Welche Katze passt am besten ?

Diskutiere Welche Katze passt am besten ? im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, eine Bekannte möchte gerne eine Katze , hat aber bisher noch keine Erfahrungen mit Tieren. Sie wohnt in einem Reihenhaus, mit einem...
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A-Fritz

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Hallo,
eine Bekannte möchte gerne eine Katze , hat aber bisher noch keine Erfahrungen mit Tieren.
Sie wohnt in einem Reihenhaus, mit einem Mini-Garten, in städtischer Umgebung ,mit zwei Kindern, 5
und 6 Jahre alt .

Ob die Katze als reine Hauskatze leben muß/soll , oder auch Freigang bekommt , ist noch offen .
Die Frage ist , ob es nun eine bestimmte Rasse - Katze wird , oder eine beliebige Katze , aus unbekannter Herkunft ?

Natürlich ist mir bewusst, dass zwei Katzen besser sind und hier viele Schreiber dazu raten , in einem Tierasyl zu suchen ,
doch ich glaube , dass die Eigenschaften bei den Katzenrassen besser vorhersagbar sind
und es wäre gut , wenn Kind und Katze auch gut gemeinsam zurechtkommen würden .

Fritz.
 
11.10.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Audrey

Audrey

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Genau wegen dem letzten Satz rate ich zu einem älteren Geschwisterpaar (oder sonstigem Paar, daß sich schon gefunden hat) - mit "älter" meine ich so ab 1 Jahr. Die Katzen sind dann schon fertig vergesellschaftet sowie kastriert und geimpft, da ist man schonmal ganz viele Sorgen los. Ich würde mich da auch nicht ans Tierheim wenden, sondern an eine Tierschutzorganisation. Da sind die Tiere in privaten Unterkünften untergebracht (oder können, wie bei meinen, bis zur Abgabe in ihrem eigentlichen zu Hause bleiben). So kann der Charakter ganz viel besser eingeschätzt werden, sie kennen das Familienleben und eben im Optimalfall auch schon Kinder. Auch bei Rassekatzen hat man einfach keine Charaktergarantie.
 
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A-Fritz

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Hallo,
vielleicht gebt es ja wirklich irgendwo die richtigen, geeigneten Katzen ,
welche auch schon mit kleinen Kindern gut sozialisiert wurden,
doch ich sehe eine Suche danach , als recht langwierig und ziemlich ungewiss an.

Aber ich glaube , die Zeit mit kleinen Kätzchen kann gerade für Kinder sehr schon sein
und auch das spätere, harmonische Zusammenleben aller beteiligten begünstigen .

Leider habe ich bisher noch nicht so große Erfahrungen mit unterschiedlichen Katzenrassen ,
aber z.B. Maine Coon Katzen sollen besonders ruhige und menschenbezogen sein .

Wer kann mir helfen und raten, welche Katzen vielleicht geeignet sind,
unter den genannten Verhältnissen , mit einer Familie gut zu leben ?

Fritz.
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Muss es denn unbedingt eine Rassekatze sein? Die normale Hauskatze wäre geeignet für solche Verhältnisse. Ich denke bei Katzen ist es nicht wie bei Hunden, die auf bestimmte Aufgaben gezüchtet sind, wo man dann sagen könnte das sich dort ein Retriever, Terrier, etc. gut eignet. Wie Audrey schon geraten hat würde ich verschiedene Katzenschutz Orgas anschreiben, die kennen ihre Schützlinge. Mein Kater kommt von einem solchen Verein, die Beschreibung traf 100% auf ihn zu. Mir wurde damals auch nichts verheimlicht im Bezug auf Krankheiten oder Auffälligkeiten.
 
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flauschibär

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Hallo,
vielleicht gebt es ja wirklich irgendwo die richtigen, geeigneten Katzen ,
welche auch schon mit kleinen Kindern gut sozialisiert wurden,
doch ich sehe eine Suche danach , als recht langwierig und ziemlich ungewiss an.

