Leinenaggression Owtscharka HILFE

Diskutiere Leinenaggression Owtscharka HILFE im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Heii, ich habe mich hier angemeldet um vielleicht Ratschläge von euch zu bekommen. Unsere 3 jährige zentralasiatische Owtscharka Hündin ist an der...
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Miriam03

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Heii, ich habe mich hier angemeldet um vielleicht Ratschläge von euch zu bekommen. Unsere 3 jährige zentralasiatische Owtscharka Hündin ist an der Leine sehr aggressiv gegenüber anderen Hunden. Sie versucht sich mit Gewalt aus dem Halsband oder dem Geschirr zu winden um zu anderen Hunden zu kommen. Sie geht richtig nach vorne und versucht nach ihrem Gegenüber zu schnappen. Sobald sie aber ohne Leine oder im Hundepark ist, ist sie sehr offen und freundlich, spielt mit allen Hunden ob groß
oder klein. Auch mit unseren anderen beiden Hunden hat sie kein Problem und ist den ganzen Tag lang mit ihnem zusammen.

Jedenfalls haben wir schon versucht sie beim spazieren gehen mit Leckerchen abzulenken was sehr gut funktioniert, da sie andere Hunde dann vollkommen ignoriert und brav im Platz auf die Belohnung wartet, ABER meine Mutter hat das mit ihr nur eine Woche lang geübt, dann die Leckerlies wieder weggelassen und natürlich geht sie ohne diese Ablenkung wieder auf Artgenossen los. Da das mit den Leckerlies damals so gut funktioniert hat, würde ich das gerne auf eigene Faust mit unserer Hündin versuchen, da meine Mutter scheinbar nach so kurzer Zeit warum auch immer aufgegeben hat. Allerdings habe ich große Angst davor unsere Mascha nicht halten zu können, da sie fast 60kg wiegt und ein richtiges Kraftpaket ist. Ein Hundetrainer hat uns damals geraten ein "Halti" zu verwenden. Man kann sie damit zwar gut halten und sie hat sich auch schnell an dieses Halfter gewöhnt, doch Mascha versucht sich auch aus diesem zu winden, sobald wir einem Hund begegnen. Sie hat leider keine Ohren, wie es bei dieser Rasse wohl üblich ist und ich habe Angst, dass der Riemen, der hinter den Ohren verschlossen wird, einfach darüber rutscht und sie sich mit ihrer Kraft losreißt. Eine andere Möglichkeit so einen relativ großen Hund alleine zu festzuhalten gibt es wahrscheinlich nicht oder?

Wie kann ich dieses Problem jetzt am besten angehen?
 
13.08.2020
#1
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
Michse89

Michse89

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Herzlich willkommen :)
Einen halti zu benutzen, wo der Hund mit voller Kraft rein geht, würde ich nicht empfehlen. Viel zu viel Druck wird so auf sehr empfindliche Körper stellen gelegt, die dadurch böse verletzt werden können.
Wie wäre es mit einem gut (!!!) Sitzendem bauchgurt wo du dich mit der gesamten Kraft halten kannst in einem gut sitzenden Geschirr.
Ansonsten würde ich da wirklich einen Trainer drüber schauen lassen, denn sich X mögliche Tipps aus dem Netz zu holen, bringt es leider manchmal nicht.
Da du selber schreibst, das du Angst dabei hast, wird sie umso unsicherer und kann das ganze verstärken. Wäre es möglich solche Routen zu planen, wo ihr wenige bis keine Begegnungen habt, bis ihr mehr Tipps von einem Fachmann erhaltet?

Liebe Grüße
 
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Mr. Spock

Mr. Spock

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Stimme meinem Vorschreiber zu, erst mal einen fachkundigen Trainer drüber schauen lassen. Außerdem frag ich mich gerade wo ihr den Hund herhabt. Hört sich für mich nach äußerst dubioser Herkunft an wo der Hund auf Aggression trainiert worden ist
 
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A-Fritz

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Hallo Miriam03 ,

der Kaustische Owtscharka ist ein Wachhund , welcher diese Anlage in den Genen trägt
und darum wohl am besten ein großes Anwesen bewachen kann und nicht als Freizeithund Verwendung finden sollte.

