Bauchschmerzen durch Urinschlecken

Diskutiere Bauchschmerzen durch Urinschlecken im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Gibt es da zusammenhänge? Labi hat schon wieder mal bauchgrimmen - er hat nun brav einige Tage seinen Maulkorb getragen beim Spazierengehen...
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Schweinemama

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Gibt es da zusammenhänge?

Labi hat schon wieder mal bauchgrimmen - er hat nun brav einige Tage seinen Maulkorb getragen beim Spazierengehen, gestern mal ohne, da ich ihn sowieso nicht von der Leine lassen wollte
(wieder vermehrtes schlecken, immer mal wieder - kurz aber sobald er die möglichkeit hatte schleckt er sobald er irgendwo Pipi findet). Sein Magen rumort, er hat aber weder erbrochen - noch durchfall (bis jetzt) - sondern anscheinend verträgt er die ganze Schleckerei nicht. Gestern bekam er Lachs mit Reis, gestern Huhn aus der Dose mit frischgekochten Nudeln. Eigentlich nichts - was er normalerweise nicht verträgt.

Entwurmen sollte ich ihn irgendwann, aber wenn er das möglicherweise heute erbricht - verschiebe ich es lieber auf das Wochenende wenn der Magen wieder "ruhig" ist.

Kann ja eigentlich nur von der Schleckerei sein.
 
10.10.2019
#1
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Schau mal hier: Bauchschmerzen durch Urinschlecken . Dort wird jeder fündig!
cherry-lein

cherry-lein

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Ich würde eher auf die Fütterung tippen. Man sollte niemals Rohfutter mit Fertigfutter mischen. Fertigfutter braucht bis zu 17 Stunden bis es verdaut ist, Rohfutter nur etwa 7 Stunden. Füttert man beides macht das den meisten Hunden Magenprobleme. Man sollte sich für eine Variante entscheiden und dann entweder anständig barfen oder bei Fertigfutter bleiben.
Wenn ein Hund ständig Urin oder Kot draußen aufnimmt ist das oft ein Zeichen für Mangelerscheinungen, da sollte auch ein Augenmerk auf die Ernährung geworfen werden. Wenn der Hund immer so gefüttert wird kann es sehr gut sein das er Mängel hat weil es keine ausgewogene Fütterung ist.
Hier wäre also eine Ursachenforschung sinnvoller als die Symptombekämpfung.
 
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Schweinemama

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Er wird nicht gebarft - Fisch war gekocht. Er kriegt Mineralstoffpulver ins Futter (1x täglich). Auf jeden Fall hat er nun ein "standardmedikament - Krampflösend" laut telefonischer Auskunft vom Tierarzt bekommen er hat nun etwas gefressen und schläft . Bauch ist ruhig.

Ich denke, ich werde ihm mal blut abnehmen lassen müssen, um nachzusehen was da los ist. Er hat sowas ja immer mal wieder, gefällt mir nicht die ganze Sache. Als so junger Hund immer mal wieder bauchgrimmen etc ist sicherlich nicht gesund.
 
Tompina

Tompina

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Vermehrte Verdauungsauffälligkeiten können schlichtweg auch einfach ein Symptom für Stress sein. Gerade Bauchgluckern und Aufstoßen ist bei vielen Hunden ein typisches Stresssymptom. Da ich nach wie vor bei deinen vielen Beiträgen nicht mehr ganz durchsteigen, was du nun wann wie mit dem Hund machst, ich mir aber jedes Mal denke "Was soll der Hund denn noch alles machen/können?" fällt mir (neben solchen Eskapaden wie 1 Liter Milch gegen Reiseübelkeit) als Erstes ein, dass dein Hund ein ganz schönes Programm zu haben scheint und das Ganze bei recht jungem Alter und doch eher schwachem Nervenkostüm.