Aber ich glaube , die Zeit mit kleinen Kätzchen kann gerade für Kinder sehr schon sein
und auch das spätere, harmonische Zusammenleben aller beteiligten begünstigen .

Leider habe ich bisher noch nicht so große Erfahrungen mit unterschiedlichen Katzenrassen ,
aber z.B. Maine Coon Katzen sollen besonders ruhige und menschenbezogen sein .

Wer kann mir helfen und raten, welche Katzen vielleicht geeignet sind,
unter den genannten Verhältnissen , mit einer Familie gut zu leben ?

Fritz.

Hallo,

also ich würde zu einer Toygerkatze raten, eine sehr kinderliebe, intelligente, aber auch ruhige und liebevolle Rasse. Die sind sehr menschenbezogen und anpassungsfähig. Als reine Wohnungskatze gedacht, haben aber einen aufregenden Look und eine sehr robuste Gesundheit.
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Ich finde Toyger, Bengalen und wie sie alle heißen zwar wunderschön, aber bin kein Fan davon diese als Familientiere anzupreisen. Gerne werden diese Designerkatzen immer als genügsame, zufriedene, handliche Miniausgabe ihrer großen Verwandten gelobt, dagegen sprechen aber teilweise die hohen Wieder- Vermittlungszahlen, weil die Leute sich darüber keine Gedanken machen was sie sich für Powerpakete ins Haus holen. Auch bei gesund und robust muss ich leider wiedersprechen, ich kenne einige Bengalbesitzer und fast alle berichten von kleineren oder gar größeren Herzproblemen.
 
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flauschibär

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Ich finde Toyger, Bengalen und wie sie alle heißen zwar wunderschön, aber bin kein Fan davon diese als Familientiere anzupreisen. Gerne werden diese Designerkatzen immer als genügsame, zufriedene, handliche Miniausgabe ihrer großen Verwandten gelobt, dagegen sprechen aber teilweise die hohen Wieder- Vermittlungszahlen, weil die Leute sich darüber keine Gedanken machen was sie sich für Powerpakete ins Haus holen. Auch bei gesund und robust muss ich leider wiedersprechen, ich kenne einige Bengalbesitzer und fast alle berichten von kleineren oder gar größeren Herzproblemen.

Ich habe auch in keinster Form zu Bengalen geraten

Toyger (Katze) Charakter, Haltung & Pflege | Rassebeschreibung

Toyger: Alle Infos und Tipps zur Rasse
 
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Schweinemama

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Ich würde ins Tierheim gehen -ganz ehrlich. Eine Katze die sozial verträglich ist und die Nerven für Kinder hat - wächst nicht auf einem Baum. Da würde ich ganz ehrlich wirklich im Tierheim nachfragen, auch mal kennenlernen lassen und schauen wie es der Katze im zu Hause dann geht.

Es ist immer so eine Sache mit "Sind mit Kindern aufgewachsen" Tiere, die Kinder können lieb und artig gewesen sein, und das Tier gut sozialisiert, oder die Kinder waren kleine Monster -und die Katze hat danach einen Schock für ihr Leben. Deshalb würde ich mir so ein Tier wirklich nur aus dem Tierschutz nehmen. Die kennen sich aus, die können auch sagen welche Katze passt. Passt sie nämlich nicht oder geht in der Sozialisierung mit den Kindern etwas falsch - bei Jungkatzen - kannst du einerseits die Katze so schnell gar nicht "Zurückgeben", und andererseits - ist ein Fehler passiert - merkt sich das eine Katze ziemlich lange.

