Nachtaktiver Hund

Diskutiere Nachtaktiver Hund im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! Wir haben einen 9 Monate alten kleinen Mischling, der uns so allmählich mürbe macht. Aus irgendwelchen Gründen dreht er abends richtig...
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Schnock

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Hallo!
Wir haben einen 9 Monate alten kleinen Mischling, der uns so allmählich mürbe macht.

Aus irgendwelchen Gründen dreht er abends richtig auf und gibt bis spät in die Nacht rein Vollgas. Er will spielen und fordert das auch sehr penetrant ein und wenn wir im Bett liegen wird gewinselt und gebellt und im Haus randaliert.
Des weiteren muss er nachts auch alle zwei Stunden raus Gassi gehen, also er muss dann wirklich und macht ausgiebig groß und klein. 😱

Tagsüber
auspowern haben wir schon versucht, aber er schleppt sich müde von Sofa zu Kuscheldecke und ist mit keinem Spielzeug zum Toben zu animieren. Manchmal trottet er dem Ball hinterher und bleibt dann mit einem "So, hier bin ich, holen kannst du selber"-Blick daneben sitzen 😆
Also er ist wirklich sehr, sehr müde tagsüber.
Lange und ausgiebig spazieren gehen klappt auch nicht so richtig, da er dann lustlos hinter einem her trottet und bei jeder Gelegenheit sitzen bleibt.

Das einzige, was ihn tagsüber zuverlässig wach hält, ist das Toben mit anderen Hunden. Aber wir haben nur einen und wollen uns auch keinen zweiten Hund zulegen, das ist für uns nicht zu stemmen. Der kleine Wuschel geht täglich ca. 1-2 Stunden mit Nachbarshunden toben, aber das reicht ihm bei weitem nicht, um nachts müde genug zu sein.
Spielgesuche im Internet haben leider bisher keinen Erfolg gebracht... aber ich denk mir auch: das kann doch nicht der Grund sein, das er tagsüber so müde ist. Bälle holen oder Tauziehen ist doch auch Toben, oder nicht? ^^ Jedenfalls geht das nachts und da will er das auch und wirft uns die Bälle und Spielseile ins Bett.

Wir brauchen aber den Schlaf 😭

Achso, er ist noch nicht kastriert, deshalb machen wir nächste Woche einen Termin, weil er anfängt im Haus zu markieren - wollen das einfach mal abklären, ob eine Kastration da sinnvoll ist.
Könnte sein seltsamer Tagesrhythmus auch davon kommen? Oder irgendein Vitaminmangel?
 
12.12.2019
#1
A

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Mr. Spock

Mr. Spock

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Naja, ich würde es jetzt eher "Erziehungsmangel" nennen,denn Erziehung beginnt mit dem ersten Tag beim neuen Besitzer gleichermaßen wie Spielen und mit anderen Hunden toben. Manche Hunde brauchen richtig anspruchsvolle Kopfarbeit. Was habt ihr ihm bislang beigebracht?Hundeschule?
 
Nienor

Nienor

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Für mich tönt das nach einem überforderten Hund - die kommen gegen Abend schlecht zur Ruhe und drehen nochmal richtig auf.
Weniger ist mehr - gerade bei Junghunden. Schraub das Programm runter!
 
A

A-Fritz

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Hallo,
natürlich ist eine Hunde gerechte Auslastung wichtig , damit der Hund danach zur Ruhe kommt ,
doch eigentlich werden Hunde häufig überfordert und an ihrem natürlichen Schlafbedürfnis gehindert .

Erwachsene Hunde brauchen normalerweise 17 bis 20 Stunden Schlaf und Welpen, wie Senioren, oder Kranke
sogar 20 bis 22 Stunden.

Ich denke , Euer Hund ist irgendwie überdreht, hat eine Schlafstörungen und müßte ,
seinen natürlichen Schlaf-Wach- Rhythmus wieder lernen.

Ich würde es so versuchen , den Hund gegen Abend noch einmal stark körperlich vorderen
und dem Hund dann, noch vor dem Schlafen, seine gesamte Tagesration Futter zu geben.

