Mein Hund fixiert manche Menschen und greift sie an

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cladine_

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Hallo ihr Lieben Menschen,

mich muss jetzt mal meine Sorgen hier los werden und vielleicht hat der ein oder andere das ja auch schon erlebt oder kann mir einen Rat geben (wobei ich weiß, dass ich um einen hundetrainer wohl nicht herum komme). Also... folgende (aktuelle) Situation:
Es ist abends, eine Freundin war zu Besuch und ich bringe sie runter zu ihrem Fahrrad. Ich wohne in einer Innenstadt (Fußgängerzone, Kleinstadt), daher nehme ich meinen Hund ( sie heißt Lumpi) mit runter und lasse sie ohne Leine laufen. Ich unterhalte mich noch mit meiner Freundin, mein Hund im Umkreis von 5 Metern am schnüffeln und „Erkunden“. Ein Pärchen läuft vorbei, sie ignoriert sie... alles easy. Auf einmal sehe ich im Augenwinkel, wie sie sich an etwas ran schleicht. Wisst ihr was ich meine? So mit langsamen Schritt, geduckter Haltung. Dachte, sie hätte vielleicht eine Ratte oder eine Katze gesehen (sie ist ein Jagdhund). Als ich nachschaue was sie fixiert, sehe ich einen Mann durch die Gasse kommen und merke sie fixiert ihn und ist dabei ihm deutlich zu machen, dass sie nicht positiv auf ihn gestimmt ist. Ich rufe sie, laufe auf sie zu, bekomme aber keine Reaktion. In dem Moment sprintet sie auf den Unbekannten Mann los und bellt ihn an, flescht die Zähne und springt an ihm hoch. Der Mann war natürlich völlig perplex, hat nach ihr getreten und war außer sich. SIE HAT IHN NICHT GEBISSEN, „NUR“ ZURECHT GEWIESEN. ALSO ES IST NIEMANDEN ETWAS PASSIERT (WEDER MENSCH NOCH TIER, NUR EIN GROSSER SCHRECK - GOTT SEI DANK!!) Nach kurzer Diskussion und Reue Verhalten ist der Mann weiter. So, jetzt das große ABER... es ist nicht das erste Mal, dass das passiert ist. Erste Situation war selber Ort, Fußgängerzone vor der Haustüre, aber es war Mittags.Ein paar Menschen und Paare sind vorbei gelaufen, alles gut - Hund hat sich nicht dafür interessiert. Dann kommt ein Mann gelaufen und selbe Situation. Fixieren, anpirschen, Bellen, hochspringen und Zähne am fletschen. **Gedanke zwischendrin: Es waren immer einzelne Männer die sie angegriffen hat. Keine besonderen Merkmale wie Hut, Regenschirm oder andere „suspekte“ Merkmale. Einfach ganz normale Männer.**
Und dann gab es noch eine Situation (sorry, wenn der Text so lang ist 🙈)
Ich war bei einer Freundin und seinem Mann. Wir saßen auf der Terrasse und Lumpi hat unterm Tisch ganz entspannt geschlafen. Dann kam der Vater vom Mann einfach über den Garten rein spaziert. Lumpi springt auf und selbes Verhalten. Anspringen, Bellen, Zähne fletschen.
Diese Situationen waren so nervenaufreibend. Zu der letzten Situation (auf der Terrasse bei Freunden) muss ich sagen, dass mein Hund danach den Mann „verehrt“ hat. Hat sich an ihn geschmiegt, seine Nähe gesucht und sich zu seinen Füßen gelegt. Also danach ganz entspannt.... bei den anderen Personen, das waren Fremde. Das war eine kurze Begegnung und dann waren sie wieder weg. Aber ich glaube, wenn die Fremden dann auch auf meinen Hund eingegangen wären, hätte sie sich auch streicheln lassen und hätte die Nähe gesucht ( sie wird oft von Fremden gestreichelt und lehnt sich dann z.B. vertrauensvoll an sie an und genießt es) Aber bei manchen Fremden (Männern?!) rastet sie einfach aus. Es erschließt sich mir halt nicht, was sie so aus sich gehen lässt... deswegen meine Frage: Habt ihr Erfahrungen damit gemacht oder wie würdet ihr dieses Verhalten „bearbeiten“? Wie gesagt, an 99 von 100 Menschen läuft sie einfach vorbei, ignoriert oder ist freudig/offen und dann gibt es den Einen, der ihre Unsicherheit oder Agressivität (ich weiß nicht wie ich es nennen soll) ab bekommt.
Im allgemeinen ist sie ein super entspannter und liebesbedürftiger Hund. Kinder, und vor allem Kleinkinder, liebt sie über alles und wird sofort unterwürfig. Sobald kleine Kinder um sie rum sind wird sie von der quirligen, fröhlichen und lebhaften Rampensau zur total zärtlichen und vorsichtigen Hündin.
So viel zu meinem Hund und meinem Problem... was meint ihr??
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hi,