Erinnere mich noch mit schrecken an den Kater meines Grossvaters, der mit KIndern unsozialisiert war, und ich bei meinem Grossvater übernachtet habe. Das Katertier hat sich angeschlichen und mir seine Krallen beidseits in die Schläfen geschlagen - einfach mal so. Er mochte ganz einfach keine Kinder und hat sich auch nie daran gewöhnt. War so eine "die tut nix- Katze".
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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@flauschibär Um aus deinen Infoseiten zu zitieren:
Bengal-Kater „Millwood Rumpled Spotskin“ und Hauskatze „Scrapmetal“ bildeten die Basis des Zuchtprogramms. Seit dem Jahr 2007 ist sie als „Californian Toyger“ offiziell anerkannt.
Quelle: https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenrassen/toyger
Auch in Toyger "Zuchten" bzw. Vermehrungen sind immer mal wieder "gerne" Bengal Katzen mit drin... Auch sind zoo+ und ähnliche "Futtermarktratgeber" nicht unbedingt die besten Infoseiten um sich wirklich über Rassen zu informieren. Die stellen dir gefühlt jeden Hund und jede Katze als familienfreundlich und kinderliebend da und auch sämtliche Nagetiere sind immer glücklich und gesund mit dem Hausmarken Nagetierfutter.

Ein guter Züchter wird seine Tiere immer zurücknehmen bzw. innerhalb kürzester Zeit eine Lösung finden. Da würde ich mir jetzt nicht so die Gedanken drum machen, wenn es keine 200€ Kleinanzeigen Kitten sind. Allerdings würde ich hier wirklich auf ein ausgewachsenes, eingespieltes Pärchen greifen. Gerade bei Katzengeschwistern, die mit 12 Wochen angeschafft wurden und sich dann nicht mehr groß füreinander interessiert haben oder es sogar zu Kämpfen kam, hab ich schon öfter gehört "Aber die waren doch aus einem Wurf!". Das ist eben vermenschlichtes Denken (und selbst bei uns Menschen ist ja nicht unbedingt immer die ultimative Geschwisterliebe gegeben). Auch vom Verhalten her kann man ausgewachsene Tiere besser abschätzen ob sie eher ruhig sind oder für einen trubeligen Familienhaushalt mit zwei Kindern geeignet sind.
 
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A-Fritz

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Hallo,
ich habe selber einen Kater vom Bauernhof, der sehr gut mit meiner Hündin und meinen Enkelkindern zurecht kommt
und sehr ruhig und anhänglich ist .
Doch kenne ich nur wenig Mensch, die eine Katze aus dem Tierschutz haben und kann dieses nicht beurteilen.,
aber bei Hunden bin ich besser orientiert und mußte beobachten, dass häufig auch Hunde aus dem Tierschutz
sehr Problematisch sind .
Denn natürlich geht es auch beim Tierschutz darum , möglichst schnell , alle Tiere zu vermitteln,
dabei werden auch Beurteilungen geschönt , Hunde werden jünger eingeschätzt , Krankheiten ,
oder Verhaltensauffälligkeiten verharmlost und leider kommt es auch vor , dass dann Hilfeleistungen
nur mangelhaft sind .


Ich habe mal gegoogelt, welche Katzenrassen als Familien freundlich gelten ,
hier einige Beispiele :
Radgdoll , Main-Coons , Türkische Angora Katze , Perserkatze , Russisch Blau Katzen , Heilige Birma Katze,
Devon Rex , Somali-Katze , Sibirische Katze .

Natürlich hat wohl jede Katze einen individuellen Charakter, doch wird dieser zu einem
großen Teil auch durch Erbanlagen festgelegt und zum Anderen durch Umwelt und eigemne Erfahrungen geprägt .

Ich denke es ist besser, selber für die Prägung seiner Tiere verantwortlich zu sein,
als sich bei unbekannten Tieren , auf die Beurteilung von Menschen zu verlassen ,
die nach irgendwelchen eigenen Interessen handeln .

Ich hoffe, dass es hier im Forum Katzenkenner gibt , die auch Erfahrungen mit unterschiedlichen Rassen
haben und mir einen Rat geben können .

Fritz.
 
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flauschibär

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@flauschibär Um aus deinen Infoseiten zu zitieren:

Quelle: https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenrassen/toyger
Auch in Toyger "Zuchten" bzw. Vermehrungen sind immer mal wieder "gerne" Bengal Katzen mit drin... Auch sind zoo+ und ähnliche "Futtermarktratgeber" nicht unbedingt die besten Infoseiten um sich wirklich über Rassen zu informieren. Die stellen dir gefühlt jeden Hund und jede Katze als familienfreundlich und kinderliebend da und auch sämtliche Nagetiere sind immer glücklich und gesund mit dem Hausmarken Nagetierfutter.

