kann mit der Trauer nicht umgehen...wie macht ihr das ?

Diskutiere kann mit der Trauer nicht umgehen...wie macht ihr das ? im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Tier Ecke; Hallo liebe Forumsmitglieder, ich habe mich hier angemeldet, weil ich hoffe, dass mir jemand vl. einen guten Tipp geben kann...ich bin recht...
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baumhaus360

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich hoffe, dass mir jemand vl. einen guten Tipp geben kann...ich bin recht verzweifelt..
Ich musste Ende letzten Jahres meine über alles geliebte Katze einschläfern lassen...Ich mache mir manchmal Vorwürfe ob es richtig war, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe..und komme mit dem Verlust generell einfach nicht richtig klar. Oft denke ich mir es geht, das Leben geht ja auch weiter, aber tief in mir drinnen vermisse ich sie nach wie vor so und merke das ich die Trauer und das "Nicht wahrhaben Wollen" ab und an verdränge..
Kurz zur Geschichte: Es ging mit dem Tod meiner Katze leider alles recht schnell. Ich war bei 2 Tierärzte um sicher zu gehen. Die 1. hat eine Blutuntersuchung und Röntgen gemacht und meinte nach dem Wochenende schauen wir es uns an und entscheiden dann, es sehe aber nicht gut aus (meine Katze hat kaum mehr was bis gar nichts mehr in der letzten Woche gegessen). Die 2. (Tierklinik) hat mir nach Erhalt der Röntgenbilder gesagt, ich solle sofort kommen (entweder zu ihr oder zur anderen, näheren Klinik in meinen Ort), der Katze gehe es nicht gut und wir müssen handeln. Sie hat
sich meine Kleine dann vor Ort angeschaut und diagnostizierte FIB (davon die feuchte, aggresive Form, nicht Heilbar)..ich habe lange überlegt was ich tun soll..die Tierärztin hat versucht sie zu punktieren und hat aber letztendlich zu wenig Flüßigkeit rausbekommen und meinte dann, ich glaube ihre Katze hat ihnen die Entscheidung abgenommen...Mein Gefühl vor Ort war schon, ich muss sie gehen lassen...dennoch war und bin ich manchmal unsicher weil ich die Diagnose anhand der Erfahrung und des Röntgens habe (die Laborwerte mit denne es zu 100% sicher gewesen wäre hätten lt. der Ärztin zu lange gedauert und man hätte sie nicht so leiden lassen können sagte sie)..Ich denke ich hatte immer ein gutes Gespür was meine Katze braucht und was nicht..und mein Gefühl war, schweren Herzens sie gehen zu lassen...dennoch, plagen mich seither die Schuldgefühle, war es richtig, hätte es nicht doch noch eine Möglichkeit gegeben? Meine Katze war nach 1 Antibiotika kurzzeitig wieder recht fit und so froh als sie zuhause in der Wohnung war. So wurde sie dort in der KLinik (natürlich in meinem Beisein) eingeschläftert.

Sie war erst 10 Jahre alt, viel zu Jung zum Sterben :(..Ich habe sie von einer Tierauffangstation, es hat sehr lang gedauert bis sie mir oder generell einem Menschen vertraut hat. Doch dann, waren wir ein Herz und eine Seele. Sie war schon fast wie ein Hund, hat oft als ich nachhause bin schon vor der Tür auf mich gewartet, sobald ich auf der Couch lag kam sie um sich auf mich drauf zu kuscheln (immer!), draußen war sie nur für 1-2 Stunden, sonst immer bei mir. Beim Zähne putzen saß sie neben mir, beim Aufstehen lag sie wieder auf mir drauf, beim Kochen schaute sie mir oft einfach nur zu... Es tut mir einfach so unendlich weh, auf der einen Seite entschieden zu haben sie gehen zu lassen (wenngleich ich eig. weiß, dass es sicher das Richtige war), und auf der Anderen Seite weil ich sie einfach so schrecklich vermisse und sie NIE Wieder sehen kann (zumindest nicht in diesem Leben)...Dieses Gefühl dieser unendlichen Verbundenheit und diese Liebe, das kann mir sonst einfach nichts in dieser Form geben. Und das vermisse ich so sehr und ich halte es manchmal kaum aus. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Natürlich ich habe meine Familie, Partner,Freunde und liebe sie alle...aber diese Liebe zu meiner Katze war einfach anders...Wir waren ein Herz und eine Seele..jeder wusste, uns gibts im Doppelpack...und nach nur 7 jahren bei mir musste ich sie einschläfern lassen...ich habe schon viel geweint, mich versucht mit der Trauer auseinander zu setzten..aber es hilft halt nur bedingt...Ich hab auch ein Buch angefangen zu lesen, jedoch war ich da noch mehr verunsichert weil darin stand man sollte seinen Vierbeiner den letzten Abschnitt "schön" gestalten..klar das hab ich versucht so gut es ging, aber ich hab auch in dieser Phase schon viel geweint und war unsicher was mit ihr ist. Das hat sie vl. gespürt und dadurch mach ich mir auch noch mehr Vorwürfe. Ich frage mich so vieles, ob sie wohl starke Schmerzen hatte, wusste das es zuende gehen wird? ob sie gemerkt hat wie sehr ich sie liebe und wie dankbar ich ihr für alles bin? Viele Fragen auf die ich keine Antwort bekomme...

