Kater bringt mich zum Verzweifeln

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Sirene

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Hi meine Lieben. Seit Dezember haben ich und mein Freund 2 Wohnungskätzchen auf 80qm2 und 2 Etagen. Wir haben sehr viele Spiel und Klettermöglichkeiten. 2 Kratzbäume, eine Katzentreppe und eine Schublade voll mit Spielzeug. Der Kater Loki (schwarz&weiß) kam zu erst und 2 Wochen später kam die Katze Laika (die kleine graue) dazu. Beide sind nun auch seit geraumer Zeit kastriert und ungefähr 1 Jahr alt. Allerdings raubt mir Loki nicht mehr nur den letzten Nerv sondern mache ich mir auch totale Sorgen.
Loki versteht kein Nein, keine "Bestrafung" und auch kein Lob. Wir haben seit er bei uns ist versucht ihm anzutrainieren, dass er nicht auf den Küchentresen und Tisch springt, dass er nicht krallt und beißt und sich gegenüber seiner jüngeren Freundin benimmt. Und
wir haben es bis heute wirklich konsequent durchgezogen, aber ich bin ganz ehrlich.. langsam kann ich nicht mehr. Ich hatte schon viele Katzen, aber selbst Pflegefälle aus dem Tierheim waren nicht so penetrant.
Wenn wir ihm vom Tresen schubsen, springt er keine Sekunde später wieder rauf - da könnte ja essen drauf liegen. (wir haben eine offene Küche)
So zum nächsten Punkt. Er ist unnormal verfressen. Wenn wir ihm Futter auftun springt er durchgehend auf den Tresen, versucht den Napf runterzuschlagen und - jetzt kommt das beste - beißt uns ins Bein. Nein, kein knabbern und kein Liebesbiss. Er beißt! Als bekäme er sonst nie essen!
Nun kam es dazu, dass er sogar lernte unsere Schränke zu öffnen, wo natürlich auch das Katzenfutter gelagert ist...oder eher war. Oder auch unser Mülleimer.. den er kurzerhand einmal umgeschmissen hat, nebenbei die Abflussrohre der Spüle rausgerissen hat, und sich dann an den Essensresten bediente. Unsere Küche ist erstmal schön überflutet, weil wir das nicht sofort bemerkt hatten. Schränke zukleben etc. bringt leider nichts und ist auf dauer auch keine Lösung. Leider brachte seine Verfressenheit es letztens aber dann soweit, dass er wohl versuchte sein liebstes Spielzeug runterzuschlucken und direkt wieder auskotzte. Das hätte auch anders laufen können..
Ich weiß nicht woran es liegt. Er kriegt ganz normal und regelmäßig Futter (Morgens 100g Mittag 50g Abends 100g, gute Qualität - kein Zucker, kein Getreide, keine Lockstoffe und so gut wie nur Fleisch/Fisch ! ) und spielen tun wir mit den Katzen auch jeden Tag.
Laika ist aber dagegen ganz anders, sie versteht wenn sie was falsches getan hat und lässt es dann auch direkt. Oder weiß auch wann sie satt ist. Loki eher nicht.. Loki spielt sich dann auch noch gerne auf. Er will Laikas Essen wegfuttern und fängt oft an sie anzugreifen. (spielen und kämpfen kann man da leicht unterscheiden) Das war sogar ganz schlimm, als sie gerade kastriert wurde und natürlich verwundet war!

Mein Tierarzt hatte mir Feliway und Feliway Friends empfohlen.. Nun ist aber schon das 3. Flacon leer und es hat nichts gebracht, leider sogar beides nicht. Anfang Oktober werde ich den Arzt nochmal aufsuchen können und nachfragen, aber bis dahin hoffe ich auf euch.. Vielleicht wisst ihr eine Lösung, habt das gleiche erfahren oder mehr?

Ich bedanke mich schonmal für Hilfe!
Lg Sirene
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21.09.2020
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Mr. Spock

Mr. Spock

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Erstmal Glückwunsch......und jetzt das große ABER: zunächst denk dran du hast noch lange keine erwachsenen Katzen sondern Teenager,die sind immer anstrengend und müssen durch geduldige Erziehung erstmal lernen was Sache ist bei euch. Es muss IMMER Futter dastehen,dann wird auch keiner dem anderen was wegfressen wollen.Wieviel kriegen die eigentlich? Und: Kater und Kätzin spielen zu unterschiedlich,da kanns noch jede Menge Stress zwischen den Beiden geben.....nach aktuellem Wissen setzt man Kater/Kater oder Kätzin/Kätzin zusammen.Es wäre also gut wenn jeder der beiden noch nen passenden Kumpel/inne bekäme.......oder hoffen,dass die 2 sich vertragen auf Dauer....
 
