Neues Katzenkitten im Heim

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HerrPfote

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Guten Morgen liebes Forum,
ich weiß es ist sehr früh, aber manchmal kann man halt nicht schlafen. 😄

Meine Lebensgefährtin und ich haben seit 2 Wochen einen Kater (Coonie/BKH Mix) bei uns, bekommen haben wir ihn mit 13/14 Wochen. (Datum nachweislich)
Der Kleine ist alleine zu uns gezogen weil er der letzte vom Wurf war, die anderen wurden immer zu zweit weggegeben oder es wurde darauf geachtet dass schon eine Katze im Haushalt lebt.
Wir haben ihn dennoch bekommen, weil wir von Anfang an eine zweite Katze haben wollten.
Ich weiß, wir hätten uns umschauen können und hätten ein Geschwisterpaar holen sollen - allerdings kennt ihr bestimmt das Gefühl wenn man sich durch ein Bild so sehr in eine Katze einschießt und quasi verliebt.
Er hat sich bestens bei uns eingelebt, wir haben ihn anfangs in einem anderen Raum abgestellt und ihn alles erkunden lassen.
Keine 15 Minuten später hat er unsere Nähe gesucht und ist auch sehr anhänglich.

Wir hatten von vornherein vor noch eine Katze zu holen und sind seitdem auf der Suche, damit der Kater nicht ganz so lange alleine ist, nur ist es bei uns echt schwierig. Katzen gehen hier weg wie warme Semmel, denn bei Kleinanzeigen heißt es immer "ist schon vergeben".
Wir
sind dann zum Tierheim und was soll ich sagen.. das Tierheim hat bei uns im Dorf zurecht einen sehr sehr schlechten Ruf.

Wie der Zufall es nun will haben wir ganz spontan eine Katze bekommen können, was heißt bekommen - ich wollte es retten.
Muttertier verstorben, es waren noch drei Katzen bei denen. Zwei wurden als Geschwisterpaar abgegeben und die dritte sollte, falls sich keiner meldet ins Tierheim.
Ich habe mir die Katze dann angeschaut und musste schnell eine Entscheidung fällen, da der Züchter/Vermehrer, wie auch immer, nichts mehr mit Katzen am Hut haben wollte.
In mir hat sich ein wenig die Angst breit gemacht als ich das kleine Kitten sah mit den großen Augen und hatte im Hinterkopf wie es im Tierheim aussieht.
Die Katze war auch beim Tierarzt und von daher, war für mich alles in Ordnung.

Sie ist nun bei uns eingezogen und ich habe sehr viel über Vergesellschaftung gelesen.
Ich habe auch allgemein viel über Katzen und deren Verhalten gelesen, Kater und Katze geht, dann gehts wieder nicht.
Es ist fast wie bei allen anderen Themen, du fragst 10 Leute und erhälst 12 unterschiedliche Meinungen inkl. Argumentationen.

Die neue Katze ist nun 10 Wochen, ich weiß - min. zwei Wochen zu früh ABER es gibt kein Muttertier mehr und keine Katze mehr die ihr was beibringen kann.
Also kam die neue Katze mit der Transportbox bei uns an. Der Züchter/Vemehrer, hat uns ein Handtuch mitgegeben womit er immer geschlafen hat,
was ich ganz gut fand im Hinblick auf Gerüche.
Sie ist dann in unser HWZ Raum eingezogen und haben unseren Kater erstmal in unser Wohnzimmer gesperrt.
Keine Sorge, sehr groß.
Wir haben die Katze alles erkunden lassen, die Gerüche wahrnehmen lassen und unserem Kater haben wir das Handtuch gegeben damit er sich auch an den Geruch gewöhnt.
Anschließend ging es für die Katze wieder in den HWZ und der Kater durfte auch wieder aus dem Wohnzimmer raus.
Wir haben uns nun angeschaut wie beide miteinander umgehen und was mich SEHR verwundert hat, beide sind aufeinander zu gegangen und haben sich beschnuppert.
(Gitterzaun war in der Tür).
Die beiden haben sich nebeneinander hingesetzt als würde es beide nicht einmal interessieren das jemand anderes da ist.
Das haben wir uns nun zwei Tage angeschaut und haben beide immer mit den Gerüchen des anderen konfrontiert.
Wir haben gedacht, wenn nun nichts durch den Zaun passiert - kein Maulen, nichts. Dann kann nichts passieren.. ja falsch gedacht.