Es tut mir Leid, das hier ist ein riesen Roman geworden..Ich bin echt etwas verzweifelt....Ich wäre jedem Sehr dankbar wenn er eine Idee hätte oder Tipps wie er/sie damit umgegangen ist...Und ich bin dankbar für alle die es gelesen haben..es tut auch so schon gut "nicht ganz alleine zu sein"..

Liebe Grüße
Baumhaus
 
27.06.2020
#1
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Guest

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McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Was die Behandlung angeht, kann ich dir nicht helfen.

Ich hatte es schon ein paar Mal, dass ich mich gegen ein Einschläfern entschieden habe und das Tier kurz später gestorben ist oder doch erlöst werden musste. Ich hatte es auch schon, dass mir mein Tierarzt zum Einschläfern geraten hat (und ich kenne meinen Tierarzt gut, der ist eher einer, der noch weiter probiert, wenn er selbst noch Hoffnung hat).
Es tut jedes Mal weh und ich hatte auch schon öfter das Gefühl, dass es zu früh war oder ich die Krankheit zu spät bemerkt habe. Am extremsten erinnere ich mich an ein Einschläfern von einem Meerschweinchen, das durch eine Vergesellschaftung apathisch wurde und da kamen dann Herzprobleme zum Vorschein. Beim Tierarzt ist sie kollabiert, er konnte nichts mehr tun außer Erlösen. Das ganze ist wohlgemerkt gut 9 1/2 Jahre her und ich habe seitdem noch viele Tiere verloren, aber das ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben...

Ich beerdige meine Tiere im Garten. Von einem Kaninchen, das ich wegen Obduktion und Missverständnissen nicht beerdigen konnte, habe ich eine Figur machen lassen. Und ein Meerschweinchen, das Ostern gestorben ist und auch obduziert wurde, habe ich einäschern lassen und die Urne in Meerschweinform und in ihrer Farbe.
Ich habe von verstorbenen Tieren auch Bilder malen lassen.
 
Amber

Amber

Moderator
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Hallo,

geht es dir denn mittlerweile etwas besser?

Dass du noch trauerst, traurig bist und sie vermisst, ist ganz normal, jeder braucht unterschiedlich lange, um mit irgendwas zurecht zu kommen oder etwas zu verarbeiten.
Nicht so gut wäre es, fürchte ich, wenn man sich selbst unter Druck setzt, dass es doch jetzt mal reicht und es doch jetzt abschließen müsse. Bringt nichts, weil man für seine Gefühle nichts kann...
Man liest, wie sehr du sie geliebt hast und mir geht es auch immer so, wenn eines meiner Tiere eingeschläfert werden musste, dass ich mich dann ständig frage, was, wenn ich zu früh aufgegeben habe oder es doch Hoffnung mit mehr Zeit gegeben hätte?
Solch Gedankengänge können einen ganz schön zusetzen und lassen mich auch immer noch mehr verzweifeln.
Hättest du denn jemand mit dem du sprechen kannst darüber?
Würde vielleicht dein Tierarzt auch nochmal mit dir darüber sprechen?
Oft hilft das mir schon so ein klein bisschen, dass es einem etwas die Angst nimmt, was falsch gemacht zu haben oder falsch entschieden zu haben.
Wenn man sich alleine Gedanken drum macht, hat man immer nur seine Gedanken und nicht andere, weil die eigenen bei so etwas ja voll mit den eigenen Gefühlen sind. Kann man nicht immer so gut, das neutral betrachten...
Fühl dich mal unbekannter weise lieb gedrückt, wenn du magst. Du bist damit nicht alleine.


Mitfühlende Grüße
Amber
 
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