Einzelhaltung Hund und Katze

Diskutiere Einzelhaltung Hund und Katze im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo. Ich frage mich schon länger, warum Einzelhaltung bei FREIGÄNGERkatzen so kritisiert wird firstund bei Hunden völlig okay ist, manche Hunde...
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Gast84631

Guest
Hallo.

Ich frage mich schon länger, warum Einzelhaltung bei FREIGÄNGERkatzen so kritisiert wird
und bei Hunden völlig okay ist, manche Hunde spielen ja tatsächlich miteinander draussen, aber hier gehen die meisten aneinander vorbei bzw schnüffeln nur kurz.
Bei Katzen geht es ja eher um Revier!?

Ich bin gespannt auf eure Antworten :)
 
20.10.2019
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
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Simpat

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Hunde und Katzen haben völlig unterschiedliches Sozialverhalten und die Katze ist zwar kein Einzelgänger, aber auch kein Rudeltier wie der Hund, dass kann man gar nicht vergleichen.

Hunde gehen gerne raus und spazieren mit ihren Menschen, die von ihnen auch als Rudelmitglieder angesehen werden, obwohl ihnen bewusst ist, dass es keine Artgenossen sind. Hunde können draußen Sozialkontakte austauschen, die gehen aufeinander zu, man trifft andere Hunde draußen, die kommunizieren, spielen und interagieren miteinander.

Katzen haben ein Revier, welches ihnen mehr oder weniger vertraut ist, die fühlen sich in fremder Umgebung nicht wohl, egal ob die Besitzer dabei sind oder nicht, die fühlen sich da als Eindringling in fremdes Revier und meiden den Kontakt zu den dort lebenden Katzen erstmal. Katzen gehen sich draußen erstmal aus dem Weg. Sie verteidigen ihr Revier gegenüber anderen Katzen, ihr Revier bedeutet Nahrung, Schutz und Geborgenheit für sie. Der Hund verlässt sich da mehr auf seinen Menschen, auch wenn einige Hunde auch dazu neigen ihr Zuhause als Revier anzusehen und zu verteidigen. Ist es doch noch etwas anderes als ein Katzenrevier.

Sozialkontakte von Katzen draußen werden überschätzt, richtige Freundschaften oder überhaupt engere und/oder regelmäßige Kontakte kommen da nur sehr selten zustande und nur unter bestimmten Bedingungen, dazu müsste die Katzen dann draußen andere Katzen treffen, die gut sozialisiert sind und nicht zu territorial, die vom Wesen und Charakter zu einander ähnlich sind bzw. zueinander passen, dann müsste der Freigänger und die andere Katze/Kater immer zur gleichen Zeit Freigang haben und sich zeitgleich im gleichen Gebiet aufhalten, damit sie öfters aufeinander treffen und und und...................weil sonst beschränken sich Kontakte draußen meist nur auf Revierstreitigkeiten und/oder flüchtigen Begegnungen man sieht den anderen und die eine läuft in die Richtung und die andere in die andere Richtung weiter. Draußen verhalten sich Katzen anders und Katzen sind keine Hunde, die auf einander zu gehen und meist offen und freundlich sind, vorausgesetzt sie sind gut sozialisiert. Katzen sind draußen meist territorial und Fremden gegenüber, wenn nicht feindlich aber meist doch eher skeptisch gegenüber eingestellt und gehen dem erstmal aus dem Weg und ohne regelmäßige Treffen der gleichen Katzen immer wieder bildet sich da gar keine Beziehung.

Intensive und nähere Sozialkontakte draußen haben meist nur Streunerkatzen, die im gleichen Revier leben, kommt bei Freigängerkatzen mit Besitzern eher selten zustande.

Hunde kann man draußen zu anderen Hunden mitnehmen und gezielt den Kontakt zum Artgenossen fördern, dass geht mit Katzen gar nicht.
 