Zaun weg, der Kater kommt auf die Katze zu und möchte sich anschmiegen und leicht spielen.. was passiert - sie faucht und jault/bellt/murrt ihn an.
Er ist verunsichert und sucht das Weite, nach einiger Zeit miaut die Katze und der Kater schaut was los ist und wieder beginnt das fauchen und jaulen.
ABER nur von der neuen Katze aus, unser Kater ist total ruhig, nicht gestresst und sucht dann einfach das Weite.

Uns beiden hingegen sind die beiden zutraulich, aber ist der Kater im Blickfeld von der Katze, so fängt das Fauchen und Jaulen an.
Da meine Lebensgefährtin und ich zwei Wochen Urlaub haben ist da auch nicht von Vorteil, am Liebsten würden wir dazwischen gehen und versuchen zu schlichten,
aber wir halten uns eisern an die "Spielregeln" auch wenn es uns quasi das Herz zerreisst.

Wie ist eure Meinung zu unserer Vorangehensweise in Hinblick der VG?
Ich weiß, ist ein richtiger Wall of Text, aber sonst kommen wieder Fragen, warum die andere so jung zu uns kommt, was wir für Unmenschen sind.
Ich hab sowas bisher immer in div. Katzenforen gelesen und war anfangs auch etwas gehemmt deswegen ein Thema zu eröffnen.

Aber die Spannung auf eure Sichtweise ist hier doch etwas größer. :)

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und freue mich auf Antworten von euch.
 
30.06.2020
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Simpat

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Hallo herzlich willkommen hier im Forum 😊

Tja, was soll man dazu sagen. Wider besseren Wissens, dann halt doch anders entschieden. Ein zweiter Kater der auch ausreichend sozialisiert worden ist und mit 12/13 Wochen abgegeben wurde, da wäre die Vergesellschaftung vermutlich schon durch. Aber auch hier denke ich, dass es klappen wird, gebt den beiden Zeit und wie ihr es schon ganz richtig macht, nicht eingreifen, einfach machen lassen, Geduld haben und Zeit geben. Versucht so entspannt wie möglich mit der Situation umzugehen, verhaltet euch ganz normal, damit sich nicht eure Anspannung auf die Tiere überträgt. Ich vermute, die Kleine ist verunsichert und will ihn sich erstmal auf Abstand halten, er wird ja auch deutlich größer als sie sein. Ob es auf Dauer gut gehen wird mit Kater und Kätzin und ob die beiden vom Wesen, Charakter und Temperament zueinander passen, dass kann dir keiner vorhersagen, da war das zweite Kitten mit 10 Wochen, ja noch viel zu jung, um das schon beurteilen zu können.

Es kommt in der Tat oft zu der Problematik, die meisten Kater und Kätzinnen haben unterschiedliches Spiel- und Sozialverhalten, welches vor allem in jungen Jahren oft deutlich zum Tragen kommt und ich empfehle auch eher gleichgeschlechtlich. Die meisten Kater balgen und raufen nun mal gerne nach Katerart miteinander und sind auch im Umgang miteinander deutlich körperbetonter und ruppiger. Die meisten Kätzinnen hingehen balgen nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und später stehen sie meist gar nicht auf so wilde Balgereien und bevorzugen eher Jagdspiele. Aber es ist nicht so, dass es immer so sein muss und Kater und Kätzin grundsätzlich nicht geht. Gerade bei Geschwistern bzw. bei Katzen die von klein auf zusammen sind, kann auch Kater und Kätzin gut klappen. Am wichtigsten ist, dass die Tiere vom Wesen, Charakter und Temperament zueinander passen oder vielmehr möglichst ähnlich sind und es gibt auch weibliche Raufbolde und zurückhaltende Kater.

Übrigens auch der BKH/Coonie-Mix ist nicht gerade gut ausgesucht, auch wenn da auf einiges geachtet wurde bei der Abgabe, aber wie kam es überhaupt zu der Verpaarung und leider sind beide Rassen, weil sie so in Mode gekommen sind, durch die vielen Vermehrer und Schwarzzüchter schon ganz krank gezüchtet worden und da wurde mit Sicherheit keine Untersuchung auf PKD und HCM gemacht, dass sind Erbkrankheiten, die sich durch solche Vermehrung leicht ausbreiten.

