Gibt es für Euch Grenzen der Gesundheitsversorgung bei Tieren ?

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A-Fritz

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Hallo ,
gerade ist mir ein querschnittgelähmter Hund, in einem Rollstuhl begegnet,
daneben hatten der Hundehalter noch einen zweiten Hund
in seinem Fahrradanhänger , der gar nicht laufen konnte .
Bei einem Gespräch mit diesem Mann berichtete dieser ,
dass seine Hunde neben einer ständigen ärztlichen Überwachung, täglich noch viele Medikamenten benötigen ,.
Um die Hunde zu versorgen , wendete dieser Mann so große Geldmittel auf ,
welches weit über meinen eigenen Möglichkeiten lagen.

Da frage ich mich , welche Grenzen würde ich bei der Gesundheitsversorgung meiner Tiere setzen
und ist es überhaupt für die Tiere vorteilhaft und sinnvoll, sie auf jeden Fall immer am Leben zu erhalten ?

Welche Grenzen gibt es für Euch ??


Fritz
 
02.01.2020
#1
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Midoriyuki

Midoriyuki

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Was Finanzen betrifft:keine.

Bin aber auch in der glücklichen Situation mir darum keine Sorgen machen zu müssen.

Was den Zustand des Hundes betrifft: Solange der Hund schmerzfrei ist wäre für mich fast alles tragbar.

Sobald der Hund chronisch massive Schmerzen hätte ohne Möglichkeit das zu unterdrücken oder zu bessern würde ich einschläfern lassen.

Bei Hunden im Rollstuhl zB wäre eine Lähmung ohne Schmerzen für mich okay, Schmerzen hingegen nicht.
 
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Tompina

Tompina

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Ich finde, das ist eines der schwierigsten Themen der Tierhaltung, da vieles so unheimlich subjektiv ist, dass man da oft kaum zwischen richtig und falsch entscheiden kann bzw. der Grat so schmal ist, dass es auch ganz rational oft nicht einfach ist da eine passende Lösung zu finden.

Ich persönlich mache für mich einen Unterschied zwischen Tierarten, die mit menschlichem Kontakt klarkommen, diverses Handling nur begrenzt Stress bedeutet (Hund, Katze, Pferd etc.) und Tierarten, die tendenziell schon bei der normalen Pflege im Direktkontakt mehr Stress als Freude haben (Kaninchen, Meerschweinchen etc.).

Bei der ersten Kategorie bin ich zunächst mal der Meinung, dass sofern es sich der Tierhalter finanziell leisten kann, keine wirkliche "Begrenzung" gibt. Je nach Krankheitsbild/Problem gibt es inzwischen auch für Tiere viele Möglichkeiten begleitend und unterstützend tätig zu werden, somit Alltagserleichterung, Schmerzfreiheit etc. zu erreichen und dem Tier Lebensqualität zu ermöglichen. Allerdings gehe ich auch davon aus, dass ein Tierhalter mit gesundem Menschenverstand, der Unterstützung von fähigem Fachpersonal (Tierarzt, Physiotherapeut etc.) und dem Einfühlungsvermögen für das eigene Tier abwägen kann, was genau Sinn macht und was nicht. Und hier sind wir bei der angesprochenen Subjektivität.

Um hier mal auf dein Beispiel einzugehen: viele Medikamente und regelmäßige Tierarztbesuche sind per se kein Kriterium um beurteilen zu können, wie viel "Sinn" das alles macht. Medikamente und regelmäßige Blutkontrollen sind bei vielen Krankheitsbildern wichtig um dem Tier eben dauerhaft Schmerzen zu nehmen bzw. anderweitig zu unterstützen. Ein Hund im Rollstuhl mag in seiner Bewegungsfähigkeit leicht eingeschränkt sein, aber er hat die Möglichkeit seine Umwelt wahrzunehmen, sie zu erkunden und mit seinem "Rudel" unterwegs zu sein - das was Hund eben so macht. Ein Hund der sich selbst kaum noch bewegen kann, aber von seinem Menschen so begleitet wird, dass er dabei sein kann, etwas erleben kann, ist für mich persönlich ein Grenzfall, denn ich nur abschließend beurteilen/einordnen will, wenn ich weiß was genau der Hund für Probleme hat und wie der gesamte Alltag mit diesem Hund aussieht (nicht nur die eine Draußensituation).

