Kennt sich hier jemand richtig mit der Hunde Psychologie aus?

Diskutiere Kennt sich hier jemand richtig mit der Hunde Psychologie aus? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Siehe oben Es firstgeht um eine Hündin aus dem Tierschutz.
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Turbine

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Siehe oben
Es
geht um eine Hündin aus dem Tierschutz.
 
26.03.2020
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Beschreibe dein Problem, ja hier kennen sich einige aus.
 
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Simpat

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Hier kennen sich einige gut aus, aber vermutlich wird da nur einer wirklich konkret etwas dazusagen können, der genügend Erfahrung hat und Hunde auch "lesen" kann, aber dazu müsste er das Tier auch live erleben. Weil bei Hunden aus dem Tierschutz hat man ja in 95 % der Fälle das Problem, dass man über ihre Vorgeschichte kaum etwas weiß und vor allem nichts über die Sozialisierung als Welpe, was der Hund in seiner Prägephase kennengelernt hat und was nicht.

Aber allgemein zu Tierschutzhunden kann man sicher einiges sagen. Hier nur mal ein paar typische Eigenarten und Verhaltensmuster, die vor allem bei Straßenhunden und Tieren aus dem Auslandstierschutz öfters auftreten:

-Viele von ihnen sind sehr verfressen und kennen keine Sättigungsmengen, die fressen was da ist und soviel wie da ist, alles was sich anbietet, rein damit, wer weiß wann man wieder was fressbares findet.
- Sind in vielen Fällen bestens sozialisiert im Umgang mit anderen Hunden, aber mit Menschen meist nur sehr unzureichend.
- Sind teilweise recht, scheu und ängstlich, weil sie in der Prägephase viel zu wenig kennengelernt haben besonders im Bezug auf das Zusammenleben mit Menschen, also häusliche Umgebung, öffentliche Verkehrsmittel usw. meistens nur sehr wenig, wodurch sie dann oft sehr unsicher sind.
- Die Leinenführigkeit stellt auch des öfteren anfangs ein Problem da, aber man kann sie ja anfangs nicht frei laufen lassen, weil wenn sich so ein Hund erschreckt und wegläuft, den bekommt man so schnell nicht wieder eingefangen.

Bei Tierschutzhunden sollte man schon Hundeerfahrung haben, viel Zeit und Geduld. In vielen Fällen ist auch von Vorteil, wenn der Hund aus dem Tierschutz der Zweithund ist und schon ein gut sozialisierter Hund, der alles kennt bereits im Haushalt lebt.

So viel schon mal vorab und dann solltest du einfach mal dein Anliegen so genau und ausführlich wie möglich schildern.

Wie anfangs geschrieben, rede ich hier von ehemaligen Straßenhunden und Hunden aus dem Auslandstierschutz und nur, dass es so sein kann, aber nicht sein muss.

Im Tierheim und auch im Tierschutz findet man auch viele Hunde, die richtige Schätzchen sind, durchaus auch für Anfänger geeignet, die einfach nur noch nicht das richtige Zuhause gefunden haben.
 
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Turbine

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Hier kennen sich einige gut aus, aber vermutlich wird da nur einer wirklich konkret etwas dazusagen können, der genügend Erfahrung hat und Hunde auch "lesen" kann, aber dazu müsste er das Tier auch live erleben. Weil bei Hunden aus dem Tierschutz hat man ja in 95 % der Fälle das Problem, dass man über ihre Vorgeschichte kaum etwas weiß und vor allem nichts über die Sozialisierung als Welpe, was der Hund in seiner Prägephase kennengelernt hat und was nicht.

Aber allgemein zu Tierschutzhunden kann man sicher einiges sagen. Hier nur mal ein paar typische Eigenarten und Verhaltensmuster, die vor allem bei Straßenhunden und Tieren aus dem Auslandstierschutz öfters auftreten:

-Viele von ihnen sind sehr verfressen und kennen keine Sättigungsmengen, die fressen was da ist und soviel wie da ist, alles was sich anbietet, rein damit, wer weiß wann man wieder was fressbares findet.
- Sind in vielen Fällen bestens sozialisiert im Umgang mit anderen Hunden, aber mit Menschen meist nur sehr unzureichend.
- Sind teilweise recht, scheu und ängstlich, weil sie in der Prägephase viel zu wenig kennengelernt haben besonders im Bezug auf das Zusammenleben mit Menschen, also häusliche Umgebung, öffentliche Verkehrsmittel usw. meistens nur sehr wenig, wodurch sie dann oft sehr unsicher sind.
- Die Leinenführigkeit stellt auch des öfteren anfangs ein Problem da, aber man kann sie ja anfangs nicht frei laufen lassen, weil wenn sich so ein Hund erschreckt und wegläuft, den bekommt man so schnell nicht wieder eingefangen.