Und weil man es gar nicht oft genug sagen kann und es auch gilt, wenn die Katzenmutter verstorben ist, dann hätte man zumindest die Geschwister miteinander aufwachsen lassen sollen, bis sie alt genug und schon fertig geimpft sind, hier noch einmal die 3 wichtigsten Gründe, warum man sich keine zu jungen Kitten holen sollte:

1. Dem Kitten fehlt die Sozialisierung, es hat den richtigen Umgang, die Katzensprache usw. noch gar nicht ausreichend gelernt, ein Großteil der Sozialisierung fängt nämlich erst mit 7-8 Wochen an, da lernen sie die Katzensprache, den richtigen Umgang miteinander, lernen Grenzen und Frustration kennen, deswegen ist es ja so wichtig, dass man die Kitten lang genug zusammen und vor allem bei der Katzenmutter lässt und dass sind nun mal mindestens 12 Wochen, besser 13-16 Wochen. Das Kitten weiß gar nicht, wie es sich richtig zu verhalten hat gegenüber der vorhandenen Katze.

2. Bei einem so jungen Kitten, kann man doch noch gar nicht einschätzen, ob es vom Wesen, Charakter und Temperament überhaupt zu der vorhandenen Katze passt.

3. Es ist natürlich auch ein großes gesundheitliches Risiko sowohl für das Kitten als auch für die vorhandenen Katzen, weil das Kitten entweder ungeimpft oder gerade erst einmal geimpft natürlich noch gar keinen Immunschutz entwickelt hat. Sein Immunsystem ist noch vollkommen unausgereift und da kommt es im neuen Haushalt mit jeder Menge fremder Viren, Bakterien und Keime in Kontakt, so etwas kann schnell zum Ausbruch von Krankheiten führen. Eine Impfung ist eine ziemliche Belastung für den kleinen Organismus, das stecken die Kitten in der gewohnten Umgebung und unter Obhut der Katzenmutter viel besser weg, deswegen sollte man sie erst mehrere Tage nach der 2.Impfung vom Muttertier trennen und an neue Besitzer abgeben. Die Trennung von den Geschwistern und der Katzenmutter, das neue Zuhause, neue Bezugspersonen, dass alles ist großer Stress für die Kitten und belastet ebenfalls das Immunsystem, sollte daher nicht zeitgleich mit der Impfung stattfinden. Natürlich ist auch die vorhandene Katze einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt, wenn man ein ungeimpftes Tier dazusetzt.

Auch sind die Kitten mit 13-16 Wochen bei der Abgabe schon viel selbstbewusster, nehmen ihr neues Zuhause schneller und leichter an, haben auch von der Katzenmutter Grenzen und Regeln gelernt aber auch Frustration kennengelernt und nehmen dadurch Regeln und Verbote im neuem Heim besser an.
 
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HerrPfote

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Danke für deine Antwort, dass das mit der zweiten Katze und dem Alter nicht optimal ist, ist mir durchaus bewusst.

Ich wollte euch an dieser Stelle ein kleines Update geben.
Sie faucht und knurrt/jault immer noch aber das ist nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Teilweise schlafen beide mit 20-30cm Abstand nebeneinander und dann passiert nichts, auch nicht wenn er sich mal nähert und sie es registriert. Auf uns kommt sie mittlerweile von selbst zu und möchte gestreichelt werden. Kommt er hinzu macht sie gar nichts sondern lässt ihn gewähren, solange sie gestreichelt wird. Also gehe ich davon aus dass sie ihn wirklich nur auf Abstand halten will und bin zuversichtlich dass sich das weiterhin legt.
Das einzige Problem welches ich aktuell habe ist, dass sie nicht richtig frisst - jedenfalls sehe ich sie immer nur trinken. Kann auch sein dass ich mich da täusche.
 
S

Simpat

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Wisst ihr womit sie gefüttert wurde von da wo ihr sie her habt? Es empfiehlt sich in der Eingewöhnungsphase das vertraute Futter weiter zu geben, außerdem vermeidet man durch eine langsame Fütterungsumstellung auch Verdauungsprobleme. Ist die Kleine wenigstens schon entwurmt?
 
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HerrPfote

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Wir haben etwas von dem Futter mitbekommen, jedoch geht sie aktuell an kein Futter ran. Auch nicht wenn ich versuche sie mit Leckerlis zu locken. Sie riecht kurz dran und dann war es das.
Entwurmt ist sie und war auch schon beim Tierarzt. Gesundheitlich ist alles in bester Ordnung. Das hat bei mir immer oberste Priorität.

jetzt gerade finden wieder ein paar Kämpfe statt, aber die beiden treffen sich nicht einmal mit der Pfote. Ich lass die beiden einfach weitermachen und schaue nur nach dem rechten.
 
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