Was tun wenn der Partner stirbt?

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Meridian

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Hallo liebe Chinchilla-Freunde,

ich bin stolzer Besitzer von 2 kleinen Methusalems, eine 21 Jahre alt, die andere wird bald 16. Der Alten merkt man die Lebenserfahrung schon etwas an, sie ist in den letzten Jahren ruhiger und entspannter geworden, aber auch weniger agil und traut sich nicht mehr
so viel zu. Die "Kleine" dagegen ist noch so lebensfroh und frech wie ein Jungchinchilla. Vergesellschaftet habe ich sie, als ich die Kleine bekommen habe, sie sind also schon immer zusammen.

So langsam mache ich mir aber Sorgen, die Große hat ja schon ein für Chinchillas hohes Alter erreicht, und wer weiß, wie lange sie noch leben wird. Die Kleine hat dagegen hoffentlich noch einige Jahre vor sich. Daher wollte ich mich schon jetzt erkundigen, bevor ich dann unwissend vor vollendeten Tatsachen stehe: Was mache ich, wenn die Große stirbt, um der Kleinen noch ein schönes Leben zu ermöglichen? Ist eine Vergesellschaftung in dem hohen Alter noch machbar bzw. sinnvoll? Kann ich ev. ein artfremdes Tier dazusetzen? Geht es ihr im Tierheim umgeben von anderen Tieren ev. sogar besser als alleine bei mir?


Über Euren Ratschlag und Eure Erfahrungen würde ich mich freuen!
VG,
Meridian
 
12.06.2020
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Tatjana zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Hallo Meridian,

solange die Tiere gesundheitlich fit sind kannst du jederzeit vergesellschaften. Meine "älteste" VG dürfte ungefähr im gleichen Alterslevel gewesen sein. Nur wenn ein Tier schwer krank ist macht das keinen Sinn bzw ist dann natürlich lebensbedrohlich.
Artfremde Tiere machen keinen Sinn, da sie nicht die gleiche Sprache sprechen, auch nahe Verwandte wie das Meerschweinchen oder der Degu nicht. Ich kannte früher ein, zwei Halter die Chins und Degus zusammen gehalten haben, die sind sich aber eher aus dem Weg gegangen bzw haben sich ignoriert. Auch bräuchten die Degus auch einen Bereich, wo die Chins nicht hin könnten. Größere Nager wie Kaninchen oder Ratten könnten auch recht gefährlich für ein Chinchilla werden.
In ein Tierheim würde ich das Chin auf keinen Fall geben. Ich habe die Erfahrung gemacht dass die meisten Tierheime hier keine Chins vergesellschaften, auch wenn sie mehrere Einzeltiere haben und dadurch potenzielle Partner dabei wären. Auch bleiben Chinchillas meist recht lange in Tierheimen, gerade ältere, und wenn nicht hast du natürlich keinen Einfluss darauf an wen die vermittelt werden und weißt natürlich auch nicht wie es denen da geht. Ich stelle es mir für kein Tier im Tierheim wirklich schön bzw angenehm vor. Klar es ist gut das es solche Einrichtungen gibt, aber Tieren kann man das ja nicht erklären. Gerade Nager sind ja meist viele zusammen in einem Raum untergebracht, da sind dann die ganzen Gerüche der anderen Tiere, tagaktive mit nachtaktiven zusammen. Sowas bedeutet eine Menge Stress. Wenn du wirklich die Chinhaltung irgendwann aufgeben willst würde ich frühzeitig nach einem neuen Zuhause schauen. Die oben erwähnten Chins habe ich auch zusammen zu meiner damaligen Seniorengruppe aufgenommen, damit wenn ein Tier stirbt das andere nicht allein ist.
 
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Meridian

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Hallo Luna & Artemis,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Ich hatte bisher den Eindruck, dass Chinchillas möglichst jung vergesellschaftet werden sollten und die VG mit zunehmendem Alter riskanter und weniger erfolgversprechend wird. Aber nachdem ich nach Deinem Hinweis nochmal recherchiert habe, gebe ich Dir gerne recht.
Wenn es dann soweit sein sollte, würde ich die VG mit einem Chinchilla ähnlichen Alters versuchen und das vermutl. aus einem Tierheim holen. Wie lange sollte ich damit wohl nach dem Tod des Partners warten? Reden wir hier von Tagen, Wochen, Monaten?
Für meine beiden Mäuse habe ich damals einen neuen Stall gebaut, in den sie nach der VG umgezogen sind; meinst Du, das ist diesmal auch nötig? Die VG an sich würde ich natürlich auf neutralem Boden durchführen.

VG,
Meridian
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Hallo,

sorry das ich jetzt erst antworte.

Wie lange du warten solltest hängt tatsächlich ganz von dir ab. Chinchillas leben im Hier und Jetzt. Klar gibt es Tiere die um ihren Partner trauern, aber nach meinem Empfinden trauern sie auch eher so ein bisschen ihr jetziges "Alleine-Sein". Bei Gruppen ab 3 Tieren konnte ich z.B. nie wirkliche Trauer um ein Tier beobachten, auch wenn es der langjährige geliebte Partner war oder auch ein Geschwistertier mit dem das jeweilige verbliebene Tier bis dato eng verbunden war. Meist war es dann so dass das tote Tier z.B. unten im Stall lag und zwei Etagen drüber zwei Chins schon eifrig aufs Fressen gewartet haben. Bei 2er Gruppen wars eher so das der verbliebene meist beim toten Tier saß und sogar teilweise versucht hat das zum aufstehen zu bewegen, geputzt hat oder einfach nur trübseelig daneben saß. Meist habe ich 1-2 Tage später dann eine VG gestartet bzw ein neues Partnertier besorgt. Kommt halt immer drauf an wie "bereit" man sich für ein neues Tier fühlt bzw auch den Kopf für eine VG hat.

Den Stall kannst du problemlos behalten. Die VG findet eh auf neutralem Boden statt. Ich habe dafür immer einen handelsüblichen Kaninchenkäfig genommen und den späteren Stall dann gut mit Essigwasser ausgewaschen und ein paar Tage auslüften lassen. Ich würde halt lose Einrichtungsgegenstände wie Schlafhäuschen ggf. ersetzen und ein wenig umstellen.
 
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Meridian

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Super, das hilft mir deutlich weiter, vielen Dank :)
 
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Was tun wenn der Partner stirbt?

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