Natürlich kann man da jetzt das ganze medizinische Aufgebot ankarren und das Ganze detailliert abklären lassen. Wovon ich dich um Gottes Willen nicht abhalten will! Ich würde nur erst mal ein bisschen die Fütterung an sich (ich weiß ja nicht wie oft du im Alltag solche Sachen wie mit der Milch machst bzw. wie viel du von was gibst, in welchen Mengen und wie sehr gemischt) überprüfen und den Stresspegel des Hundes im Allgemeinen...just my two Cents.
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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@Schweinemama : Du hast sicherlich noch nicht hier gelesen, ich würde mich freuen wenn du diesmal antwortest.
 
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Schweinemama

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Ich habe es gelesen. Ich werde mal umsteigen auf "leichtverdauliches" wie z.b. Hühnerfleisch aus Dose oder aus der Natur, gekocht mit Reis und dann sehen ob die Bauchschmerzen besser werden. leckerlis nur sehr wenig - gerade für den Spaziergang ein paar kleine Bissen von so einem Streifen - also genausoviel wie mein Cairn kriegt und mal abwarten. Heute hat er wieder appetit - hat auch normal gefressen. Aber nachdem das immer wieder auftaucht, mach ich einfach mal ein Tagebuch und schreib rein - was gefüttert wird und ob er Gras frisst, bauchgrimmen hat oder ähnliches. An eine Unverträglichkeit glaube ich irgendwie nicht - da er ja da auch durchfälle haben müsste - oder sich der Stuhl stark verändert - tut er aber nicht - er macht die wunderschönsten Hundehäufchen in ganz Wien.

Vielleicht war es ja auch wirklich der Lachs - zu viel "gutes" Fett - aber einfach zu pur und zu viel auf einmal.
 
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cherry-lein

cherry-lein

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Bauchgeummeln allein kann schon ein Anzeichen für Unverträglichkeiten sein. Ich würde dem Hund nicht so viel Reis und Nudeln geben, es ist ein Irrglaube das Reis bei Verdauungsbeschwerden hilft. Wie gesagt ich würde einfach mal eine Zeitlang ausschließlich eine vernünftige Futtervariante wählen (die Mineralpulver sind fast alle häufig maßlos überdosiert und können auch arg Probleme machen) und den Stresslevel runter fahren. Wenn der Hund, so wie Tompina sagt, sehr viel tun muss wäre das auch absolut nicht verwunderlich. Uns Menschen schlägt zu viel Stress auch schnell auf den Magen.
 
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Schweinemama

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Bauchgeummeln allein kann schon ein Anzeichen für Unverträglichkeiten sein. Ich würde dem Hund nicht so viel Reis und Nudeln geben, es ist ein Irrglaube das Reis bei Verdauungsbeschwerden hilft. Wie gesagt ich würde einfach mal eine Zeitlang ausschließlich eine vernünftige Futtervariante wählen (die Mineralpulver sind fast alle häufig maßlos überdosiert und können auch arg Probleme machen) und den Stresslevel runter fahren. Wenn der Hund, so wie Tompina sagt, sehr viel tun muss wäre das auch absolut nicht verwunderlich. Uns Menschen schlägt zu viel Stress auch schnell auf den Magen.

Derzeit ist nicht viel los, er beginnt in 2 Wochen mit einem Sozialisierungstraining, bis dato üben wir ein wenig beim spazieren gehen - das nicht mehr nach vorne preschen- anknurren lassen und wie man reagiert - wenn er angestänkert wird (einfach weitergehen). Er hat fast zu wenig Stress derzeit, es ist ihm ein bisschen fad, mittlerweile machen wir grössere Runden im Wald - mit und ohne Leine, und haben die alte Dame im Kinderwagen dabei (die ist eine Spassbremse, weil sie nicht so schnell laufen kann, aber mit dem Kinderwagen sind wir alle "Komott" unterwegs - wenn nicht sogar schnell).