Bei Tierschutzhunden sollte man schon Hundeerfahrung haben, viel Zeit und Geduld. In vielen Fällen ist auch von Vorteil, wenn der Hund aus dem Tierschutz der Zweithund ist und schon ein gut sozialisierter Hund, der alles kennt bereits im Haushalt lebt.

So viel schon mal vorab und dann solltest du einfach mal dein Anliegen so genau und ausführlich wie möglich schildern.

Wie anfangs geschrieben, rede ich hier von ehemaligen Straßenhunden und Hunden aus dem Auslandstierschutz und nur, dass es so sein kann, aber nicht sein muss.

Im Tierheim und auch im Tierschutz findet man auch viele Hunde, die richtige Schätzchen sind, durchaus auch für Anfänger geeignet, die einfach nur noch nicht das richtige Zuhause gefunden haben.
 
Hundefreundin12

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???
 
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Turbine

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Erstmal lieben Dank für diese ausführliche Antwort:)
Ich versuche mal so gut wie möglich die Situation zu erklären.
Ich selber habe eine Bulldogge und mein Bruder eine (Podenco) Hündin. Wir wohnen zusammen aber auch getrennt auf dem selben Grundstück. Unsere Hunde sind beide wohl gleich alt (2) und verstehen sich prächtig. Jetzt zum Problem: die Hündin von meinem Bruder hat entweder Angst oder sehr großen Respekt vor meinem Bruder. Woher ich das vermute? Es ist so komisch, sie traut sich nicht viel in seiner Gegenwart ( schaut IMMER zu ihm) sie frisst und trinkt nicht wenn er da ist oder läuft auch nicht durchs Haus. Wiederum liegt/sitzt sie immer bei ihm auf der Couch und möchte gekrault werden. Wenn sie mal durchs Haus läuft ist es aber auch nicht so das sie den Schwanz eingezogen hat. Sie beobachtet ihn hat und verunsichert in dem was sie tut.
Männern gegenüber ist sie generell zurückhaltend. Komme ich aber ins Spiel ( wenn mein Bruder nicht dabei ist) dann ist sie komplett anders. Springt rum, möchte am liebsten in mich hinein klettern. Krappelt immer unter mein T-Shirt.
Mir tut das so leid für meinen Bruder :(
Ich hab schon daran gedacht das sie so eine Abneigung gegen meinen Bruder hat weil er starke Schuppenflechte hat. Und bei mir hat sie eine Art Beschützer Instinkt( ich habe Epilepsie/ Shunt und eine künstliche Schädeldecke) Könnte das sein? Sie arbeitet extrem mit der Nase.
 

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Son-Gohan

Son-Gohan

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Hallo.

Seit wann hat dein Bruder den Hund schon? Woher genau kommt sie? Ggf hat der Hund einfach generell Angst vor Männern. Weiß man was zur Vorgeschichte?
 
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Turbine

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Seit einem knappen Jahr hat er sie und man weis nur das sie eingesperrt in einem Käfig war.(Rumänien)
Bei anderen Männern ist sie vorsichtig, in der Gegenwart von anderen Männern würde sie auch trinken und fressen. Nur wenn mein Bruder dabei ist dann nicht.
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Aus Rumänien, dachte ich mir fast. Viele machen dort hauptsächlich mit Männern sehr, sehr schlechte Erfahrungen. Ggf hat dein Bruder die Statur oder irgendwas, was sie ein wenig an ihre Peiniger erinnert.
Hat er sich denn mal versucht, sie aus der Hand zu füttern?
 
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Simpat

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Dann würde ich empfehlen die Situation vielleicht etwas aufzulockern und zu entspannen. Es ist ja die Hündin deines Bruders und er füttert sie auch oder?

Es sollte sich die nächste Zeit ausschließlich dein Bruder um sie kümmern, er sollte er zwischendurch auch immer mal Leckerlis geben und herausfinden welches Futter sie besonders mag. Das Lieblingsfutter gibt es dann immer nur in seiner Anwesenheit zu fressen, aber anfangs bleibt er zwar im Raum, setzt sich aber ziemlich weit vom Futternapf irgendwo hin, macht sich eher klein und beachtet sie nicht weiter. Mit der Zeit setzt er sie näher, aber weiterhin ohne sie zu beachten, wenn es dann besser läuft, verhält er sich unauffällig im Raum, steht auch mal auf und kommt etwas näher an den Futternapf, geht auch wieder usw.