Ein guter Züchter wird seine Tiere immer zurücknehmen bzw. innerhalb kürzester Zeit eine Lösung finden. Da würde ich mir jetzt nicht so die Gedanken drum machen, wenn es keine 200€ Kleinanzeigen Kitten sind. Allerdings würde ich hier wirklich auf ein ausgewachsenes, eingespieltes Pärchen greifen. Gerade bei Katzengeschwistern, die mit 12 Wochen angeschafft wurden und sich dann nicht mehr groß füreinander interessiert haben oder es sogar zu Kämpfen kam, hab ich schon öfter gehört "Aber die waren doch aus einem Wurf!". Das ist eben vermenschlichtes Denken (und selbst bei uns Menschen ist ja nicht unbedingt immer die ultimative Geschwisterliebe gegeben). Auch vom Verhalten her kann man ausgewachsene Tiere besser abschätzen ob sie eher ruhig sind oder für einen trubeligen Familienhaushalt mit zwei Kindern geeignet sind.

Ja da gebe ich dir Recht, allerdings sind auch Einkreuzungen trotzdem etwas Anderes als eine andere Rasse. Meine Exotic Shorthair zum Beispiel hat natürlich sehr viele Perservorfahren, dennoch ähnelt sie in vielem der normalen Perserkatze nicht.

Was die Rassebeschreibungen bei zooplus angeht kann ich dazu nur sagen, ich habe aufgrund dieser Beschreibungen Katze und Hund ausgewählt, und die Beschreibung des Charakters traf so exakt zu dass man hätte meinen können, sie wurden nur geboren um der Beschreibung genau zu entsprechen.

Aber ja beide waren erwachsen, und natürlich gibt es die perfekten Kitten und die Garantie auch nicht, dennoch finde ich schon dass es sich lohnt rassespezifische Merkmale mal unter die Lupe zu nehmen denn sie treffen doch oft zu.
 
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flauschibär

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@flauschibär Um aus deinen Infoseiten zu zitieren:

Quelle: https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenrassen/toyger
Auch in Toyger "Zuchten" bzw. Vermehrungen sind immer mal wieder "gerne" Bengal Katzen mit drin... Auch sind zoo+ und ähnliche "Futtermarktratgeber" nicht unbedingt die besten Infoseiten um sich wirklich über Rassen zu informieren. Die stellen dir gefühlt jeden Hund und jede Katze als familienfreundlich und kinderliebend da und auch sämtliche Nagetiere sind immer glücklich und gesund mit dem Hausmarken Nagetierfutter.

Ein guter Züchter wird seine Tiere immer zurücknehmen bzw. innerhalb kürzester Zeit eine Lösung finden. Da würde ich mir jetzt nicht so die Gedanken drum machen, wenn es keine 200€ Kleinanzeigen Kitten sind. Allerdings würde ich hier wirklich auf ein ausgewachsenes, eingespieltes Pärchen greifen. Gerade bei Katzengeschwistern, die mit 12 Wochen angeschafft wurden und sich dann nicht mehr groß füreinander interessiert haben oder es sogar zu Kämpfen kam, hab ich schon öfter gehört "Aber die waren doch aus einem Wurf!". Das ist eben vermenschlichtes Denken (und selbst bei uns Menschen ist ja nicht unbedingt immer die ultimative Geschwisterliebe gegeben). Auch vom Verhalten her kann man ausgewachsene Tiere besser abschätzen ob sie eher ruhig sind oder für einen trubeligen Familienhaushalt mit zwei Kindern geeignet sind.