Sozialtraining wird dann eher aufregend und spannend, weil er sich ja sehr schlecht konzentrieren kann, wenn er im Umgang mit anderen Hunden ist (das einzige was aus seinem Vorleben hängen geblieben ist). Ich kriege es alleine nicht weg - es ist auch nicht "alleine" wegzukriegen, da das freilauf bedeutet und er lernen muss wie er auf Situationen mit anderen Hunden reagieren sollte - und nicht schwanzwedelnd und aufgeregtes Nackenfell dastehend zuschaut - bis ihm einer ins Gesicht springt (er ist ein bisschen ein "nerverl" Noch), er attackiert nicht - er bleibt passiv - aber manche Kontakte gerade Rüden in gewissen altern und mit gewissen Imponiergehaben - regen noch so auf - dass sein Gegenüber das als Angriff werten könnte). Das aufgeregte Nackenfell legt sich jedoch binnen 10-15 Sekunden, aber bei den anderen Hunden funktioniert das wie bei Menschen, in den ersten 3-4 Sekunden weiss man wen man vor sich hat.

Es funktioniert oder es funktioniert nicht, vor kurzem war er mit 3 gestandenen unkastrierten Rüden in der Auslaufzone, er war sehr aufgeregt und die RÜden haben ihn mal ein paar Minuten in Ruhe gelassen und kamen dann einzeln an zwecks Kontaktaufnahme. Kein Nackenfell - keine Überforderung - sie haben ihn in Ruhe gelassen und er sie auch, teilweise kamen sie sogar an und haben ihn zum spielen aufgefordert (er hat sich aber nicht getraut) . Natürlich ging das ganze 15 Minuten gut, und dann wollte mein Jungspund mal die Sau rauslassen. Wir sind wieder gegangen und gut war es. Er war ruhig - gesittet und konnte sich auch entsprechend in das Rudel eingliedern. Aber leider kein Lerneffekt - beim nächsten Hundekontakt wieder "Nackenfell rauf" und aufregung da. Vor einer Woche stand er einem gleich-dominanten Rüden fast 10 Minuten im Wasser gegenüber - das Nackenfell beim gegner noch hochgestellt - meiner war wieder aalglatt, hat dumm geguckt - auch zu mir - wusste aber nicht wie er aus der Situation wieder rauskommt. Also habe ich ihn halt abgeschleppt. Situation gelöst - nichts ist passiert - keinem wurde auch nur ein Haar gekrümmt - aber den Abbruch beherrschen - an der Leine mit Maulkorb und immer mit Frauchen im Schlepptau kann der Hund so nie lernen, natürlich ist ihm der andere dann versucht hinten drauf gestiegen - natürlich habe ich es abgewehrt und den zweiten Rabauken auch zurückgeführt zu seiner Besitzerin. Nur ist das alles kein "Lernprozess" mit verstehen was passiert.
 
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A-Fritz

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Hallo,
ob Schlecken von Urin nun tatsächlich der Grund für die Beschwerden bei dem Hund sind , glaube ich nicht .
Probleme mit der Verdauung, können viele unterschiedliche Ursachen haben , aber meistens legt sich dieses
auch wieder ,völlig ohne Zutun .
Aber das Einfachste wäre , wenn der Hund mal kein Futter bekommen würde .
Fastentage sind für Hunde kein Problem, aber können erholsam für den Verdauungstrakt sein.

Fritz
 
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Schweinemama

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Hallo,
ob Schlecken von Urin nun tatsächlich der Grund für die Beschwerden bei dem Hund sind , glaube ich nicht .
Probleme mit der Verdauung, können viele unterschiedliche Ursachen haben , aber meistens legt sich dieses
auch wieder ,völlig ohne Zutun .
Aber das Einfachste wäre , wenn der Hund mal kein Futter bekommen würde .
Fastentage sind für Hunde kein Problem, aber können erholsam für den Verdauungstrakt sein.

Fritz

Fastentage sind halt für ihn "schlimm", weil meine zweithündin ja Diabetikerin ist - dh. die muss was essen und futter bekommen. wobei sie mittlerweile wartet bis er sein Futter hat und die beiden gleichzeitig fressen (meine alte Dame hat es ihm so antrainiert, freiwillig) . Ob das so mit dem "Fasten" funktioniert kann ich nicht sagen. (sie schaut halt immer noch in seinem Futtertopf - oder nicht was besseres....., fressen tut sie jedoch nicht draus - ist eh immer das gleiche, das Zusätzliche Fleisch bekommt er an der Hand, sie dafür kleinere Bissen aus der Hand, die alten Hunde brauchen ja weniger Fleisch als die jungen).
 
