Ersthund (6 Monate) beißt Zweithund (3 Monate)

Diskutiere Ersthund (6 Monate) beißt Zweithund (3 Monate) im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, wir haben uns entschieden zu unserem 6 Monate alten Rüden noch einen 3 Monate alten Rüden dazuzunehmen. Ich weiß, dass es mit der...
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OS1234

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Hallo zusammen,
wir haben uns entschieden zu unserem 6 Monate alten Rüden noch einen 3 Monate alten Rüden dazuzunehmen. Ich weiß, dass es mit der Erziehung der beiden etwas anstrengend wird aber ich denke das bekommen wir hin, da unser 6 Monate alter Rüde bereits schon ziemlich gut hört.
Die zwei Rüdenwelpen haben sich vor 2 Tagen auf einem neutralen Boden im Wald kennengelernt, jedoch ging das Kennenlernen nicht lange, da es draußen in Strömen geregnet hatte.
Als wir dann zu Hause angekommen sind, hat unser "großer", direkt angefangen mit dem kleinen zu spielen und zu toben.
Doch sobald sich der kleine uns nähert, um uns Küsschen zu verteilen bzw. auch paar Streicheleinheiten zu
bekommen, fängt der "große" an ihn zu beißen und wird ihm gegenüber sehr aggressiv. Er setzt sich zum Beispiel extra auf meinen Schoss und zeigt dem kleinen somit, dass er sich bloß nicht nähern soll. Er verfolgt den kleinen auf Schritt und tritt und schaut genau was er macht (er lässt ihn überhaupt nicht aus den Augen). Er hat jetzt auch einen Blick drauf, den ich woher noch nie bei ihm gesehen habe. Der kleine ist dadurch sehr verängstigt und zieht dauernd den Schwanz ein. Wenn man mit dem großen spazieren gehen möchte, wie vorher, will er kein Schritt spazieren gehen sondern lieber schnell wieder nach Hause um den kleinen zu verfolgen.. ich muss aber dazu sagen, dass die zwei ab und zu trotzdem zusammen spielen und der große teilt auch seine Speilzeuge mit ihm. Geschlafen haben die zwei auch schon paar Minuten nebeneinander, was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist.
Aber mir kommt das Verhalten von unserem "großen" seltsam vor. Er hat sich komplett geändert und ist nicht mehr so fröhlich und verspielt wie vorher. Vielleicht machen wir da was falsch..
Wir haben uns vorher extra im Internet und bei einem Hundetrainer über eine richtige Zusammenführung erkundigt. Wir geben dem "großen" sehr viel Aufmerksamkeit und dem kleinen eher weniger. Wobei ich nicht weiß ob das wirklich der richtige Weg ist, da mir der kleine schon sehr leid tut, wenn er nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt.
Meine Fragen sind ,
  • Ist er normal, dass der große beißt wenn der kleine versucht sich uns zu nähern? und wie bekommt, man das in den Griff?
  • Wie macht man das bzgl. dem Schlafplatz der beiden? Der große schläft immer mit uns zusammen im Bett und der kleine möchte auch hoch, was wir auch dann zu lassen, denn wenn der eine darf, darf der andere ja auch.
  • wie sollte man das mit dem spazieren gehen am besten machen? Direkt zusammen oder anfangs getrennt? Oder ab un zu zusammen und ab und zu getrennt?
Ich bedanke mich jetzt schon herzlich für die Rückmeldungen.
 
04.11.2019
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A-Fritz

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Hallo,
nach meiner Meinung solltet ihr die Beiden nur zum Gehorsamstraining trennen , doch sonst alles gemeinsam machen.
Wenn der Große den Kleinen von Euch abhalten möchte, solltet Ihr dieses nicht erlauben und deutlich zeigen ,
dass der Kleine auch in Eure Nähe darf .
Dieses Verhalten bei dem großen Hund, kann man auch durch Training verändern , doch Ihr seit der Schlüssel dazu .
Bei Hunden läßt sich das Verhalten beeinflussen , am leichtesten dann , wenn sie noch jung sind.

Eigentlich ist es nichts ungewöhnliches, wenn der überlegene Hund, mit den älteren Rechten
seine Ansprüche auf diese Weise geltend macht.
Auch bei Wölfen im Gehege, erheben die Ruderfühler den alleinigen Anspruch auf ihre menschlichen Pfleger,
besonders wenn die Wölfe von Menschen aufgezogen wurden.

Fritz.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Blabla, Rudelführer...vergesst das ganz schnell wieder.

Kontrollierende Hunde trauen Menschen nicht zu eigene Entscheidungen zu treffen und das kann tatsächlich schwierig werden.

