Glaukom Katze Ü12 Jahre

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Luna & Artemis

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Hallo ihr Lieben,

brauche euren Rat oder Erfahrungsberichte bezüglich eines Glaukoms bei meiner Elly.

Elly ist min. 12 - 15 Jahre alt. Ich habe sie vor 10 Jahren aus dem Tierheim geholt, sie war eine Fundkatze, also daher kein genaues Alter. Elly war schon immer etwas empfindlich, sowohl vom Immunsystem als auch vom Kreislauf, und hat auch einen kleinen Herzfehler. Ihre Herzwand ist 3mm zu dick, da die Herzklappe beim pumpen dagegen schlägt.

Jetzt ist es so das ca. vor 2 Wochen es damit anfing das Ellys Augapfel plötzlich blutrot war. Allerdings hatte sie weder Schmerzen, noch störte sie das Auge irgendwie. Leider konnte uns unsere Tierklinik keinen Termin geben und bat das wir auf einen anderen Tierarzt ausweichen. Dieser Tierarzt diagnostizierte eine Einblutung im Auge aufgrund von Bluthochdruck und riet uns aufgrund eines "seltsamen Tons" beim Abhören des Herzens schnellstmöglich in unserer Klinik einen Herzultraschall durchführen
zu lassen. Also wieder bei unserer Klinik einen Termin vereinbart.

Beim Herzultraschall kam nur der oben erwähnte kleine Herzfehler zu Tage, der aber bereits bekannt war. Die Klinik schaute sich dann aber nochmals das Auge an und diagnostizierte ein Glaukom. Der Augendruck lag zu dem Zeitpunkt bei 94. Man riet uns das Auge schnellstmöglich zu entfernen. Am nächsten Tag hatten wir einen erneuten Termin, der Druck lag nun bei 86. An diesem Termin hat sich auch herausgestellt das wir von der "Ausweichtierärztin" ein Mittel erhalten haben, dass regulär auf keinen Fall bei Glaukomen und dem damit verbundenen erhöhten Augendruck verabreicht werden darf, bekommen haben. Die Klinik hat es sehr verwundert das der Druck überhaupt gesunken ist, bzw. Elly gar keine Unwohlsein- Anzeichen zeigt. Sie frisst, trinkt, läuft Rum, putzt sich, haut sich mit unseren anderen Katzen, das was Elly eben so tut. Seitdem wir das "richtige" Mittel haben läuft auch das Blut aus dem Auge ab und ich habe das Gefühl das der Augapfel wieder kleiner wird. Allerdings rät die Klinik unbedingt zur Entfernung, weil Medikamente "Geldverschwendung" wären.

Ich habe ehrlich gesagt einen Stein im Magen wenn ich an die OP denke und denke auch ehrlich gesagt nicht das Elly die OP überlebt bzw sich davon richtig erholt. Klar ist 12- 15 Jahre kein Alter und sie kann durchaus noch ein paar schöne Jahre haben, aber generell ist Elly sehr stressanfällig. Schon "kleinere, nicht dauerhafte Behinderungen" wie z.B. durch einen Verband oder einen Kragen/ Leckschutz ist ein echtes Problem mit Elly, da sie sich dann so darein steigert, das es teils schon zu Kreislaufproblemen gekommen ist. Auch bei Medikamenten muss man immer ein wenig aufpassen. Die Klinik belächelt die Problematik etwas und ist da nach dem Motto "Im schlimmsten Fall stirbt sie dann, aber dann haben wir es wenigstens versucht." bzw beruft sich darauf das dauernde Medikamentengabe und regelmäßige Tierarztbesuche auch stressig wären. Da muss ich sagen, dass dies wirklich nicht auf Elly zutrifft. Es ist absolut kein Problem sie in ihre Box zu bekommen und auch beim Tierarzt ist sie immer recht neugierig und "fröhlich", gibt ja auch Leckerchen und Streicheleinheiten ;) Medikamente sind auch absolut kein Problem. Daher sagt mir mein Bauchgefühl eher "lebenslange" (mag sich vielleicht hart anhören, aber bei einer älteren Katze ist dies ja auch nicht mehr ewig) Medikamente plus geeignete Schmerzmittel und ihr noch eine schöne Zeit machen, anstatt jetzt eine OP, die sie vielleicht gar nicht überlebt bzw sich nie davon richtig erholt.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit einem Glaukom bei einer Katze gemacht? Wie würdet ihr den Fall mit Elly bewerten? Würdet ihr es machen lassen?
 
25.07.2020
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
S

Simpat

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Leider kann ich dir da gar nichts raten, habe keinerlei Erfahrung mit, ich weiß nur, dass solche Augengeschichten meistens sehr schmerzhaft sind. Also ich würde sie einfach gut im Auge behalten, ob sie wirklich keine Schmerzen hat und es dann erstmal medikamentös versuchen den Augendruck zu lindern.
 