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Gast84631

Guest
Okay, also ist es so, dass im Normalfall die intensivere Interaktion zählt und das Vertrauensverhältnis zum Mensch, dass von Hunden stärker beansprucht und wahr genommen wird.
Ich finde das wirklich interessant.

Einzelhaltung bei Katzen finde ich auch absolut ungut.
Alles in allem wären 2 Hunde aber auch nicht verkehrt, da wir ja eben keine Hunde sind.
(Ich persönlich wollte bzw könnte es bicht aufgrund eventuellen zu hohen Kosten, wir mussten mal 3000 Tacken für eine Op hin bättern- ein Hund)

Ich danke dir für deine Antwort :)
 
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Schweinemama

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Hunde und Katzen haben völlig unterschiedliches Sozialverhalten und die Katze ist zwar kein Einzelgänger, aber auch kein Rudeltier wie der Hund, dass kann man gar nicht vergleichen.

Hunde gehen gerne raus und spazieren mit ihren Menschen, die von ihnen auch als Rudelmitglieder angesehen werden, obwohl ihnen bewusst ist, dass es keine Artgenossen sind. Hunde können draußen Sozialkontakte austauschen, die gehen aufeinander zu, man trifft andere Hunde draußen, die kommunizieren, spielen und interagieren miteinander.

Katzen haben ein Revier, welches ihnen mehr oder weniger vertraut ist, die fühlen sich in fremder Umgebung nicht wohl, egal ob die Besitzer dabei sind oder nicht, die fühlen sich da als Eindringling in fremdes Revier und meiden den Kontakt zu den dort lebenden Katzen erstmal. Katzen gehen sich draußen erstmal aus dem Weg. Sie verteidigen ihr Revier gegenüber anderen Katzen, ihr Revier bedeutet Nahrung, Schutz und Geborgenheit für sie. Der Hund verlässt sich da mehr auf seinen Menschen, auch wenn einige Hunde auch dazu neigen ihr Zuhause als Revier anzusehen und zu verteidigen. Ist es doch noch etwas anderes als ein Katzenrevier.

Sozialkontakte von Katzen draußen werden überschätzt, richtige Freundschaften oder überhaupt engere und/oder regelmäßige Kontakte kommen da nur sehr selten zustande und nur unter bestimmten Bedingungen, dazu müsste die Katzen dann draußen andere Katzen treffen, die gut sozialisiert sind und nicht zu territorial, die vom Wesen und Charakter zu einander ähnlich sind bzw. zueinander passen, dann müsste der Freigänger und die andere Katze/Kater immer zur gleichen Zeit Freigang haben und sich zeitgleich im gleichen Gebiet aufhalten, damit sie öfters aufeinander treffen und und und...................weil sonst beschränken sich Kontakte draußen meist nur auf Revierstreitigkeiten und/oder flüchtigen Begegnungen man sieht den anderen und die eine läuft in die Richtung und die andere in die andere Richtung weiter. Draußen verhalten sich Katzen anders und Katzen sind keine Hunde, die auf einander zu gehen und meist offen und freundlich sind, vorausgesetzt sie sind gut sozialisiert. Katzen sind draußen meist territorial und Fremden gegenüber, wenn nicht feindlich aber meist doch eher skeptisch gegenüber eingestellt und gehen dem erstmal aus dem Weg und ohne regelmäßige Treffen der gleichen Katzen immer wieder bildet sich da gar keine Beziehung.

Intensive und nähere Sozialkontakte draußen haben meist nur Streunerkatzen, die im gleichen Revier leben, kommt bei Freigängerkatzen mit Besitzern eher selten zustande.

Hunde kann man draußen zu anderen Hunden mitnehmen und gezielt den Kontakt zum Artgenossen fördern, dass geht mit Katzen gar nicht.

