DSH Showline vs Arbeitslinie

Diskutiere DSH Showline vs Arbeitslinie im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Liebe Leute! Nach langer Wartezeit ist es nun endlich bald soweit und ein Deutscher Schäferhund soll bei uns einziehen! Nun tendieren wir eher...
Moody

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Liebe Leute!

Nach langer Wartezeit ist es nun endlich bald soweit und ein Deutscher Schäferhund soll bei uns einziehen! Nun tendieren wir eher zum Altdeutschen Schäfi, sind uns aber nicht sicher, wie das jetzt ist mit der
Show - und Arbeitslinie ist. Klar ist, dass wir eine aktive Familie sind und am Stadtrand mit wunderbaren, weitflächigen Hundeauslauf Gebieten leben. Wir wünschen uns einen aktiven Hund, der mit uns Wald und Wiesen erkundet. Durch meine Jahrzehnte lange Liebe zum Deutschen Schäferhund ist klar, dass es ein DSH werden wird. Nun stehen wir aber gerade vor der Wahl des richtigen Züchters, der DSH züchtet, die mehr in Richtung Showline gehen, sprich mehr als Familienhund geeignet sind . Auf den Seiten der Züchter finde ich dazu aber nichts. Gibt es diese Einteilung bei der Langhaarvariante überhaupt?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße,
Moody
 
22.06.2020
#1
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demona

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Hi,

Die "Rasse" altdeutscher Schäferhund gibt es nicht, zumindest nicht FCI anerkannt. Es gibt die Rasse Deutscher Schäferhund in Langstockhaar, da gibt es auch FCI Züchter von. Von einem Züchter, der steif und fest behauptet, der züchtet Altdeutsche Schäferhunde würde ich persönlich Abstand nehmen.

Beim Langstockhaar gibt es nur sehr wenige Linien, die wirklich Leistungslinien sind, da sind die Kurzhaar einfach verbreiteter. Die Langhaarigen werden vermehrt auf Familienhund gezüchtet, dennoch ist und bleibt es ein Gebrauchshund und die Wenigsten finden nur Gassigehen toll und ausreichend. Zudem man auch bedenken sollte, dass ein Schäferhund - so sehr ich die Rasse auch liebe - kein Hundewiesenhund ist. Ich kenne wenige ausgewachsene Hunde - gerade unkastriert - die noch mit allem und jedem verträglich sind.

Was wollt ihr denn noch mit dem Hund machen? Abseits von Gassi und mal am Wochenende wandern gehen. 🤔 Besteht irgendeine Ambition Hundesport zu machen? Ich persönlich kenne wenige DSHs, die als reine Familienhunde glücklich sind. Die Meisten haben früher oder später Probleme gemacht weil sie sich selbst ne Beschäftigung gesucht haben, das will wahrscheinlich keiner.

Wir wünschen uns einen aktiven Hund, der mit uns Wald und Wiesen erkundet.
So etwas macht auch mein Kurzhaarcollie und sogar meine 8 Jährige Mischlingshündin mit, ohne Probleme. Das macht jeder gesunde Hund mit, ob es dazu unbedingt ein DSH sein muss, weiß ich nicht.
 
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Moody

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Wie schon geschrieben, haben wir uns sehr lange vorbereitet, lange gewartet und gut informiert und es wird ein DSH werden.
Der Hund soll von Beginn an sehr gut sozialisiert werden, in Welpenspielgruppen und in eine Hundeschule gehen. Weiterführend möchte ich auf jeden Fall in Richtung Hundesport aber auch sehr auf geistige Auslastung achten. Fährtensuche zb. Wir möchten ihm als SCHÄFER Hund soweit als möglich gerecht werden, ihn aber auch von Beginn an an, fixe Ruhezeiten gewöhnen, denn einen ruhelose, nervösen Hund kann man sich auch "züchten "
 
Moody

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@demona: aber vielen Dank für deine Antwort bzg. Show/Arbeitslinie. In die Richtung, dass eher die Stockhaar Schäfis aus Arbeitslinien entstammen, hab ich auch schon gedacht....
Lg
 
demona

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Alle Sozialisierung bringt nichts wenn der Hund mit drei Jahren sagt, "Ich finde andere Hunde scheiße." 😉 Dessen sollte man sich bewusst sein wenn man sich eine etwas ernstere Rasse zulegt und sich vorher fragen, ob man mit dem Worst Case leben kann. Also im absolut schlechtesten Fall mit einem 40 kg Hund, der andere Hunde scheiße findet und das dann auch sehr deutlich zeigt. Wenn man damit klar kommt, ist ja alles gut.

