf besteht wird es gemacht ja, aber von alleine habe ich das noch keinen Tierarzt sagen hören, es sei denn er ist etwas gewissenlos.

Ich würde die Möglichkeit auch nicht in Betracht ziehen, wenn die Katze jetzt schon 15 oder 18 Jahre wäre und dazu noch vielfältige andere Leiden hätte.

Bei einer jungen Katze, die das wohl schon von Anfang an hatte, und deren Bewegungsfähigkeit dadurch schon jetzt in einem Maße eingeschränkt ist, dass sie sich selbst bei kleinen Höhen überlegt ob sie es schafft sehe ich das ganz anders.
Man muss sich den Risiken bewusst sein. Dass die Medizin so Fortschrittlich ist - kann man nicht sagen. Sie kann mehr, ob sie mehr Lebensqualität bietet - hängt vom Verständnis und vom Fall zu Fall ab.Mir selbst wurde vor 8 Jahren ein Zahn wurzelbehandelt, geendet hat es in einer BLutvergiftung und das mein halbes Gesicht heute noch "Hängt". Fortschritt ja, Lebensqualität jein (leide seit 8 Jahren an Trigenimusneuralgien, der Knochen um den Nerv ist geschädigt, die danach gesetzten Implantate wurden abgestossen - nur operiert es "Keiner", weil das Risiko noch mehr kaputt zu machen natürlich auch gegeben ist, und mit den Neuralgien kann ich derzeit noch leben - schlimmer sollten sie nicht mehr werden). Der Körper arbeitet daran, die Mimik kommt immer noch zurück, das Hautgefühl taucht wieder auf - der Körper hat eine enorme Selbstheilungskraft auch noch 8 Jahre nach diesem Ereignis.

Dass man heute jedem Tier (kenne es bei einigen Hunden) die Hüfgelenke, Schultergelenke, Wirbelsäule verstärken, versteifen oder ersetzen kann ist eine ganz Tolle Inovation. Aber sie zielt auf a. gesunde Tiere ab, b. es dürfen keine Vorschäden sein c. der Heilungsprozess muss optimal sein (einer jungen Katze die Temprament hat und die trotz Schmerzen herumtollen will und muss, weil sie sonst sich selbst verletzt zu erklären - frühestens in zwei wochen darfst du dein Beinchen wieder benutzen, und nicht dran schlecken, keinen Verband runterzupfen und trotz allem brav und artig sein - ist sicherlich auch eine Hausnummer für sich, gerade in der heutigen Zeit, wenn man auch das Geld verdienen muss um sich solche Operationen überhaupt leisten zu können).
 
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flauschibär

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Man muss sich den Risiken bewusst sein. Dass die Medizin so Fortschrittlich ist - kann man nicht sagen. Sie kann mehr, ob sie mehr Lebensqualität bietet - hängt vom Verständnis und vom Fall zu Fall ab.

Dass man heute jedem Tier (kenne es bei einigen Hunden) die Hüfgelenke, Schultergelenke, Wirbelsäule verstärken, versteifen oder ersetzen kann ist eine ganz Tolle Inovation. Aber sie zielt auf a. gesunde Tiere ab, b. es dürfen keine Vorschäden sein c. der Heilungsprozess muss optimal sein (einer jungen Katze die Temprament hat und die trotz Schmerzen herumtollen will und muss, weil sie sonst sich selbst verletzt zu erklären - frühestens in zwei wochen darfst du dein Beinchen wieder benutzen, und nicht dran schlecken, keinen Verband runterzupfen und trotz allem brav und artig sein - ist sicherlich auch eine Hausnummer für sich, gerade in der heutigen Zeit, wenn man auch das Geld verdienen muss um sich solche Operationen überhaupt leisten zu können).

Also mein Hund erhielt im Alter von fast 2 Jahren auch ein Implantat an seinem Bein, er hat sich die erste Zeit sehr zurück gehalten und ziemlich schnell verstanden, dass er gewisse Dinge aktuell nicht tun darf, im schweren Notfall gibt es auch immer noch die Boxenruhe, wenn auch recht langweilig. Heilungserfolg war 100%.