Ich denke , wenn der Hund 9 Monate alten ist, genügt es, ihn jetzt nur noch 1X am Tag zu füttern .

Fritz.
 
Roli2190

Roli2190

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Hallo!
Wie lange habt ihr ihn denn schon? Zeigt er dieses Verhalten seit Anfang an? Und weißt du vielleicht, wie es war dort wo er herkommt? Ob er diesen Rhythmus eventuell noch von dort hat? Ansonsten kann ich dem was die User vor mir geschrieben haben zustimmen, gerade junge Hunde und Hunde aktiver, aufgedrehter Rassen kommen oft schwerer zur Ruhe und bei zuviel aufpuschender Action überdrehen sie dann.
 
Windhundliebe

Windhundliebe

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Generell kann ich da auch nur zustimmen, dass ein junger Hund so ein aufgedrehtes Verhalten nur bei zu viel Input zeigt.
Aber stößt ihr euch nicht daran, dass der TE sagt, dass der Hund am Tag müde ist und erst abends wach wird?! Das ist schön verwunderlich und wenn es wirklich an der Menge des Tagesgeschehen liegen würde, wäre der Hund auch tagsüber aufgedreht.

Ich vermute dahinter eher ein hormonelle Problem oder allgemein ein gesundheitliche. Vor allem weil er nachts anscheinend auch wirklich immer pinkeln und sein Geschäft machen muss. Auch wenn er noch nicht so lange bei euch wohnt und sein Tag/Nachtrhythmus erst noch anpassen muss, finde ich die anderen Dinge seltsam. Also ich würde auf jeden Fall die Schilddrüse und/oder das Herz untersuchen lassen. Auch Herzinsuffizienten oder anderes kann zu nächtlicher Unruhe führen und vor allem zu der vermehrten Ausscheidung.
 
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Schnock

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Der Kleine ist jetzt seit etwa 6 Monaten bei uns.
Nein, das Verhalten hat er nicht von Anfang an. In den ersten Wochen hatte er den nächtlichen 2-Stunden Rhythmus, weil er da noch nicht stubenrein war und wir nachts immer mit ihm raus sind. Dann wurden die Abstände länger, er hat mehr durch geschlafen und war eben tagsüber ganz normal mit seinen Wach- und Schlafzeiten. Dann ging es aber los, das er morgens nicht richtig wach wurde (ich sag mal...vor gut 4-5 Wochen ging das los) und sich seine Schlafzeiten bis auf den frühen Nachmittag ausgeweitet haben.
Also grob gesagt:
~6 Uhr Morgenrunde, dann schläft er bis 10, dann gehen wir eine weitere Runde und danach schläft er bis 13/14 Uhr. Wir gehen wieder eine Runde und er schläft weiter bis 17/18 Uhr. Dann wird er langsam munter und fängt an zu spielen. Bei der langen Abendrunde gehen wir immer mit den Nachbarshunden zusammen. Da wird getobt und gespielt und der Kleine zeigt, wie viel Energie in ihm steckt. Gegen 20 Uhr legt er noch ein Nickerchen von ca. 2 Stunden ein und dann ist er gut 3 Stunden am Stück wach und so zieht es sich durch die erste Nachthälfte, dass er Nickerchen mit langen Wachzeiten hat. Ab 3 Uhr nachts wird er ruhiger und schläft dann auch.

Hab gehofft, dass es die "Teenie-Müdigkeit" ist :D

Also ich würde auf jeden Fall die Schilddrüse und/oder das Herz untersuchen lassen. Auch Herzinsuffizienten oder anderes kann zu nächtlicher Unruhe führen und vor allem zu der vermehrten Ausscheidung.
Oh... ich hoffe doch nicht 😳 Dann spreche ich das nächste Woche beim TA an.
 