Fährtenarbeit klingt doch super - ich persönlich finde es furchtbar langweilig 😂 - aber für die Hunde eine tolle Beschäftigung. Was das allerdings mit dem Schäfer in Schäferhund zu tun hat, weiß ich nicht, aber egal. der DSH war ein Allrounder, der sollte ein bisschen hüten, ein bisschen Herde beschützen und ein bisschen den Hof bewachen, der war nie ein Hütehund sondern ein Allrounder mit Neigung eher zum Wachhund. Aber das ist im Endeffekt wurscht.

Ich habe einen Hütehund, der hütet deswegen trotzdem nicht. 😉 Wir machen Rally Obedience und Canicross.

Zusatz: Wir haben gerade eine Langstockhaar Hündin im Verein im Training, reine Showzucht und die hat mehr Pfeffer im Arsch als sich die Besitzer jemals vorgestellt haben. Die wollten erst nur den Grundkurs mit machen, haben sich jetzt aber zum Sport angemeldet weil sie sonst der Hündin nicht Herr werden.

Also nur weil Showzucht dran steht, kann es passieren, dass da eine richtige Granate bei rauskommt. Ist selten aber sollte man bedenken, dass es sowas auch gibt.
 
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Hy,

ja, es wäre für uns absolut ok, wenn unser Hund nicht alle anderen Hunde "toll" finden würde und nicht in Labbi Manier (sorry, Klischee :D) alles und jeden suuuper findet und immer albern und zum spielen aufgelegt ist. Ein etwas "ernsterer" Hund würde mir da durchaus mehr entsprechen ;) Aber es gibt sie auch, die total sozialverträglichen DSH. Eine Freundin von mir hat einen Stockhaar Schäfi, den "King" (4 Jahre) und der ist auf der Hundespielwiese immer vorne mit dabei und spielt, tobt, balgt ganz ausgelassen mit seinen Hundekumpeln.
Ja, Fährtensuche ist jetzt nicht die Beschäftigung, an die man bei einem Hütehund denkt :D aber wie du schon geschrieben hast, sind Schäferhunde Allrounder. Wichtig ist uns eine Zucht, die auf Gerade Rücken beim DSH wert legt! Finde diese krummen Rücken beim DSH schrecklich und würde dies nie unterstützten wollen.
Sollte er trotz Showline mehr Pfeffer im Popo haben als erwartet, wäre das auch kein Problem. Habe Zeit, Geduld und Lust mich mit meinem Hund zu beschäftigen (kanns kaum erwarten ;))
 
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demona

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Och, Loki hätte bestimmt Spaß am Fährten aber ich finde es halt urlangweilig. 😂

Zum Rücken: Viel ist gestellt, gerade die Showfotos - auch auf Homepages - sind sehr gestellt weil DSHs leider so bewertet werden. Wichtig finde ich, schau dir die Hunde vom Züchter in Natura an, wie laufen sie? Wie stehen sie frei? Anfassen, sind Bänder und Gelenke fest oder so wabbelig? Bei Workingdog sind viele Stammbäume, da mal schauen wie gesund die Verwandtschaft des potenziellen Hundes ist, wie alt wurden die Verwandten? HD? ED? Das fände ich jetzt wichtig. 🤔

Dass sie völlig unverträglich sind, hab ich ja auch nciht geschrieben aber man sollte schon auf den Worst Case eingestellt sein. 🙂
 
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Danke für Deine Tipps! Die Gesundheit ist uns nämlich extrem wichtig! Deshalb werden wir uns jetzt mal in Ruhe einige Züchter die für uns in Frage kommen, ansehen. Gesundheitszeugnis, Ahnentafel Lebenserwartung , aber auch, wie die Hunde gehalten werden. Zwingerhaltung wäre für uns schon ein klarer Ausschlussgrund! Die Hunde müssen im Familienverband groß werden dürfen und die Welpen sollten möglichst viele Alltagssituationen vor ihrem Auszug kennenlernen. Ich denke, 2 Züchter hätten wir da schon, die vielversprechend klingen.
Aufregend.... :)
 