So ist es aber auch wieder nicht. Ich kenne von den Freilaufenden Katzen keine einzige die "gerne" mit anderen Katzen zusammen ist. Man trifft sich möglicherweise bei Fütterungsstationen, Streunerstationen und ist dann froh, wenn man sich wieder aus dem Weg gehen kann.

Bei Hunden ist dieses sozialverhalten anders geprägt, die sind gerne im Rudel, erziehen miteinander die Jungen etc. Deshalb halte ich es ja für "abnormal", dass man eine Katze nie alleine leben lassen darf, einen Hund aber sehr wohl. Der Hund weiss ja, dass der 2 Beinige Part in der Hund-Mensch beziehung ein Freund sein kann, aber niemals ein Hund. Katzen würden das auch so sehen, würde ihr Mensch nicht ihr Sklave sein - Versklavungen unter Katzen werden wohl nicht passieren - dazu gibt es Menschen.

Ich sehe immer wieder, dass das Sozialverhalten der Hunde gegenüber im eigenen Haushalt lebende Mithunde viel viel sozialer ist wie das das je unter Katzen passieren könnte. Mein Labi kümmert sich um seine Blinde Leithündin, erwartet - er geht langsamer - er hilft ihr teilweise wenn es ihr zu steil wird. Sie im Gegenzug sucht ihn, ganz explizit wenn er mal alleine mit mir eine Runde dreht und flippt regelrecht aus, wenn er wieder heimkommt (sie freut sich mittlerweile mehr über ihn als über mich). Eine Katze würde mit der Pfote die andere wahrscheinlich wegdrückern, - weil die ein ganz anders Weltbild und eine Selbstverliebtheit haben. Deshalb frage ich mich auch immer wieder, ob man Katzen wirklch so viel gutes tut - wenn man sie zusammen in eine 50 m2 Wohnung steckt, weil die Besitzer arbeiten gehen müssen.

Es ist ein schwieriges Thema, einerseits schreit jeder - zurück zum Ursprung, die Tiere sollen ihrer Art entsprechend leben, dann gehört aber der Hund in ein Rudel (alleine kann ein heutiger Haustierhund nicht mehr überleben in der freien Wildnis) - und die Katze ist ein Einzelgänger ( die überlebt locker mehrere Generationen in der Wildnis) . Oder man legt es so aus, dass der Hund ein Nutztier ist (weil er dem Menschen dient - regt sich aber dann auf - dass er nicht sozialisiert zu anderen Hunden ist) - und die Katze - ist heutzutage weder Nutztier (Mäuse in der Wohnung sind mittlerweile selten bis ausgestorben) - oder sie ist mehr oder weniger ein im Haus lebendes Tier geworden.
 
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Simpat

Moderator
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So ist es aber auch wieder nicht. Ich kenne von den Freilaufenden Katzen keine einzige die "gerne" mit anderen Katzen zusammen ist. Man trifft sich möglicherweise bei Fütterungsstationen, Streunerstationen und ist dann froh, wenn man sich wieder aus dem Weg gehen kann.
????? Was habe ich denn anderes geschrieben, als das Katzen draußen kaum Sozialkontakte haben und auch nicht wollen, dass die eben nicht wie Hunde aufeinander zugehen, sondern sich eher aus dem Weg gehen und dass der Hund als Rudeltier ein ganz anderes Sozialverhalten hat als Katzen und dass man das gar nicht miteinander vergleichen kann.

Allerdings konnte ich das Verhalten freilaufender Katzen auf einem Bauernhof, wo neben den eigenen Katzen auch mehrere Streuner mitgefüttert wurden über Jahre beobachten und da haben sich sehr wohl gewisse "Grüppchen" und auch lose Freundschaften gebildet. Die sind dann nach der Fütterung nicht sofort wieder jede ihrer Wege gegangen, da wurde sich auch beschnuppert und begrüßt, da kam es auch mal zur gegenseitigen Fellpflege oder man lag danach genüsslich zusammen in der Sonne, verbrachte noch einige Zeit miteinander und ging dann erst wieder seiner Wege. Aber wie gesagt, mit Hunden kann man das nicht vergleichen, die gehen ganz anders miteinander um, haben ganz andere Sozialstruktur.