Midoriyuki

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Ich wäre ehrlich gesagt skeptisch, ob sie wirklich keine Schmerzen hat.
Frag mal Menschen mit hohem Augendruck wie widerlich schmerzhaft das ist.

Nur weil sie "normal" ist und keine Schmerzen zeigt heißt das ja nun mal leider nicht, dass sie keine hat.
Katzen sind einfach unendlich leidensfähig und bevor du merkst, dass da doch Schmerzen sind wird ihr das Auge vermutlich halb aus dem Kopf fallen.

Ich persönlich würde mich immer für die Variante entscheiden, die mit der höchstmöglichen Sicherheit Schmerzfreiheit garantiert.

Im Übrigen bezweifle ich, dass die TÄ das einfach so empfehlen: selbst ganz fies kapitalistisch gedacht hätten sie mehr von einem Dauerpatienten und keinem TA hilft eine in der Narkose verstorbene Katze.
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Danke für eure Antworten.

Klar sind Katzen Meister im verstecken von Krankheiten/ Schmerzen. Predige ich ja auch immer wieder wenn jemand sagt "Aber sie läuft ja rum und sieht nicht aus als ob sie Schmerzen hätte", aber Elly ist da regulär einer der ersten, die dann sofort fressen einstellen und sich quasi in eine Ecke verkriecht. Daher denke ich macht ihr zumindest momentan das Auge "wenig" Probleme bzw. empfindet sie es nicht als störend. Kann natürlich auch daran liegen das momentan die Medikamente recht gut wirken - das Blut geht immer mehr zurück und auch die Schwellung geht zurück.

Ich denke auch nicht dass der Tierarzt da irgendwelche kapitalistischen Gedanken hatte, ganz ehrlich gesagt - es ist eine gut laufende größere Praxis/ kleine Klinik, die sich momentan vor Terminen kaum retten können und sich auch bald vergrößern. Denen wird es aus finanzieller Sicht egal sein, ob ich da jetzt 1x 500€ für die OP, monatlich 40€ für Medikamente + weitere Behandlungskosten oder gar kein Geld lass. Mir gehts wirklich allein um die Aussage das man es eben "versuchen" müsste mit der OP und wenns halt nicht funktioniert wird das schon seinen Grund gehabt haben. Mich stört es halt so ein bisschen das jahrelang "Drama" ums Herz und FIV gemacht wurde "Da müssen wir aufpassen", "Das wird niemals gut gehen" und jetzt bei so einer "großen OP" "Naja, wird schon gut gehen."
Jetzt haben mir schon mehrere zu einer 2. Meinung geraten, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht wo. Kleinere/ normale Tierärzte lehnen uns quasi ab, weil sie uns bei einem Glaukom nicht weiterhelfen könnten, weil sie keine Möglichkeit haben dieses zu behandeln bzw dann wieder an unseren behandelnden Tierarzt verweisen.
Momentan bin ich da echt hin- und hergerissen. Einerseits funktionieren die Medikamente gerade so gut, dass ich es weiter erstmal damit probieren möchte/ würde, um Katze den OP Stress + fehlendes Auge zu ersparen. Sollten diese nicht mehr funktionieren bzw. das Auge sich verschlechtern würde ich natürlich zur OP tendieren. Andererseits habe ich wirklich durch das jahrelange "das ist eine FIV Katze und hat seltsame Herztöne, da können wir nichts machen" irgendwie einen Stein im Magen wenn ich an so eine OP denke.
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Kann mich den anderen nur anschließen.
Auch schreibst du immer "Ich denke", also weißt du es nicht.
 
Luna & Artemis

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So nochmal zurück.
Klar weiß ich es nicht 100%, weil ich mich nicht in Elly hineinversetzen kann und somit 100% fühle ob sie jetzt Schmerzen hat oder sie das Auge stört. Ich kann eben das als Anhaltspunkt nehmen was ich empfinde bzw beobachte.

Wir hatten heute nochmal einen Kontrolltermin bei der "Ausweichtierärztin" und haben uns erstmal gegen die OP entschieden, da sich das Auge gut zurückgebildet hat und auch das Blut soweit abgeflossen ist. Sie hat aktuell keine Schmerzen am Auge und sie stört es auch nicht, wir haben aber für den Fall der Fälle Schmerzmittel zuhause, auch kann sie wieder durch das Auge sehen bzw reagiert das Auge wieder wenn rechts von ihr etwas geschieht. Solange das Auge auf dem "Ist- Zustand" bleibt fahren wir erstmal mit den Medikamenten fort. Sollte sich etwas verändern werden wir natürlich sofort umplanen ob die Medikamente nur höher dosiert werden müssen oder dann doch die Operation, falls dies nur mit dem dauerhaften Einsatz von Schmerzmitteln möglich wäre.
 
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