Hund aus Tierheim retten

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LenaElisabet

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Hallo liebe Community!
Ich hab ein großes Problem.
Und zwar geht es um einen Hund, der in einem nahe gelegenen Tierheim "wohnt".
Kurz zu meiner Person: ich bin 20, derzeit in einer Schule für die Ausbildung zur Diplom Krankenpflegerin (in Österreich).
Man kann sich das von den Stunden her wie Vollzeit arbeiten vorstellen. Mein Freund ist Fertigteilhaus-Aufsteller, daher teilweise nur übers Wochenende zuhause. Wir haben zwei Katzen.
Nun ist das folgende Problem....
Wir
haben alte Decken ins Tierheim gebracht und haben uns schockverliebt. Man muss dazu sagen, diese Tierheim ist privat, lebt nur von Spenden und wird nur geputzt, wenn Tag der offenen Tür ist (alle zwei Wochen). Ich weiß das aus wirklich vertrauenswürdigen Quellen!
Die ganzen Katzen dort kommen gesund rein und sterben alle nach und nach.....
Es ist total dreckig, und die Tiere haben keinen Auslauf, nichts, wirklich nichts.....
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob wir den Wautzi trotz Vollzeitjob/Schule retten sollen oder wäre er bei uns noch ärmer?
Es gibt viele Möglichkeiten das er nicht die ganze Zeit alleine ist. Die Mutter von meinem Freund hat sehr viel Zeit und in ihrem Haushalt leben die pensionierten Großeltern die sich über Gesellschaft und Bewegung freuen würden. Meine Mama ist Diplom Tierpflegerin und momentan, für längere Zeit in Krankenstand. Außerdem gibt es noch meine kleine Schwester(15) die mit im Tierheim war und sich bereit erklärt hat mit ihm Gassi zu gehen und zu spielen.
Er wäre also nie alleine.
Der Nachteil ist, es handelt sich hier um einen Beagle..... einen sehr faulen Beagle, dennoch ein Jagdhund.....

Ich brauche dringend Denkanstöße, Tipps oder einfach Erfahrungen! (Keine Vorwürfe oder sonstiges, denn der Hund ist noch nicht bei uns, es sind nur Überlegungen)

Liebe Grüße
Lena 😅
 
13.10.2019
#1
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Nienor

Nienor

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Hey

Als erstes solltet ihr die Zustände mal dem Veterinäramt machen.
Am besten "unabhängig" voneinander durch verschiedene Personen, die von den Zuständen wissen.
Denn am meisten hilft es, wenn die Zustände dort beendet werden - sei es durch Schliessung oder indem der Laden gründlich aufgeräumt und besser strukturiert wird. Davon profitiert dann mehr als ein Tier.

Als zweites solltet ihr euch fragen, ob ihr wirklich einen Hund wollt. Passt er in euer Leben? Gerade als Krankenpflegerin kommt dann spätestens nach der Ausbildung noch Schichtdienst hinzu und wenn der Partner auf Montage ist, fehlt seine Unterstützung auch ..
Von der Beschreibung her tönt es so, als wäre der Hund ständig bei euren Eltern - nicht die besten Voraussetzungen für eine gute Bindung an euch.
Wenn die aber bereit für einen Hund wären und ihr unbedingt diesen einen Beagle retten wollt, könnte man auch mit den Familien schauen, ob eine den Hund bei sich aufnehmen will und kann - und ihr unterstützt sie dabei.
 
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Schweinemama

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Tiere aus den Tierheimen sind immer so eine Sache. EIn Wunschpaket, wünsch dir was - und das was dann rauskommt ist etwas ganz was anderes.