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Ich hätte dann doch noch eine Frage bzgl.der Abstammung des DSH von der DDR Linie und der Westlinie. Wir haben uns jetzt hauptsächlich für Züchter interessiert, die mit Schäfis züchten, die zwischen 80 - 100% DDR Linie abstammen. Der Grund dafür ist wohl die bessere Gesundheit der Tiere, da angeblich in der DDR mehr auf Robustheit und Gesundheit (HD frei) wert gelegt wurde, als auf Schönheit und abfallenden Rücken im Westen. Stimmt das?
Und nimmt man sich mit einem DSH aus DDR Linie eher ein "Arbeitstier" ins Haus, das eher der Arbeitslinie entspricht oder überwiegen tatsächlich die gesundheitliche Vorteile?
Inwieweit gibt es noch Schäferhunde mit 100% DDR Linie? Ist das nicht eh schon alles durchmischt?
Wir gehen wirklich nicht blauäugig an die Suche nach dem richtigen Schäferhund für uns vor, möchten jedoch, soweit das überhaupt voraussehbar, einen DSH zu uns nehmen, der auch als reiner Familienhund (natürlich mit entsprechender Auslastung) glücklich zu machen ist.
Lg
 
cherry-lein

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Was die Abstammung angeht würde ich einfach auf eine HD/ED freie Zucht achten, das wird bei den Zuchthunden in der Linie angegeben und ein verantwortungsvoller Züchter achtet da selbst sehr genau drauf.

Was das Thema Familienhund angeht wäre der Schäferhund niemals meine erste Wahl. Meine Eltern haben schon seit vielen Jahren Schäferhunde und leiten mittlerweile auch den Schäferhunde Verein. Das was ich so da so kennenlerne und auch die Hunde die wir selbst immer hatten wollten und mussten was tun. Ich habe noch keinen Schäferhund kennengelernt der als reiner Familienhund glücklich war, egal welche Linie.
Wer einen Schäferhund will muss sich halt im Klaren sein das es mit Spazierengehen und ein bisschen Spielen nicht getan ist. Je nach Veranlagung des Hundes sollte man die Stärken des Hundes fördern und die fallen beim Schäferhund sehr unterschiedlich aus. Was fast alle gut und gerne machen ist die Unterordnung, es gibt nicht wenige die da richtig drin aufgehen. Die meisten Schäfer Besitzer kombinieren die Unterordnung mit der Vorliebe ihres Hundes, einige lieben die Fährte oder Mantrail, andere gehen im Schutzhundetraining auf. Meine Eltern waren mit allen Schäfis mind. 3x die Woche auf dem Hundeplatz zum Training, Zuhause wurde jeden Tag was gemacht damit der Hund ausgelastet ist. So hatten wir immer zufriedene und ausgeglichene Schäferhunde. Zu Fremden waren alle sehr reserviert aber nie aggressiv, bei Hunden entschied immer die Sympathie und das obwohl sie von klein auf immer gut sozialisiert waren, bei Schäferhunden aus dem Tierheim war es deutlich schwieriger, der aktuelle Rüde toleriert die meisten Hunde (Rüden aber deutlich schlechter) solange sie ihn in Ruhe lassen, er maßregelt aber auch schnell wenn's ihm zu bunt wird.
Die Hündin die wir davor hatten tolerierte keinen anderen Hund und war da sehr aggressiv, die kam aber auch aus dem Tierheim und ursprünglich aus Ungarn.

Es ist einfach die Natur des Schäferhund reserviert zu beobachten, Situationen einzuschätzen und ggf auch zu handeln. Hat ein Schäferhund z.b. das Gefühl das Herrchen kriegt es allein nicht gebacken übernimmt er die Führung und das geht schnell in die Hose, besonders wenn der Hund viel Schutztrieb hat.
Ein Schäferhund braucht von klein auf eine souveräne, liebevolle und sehr konsequente Erziehung mit altersentsprechender Auslastung dann bekommt man einen tollen Hund aber wenn man das nicht 100%ig gewährleisten kann sollte man lieber die Finger davon lassen. Ein bissiger Schäferhund der im Tierheim wegen Überforderung landet kommt da meist nie wieder raus.
 
