Trauer

Diskutiere Trauer im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Mittlerweile trauert unser Labrador nicht mehr so schlimm, in den ersten Tagen war es herzzerreissend, er hat nichts gefressen - nur...
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Schweinemama

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Mittlerweile trauert unser Labrador nicht mehr so schlimm, in den ersten Tagen war es herzzerreissend, er hat nichts gefressen - nur Handfütterung, ist im Haus herumgelaufen - auch bei meinen Eltern - hat jeden Besuch freudig erwartet und ist bei Blickkontakt sofort wieder auf seinen Platz. Fressen leider so, weil doch die alte Dame immer als allererster bekam. Mittlerweile funktioniert es, indem man ihm die ersten Bissen vor die Nase hält - es ist ja nicht schlecht - dennoch ist seine Fresslust ziemlich eingebremst er steht dann langsam auf - wackelt hin
- schaut und beginnt dann langsam zu fressen ( alles wie in Zeitlupe was sonst 1 Sekunde von einst sind 10 Sekunden von jetzt).

Heute hat er das erste mal wieder mit mir gespielt - ballwerfen - zerrspiele. Total verändert - sehr vorsichtig immer wieder weggehend und dann ins SPiel einsteigend aber nicht mit der Energie oder AUsdauer wie sonst . Mit anderen Hunden spielen geht derzeit nicht so gut - er versucht ständig zu besteigen - etwas was wir schon lange hinter uns hatten. Er darf gerne mit den anderen Hunden spielen - etwas balgen - aber sollte besteigen etc angedeutet werden - kassiere ich ihn ein (so habe ich es das letzte mal gut wegbekommen).

Also er ist total verändert seit Freitag, wir sind aber auf dem Weg der Besserung. Mache mir aber dennoch etwas Sorgen - er wirkt total vergreist, lustlos - liegt stunden rum - er freut sich über alles - aber nicht wirklich in dem masse überschwänglich wie wir es gewohnt sind - sondern einfach nur alles "in Watte gepackt".

Wie lange dauert soetwas bzw. wann sollte ich ihn mal beim Tierarzt vorstellen`? er hat eigentlich an keinem Tag gar nichts gefressen, an den ersten Tagen ging aber wirklich nur köstlichkeiten wie gebratene Leber, Käse, Wurst ein bisschen Rindsuppe mit Fleisch. Das hat sich gebessert, aber mir tut er leid - weil sich sein verhalten so extrem verändert hat. Er ist gerade in den Garten gegangen, etwas was er 11 Monate nie gemacht hat, er hat ein Stück kauknochen gekriegt (ob er es verbuddelt oder draussen frisst weiss ich nicht), aber er war immer Ängstlich hinaus zu müssen - alleine - weil er immer angst hatte draussen bleiben zu müssen).
 
16.01.2020
#1
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Schweinemama

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Nachdem das ganze nicht wirklich besser wird, sondern eher dahinplätschert, er frisst schlecht, teilweise geht nur Handfütterung, gleichzeitig hat er sich gestern noch den Magen verdorben - nun hat er leichten DUrchfall und der Bauch grummelt. er läuft hinter mir her wie ein Prügelknabe, er läuft ohne leine hinter mir her wie meine Cairndame als sie total blind war. Nun schau ich ob ich nicht eine Hündinnenbegleitung für ihn auftreiben könnte (habe in einem regionalen Forum gepostet). Eine die sich durchsetzen kann, die mit ihm geht und er sich nicht hinten an mich ranhängen muss vor lauter Verlustangst.
 
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A-Fritz

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Hallo Schweinemama ,
wenn Du hier über deinen Hund schreibst , frage ich mich ,

spiegeln diese Deine Beobachtungen nicht vielleicht Deine persönlichen Probleme ?
Ist die Trauer , welche Du bei Deinem Hund beschreibst , nicht eventuell deine Trauer
welche sich auf Deinen Hund überträgt ?

Hunde sind ja auch sehr von dem Verhalten ihrer Halter abhängig .

Gibt es nicht auch noch andere Bereiche in Deinem Leben ,
die wichtig für Dich sind , als immer nur die Sorge um Deinen Hund ?


Fritz.
 
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Tompina

Tompina

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Hallo Schweinemama,

ich würde mich da mal den Fragen bzw. dem Ansatz von Fritz anschließen.

Ich habe letzten Monat auch einen Hund verloren. Einen mit einer sehr zentralen und stabilisierenden Rolle für mich, aber auch für die anderen drei Hunde.

Und ja, man merkt den verbliebenen Drei an, dass etwas fehlt. Aber nicht in Form von Trauerverhalten (im Sinne der menschlichen Interpretation), sondern im Lösen von Alltagssituationen und im situativen Verhalten.

Unruhe, Fressunlust, stark abweichendes Verhalten hatte ich hier auch die ersten Tage. Aber nicht aus ihrer Trauer heraus, sondern weil ich als Anleiter und Führer der komplette Totalausfall war und das worauf sich gerade Marte und Lupina tagtäglich verlassen um einigermaßen stressfrei klarzukommen, nicht vorhanden war. Das hat die beiden immens unter Druck gesetzt und vor allem Lupina war völlig durch den Wind.

Ich bin auch jetzt noch eher ein Ausfall als eine Hilfe. Und einige Sachen haben sich nachhaltig verändert, weil Tom als Ausgleich/Ruhepol fehlt. Aber das hat nichts mit Trauer zu tun, sondern ist die Reaktion auf ein verändertes Sozialgefüge.