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Schweinemama

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Der Kleine ist jetzt seit etwa 6 Monaten bei uns.
Nein, das Verhalten hat er nicht von Anfang an. In den ersten Wochen hatte er den nächtlichen 2-Stunden Rhythmus, weil er da noch nicht stubenrein war und wir nachts immer mit ihm raus sind. Dann wurden die Abstände länger, er hat mehr durch geschlafen und war eben tagsüber ganz normal mit seinen Wach- und Schlafzeiten. Dann ging es aber los, das er morgens nicht richtig wach wurde (ich sag mal...vor gut 4-5 Wochen ging das los) und sich seine Schlafzeiten bis auf den frühen Nachmittag ausgeweitet haben.
Also grob gesagt:
~6 Uhr Morgenrunde, dann schläft er bis 10, dann gehen wir eine weitere Runde und danach schläft er bis 13/14 Uhr. Wir gehen wieder eine Runde und er schläft weiter bis 17/18 Uhr. Dann wird er langsam munter und fängt an zu spielen. Bei der langen Abendrunde gehen wir immer mit den Nachbarshunden zusammen. Da wird getobt und gespielt und der Kleine zeigt, wie viel Energie in ihm steckt. Gegen 20 Uhr legt er noch ein Nickerchen von ca. 2 Stunden ein und dann ist er gut 3 Stunden am Stück wach und so zieht es sich durch die erste Nachthälfte, dass er Nickerchen mit langen Wachzeiten hat. Ab 3 Uhr nachts wird er ruhiger und schläft dann auch.

Hab gehofft, dass es die "Teenie-Müdigkeit" ist :D


Oh... ich hoffe doch nicht 😳 Dann spreche ich das nächste Woche beim TA an.

Ich würde mal versuchen mit Tageslicht zu arbeiten, derzeit ist es in der Früh noch Dunkel - ab 16:00 bereits Nacht. DIe Hunde begreifen das ja auch nicht. Die verfallen in eine Art dämmerzustandsschlaf und kommen mit dem Tages- Nacht Rhytmus total durcheinander, und sind dann eher "wach" wenn es Hell (sprich Tag ist) - wird es nicht ordentlich hell schlafen sie halt - bis sie meinen dass es Hell ist. Aber irgendwann muss halt dann auch die Energie raus..

Das heisst, Tageslichtlampe um 6:00 an, gegen 11:00 aus, und dann gegen 16:00 wieder an - ab 20:00 aus - oder dann wenn Schlafenszeit ist (halbe bis 1 Stunde vor dem schlafen gehen - Tageslicht ausmachen, sonst fährt der Körper nicht richtig runter) . Der körper schüttet Hormone bei Tageslicht aus, fehlt das Tageslicht kann der Hund sich nicht mehr orientieren. Sollte mal die Sonne scheinen, lass ihn ruhig irgendwo im Sonnenlicht schlafen - es ist angenehm und gleichzeitig benötigen die Tiere dieses LIcht. Man erkennt es an Hunden, die im Winter eine fleischfarbene /hell bis Mittelbraune Nase bekommen, im Sommer ist dieselbe dann Kohlrabenschwarz. Es fehlt einfach "Tageslicht" und die Verfärbung ist hormonell gesteuert.

Das Pinkelverhalten wird durch das SOnnenlicht gesteuert / besser gesagt mit Licht / Nebennierenrinde - Hormone und Hirn (bei Menschen), wird wahrscheinlich bei Hunden sehr ähnlich sein. Nachdem es derzeit eher Dämmerzustände statt hell und dunkel gibt - wird sich sein Körper einfach nicht auskennen. Mit der Tageslichtlampe könntest du versuchen dass du ihn zeitlich auf Tag und Nachtrytmus bekommst.

P.s: ich mach meine Spaziergänge immer so, dass ich zu Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang draussen bin. Da kriegt der Hund dann auch diesen "natürlichen Wechsel mit. Ein paar Stunden künstliches Sonnenlicht reichen bei meinem - er ist eine Schnarchnase, gegen 22:00 ist Bettzeit, und wenn man gegen 6:00 morgens das licht aufdreht - hält er sich mit der Pfote die Augen zu.
 
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