Eine Frage des Gewissens

Diskutiere Eine Frage des Gewissens im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo liebe Forenmitglieder, einige von euch kennen ja den Fall meiner Katze Yessi und ihrer konstanten Harnabsatzprobleme. Nun ist es so, dass...
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flauschibär

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Hallo liebe Forenmitglieder,

einige von euch kennen ja den Fall meiner Katze Yessi und ihrer konstanten Harnabsatzprobleme.

Nun ist es so, dass es schon über 1 Jahr ist, in dem wir immer die selben Behandlungen durchführen, Antibiotika, Immuntabletten, Schmerzmittel, Ultraschall, Labortests usw.

Yessi wird nun im Februar 3 Jahre alt,
doch hat sich an ihrer Immunabwehr überhaupt nichts verbessert:-((

Sie hat entweder Blasenentzündung, oder Bindehautentzündung, es ist jeden Monat das Gleiche, das eine ist weg, das Andere ist da.

Jegliche Versuche weiterer Maßnahmen scheiterten immer wieder an den Erkrankungen weil ja dann Narkose nicht geht.

Nun beschleicht mich doch das Gefühl, dass es vielleicht für immer so bleiben wird.

Ich weiß nicht ob ich ihr das zumuten kann. Einerseits ist sie so eine lebensfrohe und verspielte Katze wenn es ihr einigermaßen geht, andererseits gibt es so viele Phasen in ihrem jungen Leben wo sie nur schläft, man merkt dass es ihr trotz Medizin nicht gut geht.

Logisch betrachtet würde ich sagen, so ein Leben ist nicht gut für sie, aber dann kommt die Frage, sehe ich das nur so weil es schwer zu ertragen ist sie so zu sehen, oder ist es wirklich das Beste.

Was denkt ihr?
 
20.01.2020
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
F

flauschibär

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Also ich war heute nochmal mit Yessi beim Tierarzt. Die Ärztin meint das Hauptproblem ist ihre überreizte Blase, deshalb würde sie aber nicht den Schritt gehen. Wir versuchen jetzt noch mal andere Medikamente und Diätfutter.
 
S

Schweinemama

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Ich verfolge dein Thema schon länger.

Würde mir einen Katalog zusammenstellen, mit deinen Bemerkungen und deinem Leidensdruck. Was wäre der Auslöser, warum du die Katze nun sofort einschläfern lassen würdest.

Meine HÜndin ist vor 11 Tagen gegangen - sie war gut drauf, sie hatte ein schönes Leben, in letzter Zeit wurden ihre Altersbeschwerden mehr. Letztendlich bekam sie am letzten Tag etwas ähliches wie einen Schlaganfall - konnte plötzlich nicht mehr gerade laufen abends zuvor rutschte sie erstmals auf dem Parkettboden aus, tags drauf knickte sie immer mal wieder ein ein und suchte immer mehr meine Nähe. Ich hätte sie natürlich auch den Rest ihres Lebens herumgetragen, wenn ich mir nicht 100% sicher gewesen wäre, dass sie dadurch leidet, ihr schwindelig ist und das Problem nicht das Zeitintensive sondern ein , körperliches und auch Tierschutztechnisches ist (dh. der Hund hat wahrscheinlich schmerzen, Angst - kennt sich nicht aus). Ich hatte wohlweisslich wochen zuvor dem Tierarzt geschrieben, dass ich dem Tier eine schwere und langwierige Behandlung ersparen will - weil sie alt ist und ich auch bereit bin sie gehen zu lassen - wenn es zwar möglicherweise Hoffnung gibt, aber die Heilung nicht mehr in der Geschwindigkeit vollzogen werden kann, dass das Tier langfristig leidet. Mein Tierarzt hat sich noch daran erinnert (er kennt das Tier seit über 10 Jahren, auch wenn es ihm gutging - wir waren oft zur Analdrüsenausdrückung und Wolfskrallenstutzung obligatorisch dort ) und hat mir auch erklärt dass er der meinung ist, dass dem Tier zwar geholfen werden kann, aber es langfristig eine sehr problematische Entwicklung geben wird - dh. Entwässerung, nierenwerte schlecht, Schlaganfall könnte man notfalls "reparieren"- dauert aber, dh. das Tier würde vielleicht noch einen Monat "leiden" ( nicht schmerztechnisch sondern körperlich eingeschränkt, ob die Organe das aushalten ist fraglich) - wäre dann austherapiert und man müsste dann erneut einen Status machen um zu sehen ob das Leben noch Lebenswert für das Tier wäre. Deshalb würde er seiner Einschätzung nach gerne das Tier "schlafen legen" - damit es sich all diese Behandlungen, den Stress sparen kann. Den frühstens 30 Tage später hätten wir die gleiche Entscheidung treffen müssen (seiner Meinung nach wäre die Lebensqualität nicht mehr wiedergekommen).