Ob Katzen ihr Leben lang verträglich sind, kann man allerdings nie einschätzen, manchmal kann es auch zwischen bereits erwachsenen Katzen jahrelang gut gehen und auf einmal zack, war es das, dieses Risiko hast du immer. Gerade dass die Katzen dann in der Regel wieder zurück in ihr einst liebevolles Heim können halte ich für einen positiven Aspekt, einige Züchter nehmen ihre Tiere auch noch nach Jahren wieder sollte es zu Problemen kommen
 
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flauschibär

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Hallo,
ich habe selber einen Kater vom Bauernhof, der sehr gut mit meiner Hündin und meinen Enkelkindern zurecht kommt
und sehr ruhig und anhänglich ist .
Doch kenne ich nur wenig Mensch, die eine Katze aus dem Tierschutz haben und kann dieses nicht beurteilen.,
aber bei Hunden bin ich besser orientiert und mußte beobachten, dass häufig auch Hunde aus dem Tierschutz
sehr Problematisch sind .
Denn natürlich geht es auch beim Tierschutz darum , möglichst schnell , alle Tiere zu vermitteln,
dabei werden auch Beurteilungen geschönt , Hunde werden jünger eingeschätzt , Krankheiten ,
oder Verhaltensauffälligkeiten verharmlost und leider kommt es auch vor , dass dann Hilfeleistungen
nur mangelhaft sind .


Ich habe mal gegoogelt, welche Katzenrassen als Familien freundlich gelten ,
hier einige Beispiele :
Radgdoll , Main-Coons , Türkische Angora Katze , Perserkatze , Russisch Blau Katzen , Heilige Birma Katze,
Devon Rex , Somali-Katze , Sibirische Katze .

Natürlich hat wohl jede Katze einen individuellen Charakter, doch wird dieser zu einem
großen Teil auch durch Erbanlagen festgelegt und zum Anderen durch Umwelt und eigemne Erfahrungen geprägt .

Ich denke es ist besser, selber für die Prägung seiner Tiere verantwortlich zu sein,
als sich bei unbekannten Tieren , auf die Beurteilung von Menschen zu verlassen ,
die nach irgendwelchen eigenen Interessen handeln .

Ich hoffe, dass es hier im Forum Katzenkenner gibt , die auch Erfahrungen mit unterschiedlichen Rassen
haben und mir einen Rat geben können .

Fritz.

Hallo Fritz,

also von einer Perserkatze für kleine Kinder würde ich dir abraten, ich hatte meine frühere Perserkatze seit ich ein Teenager war und dann 20 Jahre, sprich meine Tochter ist auch mit ihr aufgewachsen, und das hat gar nicht funktioniert, weniger wegen der Katze als wegen der Tochter.

Kleine Kinder halten Perserkatzen zu oft für eine Art Schmusetierersatz, und da muss man auf das Tier wirklich gut aufpassen. Meiner Katze reichten zwei Vorfälle, ich war umgehend da und habe es unterbunden, die Katze hat keinerlei Schaden genommen, aber für den Rest ihres Lebens meine Tochter gemieden, vermutlich aus Angst sie könnte sie wieder „kuscheln“
 
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Simpat

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Toyger ist eine Designerkatze und wird noch nicht lange gezüchtet und der Genpool ist zwar nicht so klein, aber dass liegt vor allem daran, dass sie anfangs nur nach Aussehen gezüchtet wurde und Tiere für die Zucht per "Morphing" und nicht nach Abstammung ausgewählt werden. Außer der Tica, ist die Rasse von keinem Zuchtverband anerkannt. Ich bezweifel, dass man da gewisse Charaktereigenschaften der Rasse fest zuschreiben kann.

Überhaupt werden gerade viele Hybridrassen als besonders familienfreundlich beschrieben und man zeigt gerne Bilder dieser Katzen mit Kindern, leider ist dass nur ein Teil der Wahrheit und die Bilder werden oft nur mit wenigen Tieren gemacht. Ich lehne ohnehin alle Rassen ab, die auf Wildhybride - wie es auch bei den Bengalen der Fall ist - zurückgehen wegen dem Tierleid, was man bei der Entstehung solcher Rassen den Tieren zufügt und das billigend in Kauf genommen wird, nur um besonders exotische Tiere zu erhalten. Die Tiere werden dann teuer verkauft und viele Besitzer sind mit ihrer Haltung zumindest die Katzen der ersten Generationen bekommen, hoffnungslos überfordert.