Bei einer planbaren Operation ist es auch immer möglich die OP Kosten und den eventuell nötigen Urlaub im Vornherein zu erwirtschaften, es ist ja nichts plötzlich auftretendes.

Was ist denn für dich der Unterschied zwischen „Fortschritt“ und „sie kann mehr“?
In meinen Augen ist die Wahl zwischen mehreren Optionen und die Chance auf bessere Lebensqualität schon ein großer Fortschritt.

Als jemand der Implantate vom Becken bis zum Unterkiefer besitzt muss ich sagen, keines! dieser Implantate habe ich je bereut, und sie haben mir nicht nur Lebensqualität gegeben sondern dafür gesorgt, dass ich überhaupt noch lebe, sehen kann wie meine Tochter aufwächst, einen normalen Alltag habe und es mir sogar so gut geht, dass ich mich an solchen Diskussionen beteiligen kann ohne das meine Aufmerksamkeit durch Schmerz und Probleme abgelenkt wird.

Ich finde das ist ein 100% Erfolg der modernen Medizin, und ich bin froh um jeden kleinen Sch.. den sie heute mehr kann als früher.
 
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Midoriyuki

Midoriyuki

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Nur ganz kurz zur Empathie:

Nur weil jemand grundsätzlich eine andere Haltung zu Tieren hat ist derjenige nicht zwingend unempathisch was Tiere betrifft, sondern kennt es eventuell einfach nicht anders.

Ein Freund von mir kannte Hunde nur als Hofhunde, die eigenständig draußen lebten und Katzen maximal als nützliche Schadlingsvernichter, aber als nerviges Übel.

Dass Tiere auch individuelle Charaktere haben und im Alltag relevant sein können bekommt er bei uns mit und jedes Mal wieder vollkommen erstaunt.

Da spielen Erfahrungen und Sozialisation einfach eine sehr große Rolle.
 
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flauschibär

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Nur ganz kurz zur Empathie:

Nur weil jemand grundsätzlich eine andere Haltung zu Tieren hat ist derjenige nicht zwingend unempathisch was Tiere betrifft, sondern kennt es eventuell einfach nicht anders.

Ein Freund von mir kannte Hunde nur als Hofhunde, die eigenständig draußen lebten und Katzen maximal als nützliche Schadlingsvernichter, aber als nerviges Übel.

Dass Tiere auch individuelle Charaktere haben und im Alltag relevant sein können bekommt er bei uns mit und jedes Mal wieder vollkommen erstaunt.

Da spielen Erfahrungen und Sozialisation einfach eine sehr große Rolle.

Ja so scheint es wohl zu sein bei den Meisten, dennoch würde ich solche Sprüche wie ich sie gehört habe ala „besorg dir doch ne neue Katze“ oder „bring den Hund zum China Restaurant wenn der Tierarzt so viel kostet“ schon als ein gewisses fehlen an Empathie für anderes Leben an sich sehen.

Ich bin auf einem kleinen Dorf aufgewachsen, dort gab es Hasen zum Schlachten, Hühner für Eier, Katzen zum Mäusefang und Hunde zur Bewachung des Hauses. Natürlich hat dort niemand auch nur im Ansatz ein Tier als etwas Anderes betrachtet als ein Nutztier, aber selbst da habe ich nie so dermaßen abfällige Äußerungen gehört, auch wenn die Tiere mehr als Gegenstand zum Gebrauch gesehen wurden.

Und selbst da, an einem Ort der auf einer normalen Landkarte gar nicht ausgezeichnet ist, hat sich die Einstellung sehr gewandelt.
 
Midoriyuki

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Kann man so interpretieren.

Anders herum kann man aber auch behaupten, dass es von mangelnder Empathie zeugt, wenn die eigene Empathie dann "ausgeschaltet" wird ;)

So kommt man letzten Endes zu nichts- ich höre das auch nicht gern, dass eins meiner Tiere als Gegenstand betrachtet wird, aber deswegen ist mein Gegenüber weder herzlos noch grausam.
 
