Auf Wiedersehen Gino...

Diskutiere Auf Wiedersehen Gino... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Tier Ecke; Gino... heute vor einer Woche, am 21.01.2020, musste ich dich nach 4 wundervollen gemeinsamen Jahren gehen lassen. Stolze 23 Jahre bist du alt...
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Shiria

Shiria

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Gino... heute vor einer Woche, am 21.01.2020, musste ich dich nach 4 wundervollen gemeinsamen Jahren gehen lassen.

Stolze 23 Jahre bist du alt geworden...
Und auch wenn mein Kopf weiß, es war richtig, tut es doch unglaublich weh...
Du fehlst in allem und überall.
Deine Stimme wenn du gerufen hast, weil ich beim nach Hause kommen nicht sofort zu dir gekommen bin.
Deine Art mich Nachts durch anstubsen mit deiner nassen Nase zu wecken, wenn dir das Essen im Napf nicht mehr geschmeckt hat - oder er leer war...
Deine Art dich auf den Rücken zu rollen, damit ich dir den Bauch kraulen kann...
Wie du fast lautlos geschnurrt hast... nur wenn man mit dem Ohr ganz dicht war hat man das Vibrieren gehört...
Die Art wie du manchmal geantwortet hast, wenn ich dich angesprochen habe...
Auf einmal ist es so leer...

Es tut mir so leid, das ich schon vorher so weinen musste, ich wollte doch stark sein, aber ich konnte nicht...

Und jetzt bist du nicht mehr hier.. nach 4 gemeinsamen Jahren mit ihren Höhen und Tiefen... in denen du immer da warst...

Am 7. Januar 2016 bist du zu mir gekommen, mit 19 Jahren... dein Vorbesitzer war verstorben... du sollst Freigänger gewesen sein... zum Glück hast du darauf nicht bestanden. Mit deinem grauen Star hätte ich dich ungern in einer neuen Umgebung raus gelassen.
Zu Beginn warst du so schüchtern... erst hast du dich in meinem Bad versteckt, hinter der Toilette. Aber wenn ich nach Hause kam hast du gerufen und wenn ich mit dir geredet habe, hast du geantwortet. Aber rausgekommen bist du immer erst spät abends. Aber dann hast du Schmuseeinheiten eingefordert. Köpfchen geben, treteln, sabbern - und du fandest Bauchkraulen toll! Dein Bauchfell war immer so flauschig...
Schon 5 Tage später warst du, sobald es ruhig war immer auf meinem Schoß, in meinem Arm, meine Hand an deinem Bauch hast du da gelegen, geschnurrt, getretelt und auch gesabbert wie ein Wasserfall... Oder auch vor meiner Tastatur/meinem Bildschirm. "Wie du wolltest was anschauen/tippen?"

Nachts hast du auf meinem Kopfkissen gelegen, über meinem Kopf. Auf der einen Seite deine Hinterpfoten, auf der anderen Seite deine Vorderpfoten, wie eine wärmende Mütze. Zum Glück warst du da sanft beim treteln.
Und du hast gerne am geöffneten Schlafzimmerfenster gesessen, besonders im Sommer - aber nur wenn ich dabei war. Du hast nie versucht durch das Netz zu kommen. Durch deine Blindheit war es vielleicht auch so Hindernis genug.

Juni 2017 wurde die chronische Niereninsuffizienz bestätigt, die ich schon vorher vermutet habe. Aber alles andere war in Ordnung - zum Glück. Dir ging es unverändert gut, bis auf das viele trinken und das du immer weniger gesehen hast.

Du hattest 2018 und 2019 2-3 schlechte Phasen, aber mit Infusion und Zufüttern hast du dich innerhalb von 2 Wochen immer wieder berappelt. Mit der Zeit wurde deine Orientierung immer schlechter, du hast dich nicht mehr von meinem Bett getraut. Ich habe jetzt tagsüber wenn ich da war, mehr Zeit wie sonst mit dir auf meinem Bett verbracht. Wenn ich dich runter gesetzt habe, bist du selbstständig zum Futter und aufs Klo gelaufen und dann von selber wieder raufgeklettert. Hilfen, damit du einfacher runterkommst, hast du nicht verstanden, wahrscheinlich weil du nicht sehen konntest wo du hintrittst/springst und irgendwann viel es dir auch immer schwerer den Weg in die Küche zu finden. Du bliebst in Ecken stehen und hast die Wand angemauzt. Der Tierarzt vermutete eine Art Demenz.