Aber vor allem ganz viel Geduld und immer wieder mal einen Keks oder Leckerli zu ihr werfen, wenn sie sich entspannt, trotz seiner Gegenwart, bis sie ihm aus der Hand frisst. Vermutlich hat sie einfach schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht.

Wie ist es denn beim Spazierengehen, wenn sie an der Leine ist, wie verhält sie sich da ihm gegenüber?
 
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Turbine

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Naja, mein Bruder ist groß und eher ein dunkler Typ. Viel Behaarung.
Ich bin genau das Gegenteil 😂
Aus der Hand lässt sie sich von ihm nicht füttern. Sie nimmt es zwar lässt es aber wieder fallen.Was mich bei allem so verwirrt das sie irgendwie eine Abneigung gegen ihn hat aber trotzdem bei ihm schläft und sich kraulen lässt.Wie auf dem Bild sitzt sie immer wenn er im Raum ist...außer es geht zum schlafen
 

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Turbine

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Oh mein Gott wie kann ich das löschen?
 
Son-Gohan

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Also ich bin jetzt nicht soooo der Hundekenner, aber für mich sieht es aus, als würde sie beschwichtigen.
 
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Dann würde ich empfehlen die Situation vielleicht etwas aufzulockern und zu entspannen. Es ist ja die Hündin deines Bruders und er füttert sie auch oder?

Es sollte sich die nächste Zeit ausschließlich dein Bruder um sie kümmern, er sollte er zwischendurch auch immer mal Leckerlis geben und herausfinden welches Futter sie besonders mag. Das Lieblingsfutter gibt es dann immer nur in seiner Anwesenheit zu fressen, aber anfangs bleibt er zwar im Raum, setzt sich aber ziemlich weit vom Futternapf irgendwo hin, macht sich eher klein und beachtet sie nicht weiter. Mit der Zeit setzt er sie näher, aber weiterhin ohne sie zu beachten, wenn es dann besser läuft, verhält er sich unauffällig im Raum, steht auch mal auf und kommt etwas näher an den Futternapf, geht auch wieder usw.

Aber vor allem ganz viel Geduld und immer wieder mal einen Keks oder Leckerli zu ihr werfen, wenn sie sich entspannt, trotz seiner Gegenwart, bis sie ihm aus der Hand frisst. Vermutlich hat sie einfach schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht.

Wie ist es denn beim Spazierengehen, wenn sie an der Leine ist, wie verhält sie sich da ihm gegenüber?
 
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Wie meinst du das?
 
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MIT dem spazieren gehen läuft es gut, sie sucht auch Schutz bei ihm wenn zb jemand fremdes kommt
 
Midoriyuki

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Jo, die beschwichtigt und ist extrem skeptisch, wenn das der permanente Ausdruck bei ihr ist.
Mit Futter würde ich da erstmal nicht großartig hantieren, wenn ihr Stresslevel so hoch ist, dass sie das nicht einmal annehmen kann.

Im Optimalfall schaut ihr mal ganz genau wie die Körpersprache deines Bruders aussieht- beugt er sich in ihre Richtung, schaut er ihr in die Augen, wie streichelt er, wie redet er mit ihr?
Es gibt da ganz viele Stellschrauben wie er für sie ungefährlicher und weniger bedrohlich wirken kann.

Das ist viel wichtiger als über Futter ein widerwilliges Näherkommen anzutrainieren, das sie eigentlich gar nicht will.

Im Übrigen würde ich nur aufgrund des Verhaltens nicht direkt davon ausgehen, dass sie ach wie furchtbar misshandelt wurde.
Straßenhunde sind schlicht und ergreifend idR extrem sensibel dafür Körpersprache zu lesen, da reicht das Zucken eines winzigen Muskels um sie in Alarmbereitschaft zu versetzen und Männer kommunizieren idR einfach (aus Hundeperspektive) bedrohlicher.

Das muss man im Umgang berücksichtigen und sich nicht mit etwaigen vielleicht irgendwann vorgefallenen oder eben auch nicht Gewalterfahrungen aufhalten.
Ändert eh nichts am Umgang.
 
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