Gerade sehr unsichere Hunde versuchen massiv zu kontrollieren- was man kontrolliert verunsichert nicht.

Ihr solltet euch im Optimalfall mal einen Trainer ins Haus holen, der euch erklärt was da korpersprachlich bei euren Hunden passiert.

Was das Verteilen der Aufmerksamkeit betrifft:

Das bringt nichts.
Hunde bilden keine klassische "Hackordnung" und als Mensch sorgt man mit künstlicher Zuteilung für Unruhe und Stress.

Wenn IHR den Kleinen beachten/streicheln/ins Bett holen wollt tut ihr das halt.

Da kann man den Großen auch ruhig mal freundlich aber bestimmt zur Seite schieben.

Im Moment diktiert der Große euch euer Verhalten und mit dieser Verantwortung sind Hunde hoffnungslos überfordert.
 
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Hundefreundin12

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Ich habe es eher so aufgefasst, dass man klar die Grenzen ziehen soll und deutlich zeigen soll (Körpersprache und co), was geht und was nicht.
Vielleicht fassen wir das anders auf, ich hatte jetzt nicht dieses Rangordnungsding im Kopf.

Die Hunde sind noch in so einem super Alter dafür, jetzt ist es eben leichter und die Aufgabe vom Hund muss auf den Menschen übertragen werden.. :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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"Der überlegene Hund/Rudelführer/..." ist astrein Rangordnungstheorie.

Das Alter sagt bei zwei so jungen Hunden auch nichts über "Überlegenheit" aus.

Grenzen ja, aber nicht unter der Prämisse, dass da eine "Rangordnung" sortiert werden muss.
Das führt zu Fehlschlüssen bei der Motivation für das Verhalten- das ist kein Machtwahn, sondern schlicht Überforderung und Unsicherheit eines Junghundes.

Dann packt man das auch anders an ;)
 
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Oh, nein so war das nicht gemeint.
Hab den Beitrag dann falsch aufgefasst, mir gings eher um den Schiedsrichter :D
 
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A-Fritz

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Hallo,
ich glaube, es ist eher sekundär warum ein Hund ein unerwünschtes Verhalten zeigt ,
wenn er dieses Verhalten ändern , oder unterlassen soll, muß man es auf jeden Fall unterbinden.

Das Prinzip einer guten Erziehung ist immer, ein erwünschtes Verhalten zu fördern
und nicht gewünschtes zu unterdrücken.
Wichtig ist dabei , immer genügend konsequent zu bleiben
und dass alle Bezugs- Personen auch immer die gleichen Grundsätze verfolgen.


Fritz.
 
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OS1234

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Hallo zusammen,

ich bedanke mich sehr bei Euch für die hilfreichen Antwoten :)
Wenigstens gibt ihr mir etwas Mut, dass es trotz allem mit viel Erziehung und Übung klappen könnte.
Ich habe diese Frage auch in einem anderen Forum gestellt, bei dem viele gemeint haben, ich sollte den Welpen sofort wieder zurück bringen und meinen Ersthund am besten auch in bessere Hände geben.
Ich weiß ja nicht, wie manche denken aber wenn man sich entschlossen hat einen Welpen zu kaufen, dann sollte man ihn auch behalten und nicht, wie einen Gegenstand, wieder zurück bringen (außer es würde natürlich überhaupt nicht klappen).
Klar hab ich nicht die größte Ahnung/Erfahrung, wie manch andere Hundeliebhaber mit 4-5 Hunden aber ich hatte vorher auch schon 11 Jahre lang einen Hund und bin dadurch keine "Anfängerin".
Aber um wieder auf das Thema zurück zukommen, ich habe bereits mit zwei Hundetrainer und einer Hundeverhaltensberaterin gesprochen, sie haben alle gemeint, dass alles machbar ist und ich den Welpen deshalb jetzt nicht weggeben soll.
In 3 Tagen kommt eine Hundetrainerin zu uns nach Hause und schaut sich die Situation an. Danach sehen wir weiter aber ich bin guter Dinge.
 
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Midoriyuki

Midoriyuki

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Fritz:

Die Motivation ist das A und O.
Hunde sind, oh Wunder, keine Black Box , die ich mir nach Schema F so biegen kann wie ich will.


Das klingt doch nach einem guten Plan :)

Aber ganz wichtig:
Kommt dir was komisch vor, es wird mit körperlicher Gewalt oder massiver Einschüchterung gearbeitet- Trainer wechseln!

Und lass dir alles haarklein erklären- ein guter Trainer macht das :)
 
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