Tompina

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Ähm ja. Zu wenig Stress geht nicht. Gerade bei einem jungen Hund sollte man sich von der Meinung verabschieden, dass ein bisschen Stress gesund ist. Ein junger (und vor allem unsicherer) Hund hat mit dem reinen Alltag schon genug Stress, dann muss man ihm nicht noch welchen zusätzlich machen. Stress ist keine Beschäftigung. Beschäftigung kann aber Stress sein!

Und wie gesagt, ich habe bei dir den Überblick verloren...

Du gehst stundenlang Gassi mit Trainingseinheiten, du gehst auf Hundewiesen und provozierst regelmäßig nicht gerade stressfreie Hundekontakte, der Hund geht mit zur Freizeitgestaltung der Kinder und wird dort gefordert, der Hund soll jetzt in einen Erziehungskurs in der Hundeschule, der Hund muss im normalen Alltag in einem Haushalt mit älterem Zweithund und Kindern klar kommen, der Hund hat massives sexuelles Interesse an läufigen Hündinnen, der Hund fährt nicht gerne Auto/wartet nicht gerne irgendwo alleine etc. pp und wird trotzdem regelmäßig in solche Situationen gebracht, du willst zusätzlich auch noch Agility oder Ähnliches machen...bei so einem Programm zu sagen, der Stress sei noch zu wenig, führt bei mir zu einem fassungslosen Kopfschütteln...und dann wunderst du dich noch warum er "lernresistent" ist und immer wieder gleich überfordert reagiert...

Natürlich muss man einen Hund erziehen und ein Hund muss gewisse Alltagsregeln kennen und einhalten. Man sollte bei allem Trainingsfieber aber nicht vergessen, dass nachhaltiges Lernen nur durch positive Verstärkung und zig fache Wiederholungen funktioniert. Stress ist ein negativer Einfluss und ein Hund, der permanent unter Strom steht, lernt deutlich schlechter als ein entspannter Hund.

Und ganz nebenbei...20min sinnvolles, ruhiges und intensives Futterbeuteltraining oder 20min Konzentrationsübungen sind mehr Auslastung und für den Hund anstrengender, als 3h Kinder und Fußbälle jagen bis der Herzkasper winkt. Die körperliche Auslastung bekommt man nicht durch extreme Sporteinheiten, sondern durch eine sinnvolle Kombination aus Bewegung und Konzentration. (sieht man ganz gut beim Thema Reizangel - wer sie nur nutzt um den Hund im Kreis rennen zu lassen, hat bald einen Hund mit mächtiger Kondition aber ohne jegliche Impulskontrolle, Frustrationstoleranz oder Ähnliches / wer gezielt "reizangelt" kann körperliches Auspowern super verbinden mit Lernen und hat so einen fitten und kontrollierbaren Hund)
 
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A-Fritz

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Fastentage sind halt für ihn "schlimm", weil meine zweithündin ja Diabetikerin ist - dh. die muss was essen und futter bekommen. wobei sie mittlerweile wartet bis er sein Futter hat und die beiden gleichzeitig fressen (meine alte Dame hat es ihm so antrainiert, freiwillig) . Ob das so mit dem "Fasten" funktioniert kann ich nicht sagen. (sie schaut halt immer noch in seinem Futtertopf - oder nicht was besseres....., fressen tut sie jedoch nicht draus - ist eh immer das gleiche, das Zusätzliche Fleisch bekommt er an der Hand, sie dafür kleinere Bissen aus der Hand, die alten Hunde brauchen ja weniger Fleisch als die jungen).
Die Mehrzahl aller Hunde, wird sich immer um Futter bemühen . Bei einigen Hunderassen ist das Sättigungsgefühl
aber besonders schwach ausgeprägt und ein Futterverzicht ist immer unangenehm, gleich auf welche Mengen
der Hund verzichten soll.
Wenn dein Hund an besondere Futterzeiten gewöhnt ist und du ihm dann etwas anbieten möchtest,
damit er nicht unleidlich wird , kannst Du ihm notfalls etwas Magen-Darmschonendes,
leicht verdauliches geben .
Wenn der Hund an Darmbeschwerden leidet, sollte der Darm entlastet werden , Fasten wäre am besten,
aber eine Brühe ,bei welcher es noch eine Versorgung mit Enzymen gibt ,
kann darmkranken Hunden manchmal helfen.