Es ist ein schwieriges Thema, einerseits schreit jeder - zurück zum Ursprung, die Tiere sollen ihrer Art entsprechend leben, dann gehört aber der Hund in ein Rudel (alleine kann ein heutiger Haustierhund nicht mehr überleben in der freien Wildnis) - und die Katze ist ein Einzelgänger ( die überlebt locker mehrere Generationen in der Wildnis) . Oder man legt es so aus, dass der Hund ein Nutztier ist (weil er dem Menschen dient - regt sich aber dann auf - dass er nicht sozialisiert zu anderen Hunden ist) - und die Katze - ist heutzutage weder Nutztier (Mäuse in der Wohnung sind mittlerweile selten bis ausgestorben) - oder sie ist mehr oder weniger ein im Haus lebendes Tier geworden.
Zurück zum Ursprung schreit niemand wirklich, lediglich sollte man den Ursprung der Tiere nicht ganz vergessen und ihre Natur berücksichtigen, vor allem sie nicht vermenschlichen. Wobei es stimmt, Katzen könnten heute noch draußen allein überleben, Hunde wohl kaum. Die Katze ist im Gegensatz zum Hund ein Einzeljäger - ein Solitärjäger - der Hund jagt hauptsächlich im Rudel, aber auch allein, dann halt kleinere Beutetiere. Aber durch sein Rudelverhalten und vor allem durch die gemeinsame Jagd, siehe Wölfe, haben diese daher eine ganz andere Sprache und Sozialstruktur entwickelt. Die Katze muss sich nicht mit Artgenossen absprechen, sie jagt stets allein, da war eine differenzierte Sprache und ein "Gemeinwesen" nicht wichtig, die sind daher ganz anders gestrickt. Trotzdem sind Katzen keine absoluten Einzelgänger, Einzeljäger ja, dass werden sie auch immer bleiben und sie wollen auch nicht im Rudel gehalten werden, aber eben auch nicht in Einzelhaltung. Die meisten Katzen fühlen sich in kleineren Grüppchen am wohlsten, wo nicht zu viele, mit einander vertraute, Individuen sich einen Raum/Revier teilen müssen, wo man sich auch mal aus dem Weg gehen kann.

Die Reviergröße und die Aggression mit der ein Revier verteidigt wird, steht meist in direkten Zusammenhang mit den Resourcen sprich der vorhandenen Nahrungsmenge bzw. Beutetiere. Bei einem ausreichend hohen und beständigen Nahrungsangebot, sind die Reviere deutlich kleiner, überschneiden sich öfters und meistens begegnen sich die Tiere deutlich weniger aggressiv.

Es gibt bei 2 Arten der Großkatzen wo auch noch ein ganz anderes ausgeprägteres Sozialverhalten bzw. Rudelverhalten beobachtet werden kann, weil diese nicht als Einzeljäger unterwegs sind bzw. nicht nur. Da ist zum einem das Löwenrudel und zum anderen schließen sich auch Geparde, vornehmlich Männchen auch des öfteren zu Jagdgemeinschaften zusammen. Hier erlebt man dann ein ganz anderes für Katzen eher untypisches Sozial- und Jagdverhalten.

Es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, wie Vielschichtig das Sozialverhalten und die Sprache, die Kommunikation unterschiedlicher Spezien (Arten) untereinander mit gleichen Artgenossen ist.

Abgesehen davon werden Katzen auch heute noch sehr wohl auf Bauernhöfen, Fabrikgeländen, in Reitställen usw. zur Mäusejagd eingesetzt.
 