Zum Glück hatte ich ein großes Doppelbett... und jetzt war eine Hälfte deine. Mitte 2019 bekamst du Futter & Wasser auf deine Hälfte, damit du fressen konntest, während ich arbeiten war. Das hast du sofort verstanden und dankbar angenommen. Anfangs habe ich es mit Inkontinenzunterlagen abgedeckt, aber dir war es so unangenehm. Also fing ich an ein Klo im Schlafzimmer aufzustellen, aber da du ja nicht mehr selber vom Bett kamst, konntest du es auch nur benutzen wenn ich da war. Als ich es beim Saubermachen einmal auf deine Bettseite stellte, hast du es sofort benutzt... damit war es klar, du bekamst ein Klo auf deinem Bett. Und von da an warst du wieder sauber. Anfangs habe ich gezweifelt, ob das noch so ok ist, aber du bist auf meinem Bett herumgelaufen, hast wie immer nach Aufmerksamkeit verlangt, geschmust, getretelt... nur jetzt in deiner eigenen kleinen Welt... und wehe das Futter im Napf war nicht das richtige. Darüber konntest du dich immer noch lautstark beschweren.

Nun verbrachte ich auch einen Großteil meines Tages auf meinem Bett. Da du nicht mehr zu mir kommen konntest, kam ich zu dir. Schmusen konntest du den ganzen Tag.

Am 7. Januar 2020 ging es dir nicht so gut. D mochtest nicht aufstehen/laufen und wenn warst du wackelig. Beim Blutbild, Röntgen und (Herz-)Ultraschall waren soweit alles in Ordnung, Niere & Leber stabil, Herz ebenso... auch Ultraschall und Röntgen waren Altersentsprechend gut... Im Urin wurde jedoch etwas Blut gefunden, da fiel mir ein, dass du zwei Tage zuvor einmal beim Urin absetzen gejammert hattest - aber nur das eine Mal. Also Verdacht auf Blasenentzündung. Du wurdest mit Medikamenten versorgt und bekamst Infusion. Noch am selben Abend standest du wieder und am nächsten Tag warst du fast der Alte. Leider hielt das Glück nicht lange und ich fand dich auf der Seite liegend... Die Tierärztin vermutete was neurologisches, du konntest nicht mehr stehen oder dich im Sitzen aufrecht halten. Konntest deine Pfoten nicht mehr richtig koordinieren (außer im Liegen, da ging das...) oder hast sie wie im Reflex weggestreckt, wenn man dich hochgenommen hat... Aber Schmusen wolltest du immer noch und Hunger hattest du sowieso. Du warst Kopfmäßig voll da und wolltest auch alles... aber deine Nerven wollten nicht mehr so wie du...

Am Dienstag den 21.01.2020 habe ich dich gehen lassen... noch während die Tierärztin auf dem Weg war, hast du ein Hühnerinnenbrustfilet verdrückt und die Streicheleinheiten genossen. Es wäre nicht fair gewesen, das weiter hinauszuzögern... und auch wenn mein Kopf weiß, es war die richtige Entscheidung, tut es doch so unendlich weh...
Immer noch schaue ich ins Schlafzimmer, wenn ich daran vorbei gehe, aber du bist nicht mehr da...

Alles ist auf einmal so leer... du fehlst... ich vermisse dich so...

Gino, ich hab dich lieb...
ich hoffe du hattest eine gute Reise... nun kannst du dich wieder frei bewegen...

Traurige Grüße,
Shiria
 
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Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
  • Auf Wiedersehen Gino... Beitrag #2
Amber

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Oh je, das tut mir unheimlich leid, Shiria! 😟


Mitfühlende Grüße
Amber
 
  • Auf Wiedersehen Gino... Beitrag #3
Larissa1

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Mein Beileid und dir ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit.
 