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demona

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Das ist leider reines Werbegefasel.

Es gibt keinerlei genetisch nachweisbare DDR Linie, oder Ostlinie, oder wie auch immer die Züchter das bezeichnen. Ein Züchter, der mit so etwas wirbt, joah, ich persönlich würde da nicht kaufen weil es Blödsinn ist.

Und zum Thema HD: Ja, es sollte HD-Ergebnisse vorliegen aber versteife dich nicht darauf. Die Rasse hat nicht weniger oder mehr Probleme als jede andere Rasse in der Größe und dem Gewicht. Die Schäferhundvereine waren allerdings die Ersten, die getestet haben und die die Ergebnisse auch öffentlich gemacht habe. Deswegen kam schnell das Gerücht auf, dass Schäferhund alle HD haben, ist aber absoluter Blödsinn. Jede Rasse in der Größe/Gewicht hat die gleichen Probleme, die meisten Vereine kommunizieren das nur nicht.
Nettes Beispiel: Bei der Körung vom Loki habe ich mir mit einer Welsh Corgi - Züchterin unterhalten. Die hat sehr stolz erzählt, dass ihr Rüde - den sie kören ließ - ja eine C-Hüfte hat. Ich stand erst mal so 😱 da. Sie erklärte mir daraufhin, dass eine C-Hüfte bei der Rasse absolut normal sei, selbst mit D- Hüfte wird noch gezüchtet. Mit einer C-Hüfte würde ich wohl keine Zuchtzulassung für meinen KHC bekommen, da wird sogar B-Hüfte seltsam beäugt. Also HD ist nicht auf Schäferhunde beschränkt, da gibt es andere Rassen, die wesentlich krasser dran sind, da redet nur keiner drüber.

Das Problem beim Schäferhund ist nicht HD, sondern der Karpfenrücken und die extrem abfallende Rückenlinie geht oft mit sehr losen Bändern und Gelenken einher, nicht nur die Hüfte, das geht die kompletten Hinterbeine runter. Deswegen gilt, Zuchthund in Natura anschauen. Wie laufen die? Schlenkern die hinten? Haben die Probleme beim Aufstehen? Wie alt sind die Eltern/Geschwister/Tanten/Onkeln/etc. geworden? Auch mal mit dem Züchter Gassi gehen und nicht nur fünf Meter im Garten bewegen, da sieht man dann schon ob die stabil laufen oder vor sich hin wackeln.

Oder in ein passendes Schäferhundforum und dort informieren, da sind echte Spezialisten - und sehr, sehr viele Idioten -, die viele Linien kennen, passende Verpaarungen nennen können und auch bei der Auswahl des Züchters helfen können. Gerade bei so einer Rasse würde ich mich mit den passenden Haltern in Verbindung setzen.
 
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Ich kenne es so, dass "altmodisch" die DDR-Linie als "Leistungslinie" betitelt wird ("Die Hunde aus dem Ostblock).
Da sind die meisten DSH wolfsgrau, leichter gebaut und nicht so massiv wie die typische Schowlinie.
Wie demona aber sagte, gibt es heutzutage großteils einfach die Einteilung in Showlinie und Arbeitslinie - diese ganze Werberei mit DDR Linie und co. ist aktuell im Großteil einfach Marketing.

Same beim "Altfeutsch".

Schaut euch die/den Züchter gut an, recherchiert über dessen Hunde (Eltern, Großeltern, Ururgroßeltern) direkt auf WorkingDog, spezialisierte Schäferhundforen/Facebook-Gruppen (Der graue Schäferhund" zb...) und lasst euch gut beraten.

Wenn ihr einen etwas ruhigeren Gesellen wollt, wäre vielleicht ein weißer Schäferhund etwas für euch?
Da gibt es in der EU kaum gute/echte Leitungslinien und die Rasse wird aktuell (zu meinem Leidwesen) in der EU als "liebe nette Rasse die einfach so mitläuft, gezüchtet.
 