Perserkatzen sind relativ ruhig vom Wesen und Temperament, aber auch recht eigen und mögen es eher nicht so lebhaft, wie es in einem Zuhause mit Kindern meist zugeht. Aber nicht alle Katzen passen besser zu Kindern, nur weil sie temperamentvoll sind, sie sollten auch ein recht ausgeglichenes Wesen haben, damit ihnen ein lebhafter Haushalt nicht zum Dauerstress wird.

Ich denke für einen Haushalt mit Kindern, kommt es weniger auf die Rasse an, als dass die Katzen ausgeglichen und temperamentvoll genug sind, um gut mit Kindern zu können und vor allem sollten sie aus einem Haushalt stammen, wo sie mit Kindern aufgewachsen sind. Aber auch wenn sie nicht mit Kindern aufgewachsen sind, würde ich dass einfach bei Besuchen im Tierheim oder einer Pflegestelle testen, ob die Katzen bereit sind auf Kinder zu zugehen und ob sie mit ihnen spielen würden. Ich würde sagen, dass es unter den EHKs sehr viele Tiere gibt, die mit Kindern gut klar kommen würden.

Oder man entscheidet sich tatsächlich für eine Katzenrasse und sucht sich eine Cattery aus, wo auch Kinder im Haushalt leben und die Katzen mit den Kindern groß werden. Es müssen ja nicht Kitten sein, man könnte auch ehemalige Zuchttiere nehmen, welche bereits aus der Zucht ausgeschieden sind oder Jungtiere, welche für die Zucht vorgesehen waren, aber dann doch nicht in Frage gekommen sind.

Es gibt sehr viele Rassen, die meiner Ansicht nach gut zu Kindern passen, wenn sie aus keinem zu ruhigen Züchterhaushalt stammen. Auch die BKH wäre wegen ihrem sehr ausgeglichenen Wesen geeignet. Ich habe selbst 3 Briten, 2 meiner Katzen kommen aus einem sehr ruhigen Züchterhaushalt, wenn es bei mir an der Haustür klingelt sind die weg und Felix, meine 3.Katze, stammt aus einem Züchterhaushalt, wo Kinder waren, da sind jeden Tag Kinder oder Freunde zu Besuch bekommen, der ist anfangs, wenn es klingelt immer zur Tür gelaufen, um zu schauen wer da kommt. Sue und Murpy wären mit Kindern überfordert, für Felix wäre es kein Problem gewesen, inzwischen sind sie schon 9-10 Jahre alt, denke nicht, dass die sich jetzt noch an Kinder gewöhnen würden.

Die Frage, welche Rasse hängt aber nicht nur vom Wesen und Temperament der Tiere ab, sondern auch von den Örtlichkeiten. Es muss vorher entschieden werden, ob Freigang oder nicht? So geben die meisten Züchter keine Tiere bei ungesicherten Freigang ab. Bei den Waldkatzenrassen, zu denen die Maine Coon und die Sibirische Katze gehören, wäre ein gesicherter Freigang schon wichtig, die sind meiner Ansicht nach nicht für reine Wohnungshaltung zu empfehlen, wenn dann müsste es schon ein großes Haus sein. Bei vielen Langhaarkatzen ist die Pflege des Fells dann schon eine Herausforderung wenn sie Freigang haben.

Hallo,
eine Bekannte möchte gerne eine Katze , hat aber bisher noch keine Erfahrungen mit Tieren.
Sie wohnt in einem Reihenhaus, mit einem Mini-Garten, in städtischer Umgebung ,mit zwei Kindern, 5 und 6 Jahre alt .

