Todkranker Hund frisst schlecht - trotzdem ein Schauspieler?

Diskutiere Todkranker Hund frisst schlecht - trotzdem ein Schauspieler? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Liebes Forum, ich hoffe auf ein paar Menschen mit Hundeerfshrung die vielleicht selbst schon einmal einen oder mehrere alte und kranke Hunde...
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Tapa

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Liebes Forum,
ich hoffe auf ein paar Menschen mit Hundeerfshrung die vielleicht selbst schon einmal einen oder mehrere alte und kranke Hunde hatten...

Also, unsere 12 Jahre alte Settermixhündin hat einen riesigen Tumor im Brustkorb zwischen Herz und Lunge.
Mit riesig ist an die 20 Zentimeter gemeint. Für medizinisch bewanderte: erstreckt sich cranialen zum oberen Mediastinum, ist um die Aorta oberhalb des Herzens und die Pulmonalarterie komplett herumgewachsen.
Operabel ist da nichts.

Das löst Lungenhochdruck aus, das wiederum Rechtsherzinsuffizienz, das wiederum Bauchwassersucht, das wiederum Leberstauung....

Sie erhält
Medikamente gegen Lungenhochdruck und das Entwässerungsmittel Torasemid sowie Cortison.

Zur Verwunderung des behandelnden Kardiologen und unseres Haustierarztes ist sie körperlich fit, hält locker 10 km Wanderung durch, badet begeistert wie eh und je, fordert einen zu Apportierspielen auf...und hat sichtbar Spaß am Leben!

Nun zum Futter. kann es sein, dass sie unsere Fürsorge ausnutzt und einfach mäkelig ist oder
liegt es an der Erkrankung?

Sie frisst sehr wählerisch und teilweise so wenig, dass ich heulen könnte. Gleichzeitig frage ich mich, ob ich womöglich einfach verscheißert werde...

Sie interessiert sich für Nahrung, keine Frage, kommt angelaufen wenn ich in der Küche hantiere.
Dann schnüffelt sie am Futter um dann gelangweilt wieder zu gehen. Manchmal frisst sie aus der Hand. Manchmal nur, wenn man es aud den Boden legt und selbst geht. Manchmal gar nicht...

Futter hab ich alles probiert...eigentlich hatte ich mal gebarft ..
Ob verschiedenes Barffleisch, teure Dosen, Billigdosen, gekochtes Fleisch, Trockenfutter, Döner ( ja aus purer Verzweiflung auch das getestet!)

Mal frisst sie, teilweise sogar recht ordentlich, dann wieder wird das gleiche Zeug anderntags oder ein paar Tage später nicht mehr angerührt..mit einem Gesichtsausdruck als wollte ich ihr Gift andrehen.

Wenn der Hund jung und gesund wäre, würde ich das Theater nicht mit machen und es gäb Futter, und wenn sie das nicht wollte, hätte sie Pech gehabt...

Aber so...ich weiß nicht, was ich davon halten soll, ob es Anstellerei istoder eben doch die Krankheit dahintersteckt. Kann mir jemand einen Rat geben? Ich mache mir natürlich große Sorgen um die kleine Maus.
 
14.04.2020
#1
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Gast84631

Guest
Ich würde meinen Hund von Hacke bis Nacke verwöhnen in Sachen Futter, da gäb es für mich garnix zu diskutieren..
Hauptsache sie frisst, noch besser etwas halbwegs gesundes.
Ob das jetzt "Gespiele" ist oder nicht, wäre mir wurscht.
Meine persönliche Meinung (mit der ich sicher allein da stehe, aber alles gut). :)
 