Gerade bei deinem Labbi und eurem Weg kann ich mir gut vorstellen, dass er nun noch mehr unter Druck steht als vorher. Dass eine vierbeinigen Anlehnung fehlt. Und vor allem dass er dich spiegelt (wie er es auch sonst meiner Meinung nach sehr stark tut und du ihn ordentlich "hoch schaukelst" damit) und deshalb so neben der Spur ist.

Auch hier mein Rat: tief durch atmen. Nimm dir Zeit zum Trauern, gib deinem Hund Raum für Ruhe und habe nicht so enorme Erwartungen an ihn und dich. Vor allem nicht in einer Situation wie dieser!
 
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Schweinemama

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Danke ich werde auch mich achten. Gestern hatte er ein schönes Erlebnis - stundenlanges leinenfreies Spaziergehen und ein herumhopsen auf einem Traktorweg der zugeschneit war und der Schnee so richtig zwischen den Zehen knirschte und federte wie eine Daunendecke - wir beide sind herumgehopst und haben uns gejagt wie die jungen Hasen und haben uns voneinander entfernt - kontrolliert - schnell und mit großem Vertrauen . Danach noch Freilauf mit einer hündischen Labrador-Dame. Er war ausgelassen, müde und es war richtig schön. Bauchprobleme dürften verschwunden sein, ich nehme an, das hat mit dem wenig fressen davor zu tun - er ist nicht wirklich abgemagert aber es ist ein deutlicher unterschied ob er was im Bauch hat oder eben nicht. Er hatte eine ruhige nacht, er sucht auch die Nähe (freiwillig). Und ja - es ist natürlich eine Zeit der Veränderungen. Er macht seine Sache dennoch recht gut. Wir sind beide gestresst, können uns aber immer besser aufeinander einlassen. So darf er auch freilaufen, wenn ich merke dass er auf dem Feld eine "Spur" hat - er kommt auf Rückruf zurück, oder er bricht gegebenenfalls ab - denn allzuweit geht er nicht (maximal 15-20 Meter)- die Rehe am Feldrand und die Hasen die da wild weghoppelten sieht er - aber er reagiert nicht. Er ist ein ganz toller Hund, aber wir müssen noch sehr viel "vertrauen" zueinander lernen. Ich werde mich bemühen ihn wirklch "frei" zu geben (seine Geschwindigkeit und seine Größe sind immer noch ungewohnt - ich habe einige Jahre in "Slow Motion" gelebt, dennoch hole ich bereits auf und "schnell darf auch schon mal schnell" sein ) - und das auch von ihm einzufordern - damit er mir nicht "vergreist". Er läuft sehr gerne, er ist auch sehr schnell aber dennoch kontrollierbar. An all das muss ich mich erst gewöhnen und ja es macht eindruck wenn so ein Hund mit weit ausgebreiteten Vorderpfoten auf mich zugeeilt kommt und sich wirklich vor mir einbremst, er leitet jedoch auch andere Hunde von den Menschen weg im Freilauf in großen Bögen damit es keine Kollissionen gibt ( bei solchen Situationen hätte ich ihm mit meiner greisen Hündin zurückgepfiffen und angeleint, jetzt pfeif ich ihn zurück lass ihn auf 5 Meter zu mir kommen und schicke ihn wieder weg - genauso wie ich teilweise ihn nicht mehr wegschicke sondern erwarte dass er zu mir kommt zum Anleinen. War früher einfach eine andere situation, wenn er zu weit weg war und vor allem so weit weg extrem schnell war) . Er kann somit denken - und das ist ein tolles Gefühl. Wir werden das schon hinbekommen und zur Not suche ich mir beim Spazieren gehen jemanden wo ich ersuche, dass ich ein Stück mitgehen darf - damit er mal den "Druck" verliert und einfach mal " Wild- schnell und Hund sein" darf.

Ich gehe derzeit gerne auf den Feldern - übersichtlich, man sieht auch die Hunde aus 100 Meter entfernung, er hat seinen Freilauf und ich kann ihn zurückholen sollte jemand näher kommen. Man sieht ja schon aus der Entfernung ob der Hund beim Baum ein Haxerl hebt, dann schauen wir dass wir vorher irgendwo abbiegen oder ich ihn kurz an die Leine nehme um passieren zu können. Und den Stadtverkehr sowie den Freilauf hier entlang vom Bach werde ich nun auch angehen (wobei mir jeder sagt - ich möge ihn doch endlich von der Leine lassen - er ist gross- brav - er tut ja nichts - aber niederrennen kann er dennoch ). Dennoch ist das Hundepublikum hier jenseits der 8-10 Jahre also keine Spielkameraden, und die jungen Hunde meist noch unkontrollierbarer wie mein kleines "Schlachtross". Aber wir arbeiten daran - dass er andere pubertierende Rüden und möchte gerne Machohunde in Ruhe lässt und sich nicht mehr davorstellt und die anguckt wie eine Kuh auf dem Glatteis (es wird besser - aber ganz gut ist es nicht). Mit einigen Rüden kann er - er hat auch einige recht dominante Rüden mit denen er ohne Probleme laufen kann ( z.b. einen ex-yugoslawischen Herdenschutzhund - der ihm zu anfang noch sehr an den Pelz ging - freunde geworden und alle glücklich).
 
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