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Hallo,

ich habe in der Familie eine Person, die seit Jahren Schäferhunde aus der Arbeitslinie hält und minimum 4-5x die Woche, eher fast täglich, im Verein ist und mit ihren Hunden mehrere Stunden dort arbeitet, weil diese sonst absolut nicht in der Familie so problemlos mitlaufen würden, wie sie das derzeit tun.

Diese Hunde stammen von anerkannten, sehr guten Züchtern (alle auch zu finden auf WorkingDog), sind super sozialisiert und so weiter, haben aber einen sehr hohen Anspruch bezüglich Auslastung und Verhalten durch den Halter und sind absolut keine "Familienhunde". Wenn sie krank ist und mal wirklich nicht kann, springen Freunde aus dem Verein ein, die sich an diesen Tagen um die Hunde kümmern auf dem Platz.

Das soll jetzt keine Abschreckung sein, die Hunde sind durchaus liebe Schmusebacken, zurückhaltend gegenüber fremden Menschen, die sie nicht kennen bzw. durchaus auch beschützend, wenn sie dazu einen Anlass sehen. Das muss man kontrollieren können und dem muss man sich bewusst sein und dementsprechend niemals in Eigenregie, schon gar nicht beim ersten Schäferhund, versuchen da irgendwas wiesenspaziergangsmäßiges, familienknuddliges mit einmal die Woche bisschen Fährtengesuche zusammenzubasteln.

Liebe Grüße :)
 
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Moody

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Danke Euch für die ausführlichen und sehr informativen Antworten!
Da ich schon seit vielen, vielen Jahren mit der Rasse liebäugele, wäre ein Deutscher Schäferhund ein Herzenswunsch von mir, der sich damit erfüllen würde. Der Schweizer Weisse Schäferhund gefällt mir leider nicht ganz so gut, wenngleich er auch wunderschön ist....
ABER: da ich auch eine Rasse zu uns nehmen möchte, die in unser Leben passt, bin ich auch sehr vorsichtig und zurückhaltend, auch wenn der Wunsch noch so groß ist. Einerseits wäre der DSH mein absoluter Traumhund und mir fiele jetzt auch keine Rasse ein, die ich ähnlich toll fände (am nähesten kommt dem noch der American Staffordshire Terrier), andererseit habe ich Angst, dass sich der Traumhund in einen "Alptraum" verwandeln könnte, weil wir vielleicht doch überfordert wären :(
Der DSH wäre für meinen Mann auch ein Hund, den er sich gut vorstellen könnte, Staffs gefallen ihm nicht so gut, weil er "haarigere Hunde" schöner findet (auch wenn er bei den "Pitbulls auf Bewährung" schon einige Hunde gesehen hat, die ihm gefallen :D)
So wirklich kennt er sich aber nicht aus mit Hunden. Er ist ohne Haustiere aufgewachsen, während ich immer von einem privaten Zoo umgeben war :) Also bliebe die Erziehung hauptsächlich an mir hängen, wobei mein Mann durchaus die Bereitschaft hegt, dazu zu lernen und sich aktiv mit dem neuen Familienmitglied zu beschäftigen. Auch Hundeschule, Hundesport, zum joggen, oder an den Teich zum schwimmen und spielen mitnehmen, wären total seines. Aber wirklich Ahnung von Hunden hat er bis dato eher nicht.
Wobei ich die Einteilung in Anfängerhund ja/nein eh prinzipiell eher hinterfrage, da es meiner Meinung nach um die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der Rasse und mit dem Willen, sich mit den Bedürfnissen der Rasse auseinandersetzen, geht. Wenn die Einstellung und die Gesamt Situation passt, denke ich, ist keine Rasse für Anfänger komplett ungeeignet( wobei, so ein wirklicher Abfänger ist man dann eh nicht mehr, wenn man sich derart informiert, eher passt der Begriff Ersthund Besitzer) .
Danke für die Infos wegen HD und das Schäfis im Speziellen nicht am schlimmsten betroffen sind! Da wusste ich nicht!
Wir sind auch am überlegen, einen Hund aus dem Tierschutz zu nehmen, dort könnte man uns wegen Charakter und Bedürfnissen des Tieres sicher bestens beraten....
Lg Moody
 