Ich bin aber der Meinung , um zu versuchen, diesen Hund zu sozialisieren , muß er jetzt möglichst häufig Gelegenheit bekommen,
in der Öffentlichkeit mit allen nur möglichen Menschen und Hunden in Kontakt zu kommen .
Wenn der Hund wie Du berichtest, besonders an der Leine Probleme macht, würde ich ein Mahl versuchen ,
ihn erst mit den anderen Hunden spielen zu lassen und dann ihn dann anschließend an die Leine nehmen
und probieren , wie danach die Reaktion mit den selben Hunden aussieht , welche gerade vorher noch Spielkameraden waren.

Wie ich gelesen habe, ist der Owtscharka ein Spätendwickler, bei dem der Wachtrieb allmählich immer stärker wird ,
darum sollte man keine Zeit vergeuden und jetzt jede Gelegenheit nutzen , um diesen Hund an eine Gesellschaft
mit anderen Hunden zu gewöhnen und ihn auch zwischen solchen an der Leine zu führen .

Vielleicht gibt es in deiner Umgebung ja einen kräftigen Mann , welcher Dich bei deinem Training unterstützen kann.

Ich habe persönlich nicht so ein großes Vertrauen zu einem X- beliebigem Trainer . Es ist auch immer Glücksache,
hier gerade den Richtigen zu bekommen und eine lange Suche nach diesem, kostet auch eine Menge Geld .

Fritz.
 
demona

demona

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Wie wäre es mit einem gut (!!!) Sitzendem bauchgurt wo du dich mit der gesamten Kraft halten kannst in einem gut sitzenden Geschirr.
Ich weiß nicht wie groß und stark die TE ist aber ICH könnte keine 60 kg Hündin am Bauchgurt halten wenn die wirklich irgendwo hin will. Und ich habe schon ein paar nicht sehr verträgliche Hunde als Gassihunde geführt aber 60 kg am Bauchgurt, puh, schwierig, selbst mit der richtigen Technik.

Zur TE: Such dir bitte einen vernünftigen Trainer, der mit mehr als nur "Mach ein Halti drauf" arbeitet sondern mit einem vernünftigen Management, dass ihr ohne Gefährdung an anderen Hunden vorbei könnt. An den Hund gehört eine vernünftige Sicherung und ein gescheites Training und bis dahin möglichst kein Fremdhundekontakt. Und da gehört ein Trainer ran, der sich mit Herdenschutzhunden auskennt.

Bitte keine Selbstversuche mit irgendwelchen fremden Hunden, das kann sehr schnell böse ausgehen. Stell dir vor, eure Hündin findet mal einen anderen Hund wirklich scheiße und will ihn schreddern, davon könnt ihr sie schlicht und einfach mit dem Gewicht nicht abhalten. Gegen 60 kg Hund habt ihr keine Chance.

Ein Owtscharka ist ein Herdenschutzhund, die sollen nicht verträglich sein sondern schützen. Dass eure Hündin sich mit den eigenen Hunden versteht, ist klar, das ist Familie, die sollen die toll finden aber fremde Hunde sind im Normalfall scheiße. Die Hündin ist jetzt 3 Jahre und ich glaube einfach nicht, dass die wirklich alle Hunde toll findet und da schön spielt. Nicht bei der Rasse. Und ja, die haben normalerweise Ohren, die werden aber kupiert damit Wölfe keine Angriffsfläche haben, spricht für mich für eine sehr dubiose Herkunft.

Bitte, bitte, sucht euch einen vernünftigen Trainer und red nochmal mit deiner Mutter, da müsst ihr schon an einem Strang ziehen.
 
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Midoriyuki

Midoriyuki

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Ein unkontrollierbarer Owtscharka gehört aktuell gar nicht nach draußen, wenn ihr sie nicht halten könnt, sondern wie bereits angemerkt ein kundiger Trainer dran.

Im Optimalfall einer, der einen Herdenschutzhund richtig einschätzen kann und nicht nur, sorry fürs plakative Beispiel, Labbis Sitz beibringt.

Möglichst viel raus ohne Idee was man da tut kann nur nach hinten losgehen.

Davon ab tut sie genau das wofür sie gedacht ist. Ohne Kontrolle tun die das auch irgendwann sehr nachhaltig und im besten Falle erschreckt sich der fremde Hund, im blödesten Falle ist er tot.

Also nicht noch mal n paar Wochen warten, sondern unverzüglich einen Trainer suchen.

Sollte jmd von Unterwerfung und Rangordnung: nicht hingehen.

Und auf gar keinen Fall selbst sowas wie Schnauzengriff, Rückenwurf o.ä. anwenden.
Wird gern empfohlen, bei der letzten Gelegenheit bei der ich was von dem Versuch von sowas bei einem ursprünglichem Gebrauchshund gehört habe ist die Hand der Halterin auch nach Jahren noch unbrauchbar.
 