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Cerridwen

Cerridwen

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Mit riesig ist an die 20 Zentimeter gemeint. Für medizinisch bewanderte: erstreckt sich cranialen zum oberen Mediastinum, ist um die Aorta oberhalb des Herzens und die Pulmonalarterie komplett herumgewachsen.
Weiß man denn, ob der Tumor die Speiseröhre, den Magen u./o. andere Teile des Verdauungstraktes umwachsen oder infiltriert hat? Man kann Menschen und Hunde nicht 1 zu 1 vergleichen, aber wenn ich an meine Krebspatienten denke, kann ich die Situation deiner Hündin fast komplett nachvollziehen. Die haben manchmal richtig derben Appetit, aber durch die Stenosen an Ösophagus, Duodenum etc. bleibt es beim Appetit, weil sie wissen, dass Essen nicht funktionieren wird. Richtige Fressorgien gibt es erst dann, wenn der Körper unbändig danach schreit, weil alle Energiereserven aufgebraucht sind. Dann lassen sich diese todkranken Menschen den Lieferservice ins KH kommen und feiern ein Fressfest, wo wir nur staunend zusehen können. Und danach leiden sie wieder.

Ich weiß nicht... vielleicht geht es deiner Hündin ähnlich?
 
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Tapa

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Hallo Hundefreundin, danke für Deine Antwort.
verwöhnen will ich sie ja durchaus auch...ob gesundes Futter oder nicht, ist mir inzwischen ehrlich gesagt auch egal. Hauptsache sie frisst.
Nur ist es nervlich wirklich belastend, dem Hund täglich verschiedene Dinge zu kredenzen...um einen angewiderten Blick zu ernten. Und im Falle von geöffnetem Dosenfutter, Barf oder selbstgekochten auch ziemlich teuer und irgendwie auch schade, alles wegzuschmeißen.
Und mich macht eben dies hin und her fertig, einen Tag frisst sie eine Bockwurst, dann wieder ist das ih bäh. Und so geht das bei wirklich allem, was man verfüttern kann. Verwöhnen ist da gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß, was heute schmeckt und was nicht. Ich weiß langsam nicht
mehr weiter.

Cerridwen...zumindest war da bisher nie die Rede davon, danke für den Denkanstoß. Es handelt sich um einen Primärtumor, keine Metastasen. Der Kardiologe hat beim letzten Ultraschall Ende März nichts davon gesagt...andererseits müsste der dann ja auch nicht nur am Herzen, sondern weiter oben schallen 🤔
Ich werde mal mit meinem TA sprechen.
So vom Gesamtverhalten geht es ja gut komischerweise....
 
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Tapa

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Also beim Hals/Speiseröhre...
Richtung Bach/Magen ist alles geschnallt, da ist nichts.
 
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Tapa

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Hallo Cerridwen,
zu der Theorie eingeengte Speiseröhre würde passen dass sie Futter, egal was, akribisch zerkleinert haben möchte🤔 beispielsweise ein Leckerli in der Größe in etwa eines Ferrero Küsschen wird nicht angerührt...in drei Teile zerhackt dann schon ...
Früher hat sie frischen Pansen am Stück zerkaut, jetzt will sie ihn in kleinen Happen...

Oje, die arme Maus.
Danke für den Hinweis!
 
Nienor

Nienor

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zu der Theorie eingeengte Speiseröhre würde passen dass sie Futter, egal was, akribisch zerkleinert haben möchte🤔 beispielsweise ein Leckerli in der Größe in etwa eines Ferrero Küsschen wird nicht angerührt...in drei Teile zerhackt dann schon ...
Früher hat sie frischen Pansen am Stück zerkaut, jetzt will sie ihn in kleinen Happen...
Naja, ein Hund hat schon Zähne, um Futterstücke selbstständig zu zerkleinern und schluckt nicht unbedingt im Ganzen ;)
Aber apropos: Wie sehen denn ihre Zähne aus? Ist vielleicht da etwas im Argen?