Bei euch ist es jedoch anders und es geht ständig bergauf und bergab, ein "High" trifft das nächste Tief, und wenn man denkt es geht nicht mehr, steigt plötzlich der Lebensgeist wieder und das Tier gesundet wieder für ein paar Tage, ein paar Wochen oder glücklicherweise sogar für ein paar Monate. Aber das nächste Tief wird wohl bestimmt wieder kommen.

Ich würde mir an deiner Stelle nun nicht den Kopf darüber zerbrechen was der Tierarzt sagt. Der Tierarzt sieht das Tier in einer Momentaufnahme, meistens dann wenn es dem Tier schlecht geht (wenn es ihm gutgeht - gehen die wenigsten zum Tierarzt). Er versucht Ursachen zu finden, manchmal kann er das Tier nicht heilen, aber eine Verbesserung der Lebensqualität sollte durchaus drinnen sein. ER sieht aber nicht, wie sich manche Tierbesitzer aufopfernd um das Tier zu Hause kümmern, schlaflose Nächte haben wenn es Tiefs gibt, kurze erholungsphasen haben wenn es dem Tier mal besser geht und vor allem sieht er nicht die Lebensqualität des Tieres zu Hause - sondern nur vom hören und sagen. Kratzt das Kätzchen genüsslich am Kratzbaum, ist aufmerksam und am Leben interessiert - liegt es in der Sonne - putzt und schleckt sich - will spielen und jagt irgendwelchen Sachen hinterher etc. Alldas sind so Faktoren die dem Tierarzt sagen - dass es dem Tier mal nicht so schlecht geht. Er kann es dank medizinischer Hilfe am Leben erhalten, er kann heilend eingreifen, er kann operieren, er kann schmerztechnisch einen Dornen aus der Pfote operieren, damit das Tierchen wieder glücklich ist. Und natürlich gibt es dann noch den Faktor eines chronisch kranken Tieres, das das alles macht, obwohl es ihm nicht gut geht, weil es ganz einfach ein anderes Körpergefühl entwickelt hat und auch ganz andere Schmerzlevel erreichen kann wie eine übliche Hauskatze die mit eingeklemmten Pfote schreit wie mord und Brand - weil das Schmerzlevel von gar nichts - bis exterm hoch ging, der Schmerz aber bestenfalls einige Minuten andauert und dann "wieder nachlässt und gut ist". Alternativ würde ich die Fakten auf den Tisch legen und mit dem Tierarzt besprechen, was deine Schmerzgrenzen sind. Das kann einerseits finanziell sein (mittlerweile sind auch Blutwäschen für Katzen möglich, bei Tieren die In momentanen Schockzuständen leben oder wo eine sehr schwere Krankheit vorliegt die aber dank blutwäsche und einer baldmöglichsten kompletten Genesung in den Raum gestellt werden kann (dauerlösung ist das keine, das Tier wird kurzfristing intensivmedizinisch betreut wie z.b. bei schwersten Vergiftungen, Schlangenbissen etc.) - aber finanziell fragwürdig), andererseits natürlich auch von der Belastung mit dem dauerkranken Tier - das irgendwo in der Ecke sitzt, panik hat weil es demnächst wieder Tablettenzeit ist und sich immer mehr zurückzieht, weil es zusätzlich zu Krankheiten auch nocht Behandlungangst hat. Denn all das geht natürlich auch auf deine "Lebensqualität", dein "Immunsystem" und deine Psyche. So einem ewig kranken Kätzchen das man liebt beim "leiden" zusehen zu müssen, weil keiner in der Lage ist eine Entscheidung zu treffen, ist für jeden Tierfreund eine unendliche Qual. Ich würde dir wünschen, dass ihr deiner Katze den "dornen aus der Pfote" ziehen könnt, damit es schmerzfrei in eine tolle Zukunft sehen kann. Wenn es das nur geben würde.
 
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