Ob die Katze als reine Hauskatze leben muß/soll , oder auch Freigang bekommt , ist noch offen .
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Natürlich ist mir bewusst, dass zwei Katzen besser sind
Bei Kitten ist die Einzelhaltung ein absolutes No Go, dass hat nichts damit zu tun, dass es besser wäre zu zweit, es würde schlichtweg an Tierquälerei grenzen, egal, ob die Katze später Freigang bekommt oder nicht. Das gilt auch für reine Wohnungshaltung junger Katzen. Die einzige Ausnahme, wäre hier wirklich eine schon ältere Einzelkatze (mind. 6-7 Jahre), welche sich aufgrund fehlender oder falscher Sozialisierung oder schlechter Erfahrungen oder jahrelanger Einzelhaltung usw. sich nicht mehr vergesellschaften lässt.

Abgesehen davon, würde ein seriöser und verantwortungsvoller Züchter auch keine Kitten in Einzelhaltung abgeben!

Ich habe mal gegoogelt, welche Katzenrassen als Familien freundlich gelten ,
hier einige Beispiele :
Radgdoll , Main-Coons , Türkische Angora Katze , Perserkatze , Russisch Blau Katzen , Heilige Birma Katze,
Devon Rex , Somali-Katze , Sibirische Katze .
Bis auf die Perserkatze würde ich sagen, ja, die kommen durchaus in Frage, wenn sie wie schon gesagt, aus keinem zu ruhigen Züchterhaushalt stammen. Auf jeden Fall sollte deine Bekannte vor dem Kauf den Züchter 2-3 mal mit den Kindern besuchen, um zu schauen, wie die Katzen dort auf Kinder reagieren.
 
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flauschibär

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Toyger ist eine Designerkatze und wird noch nicht lange gezüchtet und der Genpool ist zwar nicht so klein, aber dass liegt vor allem daran, dass sie anfangs nur nach Aussehen gezüchtet wurde und Tiere für die Zucht per "Morphing" und nicht nach Abstammung ausgewählt werden. Außer der Tica, ist die Rasse von keinem Zuchtverband anerkannt. Ich bezweifel, dass man da gewisse Charaktereigenschaften der Rasse fest zuschreiben kann.

Überhaupt werden gerade viele Hybridrassen als besonders familienfreundlich beschrieben und man zeigt gerne Bilder dieser Katzen mit Kindern, leider ist dass nur ein Teil der Wahrheit und die Bilder werden oft nur mit wenigen Tieren gemacht. Ich lehne ohnehin alle Rassen ab, die auf Wildhybride - wie es auch bei den Bengalen der Fall ist - zurückgehen wegen dem Tierleid, was man bei der Entstehung solcher Rassen den Tieren zufügt und das billigend in Kauf genommen wird, nur um besonders exotische Tiere zu erhalten.

Was meinst du mit dem Tierleid? Was passiert da mit den Katzen?
 
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flauschibär

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Audrey

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Denn natürlich geht es auch beim Tierschutz darum , möglichst schnell , alle Tiere zu vermitteln,
dabei werden auch Beurteilungen geschönt , Hunde werden jünger eingeschätzt , Krankheiten ,
oder Verhaltensauffälligkeiten verharmlost und leider kommt es auch vor , dass dann Hilfeleistungen
nur mangelhaft sind .
Und genau das ist eben bei einer guten (!) Tierschutzorganisation totaler Unsinn, sorry. Meine hätten auch noch ein Jahr länger bei der Vorbesitzerin bleiben können, oder wenn nicht dann wären sie halt eben in eine private Pflegestelle gegeben worden, aber niemals nicht wäre es da nach dem Motto "Hauptsache vermittelt" gegangen. Da gab es viele Gespräche vorab, eine gründliche Vorkontrolle, ob meine Wohnung auch katzengerecht ist, und erst dann hab ich sie bekommen. Natürlich gegen eine (recht hohe!) Schutzgebühr. Bei dem Kater gab es dann ja leider doch einen unerkannten Herzfehler, aber da sind sie mir vollkommen beiseite gestanden und ich hab nichtmal für die Obduktion bezahlt. Das Quiekie hab ich jetzt schon 3 Jahre, aber ich hab immer noch Kontakt zu ihnen, und sie freuen sich immer über Fotos - aber ohne mich zu bedrängen. Und genau so muß es sein, find ich.