Und hast du auch die Futterzeiten variiert?
Sie bekommt ja sicher zu festen Zeiten ihre Medikamente - manche sind ja nicht ganz nebenwirkungsfrei. Wenn sich die Nebenwirkungen zufälligerweise immer mit den Fütterungszeiten überschneiden, kann es sein, dass die das ungute Gefühl mit dem Futter verbindet. Eventuell könntest du auch mal den Tierarzt fragen, ob einer der Medikamente Übelkeit verursacht und mal nach einem Gegenmittel fragen (im Idealfall phytotherapeutisch - gibt genug Kräuter, die unheimlich gut wirken, aber den Organismus nicht unnötig belasten).

Hast du auch mal probiert, sie Futter erarbeiten zu lassen? Manche Mäkler bekommen dann plötzlich Appetit, wenn sie Futter über den Tag verteilt als Belohnung bekommen oder z.B. aus dem Futterbeutel.
 
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Tapa

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Hmm...die Zähne wurden zuletzt im Herbst kontrolliert, da war alles okay.
Mir fällt gerade ein, kürzlich wurde bei uns Rindfleisch geliefert (wir kriegen immer einmal im Jahr eine größere Menge von einem Rind zum Einfrieren ). Da war sie hochinteressiert am Fleisch und mein Mann hat ihr ein Stück Suppenfleisch draußen gegeben. Fleisch mit bem ziemlich dicken Knochen dran...das Fleisch hat sie abgenagt und den Knochen noch ordentlich abgenagt 🤔 spricht für gute Zähne.

Auch wenn ich mit ihr in den örtlichen Tiermarkt gehe, parkt sie erstmal an der im Eingangsbereich stehenden Futterbar ein und frisst, egal was da für eine Futtersorte drin ist.😅 und im Auto oder draußen oder unterwegs beim Wandern bei einer Pause frisst sie eher als aus ihrem Napf.

Futter regelrecht erarbeiten habe ich bislang nicht probiert, aber auch das ist ein sehr guter Hinweis, Dankeschön🤗 ich werde nachher im Garten mal Spielzeug verstecken und sie suchen lassen und mit Futter belohnen...mal gucken ob das klappt.
 
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Tapa

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Was mögliche Übelkeit betrifft....sie kriegt morgens und abends Medikamente. Ihr Futter seit jeher erst Nachmittags und seit sie älter ist, verteilt auf mehrere Portionen früher Nachmittag bis abends.

Morgens frisst sie nichts, es ist da schon schwierig, ihr die Medikamente schmackhaft zu machen .

Also das mit morgens-nichts-fressen ist bei ihr normal. Ich kenne das bei ihr nicht anders seit zig Jahren ....sie frisst morgens eben nichts.
Ich werde auch Übelkeitsfragen mal mit dem TA besprechen und gleich auch mal den Beipackzettel nochmals lesen.
 
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Tapa

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Hmm....
Also ich habe die Maus heute Nachmittag ins Auto gesetzt, eine Handvoll Trockenfutter zu ihr in den Kofferraum....Spaziergang zu einem Teich mit Hunde-Bademöglichkeit....unterwegs öfter mal Pause gemacht und aus dem Futterbeutel immer mal wieder was gegeben...

Was soll ich sagen: aus der Hand oder direkt aus dem Beutel frisst sie nicht. Aber wenn man die Futterwürfel beiläufig ins Gras kippt und in langsamen Tempo weitergeht, pfeift sie sich das zügig ein und rennt dann hinterher.🙃

Mit der Methode hat sie die Hälfte der Tagesration in Form von Trockenfutter zu sich genommen 🤗

Und eben hatte ich Blutwurstwürfel (ein örtlicher Metzger macht eine spezielle Blutwurst für Hunde, aus Rinderblut und nicht so gewürzt ) im Garten versteckt - auch das klappte🙂🤩

Jetzt fehlen noch 50 Gramm Fleisch und dann hat sie rechnerisch eine normale Tagesration voll🙏

Offenbar benötigt sie wirklich Entertainment als Fressanreiz. Ich bin gerade ganz glücklich ....danke an alle, die hier geschrieben haben....ich werde es weiter beobachten und hoffentlich bleibt es so...
 
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