Abgesehen davon, dass das sich das auf jeden Fall ein Trainer anschauen muss:

Sei froh, dass dich niemand angezeigt hat.
Ich persönlich hätte das an Stelle der Männer getan.

Ein Hund, der offensichtlich für dich nicht einschätzbar willkürlich "ausrastet" gehört an die Leine und ggfs. durch einen Maulkorb gesichert.

"Nichts passiert" ist nämlich relativ.
Ein Hund muss nicht beißen um mit diesem Verhalten Schäden anzurichten.
Es würde reichen, wenn jmd vor Schreck stürzt und sich dabei verletzt.

Meine Mutter ist durch genau so ein Verhalten eines fremden Hundes mit Platzwunden und extrem unangenehmen Prellungen im Krankenhaus gelandet.

Also ja, Trainer und zwar dringend.
 
Nienor

Nienor

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Für mich klingt das nach einem unsicheren Hund, der nun gelernt hat, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Und dass er sich nicht drauf verlassen kann, dass du die Situation löst.
Schau unbedingt, dass der Trainer nicht mit Dominanz- und harte Hand Mist kommt. Kooperation und gemeinsames Erarbeiten von verschiedensten Situationen zusätzlich zu Massnahmen, wie ihr mit Begegnungen mit Fremden umgehen könnt (Leine, Abstand, eventuell sogar Gegenkonditionieren) mag zwar zunächst weit weg vom Problem erscheinen, hilft aber ganzheitlich.
 
Zamonien

Zamonien

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Als erstes musst du unbedingt deinen Hund vernünftig sichern. Es darf nicht passieren, dass ein Hund andere Leute stellt und angeht. Schon dreimal nicht wenn das Problem bekannt ist.

Ich würde da einen Trainer drauf schauen lassen, auch auf das "anschmiegen" und streicheln bei fremden Personen, ob das wirklich "nett" gemeint ist oder da andere Motive hinter stecken.
 
Djinn

Djinn

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Ich stimme Nienor völlig zu, ich habe damals bei gleichem Verhalten den Fehler gemacht, der Dominanzschiene zu vertrauen, und mein Hund ist nun neurotisch in manchen Situationen, er sieht Bedrohungen dort, wo keine sind. Dominanzbasierte Erziehung ist gleichzusetzen mit Symptomunterdrückung, nichts Anderem. Ich würde dir auch raten, nichts "repressiv hemmendes" zu machen, das ist nämlich das Gleiche. Gegenkonditionierung ist hier richtig. Und nicht an den Kosten für den Trainer sparen, das kann nämlich wirklich teuer sein, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Du musst jetzt erstmal vor Allem dafür sorgen, dass dein Hund das Verhalten nicht einüben kann, Aggressivität wird nämlich schnell zur Gewohnheit und damit nicht mehr trainierbar/ schlecht trainierbar. Laufe einen Bogen um die Situationen, nimm sie schnell da raus und gut ist.
 
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