  • Auf Wiedersehen Gino... Beitrag #4
Asanna77

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Gino... heute vor einer Woche, am 21.01.2020, musste ich dich nach 4 wundervollen gemeinsamen Jahren gehen lassen.

Stolze 23 Jahre bist du alt geworden...
Und auch wenn mein Kopf weiß, es war richtig, tut es doch unglaublich weh...
Du fehlst in allem und überall.
Deine Stimme wenn du gerufen hast, weil ich beim nach Hause kommen nicht sofort zu dir gekommen bin.
Deine Art mich Nachts durch anstubsen mit deiner nassen Nase zu wecken, wenn dir das Essen im Napf nicht mehr geschmeckt hat - oder er leer war...
Deine Art dich auf den Rücken zu rollen, damit ich dir den Bauch kraulen kann...
Wie du fast lautlos geschnurrt hast... nur wenn man mit dem Ohr ganz dicht war hat man das Vibrieren gehört...
Die Art wie du manchmal geantwortet hast, wenn ich dich angesprochen habe...
Auf einmal ist es so leer...

Es tut mir so leid, das ich schon vorher so weinen musste, ich wollte doch stark sein, aber ich konnte nicht...

Und jetzt bist du nicht mehr hier.. nach 4 gemeinsamen Jahren mit ihren Höhen und Tiefen... in denen du immer da warst...

Am 7. Januar 2016 bist du zu mir gekommen, mit 19 Jahren... dein Vorbesitzer war verstorben... du sollst Freigänger gewesen sein... zum Glück hast du darauf nicht bestanden. Mit deinem grauen Star hätte ich dich ungern in einer neuen Umgebung raus gelassen.
Zu Beginn warst du so schüchtern... erst hast du dich in meinem Bad versteckt, hinter der Toilette. Aber wenn ich nach Hause kam hast du gerufen und wenn ich mit dir geredet habe, hast du geantwortet. Aber rausgekommen bist du immer erst spät abends. Aber dann hast du Schmuseeinheiten eingefordert. Köpfchen geben, treteln, sabbern - und du fandest Bauchkraulen toll! Dein Bauchfell war immer so flauschig...
Schon 5 Tage später warst du, sobald es ruhig war immer auf meinem Schoß, in meinem Arm, meine Hand an deinem Bauch hast du da gelegen, geschnurrt, getretelt und auch gesabbert wie ein Wasserfall... Oder auch vor meiner Tastatur/meinem Bildschirm. "Wie du wolltest was anschauen/tippen?"

Nachts hast du auf meinem Kopfkissen gelegen, über meinem Kopf. Auf der einen Seite deine Hinterpfoten, auf der anderen Seite deine Vorderpfoten, wie eine wärmende Mütze. Zum Glück warst du da sanft beim treteln.
Und du hast gerne am geöffneten Schlafzimmerfenster gesessen, besonders im Sommer - aber nur wenn ich dabei war. Du hast nie versucht durch das Netz zu kommen. Durch deine Blindheit war es vielleicht auch so Hindernis genug.

Juni 2017 wurde die chronische Niereninsuffizienz bestätigt, die ich schon vorher vermutet habe. Aber alles andere war in Ordnung - zum Glück. Dir ging es unverändert gut, bis auf das viele trinken und das du immer weniger gesehen hast.

Du hattest 2018 und 2019 2-3 schlechte Phasen, aber mit Infusion und Zufüttern hast du dich innerhalb von 2 Wochen immer wieder berappelt. Mit der Zeit wurde deine Orientierung immer schlechter, du hast dich nicht mehr von meinem Bett getraut. Ich habe jetzt tagsüber wenn ich da war, mehr Zeit wie sonst mit dir auf meinem Bett verbracht. Wenn ich dich runter gesetzt habe, bist du selbstständig zum Futter und aufs Klo gelaufen und dann von selber wieder raufgeklettert. Hilfen, damit du einfacher runterkommst, hast du nicht verstanden, wahrscheinlich weil du nicht sehen konntest wo du hintrittst/springst und irgendwann viel es dir auch immer schwerer den Weg in die Küche zu finden. Du bliebst in Ecken stehen und hast die Wand angemauzt. Der Tierarzt vermutete eine Art Demenz.