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Gast84631

Guest
Ich habe damals in der Nähe einer Frau gewohnt, die Streunerkatzen fütterte.
Es haben sich wirklich sehr, sehr viele dort versammelt.
Wir Kinder sind oft zu ihr hin und haben mitgeholfen und beobachtet.
Die Katzen haben sich alle vertragen, es gab kein Futterneid oä, weil sie wussten, sie füllt sofort wieder auf.
Sie lagen dann danach gemütlich da, manche haben zusammen geschlafen und andere sind friedlich wieder gegangen.
Ganz selten gabs da mal Gezicke.
Auch der Frau gegenüber waren manche richtig zahm und warteten schon vor der Tür und wollten neben Futter auch gestreichelt werden.
Auch zusammen voll ok.
Uns bzw anderen Menschen gingen sie aus dem Weg.
 
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A-Fritz

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Hallo,
Ich denke , sowohl Hund , wie auch Katzen sind zur Einzelhaltung fähig .

Die Haustierform bei Katzen, sind Reviertiere ,
sie leben oft in Familiengemeinschaften zusammen ,
dabei bilden Mütter mit ihren jüngsten Jungen die Kernfamilie ,
ältere Geschwister , werden auf Abstand gehalten , aber noch in der Nähe geduldet ,
bis diese langsam in die Umgebung abwandern .
Die Größe der Katzenreviere ,ist vom Nahrungsangebot abhängig,
oft werden andere Katzen an guten Futterplätzen akzeptiert .

Kater haben große Reviere , die verschiedene Reviere von Katzen einschließen.
Wird eine Katze rollig , kommen alle Kater aus der Umgebung und kämpfen
mit einander. Die Katze , last sich dann mit einem , oder mehreren ihrer Bewerber ein ,
aber zieht ihre Jungen ohne Kater auf .

Ich empfinde Katzenhaltung, bei denen Tiere in geschlossenen Räumen eingesperrt sind, als nicht artgerecht
und auch eine Zwangsvergesellschaftung irgendwelcher Katzen in geschlossenen Räumen,
wo ein Ausweichen nicht möglich ist , für sehr zweifelhaft und nicht unbedingt immer für ein Vorteil.

Die Hunde sind echte Rudeltiere und brauchen sozialen Kontakt ,
der auch von Menschen ausgefüllt werden kann.
Hunde können auch andere Tiere als Sozialpartner betrachten oder in ihr Rudel einbeziehen .
Ich denke , es kann meist ein Vorteil sein, wenn Hunde auch mit anderen Hunden gemeinsam gehalten werden,
es ist aber wohl nicht zwingend nötig.
Hunde lassen sich , im Gegensatz von Katzen , gut durch Erziehung und Sozialisierung beeinflussen.
Kontakte zwischen fremden Hunden sind ganz individuell und verlaufen unterschiedlich,
aber jeder sollte dafür sorgen , dass sein Hund verträglich bleibt und ihn an Begegnungen aller Art gewöhnen .

Fritz.
 
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Schweinemama

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Denke es hängt sehr damit zusammen wo die Tiere hineingeboren wurden. Streunder Hunde aus Rumänien sind auch nicht unbedingt happy in der zweizimmer wohnung ohne Misthaufen und ewig an der Leine.

Genauso wie ein kleines Kätzchen das seine ersten Lebenswochen in der Freien Natur auf dem Bauernhof verbracht hat, glücklich sein wird, wenn es in eine Zimmer küche- Wohnung einzieht und dann glücklich sein soll, weil es gefüttert wird.

Sozialprägung heisst das soviel ich weiss.
 
Mr. Spock

Mr. Spock

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Ich behaupte mal es gibt heute 2 Tendenzen: solche, die GsD Hund und Katz wenigstens zu zweit und mehr halten und dann andere, die sich zu wenig Gedanken machen wie man mit einem Lebewesen umzugehen hat,oft vermenschlicht und für die Arbeit, die ein Tier nun mal macht, auch zu faul sind. Wir haben bislang Hund/e und Katze/ immer zusammen gehabt.
 