Bei der zweiten Kategorie bin ich schon deutlich "rabiater". Alles was bei solchen Tieren dazu führt, dass sie dauerhaft von ihrer Gruppe getrennt sind oder nur teilweise Anteil am Gruppenleben haben können, alles was mit Anfassen etc. zu tun hat und über ein "ertragbares Maß" hinaus geht (ich hatte schon Meerschweinchen da war das reine Päppeln ein solcher Kampf, dass ich sehr schnell die Grenze gezogen habe, ich hatte aber auch schon Meerschweinchen, die bei 5-6 Medikamentengaben, Päppeln, Wiegen etc. so entspannt blieben, dass ich deutlich länger alles versucht habe - auch hier also immer eine Individualfallentscheidung unter Einbezug aller Faktoren!), ist für mich "zu viel". Lebensqualität bedeutet für diese Tiere am Gruppenleben teilzunehmen, selbstständige Futteraufnahme, Bewegung etc. Ein Rumliegen aufgrund von Schwäche/Schmerzen führt bei Tierarten wie Meerschweinchen/Kaninchen schon zu einem gewissen Grundstress, da sie das angreifbar macht und sie somit eine Gefahr für sich und die Gruppe sind - deshalb ist das für mich eine andere Ausgangslage, als bei einem Hund oder einer Katze.

Es ist und bleibt aber etwas, was ich jedes Mal aufs Neue vom jeweiligen Tier, den Prognosen und allen anderen Faktoren abhängig mache - egal welche Vorerfahrungen ich mit der gleichen Tierart in welcher Form auch immer gemacht habe! Jedes Tier ist - neben den von mir genannten Kategorisierungen was das Handling angeht - anders und jeder Krankheitsverlauf ist anders. Da gibt es in meinen Augen kein schwarz und weiß. Keine Geldbetragsgrenze (mit Allgemeingültigkeit). Keine Sinngrenze. Oder Ähnliches.
 
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Simpat

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Für mich ist das oberste Kriterium, wenn ich meinem Tier ein lebenswertes Leben ermöglichen kann, ja dann würde ich das mit allen Mitteln tun, welche die Medizin heutzutage zu bieten hat, vorausgesetzt ich kann es zahlen, ohne dass ich mich jetzt total verschulde, sollte halt schon noch finanzierbar sein. Bei Hunden im Rollstuhl würde ich auch an meine Grenzen stoßen, da wird es auch von Fall zu Fall unterschiedlich sein, inwieweit dann noch Lebensqualität vorhanden ist. Kot- und Urinabsatz muss schon eigenständig noch möglich sein, wäre für mich jetzt in dem Fall auch ein Kriterium.

@Tompina: So habe ich es bei meinen Meerschweinchen auch gehalten. Klar wurden die auch mal gepäppelt, wenn sie krank waren und nicht mehr eigenständig fressen wollten, aber nur wenn es vorübergehend war und abzusehen, dass die mit der Zeit wieder selbstständig fressen. Ansonsten habe ich die Tiere immer solange in der Gruppe gelassen, wie sie sich da noch wohlfühlten und auch alleine gefressen haben. Dann ist es natürlich ganz individuell gewesen, von Meerschweinchen zu Meerschweinchen verschieden.

Hier mal die zwei gegensätzlichsten Beispiele während meiner Meerschweinchenhaltung: Gipsy musste ja die letzten 2 Jahre ihres Lebens einmal täglich Medikamente für die Schilddrüse bekommen, war aber bei ihr kein Problem, sie hat sich ganz einfach nehmen lassen und ist trotzdem immer zutraulich geblieben, sie war auch davor mal 3 Monate krank und wurde wochenlang gepäppelt, dass hat sie alles gut weggesteckt. Hingegen mein Angstschwein Rusty z.B. da war jede Behandlung jede Medikamentengabe eine Tortur. Die wurde wegen ihrer Eierstockzysten erfolgreich behandelt, da musste sie nur alle 3-4 Tage etwas bekommen und das über 3-4 Wochen und dann war es wieder gut, aber päppeln wäre bei ihr unmöglich gewesen, daher habe ich sie auch zeitnah erlösen lassen, als sie einen Tumor bekam mit ca. 5 Jahren, weil ich ihr keine Medikamente über länger regelmäßig hätte verabreichen können und sie sich auch nicht päppeln lies.
 
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