Zum Glück hatte ich ein großes Doppelbett... und jetzt war eine Hälfte deine. Mitte 2019 bekamst du Futter & Wasser auf deine Hälfte, damit du fressen konntest, während ich arbeiten war. Das hast du sofort verstanden und dankbar angenommen. Anfangs habe ich es mit Inkontinenzunterlagen abgedeckt, aber dir war es so unangenehm. Also fing ich an ein Klo im Schlafzimmer aufzustellen, aber da du ja nicht mehr selber vom Bett kamst, konntest du es auch nur benutzen wenn ich da war. Als ich es beim Saubermachen einmal auf deine Bettseite stellte, hast du es sofort benutzt... damit war es klar, du bekamst ein Klo auf deinem Bett. Und von da an warst du wieder sauber. Anfangs habe ich gezweifelt, ob das noch so ok ist, aber du bist auf meinem Bett herumgelaufen, hast wie immer nach Aufmerksamkeit verlangt, geschmust, getretelt... nur jetzt in deiner eigenen kleinen Welt... und wehe das Futter im Napf war nicht das richtige. Darüber konntest du dich immer noch lautstark beschweren.

Nun verbrachte ich auch einen Großteil meines Tages auf meinem Bett. Da du nicht mehr zu mir kommen konntest, kam ich zu dir. Schmusen konntest du den ganzen Tag.

Am 7. Januar 2020 ging es dir nicht so gut. D mochtest nicht aufstehen/laufen und wenn warst du wackelig. Beim Blutbild, Röntgen und (Herz-)Ultraschall waren soweit alles in Ordnung, Niere & Leber stabil, Herz ebenso... auch Ultraschall und Röntgen waren Altersentsprechend gut... Im Urin wurde jedoch etwas Blut gefunden, da fiel mir ein, dass du zwei Tage zuvor einmal beim Urin absetzen gejammert hattest - aber nur das eine Mal. Also Verdacht auf Blasenentzündung. Du wurdest mit Medikamenten versorgt und bekamst Infusion. Noch am selben Abend standest du wieder und am nächsten Tag warst du fast der Alte. Leider hielt das Glück nicht lange und ich fand dich auf der Seite liegend... Die Tierärztin vermutete was neurologisches, du konntest nicht mehr stehen oder dich im Sitzen aufrecht halten. Konntest deine Pfoten nicht mehr richtig koordinieren (außer im Liegen, da ging das...) oder hast sie wie im Reflex weggestreckt, wenn man dich hochgenommen hat... Aber Schmusen wolltest du immer noch und Hunger hattest du sowieso. Du warst Kopfmäßig voll da und wolltest auch alles... aber deine Nerven wollten nicht mehr so wie du...

Am Dienstag den 21.01.2020 habe ich dich gehen lassen... noch während die Tierärztin auf dem Weg war, hast du ein Hühnerinnenbrustfilet verdrückt und die Streicheleinheiten genossen. Es wäre nicht fair gewesen, das weiter hinauszuzögern... und auch wenn mein Kopf weiß, es war die richtige Entscheidung, tut es doch so unendlich weh...
Immer noch schaue ich ins Schlafzimmer, wenn ich daran vorbei gehe, aber du bist nicht mehr da...

Alles ist auf einmal so leer... du fehlst... ich vermisse dich so...

Gino, ich hab dich lieb...
ich hoffe du hattest eine gute Reise... nun kannst du dich wieder frei bewegen...

Traurige Grüße,
Shiria
Es tut mir sehr sehr leid und ich verstehe deinen Schmerz so gut. Ich musste meinen Merlin vor 3 Tagen gehen lassen. Ich musste nie vorher so eine schwere Entscheidung treffen wie an diesem Tag 😭 ich hoffe der schmerz wird erträglicher mit der Zeit und sie werden immer fest in unseren Herzen verankert sein. Mein herzliches Beileid und ganz viel Kraft für dich ❤
 
  • Auf Wiedersehen Gino... Beitrag #5
Shiria

Shiria

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Vielen Dank für eure lieben Wort... er fehlt einfach so... und trotzdem geht das Leben weiter, obwohl man das Gefül hat es müsste stehen bleiben... es tut so weh :(.
 
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