Für die Brühe kann man Knochen auskochen und den Sud mit magerem Fleischstücken,
wie Reis ,Karotten ergänzen .

Es gibt auch Magen freundliche Kräuter und Gewürze ,
welche man ins Futter mischen kann,
wie z.B. Basilikum , Fenchel , Gänseblümchen , Kümmel , Breit und Spitzwegerich , Thymian , Melisse .

Bei Darmproblemen beim Hund, kann auch frischer Blättermagen helfen ,
er enthalten Mineralstoffe ,wie Vitamine und sorgt für den Aufbau einer gesunden Darmflora .
Die Milchsäurebakterien aus den Rindermägen können schädliche Keime im Verdauungstrakt
beim Hund verdrängen und so die normale Darmtätigkeit begünstigen .

Ich hoffe , Du findest bald gute Lösungen für Deine Probleme, welche Du mit deinem Hund hast.
Manchmal sind aber die Probleme , welche man sich , in seiner Vorstellung macht,
wesentlich größer , als diese für den Hund wirklich sind .
Ich glaube , Du neigst manchmal dazu , Dir zu viele Sorgen zu machen.

Fritz.

 
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Ähm ja. Zu wenig Stress geht nicht. Gerade bei einem jungen Hund sollte man sich von der Meinung verabschieden, dass ein bisschen Stress gesund ist. Ein junger (und vor allem unsicherer) Hund hat mit dem reinen Alltag schon genug Stress, dann muss man ihm nicht noch welchen zusätzlich machen. Stress ist keine Beschäftigung. Beschäftigung kann aber Stress sein!

Und wie gesagt, ich habe bei dir den Überblick verloren...

Du gehst stundenlang Gassi mit Trainingseinheiten, du gehst auf Hundewiesen und provozierst regelmäßig nicht gerade stressfreie Hundekontakte, der Hund geht mit zur Freizeitgestaltung der Kinder und wird dort gefordert, der Hund soll jetzt in einen Erziehungskurs in der Hundeschule, der Hund muss im normalen Alltag in einem Haushalt mit älterem Zweithund und Kindern klar kommen, der Hund hat massives sexuelles Interesse an läufigen Hündinnen, der Hund fährt nicht gerne Auto/wartet nicht gerne irgendwo alleine etc. pp und wird trotzdem regelmäßig in solche Situationen gebracht, du willst zusätzlich auch noch Agility oder Ähnliches machen...bei so einem Programm zu sagen, der Stress sei noch zu wenig, führt bei mir zu einem fassungslosen Kopfschütteln...und dann wunderst du dich noch warum er "lernresistent" ist und immer wieder gleich überfordert reagiert...

Natürlich muss man einen Hund erziehen und ein Hund muss gewisse Alltagsregeln kennen und einhalten. Man sollte bei allem Trainingsfieber aber nicht vergessen, dass nachhaltiges Lernen nur durch positive Verstärkung und zig fache Wiederholungen funktioniert. Stress ist ein negativer Einfluss und ein Hund, der permanent unter Strom steht, lernt deutlich schlechter als ein entspannter Hund.

Und ganz nebenbei...20min sinnvolles, ruhiges und intensives Futterbeuteltraining oder 20min Konzentrationsübungen sind mehr Auslastung und für den Hund anstrengender, als 3h Kinder und Fußbälle jagen bis der Herzkasper winkt. Die körperliche Auslastung bekommt man nicht durch extreme Sporteinheiten, sondern durch eine sinnvolle Kombination aus Bewegung und Konzentration. (sieht man ganz gut beim Thema Reizangel - wer sie nur nutzt um den Hund im Kreis rennen zu lassen, hat bald einen Hund mit mächtiger Kondition aber ohne jegliche Impulskontrolle, Frustrationstoleranz oder Ähnliches / wer gezielt "reizangelt" kann körperliches Auspowern super verbinden mit Lernen und hat so einen fitten und kontrollierbaren Hund)