Die Charaktereinschätzung hat jedenfalls zu 100 % gepasst, mein Quiekie ist ja auch ein Langhaar-Mix (weiß der Geier was da drin steckt), ist die liebste Katze der Welt, aber ganz sicher nix für Kinder, die braucht es eher ruhig.
 
Luna & Artemis

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Kann da Audrey nur zustimmen, bei dem Katzenschutz wo mein Kater herkommt gibt es auch Langzeitkandidaten auf den Pflegestellen, weil das passende Zuhause einfach noch nicht gefunden wurde. Mein Kater war auch 2 Jahre auf PS bis wir uns gefunden hatten. "Mal eben schnell" wird da höchstens eine Absage vermittelt ;) Das einzige was beschönigt wurde war "Nimmt sehr aktiv am Leben seiner Mitmenschen und -katzen teil", aber "Olle, aufmerksamkeits haschende Nervbacke, die einem am Popo klebt und beim ersten Sonnenstrahl anfängt zu maunzen" kann man halt nicht in Vermittlungsanzeigen schreiben 😅 Allerdings hatte ich Leo zweimal auf seiner PS besucht und die Pflegemama hat mir das schon auch so mitgeteilt. Die Vereine wollen ja auch nicht das ihre Schützlinge wieder zurück kommen.
 
Keisuke

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Denn natürlich geht es auch beim Tierschutz darum , möglichst schnell , alle Tiere zu vermitteln,
dabei werden auch Beurteilungen geschönt , Hunde werden jünger eingeschätzt , Krankheiten ,
oder Verhaltensauffälligkeiten verharmlost und leider kommt es auch vor , dass dann Hilfeleistungen
nur mangelhaft sind .
Ich weiß ja nicht, wie viele Tierheime und Tierschutzorganisationen du so besucht hast. Bei der Suche nach einer Zweitkatze und unserem Hund habe ich insgesamt 4 Tierheime besucht, 3 Pflegestellen und mit weiteren 3 Tierschutzorganisationen Kontakt gehabt, sowie unzählige Tierschutzseiten besucht.
Mir wurden mehrere Hunde und Katzen abgesagt, weil wir nicht als ideales Zuhause angesehen wurden, wir wurden von einem Tierheim sehr nett und geduldig beraten, zwei der drei Pflegestellen war sehr nett und hilfsbereit.
Beide Tiere (Hund und Katze) sind genauso, wie sie die Pflegestelle beschrieben haben.

Eine Tierheim-Mitarbeiterin sagte uns auch klar, dass sie die Katzen nicht 100% einschätzen kann und nur sagen kann, was sie so beim Füttern und Saubermachen mitbekommen. Dass sich die Katzen im neuen Zuhause natürlich anders verhalten können usw. usf.
Ich habe auch schon von vielen Leuten gehört, die schlichtweg kein Tier aus dem Tierschutz bekamen, weil das Zuhause nicht passte. Manche Tierschutzorganisationen sind da sogar (finde ich) übertrieben vorsorglich.
Eine Vorkontrolle ist in sogut wie allen Tierschutzorganisationen inzwischen Standard.

Ich kann euch, liebe TE, eigentlich nur raten zwei nette Kitten aus dem Tierschutz zu nehmen - eben am besten aus einer Pflegestelle. Zwei nette, nicht zu aufgedrehte und nicht zu schüchterne Kitten, die sich schon kennen und lieben.
Natürlich kann Niemand voraussagen, wie sich die Katzen weiter entwickeln - aber das kann ein Züchter auch nicht unbedingt.

Wenn es doch eine Katze vom Züchter werden soll, dann aber auch wirklich nur eine Rassekatze - also keine "EKH" bzw. "EHK" - also keine Feld-Wald-Wiesen-Katze vom Nachbarn, der mal unbedingt Kitten haben wolllte ;)
 
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