Hund hat Angst vor Freund

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Isa98

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Hallo, mein Freund und ich haben uns vor 7 Tagen einen Hund aus dem Tierschutz (Rumänien) geholt. Sie ist 9 Monate jung und wurde als ausgesetzter Welpe vor dem Verhungern gerettet. Nun ist sie bei uns, traut sich noch nicht aus ihrem Körbchen heraus,lässt sich aber von mir streicheln, herausnehmen und in den Garten tragen. Aus eigenem Antrieb läuft sie noch nicht. Da mein Freund arbeiten musste,habe ich so viel Zeit mit uhr verbracht in den ersten Tagen,dass ich jetzt vermutlich ihre Bezugsperson bin. Bei Angst versteckt sie sich hinter mir. Meinen Freund sieht sie jedoch skeptisch an und sie zeigt nicht an, dass sie von ihm gestreichelt werden will. Besonders wenn ich in der Nähe bin und mein Freund eine falsche Bewegung macht, knurrt sie ihn plötzlich an. Wir haben sie dann ignoriert und allein gelassen für eine Weile damit sie merkt dass das falsch ist. Könnt ihr mir Tipps geben was ich tun kann? Ich habe gedacht ich gehe einfach aus dem Raum wenn mein Freund zu ihr geht und dann könnte er sie aus der Hand füttern und sie auch mal in den Garten tragen zum pullern. Habt ihr noch andere Ideen? Mein Freund ist wirklich furchtbar traurig wegen der Abweisung von der Kleinen und ich finde es auch nicht einfach.
 
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Guest
Hast du es schon mal mit der Clickerbox versucht? Wir haben damit tolle Erfahrungen gemacht und viel Spaß gehabt!
Midoriyuki

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Hey,

Lasst sie in Ruhe.
Gebt ihr Zeit und auf gar keinen Fall Nähe erzwingen indem dein Freund sie herumträgt!

Ihr Knurren zu ignorieren würde sie irgendwann zwingen deutlicher zu machen, dass sie Angst hat - das tun Hunde naturgemäß mit den Zähnen.

7 Tage sind gar nichts und jedes Drängen und Druck aufbauen wird letzten Endes jede Basis stören.

Hunde brauchen locker mal Monate um richtig anzukommen.

Hat euch niemand vom vermittelnden Verein erklärt wie ihr mit einem völlig verängstigten und vermutlich deprivierten Hund umgehen müsst?
 
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Isa98

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Okay vielen Dank. Nein nicht wirklich, sie sind selbst überrascht dass die kleine so ängstlich ist weil sie sonst eher sehr neugierig und aufgeweckt war dort. Wir werden ihr jetzt die nötige Ruhe geben.
 
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Isa98

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Sie wurde als Welpe gefunden und in ein Adotionscenter in Rumänien gebracht. Dort lebten ca. 100 Hunde und es hat sich eine Gruppe Tierschützer um sie gekümmert, überwiegend Frauen. Vielleicht ist das auch ein weiterer Grund, obwohl mein Freund eine sehr helle freundliche Stimme hat. Sie hatte viel Auslauf, außer nach der Kastration und hat sehr viel getobt und gespielt. Sie löst sich auch nur draußen, in der Wohnung hält sie es so lange aus bis sie Schmerzen bekommt, deswegen trage ich sie derzeit drei Mal am Tag in den Garten, wo sie sich löst und auch veil aktiver ist. Sie schnüffelt und wälzt sich im Gras. Das ist immer zu Ende wenn von irgendwoher laute Geräusche kommen. Wenn sie Angst hat kommt sie dann immer zu mir und setzt sich neben mich. Draußen ist sie wahrscheinlich viel eher gewohnt aber vielleicht nicht unbedingt Straßenverkehr (wir wohnen im Dorf, daher geht es einigermaßen) Vielleicht ist sie auch noch geschockt, schließlich dauerte der Transport bis zu uns etwa 33 Stunden, in denen sie in der Box im Transporter saß. Wir haben nur Angst dass vielleicht die Kastration auch ihr Wesen geändert hat, aber wir werden sie auf jeden Fall so akzeptieren und lieben wie sie jetzt ist.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Okay.

Also: die Überraschung des Vereins ist albern.
Sorry, aber ein Hund, der nichts kennen gelernt hat und in eine völlig neue Situation geworfen wird kann nur mit Rückzug/Angst und Meideverhalten reagieren.

Der Transport wird dann sein Übriges getan haben.

Habt ihr ein Sicherheitsgeschirr?
Habt ihr irgendjemanden in eurem Umfeld, der Ahnung von gewaltfreier Erziehung hat?
Ihr werdet grundsätzlich mit viel Unsicherheit rechnen müssen, wenn sie wirklich gar nichts kennt.

Das Allerwichtigste:

Baut Beziehung auf.
Das heißt nicht, dass sie euch an den Hacken kleben soll, sondern sie muss merken, dass ihr versorgt und schützt.

Hat sie Angst, stellt euch davor, ganz plastisch gesprochen- egal, obs ein Auto/Hund/Mülltonne oder sonstwas ist.

Futter aus der Hand geben ist super, aber auch ruhig auf Distanz mit Zuwerfen etc.
Lasst sie zu euch kommen, nicht anders herum.

In der Wohnung auf jeden Fall einen Platz einrichten an dem absolut jeder sie in Ruhe lässt- auch ihr.
Dieser Ort (Decke, Korb, offene Box,...) ist der sichere Hafen für euren Hund und irgendwann sollte sie auch bei Stress einfach da Ruhe finden können.
 
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Isa98

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Okay also, ein Sicherheitsgeschirr haben wir, sie lässt es sich auch anziehen. Wir haben ja selbst schonmal einen Hund gehabt vom Tierschutz, wir haben ihn vollkommen gewaltfrei erzogen, das war allerdings auch viel einfacher weil sie von Anfang an zutraulich war. Sie hatte auch Angst vor lauten Geräuschen aber das haben wir gut hinbekommen.
Wir lassen ihr auf jeden Fall Zeit. Deine Tipps bezüglich Beziehung aufbauen sind gut, dann werde ich mich auch künftig davorstellen, wenn sie Angst hat. Wir haben ihr ein Plätzchen hergerichtet, in einem Raum den wir fast nie betreten, da es ein ungenutzter nicht-durchgangs-raum ist und ich denke das ist ganz gut, sie beobachtet uns manchmal von weitem. Nur weil wir ihr Tabletten geben müssen und ihre Kastrationsnarbe im Auge behalten und säubern sollen, müssen wir sie auch leider dort zwangsläufig herausholen. Ich hoffe sie nimmt uns das nicht böse...
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Das klingt schon mal gut :)

Medizinische Versorgung ist ja ein legitimer Grund, koppelt das einfach mit möglichst tollen Leckerlies, dann wird das schon :)

Ganz, ganz grob über den Daumen gepeilt kann das Ankommen in neuer Umgebung knapp 6 Monate dauern- schaut welche Regeln im Alltag für euch absolute Priorität haben und alles andere mit Ruhe und Geduld angehen.

Euer Hund ist noch superjung und ihr habt Zeit :)

Was die Kastration betrifft- macht euch da nicht zu viele Gedanken. Ist jetzt eh gelaufen ;)

Bei Hündinnen habe ich auch eher keine Wesensänderungen in dem Alter, sondern fehlende "Entwicklungsschübe" nach jeder Läufigkeit bemerkt.

Erwachsen wird sie trotzdem, nur eben ohne hormonelle Einflüsse die ggfs. Änderungen bewirkt hätten.
 
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