Da hast du recht, ich war heute im Wald mit ihm - er bekam den Maulkorb drauf - und ab ein paar hundert Meter im Wald bekam er seinen Freilauf. Er ist nur immer in den anfangsfrequenzen nervös - reagiert extrem fein. Dass er wegläuft, darüber brauche ich mir keinen Kopf machen - es wäre für mich sogar mal schön - wenn er sich mal im Wald auslaufen würde, aber er bleibt schön brav auf distanz - reagiert auf die feinsten Körperbewegungen von mir. Aber das ist etwas was ich mir antrainieren muss, dass er zur Ruhe kommt, dass er schnüffeln kann, und nicht sofort zu mir zurückläuft, sobald ich mein Handy aus der Tasche hole (nein - er nimmt im Freilauf bis jetzt kaum Süssigkeiten, sondern es ist nur das "will to please"). Es war entspannend, irgendwann kamen dann Leute entgegen mit Rucksack zwischen sich tragend - da hat man schon gemerkt, dass er aufmerksam wurde, da er möglicherweise dachte dass das ein Hund sein könnte. Dann bekam er wieder die Laufleine drauf - und wir marschierten wieder heim. Andere Hundekontakte im Wald souverän, ich habe ihm antrainiert bei fuss zu gehen - er kommt zurück - manchmal braucht es noch einen leichten Zupfer an der Leine - und so passieren wir die Hunde. Ohne Nackenfell spreizen - ohne Knurren, bellen oder hinfahren, die Leine ist fast nur noch "show" - der Hund ist nicht fixiert - er könnte jederzeit rüber.

Vielleicht hat er diese Art "Grundnervosität" - dieses impulsive gerade die ersten Minuten immer noch, wäre schön wenn sich das legen würde (weil das eben heisst - er ist unkontrollierbar, er kontrolliert sich nicht mal selbst - sondern macht den berühmten Rolladen runter und ist ganz für sich) . Nächste Woche beginnt die Hundeschule mit seinem Lerntraining, mit anderen Hunden i nder Gruppe, und ja - er wird wieder ein paar minuten brauchen - bis er sich wieder beruhigt hat und konzentriert arbeiten kann ( er kennt ja grundsätzlich das miteinander spazieren gehen mit anderen Hunden, aber neue Hunde ist halt immer was anderes).

Ob dieses "Immer wieder einfordern von Bestätigungen" von mir an der Rasse liegt, oder einfach nur daran, dass er unsicher ist, jung ist - weiss ich nicht. Ich gebe sie ihm gerne diese "Bestätigungen" - dass er alles richtig macht und ein toller Hund ist. Selbstverständlich wird es nicht, so wie bei meinen anderen Hunden. Diese "Selbstbestätigung" - kennt er nicht (vielleicht ist das auch das Problem warum er immer so zappelig ist in den erstem Momenten einer neuen Situation). Für mich ist es ungewohnt - dass ein Hund so lange diese Bestätigungen einfordert, sei es beim Fuss gehen, sei es beim zurückkommen, es ist ja immer alles sehr brav und sehr exakt. Trotzdem "will" er seine bestätigung haben. Dass ich mich mal im Wald kurz versteckt habe - während er seine Nase irgendwo reinsteckte - mach ich auch nie wieder. Da ist für ihn eine Welt zusammengebrochen - das hat bei ihm wirklich gesessen.

Zu Hause liegt er seit ca 1 Monat rum, sehr entspannt, wenn ich zur TÜre geh - schaut er mal auf, wenn ich ihm sage, dass ich wegfahre und er dableibt ist das für ihn in Ordnung, bis vor einem Monat hat er mich verfolgt, immer am wieder, mal zeitweise gar nicht, aber es kam von ihm immer wieder. Wobei ich ihn dann nicht auf den Platz schicke, weil er eben "sensibel" ist. Sondern wenn er von sich aus auf seinem Platz bleibt - ist das weit mehr wert für seinen seelenzustand, als dass ich ihn auf den Platz schicke und er dort rumfiepst, weil er angst hat dass er "irgendetwas" versäumt.
 
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