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Foss

Foss

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Ein Tierschutz-Hund ist natürlich auch eine schöne Sache.
Hierbei solltet ihr aber bedenken, dass viele Hunde aus reinem Überlebenswillen sich oftmals "verstellen" und ihren richtigen Charakter erst zeigen, wenn sie sich dann im neuen Heim sicher fühlen und sie ihre neue Lage und Umgebung einschätzen können.
Man hört es manchmal, dass Hunde von Tierschutz-Mitarbeitern anders beschrieben wurden als sie sind, weil sich im Nachhinein dann das wirkliche Wesen eines Hundes gezeigt hat und die Halter dann damit überfordert waren und der Tierschutzhund dann doch weider zurückgegeben wurde.
macht euch daher ein gutes Bild, lernt den Hund kennen, unternehmt mit ihm was,...das übliche :)

Bin wirklich gespannt, für welchen Begleiter ihr euch dann entscheiden werdet und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ihn dann auch hier im Forum vorstellt und öfter berichtet :)

PS: Als Schäfer-Fan kann ich da die Begeisterung nachvollziehen 🥰 und freue mich dann extra noch auf Fotos.
 
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Moody

Moody

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Fotos wird es auf jedenFall geben 😊 wird halt noch ca ein Jahr dauern.
Kennt jemand von Euch vielleicht gutes Welpen Erziehungsbuch, das er mir empfehlen kann? Ich möchte die Zeit nutzen, um mich so gut als möglich auf das neue Familienmitglied vorzubereiten 😍, z.B. ob Clickern /ja/nein.

Lg Moody
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Moin,

Klemm' dir alle Erziehungsbücher und leg dir direkt Bücher zu, die sich allgemein mit Verhaltensbiologie/psychologie etc befassen.

Damit hast du eine gute Basis und viele Dinge ergeben sich von selbst.

Ausdrucksverhalten beim Hund


Verhaltensbiologie Hund - Praxisbuch


"Das andere Ende der Leine" ist auch ein tolles Buch.

Davon abgesehen in Bezug auf Clickern:
Die meisten Anleitungen sind grottenschlecht.

Auch da lieber die Grundlagen verstehen - sprich klassische und operante Konditionierung anschauen und dann erst, wenn überhaupt noch nötig, Clicker-Bücher lesen.
 
Moody

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Danke! Ich werde mir die Bücher durchsehen, vielleicht find ich sie ja auch günstig, gebraucht.
Ich wollte im Herbst eigentlich die Ausbildung zur Kynologin an der Uni machen. Wurde nun leider - Corona bedingt- abgesagt und angeblich ein Jahr darauf wieder angeboten.
Welpenerziehung von GU könnt' ihr das enpfehlen? Das hätte ich auch ins Auge gefasst. Oder ist es nicht gut?
Suche in jedem Fall Ratgeber, die Erziehungstipps ohne Gewalt und Härte empfehlen.

Lg Moody
 
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Hallo,

Die GU Bücher kannst du zumeist schmeißen.
Manche Stellen und Tipps sind gut...aber wenn du fachlich gute Ratschläge haben möchtest, bleib am besten direkt bei der entsprechenden Fachliteratur wie Turid Ruugas und co.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Dann wirst du die Literatur von Gansloßer, Rugaas und Co in jedem Fall brauchen...;)

GU-Ratgeber hatte ich persönlich relativ selten mal hochwertige in der Hand.

Grundsätzlich sollte dir klar sein, dass diese Ratgeber 0815-Tips beinhalten, die schon dann nicht mehr funktionieren, wenn der Hund nicht der 100%ige Idealwelpe mit top Sozialisation ist.

Es kommen sicherlich noch Buchtipps, bin da einfach kein Fan von sich Pläne nach Rezept zu machen ohne die dahinterliegenden Motivationen etc. einordnen zu können :)

Wobei ich bei meinem ersten eigenen Hund auch genau das gleiche gesucht und gefragt habe und im Nachhinein in die Tischkante beißen konnte nicht direkt in Fachliteratur investiert zu haben.
 
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DSH Showline vs Arbeitslinie

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