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flauschibär

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Man muss sich den Risiken bewusst sein. Dass die Medizin so Fortschrittlich ist - kann man nicht sagen. Sie kann mehr, ob sie mehr Lebensqualität bietet - hängt vom Verständnis und vom Fall zu Fall ab.Mir selbst wurde vor 8 Jahren ein Zahn wurzelbehandelt, geendet hat es in einer BLutvergiftung und das mein halbes Gesicht heute noch "Hängt". Fortschritt ja, Lebensqualität jein (leide seit 8 Jahren an Trigenimusneuralgien, der Knochen um den Nerv ist geschädigt, die danach gesetzten Implantate wurden abgestossen - nur operiert es "Keiner", weil das Risiko noch mehr kaputt zu machen natürlich auch gegeben ist, und mit den Neuralgien kann ich derzeit noch leben - schlimmer sollten sie nicht mehr werden). Der Körper arbeitet daran, die Mimik kommt immer noch zurück, das Hautgefühl taucht wieder auf - der Körper hat eine enorme Selbstheilungskraft auch noch 8 Jahre nach diesem Ereignis.

Dass man heute jedem Tier (kenne es bei einigen Hunden) die Hüfgelenke, Schultergelenke, Wirbelsäule verstärken, versteifen oder ersetzen kann ist eine ganz Tolle Inovation. Aber sie zielt auf a. gesunde Tiere ab, b. es dürfen keine Vorschäden sein c. der Heilungsprozess muss optimal sein (einer jungen Katze die Temprament hat und die trotz Schmerzen herumtollen will und muss, weil sie sonst sich selbst verletzt zu erklären - frühestens in zwei wochen darfst du dein Beinchen wieder benutzen, und nicht dran schlecken, keinen Verband runterzupfen und trotz allem brav und artig sein - ist sicherlich auch eine Hausnummer für sich, gerade in der heutigen Zeit, wenn man auch das Geld verdienen muss um sich solche Operationen überhaupt leisten zu können).

Das mit deinem Zahn und die schlimmen Folgen tun mir sehr leid allerdings muss man es auch als das sehen was es wirklich ist, ein Kunstfehler, ein sehr bedauerlicher natürlich, aber er steht in keinem Zusammenhang mit dem Fortschritt in der Medizin. Auch bei mir sind schon zwei Mal Kunstfehler passiert, seit dem gehe ich hauptsächlich zu Privatärzten oder absoluten Spezialisten, denn da passt man besonders auf, alleine schon des Rufes wegen.
 
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flauschibär

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Kann man so interpretieren.

Anders herum kann man aber auch behaupten, dass es von mangelnder Empathie zeugt, wenn die eigene Empathie dann "ausgeschaltet" wird ;)

So kommt man letzten Endes zu nichts- ich höre das auch nicht gern, dass eins meiner Tiere als Gegenstand betrachtet wird, aber deswegen ist mein Gegenüber weder herzlos noch grausam.
Gut gekontert, und natürlich nicht ganz unwahr, dass dies dann ebenfalls ein Zeichen mangelnder Empathie ist.

Wie siehst du deinen Gegenüber denn in solch einer Situation?
 
Midoriyuki

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Tut mir durchaus auch leid, weil ich selbst Tiere als sehr bereichernd betrachte.

Solange derjenige nicht aus Spaß an der Freude Tiere quält o.ä. kann ich das aber gut ad acta legen.
Das ist dann einfach ein Thema bei dem man unterschiedlicher Meinung ist und das ist auch in Ordnung.
Gebe dann höchstens noch den Hinweis, dass das für mich eben anders aussieht und fertig.
 
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Mr. Spock

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Solche Aussagen und Ansichten sind mir auch schon untergekommen, hol dir doch ne neue Katze/Hund, oft auch wenns Tier krank ist und dann Geld kostet. Naja, ich hab dann irgendwann feststellen müssen, dass sich so ein Verhalten durchaus auch Menschen gegenüber zeigen kann. So nach dem Motto, kenn ich jetzt=ausgeluscht= Neues muss her=weg damit. Man wird entsorgt wie eine Sache. Von solchen Leuten halte ich mich fern,die haben bei mir nix zu suchen. Oder anders: zuerst schau ich wie jemand ein Tier behandelt oder so seine Einstellung diesbezüglich ist.
 
Thema:

Das Unverständnis anderer Menschen