Kenne selber nur 1 Beagle - gerettet, die Hundedame war Testesserin bei einem Hundefutterproduzenten. Mittlerweile ist sie in die Jahre gekommen, sie ist absolut unverträglich mit allen Tieren. Gerettet wurde sie von einer Dame, die berühmt war für ihre Gassirunden, man traf sich - spazierte gemeinsam mehrere Stunden durch den Wald, samstag oder Sonntags dann auch mal ins kaffeehaus auf einen Kaffee. Die Besitzerin wurde durch diesen Hund fast schon depressiv, keine Sozialkontakte mehr und der Beagle, sie hatte sogar schon Rütter im Haus - das Tier ist und bleibt psychisch grenzwertig, futterneidig, agressiv und dennoch unverträglich. Mittlerweile ist der Hund blind - man kann sich der Dame sogar schon wieder auf 20 Meter nähern, davor gingen auch 100 Meter teilweise nicht. Das ist jedoch auch der 5 te Beagle der Frau, also sie kannte die Rasse, ihre Feinheiten und war auch immer wieder in Beagleclubs mit ihren anderen verträglichen Beagles. Dieser hier ist schwer - sehr schwer.

Was willst du machen, im Normalfall, wenn du in Ausbildung bist, deine Mutter wieder arbeitet, und dein Freund die ganze Woche nicht zu Hause ist. Auch wenn ein Beagle einer der ist - der schwer zu erziehen ist, braucht er dennoch sozialkontakte, ansprache und Training. Krankenschwestern haben natürlich 12 Stunden Schichten, teilweise 24 Stunden schichten. Ein Hund im Krankenhaus ist kaum möglich. Auf Pensionisten und alte Menschen vertrauen, es ist schwierig einen alten Menschen mit einem Hund spazieren zu gehen den er nicht kontrollieren kann, der mitunter mal in der Leine steht und so einen nicht so standfesten Menschen aus den Schuhen kippen kann. Verletzungsgefahr ist da sehr hoch.

Habe hier das gleiche Dilemma, unser Labrador ist der Hund meiner Tochter, den sie sich sooooooo gewünscht hat. Zu wem hat er nun die Bindung, zu mir, die ihn mitnimmt, ein wenig fördert - weil ich sowieso mit meinem Hund spazieren gehe und er mir ganz einfach leid tut, weil Töchterchen teilweise bis 17:00 in der Schule ist und dann einfach nur müde und kaputt. Nein, er hat mich auserkoren, als Bezugsperson, bei einem Hund der in Richtung Assistenzhund geht und der "nur einen Menschen" will, und mit etwas trainig auch schon mal einen zweiten Menschen akzeptiert - aber der muss sich da auch reinsteigern... tja. Wobei ich ja gewusst habe auf was ich mich einlasse, meine Tochter ist nun 17, und wohnt noch zu Hause.
 
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LenaElisabet

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Als erstes solltet ihr die Zustände mal dem Veterinäramt machen.
Am besten "unabhängig" voneinander durch verschiedene Personen, die von den Zuständen wissen.
Denn am meisten hilft es, wenn die Zustände dort beendet werden - sei es durch Schliessung oder indem der Laden gründlich aufgeräumt und besser strukturiert wird. Davon profitiert dann mehr als ein Tier.

Als zweites solltet ihr euch fragen, ob ihr wirklich einen Hund wollt. Passt er in euer Leben? Gerade als Krankenpflegerin kommt dann spätestens nach der Ausbildung noch Schichtdienst hinzu und wenn der Partner auf Montage ist, fehlt seine Unterstützung auch ..
Von der Beschreibung her tönt es so, als wäre der Hund ständig bei euren Eltern - nicht die besten Voraussetzungen für eine gute Bindung an euch.
Wenn die aber bereit für einen Hund wären und ihr unbedingt diesen einen Beagle retten wollt, könnte man auch mit den Familien schauen, ob eine den Hund bei sich aufnehmen will und kann - und ihr unterstützt sie dabei.
Wir hätten uns nach meinen drei Jahren Ausbildung sowieso einen Hund genommen, denn ich werde dann in der Mobilen Heimpflege arbeiten, dort sind Hunde erlaubt, da man ja alleine arbeitet und viel im Büro oder von zuhause aus arbeitet (in Österreich zumindest). Es ist auch so, das er nur bis 17 Uhr dort wäre und ab 17 Uhr dann wieder bei mir, von Donnerstag bis Sonntag bin ich bis auf insgesamt 9 Stunden komplett zuhause, es wäre also nur Mo-Mi.
 