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Gast84631

Guest
Ich behaupte mal es gibt heute 2 Tendenzen: solche, die GsD Hund und Katz wenigstens zu zweit und mehr halten und dann andere, die sich zu wenig Gedanken machen wie man mit einem Lebewesen umzugehen hat,oft vermenschlicht und für die Arbeit, die ein Tier nun mal macht, auch zu faul sind. Wir haben bislang Hund/e und Katze/ immer zusammen gehabt.
Hast du aktuell Tiere?
Wenn ja welche?
 
Mr. Spock

Mr. Spock

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Ja, haben wir.....was hat das mit dem Thema zu tun?
 
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A-Fritz

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Die Besonderheit bei Haustieren , ist ein kindliches Verhalten , auch bei schon erwachsenen Tieren .
Ich glaube , dass diese Infantilität bei Haustieren , zu einer allgemeinen Verträglichkeit führt ,
welche es bei ihren wilden Vorfahren nicht gibt und deren Überlebensfähigkeit stark einschränken würde .
So kommt es wohl, wenn Hauskatzen und Kater auch gegen ihre normale Lebensweise ertragen können ,
gemeinsam mit Artgenossen, unter unnatürlichen räumlich engen Verhältnissen zu leben ,
besonders , wenn immer für ausreichend Futter gesorgt ist .

Fritz.
 
Tompina

Tompina

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Simpat hat im Prinzip alles schon sehr ausführlich erklärt.

Katzen und Hunde haben ein von Grund auf unterschiedliches Sozialverhalten, sowohl im Bezug auf ihre Menschen wie auch nach außen hin.

Eine im Haushalt einzeln gehaltene Katze hat im Prinzip kaum eine Chance auf einen regelmäßigen, stressfreien artgleichen Sozialkontakt - Ausnahmen bestätigen die Regel - da sie draußen jedes Mal auf im Prinzip völlig fremde Tiere stößt. (ich spreche hier von gut versorgten Hauskatzen mit reglementierten Freigangzeiten etc., nicht von "Streunerkatzen", die mehr draußen sind als drinnen!) Katzen brauchen zum Aufbau von Vertrauen und Freundschaft recht lange und ihr Sozialkonzept ist nicht darauf ausgelegt mit fremden Tieren fröhlich Kontakt aufzunehmen. Deshalb ist es für jede Katze (die vehementen Einzelkatzen sind meistens die, die viel zu früh von Mutter und Geschwistern wegkamen und nie richtig sozialisiert wurden oder die, die in einer harten Straßenvergangenheit viel einstecken mussten (wobei die meistens sogar noch offen sind für Vergesellschaftung mit den richtigen Partnerkatzen!)) entspannter und schöner, wenn sie im häuslichen Umfeld einen passenden Artgenossen hat und sich nicht bei jedem Kontakt aufs Neue von Null ran tasten muss.

Ein im Haushalt einzeln gehaltener Hund hingegen hat bei entsprechendem Willen seines Halters durchaus gut die Möglichkeit regelmäßigen, stressfreien, artgleichen Sozialkontakt zu haben. Und damit meine ich nicht die Variante "ich werfe Fiffi am Sonntag für 2h auf die Hundewiese und lasse ihn machen", sondern die Variante von regelmäßigen Treffen/Gassigängen mit passenden Hunden (Minichi und Dogge sollte man vielleicht nicht gerade als passendes Pärchen ansehen, was die Möglichkeiten der Interaktion angeht), mit denen dann sämtliche sozialen Interaktionen ausgelebt werden können. Wirklich miteinander spielen, tun auch nur Hunde die sich sehr gut kennen und einander vertrauen! Das Geraufe, Gerenne und Gerempel auf der Hundewiese ist nichts Anderes als Testen was der Andere kann und was man selber vielleicht besser kann!
 
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