Hexogen10

Hexogen10

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Das erste, was ich dachte: oh, mal wieder jemand, der die Rassebeschreibung nicht gelesen hat und null Ahnung von SEINEM Hund hat.
Sie konnte jetzt drei Jahre lang dieses Verhalten aufbauen und es wird euch noch mal fast genauso lange Zeit kosten es wieder auf "sie geht zumindest ohne Theater am Hund vorbei". Toll finden wird sie andere Hunde nie, weil ihre Genetik einfach etwas anderes sagt. Zur Herkunft haben sich andere schon ausreichend geäußert. Mit drei Jahren ist sie jetzt erwachsen und es kommen die rassespezifischen Eigenschaften sehr deutlich hervor.

Training ohne Fachmann: lass die Finger davon! Tipps aus dem Internet wie man etwas wann macht, kann nur nach hinten losgehen.

Training nur unter Anleitung eines Trainers, der Ahnung von Herdenschutzhunden hat, ohne Dominanz, Rangordnung und "ich stell hier die Regeln auf und du hast die Klappe zu halten" arbeitet. 60kg legt man auch nicht mal eben auf den Rücken oder drückt sie auf den Boden, zieht sie am Genick von den Pfoten oder dergleichen. Menschen, die so etwas für nötig empfinden, haben in meinen Augen ein gewaltiges Problem mit ihrem Selbstbewusstsein. Hunde fragen auch nicht täglich neu die Regeln im Zusammenleben ab.
Ein Halti ist ein Hilfmittel und wenn der Trainer euch die Handhabung nicht gezeigt hat, lasst die Finger davon. Ihr könnt so viel verkehrt machen UND dem Hund körperlich dabei sogar noch Schaden zufügen, der weitere Probleme nach sich ziehen wird. Denn Schmerzen lassen nicht nur Menschen unleidlich werden und wenn es jedes Mal ziept und schmerzt, wenn man andere Hunde, Katzen, Kinder, Radfahrer, Rollatoren oder sonst was sieht, baut sich Frustration auf, die sich auch entladen muss.

Freunde von mir hatten mal eine Hündin der Rasse zur Pflege. Sie wurde als Wachhund auf einem Autohof eingesetzt und hat ihren ersten Mitbewohner, ebenfalls Kaukase, in einer Nacht einfach mal tot gebissen. Die Halter holten dennoch wieder einen Hund dazu und mit dem passte es zum Glück. Hätte aber auch wieder einer von beiden auf dem Grundstück liegen können, totgebissen vom anderen.Dass sie draußen mit anderen ohne Leine klar kommt, kann auch das sogenannte Fiddeln sein. Spricht einen auf Clown machen, um die Situation zu entschärfen. Gerät sie da an den falschen Hund, kann das in einer heftigen Beißerei enden und da kannst du sie nicht mal eben aus der Situation heben wie einen Dackel und hast dann ggf. kleinere Bissverletzungen. Dann fehlt dir am Ende ein Finger oder deine ganze Hand, das Bein oder ein anderer Teil deines Körpers ist so zerfleischt, dass er nie wieder hergestellt werden kann. Im schlimmsten Fall muss euer Hund dann eingeschläfert werden oder bis zum Lebensende in einem Tierheimzwinger leben weil sie so keinen Wesenstest bestehen kann.

Sichert den Hund mit Sicherheitsgeschirr, (zwei Gurte am Bauch, sodass sie auch nicht raus rutschen kann) Halsband und Maulkorb. Zwei Leinen und wer unsicher ist, den Hund halten zu können, sollte es lassen. Wenn sich Riemen nicht an den Ohren halten, muss der Maulkorb am Halsband gesichert werden, um definitiv nicht abgestreift werden zu können. Denn wenn so ein großer Hund beschädigt, ist das übel und zieht auf jeden Fall eine Überprüfung durch das Ordnungsamt und Veterinäramt mit sich! Die dürfen den Hund auch sofort beschlagnahmen, euch die Kosten in Rechnung stellen und wenn Gefahr im Verzug ist, sprich der Hund gar nicht mehr ansprechbar, wird er erschossen. Das Risiko wäre mir zu groß!
 
Windhundliebe

Windhundliebe

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Hallo,
Ich kann dir Mirijam Cordt empfehlen. Sie arbeitet (positiv) mit Herdenschutzhunden. :)
 
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