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Schweinemama

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Es liegt daran, dass der hund jetzt einen platz braucht, der geborgenheit vermittelt. der Hund kann - was weiss ich verstört und gestört sein, da gehört jetzt ganz ganz viel BIndungsarbeit gemacht und die benötigt fast 100% mitleben in einem Haushalt - sonst hast du am Ende einen hyperhysterischen Hund, der sich nicht auskennt, nirgendwo zu Hause ist und auch den Besitzer gar nicht toleriert. Natürlich kann man das Glück haben, dass man einen "Multifunktionalen" Hund erwischt, der egal wen - als Erhabenes Menschenkind ansieht - dem man folgen muss. Aber so einen Hund zu finden ist soetwas wie der Lotto Sechser.
 
Tompina

Tompina

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Hallo,

also als Erstes schließe ich mich mal Nienor an. Sowas sollte gemeldet werden. Je mehr Leute, das sinnvoll und gut belegt unabhängig voneinander melden, desto größer die Chance, da was zu erreichen. Und dann ist eben nicht nur dem einen Hund geholfen, sondern auch den ganzen Katzen und anderen Tieren!

Zum Thema Hund bzw. Beagle an sich:

Tiere aus den Tierheimen sind immer so eine Sache. EIn Wunschpaket, wünsch dir was - und das was dann rauskommt ist etwas ganz was anderes.
@Schweinemama: Ich frage mich, wo du immer diese Horrorstorys ausgräbst und warum du jedes Mal so "wunderschön" pauschalisierst...das ist echt traurig. Du kennst einen Beagle, der aus komischer Haltung kam und scherst gleich alle Tierheim-Tierschutz-Secondhand-Hunde und Beagle über einen Kamm.

Ich finde nicht, dass sich die TE Sorgen machen sollte, dass sie sich den Hulk in Beagleform ins Haus holt, sondern sie sollte sich Gedanken machen, ob ein Hund grundsätzlich ins Lebenskonzept passt - egal welche Rasse und egal welcher Herkunft. Da mache ich mir bei der Berufsausbildung eher Sorgen, als darüber, dass der Hund eine Wundertüte sein kann.

Natürlich sollte man sich im Klaren sein, dass ein Hund aus zweiter/dritter/vierter Hand immer eine Geschichte mitbringt und vielleicht einige Sachen nachhaltig versaut wurden, aber wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es in der Familie Menschen, die sich mit Tieren/Hunden auskennen, somit sollte man da - sofern das möglich ist - über Gassigehen etc. schnell herausfinden können was der Hund so an "Potential" hat bzw. in welche Richtung gewisse Sachen gehen. Und wenn man sich das selber nicht zutraut, nimmt man sich jemand mit, der Ahnung hat. (in einem guten Tierheim erledigen diesen Job die Tierpfleger bzw. Stammgassigeher)

Wichtig ist es, dass man sich im Klaren ist, dass die ersten "schweren Wochen" auch mal Monate dauern können und je nach Vorgeschichte des Hundes manche Sachen monatelang täglich trainiert werden müssen. (was übrigens nichts anderes ist, als wenn man sich einen Welpen vom Züchter holt, der hat ja auch keine einprogrammierte Alltagstauglichkeit, das muss man ja auch alles nach und nach und langsam trainieren)

Wichtig ist auch, dass alle beteiligten Menschen an einem Strang ziehen und sich von Anfang an darüber einig sind, was der Hund darf und was nicht. Und was der Hund in wie weit können muss und was nicht. Je mehr Menschen in die Betreuung involviert sind, desto wichtiger ist es, dass das Ganze einheitlich passiert. Gerade bei einem Hund, der vielleicht gewisse Defizite mitbringt. Und es müssen auch alle wirklich wollen, sonst ist das eh zum Scheitern verurteilt.

Setzt euch doch einfach mal zusammen und überlegt, wer genau wie viel Betreuung wirklich leisten könnte (gerade deine Mutter wird ja nicht ewig krank geschrieben sein). Dann schaut euch den Hund genau an. Nehmt im Zweifel jemand mit, der sich auskennt und einfach durch beobachten schon ein bisschen einschätzen kann, was da auf euch zukommt. Und dann kann man immer noch entscheiden, ob ihr einfach jemanden für den Hund sucht und bei der Vermittlung helft oder ob der Hund in eure Familie passt.
 
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