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Simpat

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Hallo herzlich willkommen hier im Forum 😊

Ich kann euch schon sagen, was mit dem Kater ist - Der ist nicht nur mitten im Flegelalter - Wo ohnehin Verbote, Grenze und Regeln in Frage gestellt werden, wo er sich ausprobiert was geht und was nicht, die Grenzen immer wieder testet - Der Kater dürfte vermutlich einfach richtig Hunger haben.

Als Kitten bis zu einem Jahr dürfen sie fressen soviel sie wollen. Bei meinen Katzen war das je nach Fress- und Wachstumsphase zwischen 300-800 g mittel-hochwertiges Nassfutter pro Kitten am Tag. Er hat Hunger ist daher ständig auf der Suche, der lebt seinen Jagdtrieb voll aus und versucht etwas fressbares zu finden. Egal was er findet, wird er als Erfolg verbuchen und es immer wieder probieren, egal, wie oft ihr es ihm verbietet und solange er Kohldampf schiebt, wird er ein NEIN auch nicht akzeptieren. Diese Fütterungsempfehlungen auf den Dosen gelten für ausgewachsene Katzen nicht für Kitten. Abgesehen davon sollte man Kitten mehrmals täglich füttern. Ich habe meine 5 mal täglich gefüttert, morgens kurz nach dem Aufstehen (nie direkt nach dem Aufstehen, damit die nicht anfangen einen zu Wecken, weil Aufstehen Futter bedeutet), die 2.Mahlzeit habe ich ihnen hingestellt ehe ich aus dem Haus bin, dann gab es wieder Futter wenn ich heimgekommen bin, dann später am Abend noch eine Mahlzeit und die letzte Portion habe ich ihnen hingestellt, wenn ich ins Bett bin. Immer kleine Portionen und Bedarf gab es Nachschlag.

Welches Futter, welche Marken genau füttert ihr?

Da hilft nur eines, einen Fütterungsplan erstellen und dann muss in der Küche immer alles "Fressbare" sicher verräumt werden, da darf nichts draußen rumliegen, der darf wenn er auf die Theken springt weder etwas Fressbares noch etwas zum Spielen geeignetes finden, nichts was den Anreiz erhöht, dort immer wieder nachzusehen. Und dann muss man ganz konsequent sein und ihn immer wieder runtersetzen, deutlich NEIN sagen und anschließend ignorieren. Wenn er dann nicht mehr so hungrig ist und nichts mehr auf Tischen und Theken findet, sollte er dann zumindest in eurer Anwesenheit nicht mehr ständig hochspringen, sobald ihr aus dem Haus seid, wird er natürlich trotzdem nachsehen, ob da nicht doch was ist, da darf er halt nichts finden. Ich würde Kindersicherungen empfehlen und alles sicher abschließen und verräumen.

Wie lange sind die Katzen tagsüber allein? Er scheint ziemlich temperamentvoll zu sein, da hätte vermutlich ein zweiter kleiner Kater besser zu ihm gepasst als eine Kätzin, noch dazu wo ich vermute, dass die Katzendame ohnehin nicht ganz so temperamentvoll wie er sein dürfte, weil da BKH mitgemischt hat oder nicht?

Ihr solltet es mal mit Clickertraining probieren, dass ist ein sehr gutes Erziehungsmittel, damit kann man den meisten Katzen einiges beibringen und sie lernen auch auf einen zu hören.

Jetzt zu dem Thema Kratzen und Beißen. Wie alt war der Kater beim Einzug? Was wisst ihr über seine Sozialisierung? Durfte er lange genug bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufwachsen, hat er Grenzen und Frustration schon von der Katzenmutter gelernt?

Man kann natürlich bei der nächsten tierärztlichen Untersuchung zur Sicherheit einmal die Schilddrüsenwerte überprüfen, ob da evtl. eine Störung vorliegt und auch die Bauchspeicheldrüse, vielleicht kann er das Futter nicht so gut verwerten und ist deswegen ständig hungrig.
 
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Sirene

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Erstmal vielen Dank für die schnellen und so lange Antworten!
Ich glaube ich probiere es erstmal mit öfter füttern bzw. durchgehen was stehen haben! Vielleicht hat er ja wirklich so dolle hunger :/

Als Futter bekommen die Katzen das Real Nature Futter von Fressnapf.
Er wuchs leider bei einer Familie auf, die alle Kätzchen so schnell wie möglich loswerden wollte. Beim Arzt haben wir herausgefunden, dass er keine 8 Wochen alt war, mit Flöhen und Würmer besäht und untergewichtig war. Die Familie hat jedes Mal nur ein Teller für ALLE Katzen in den Raum gestellt. Da hat er sicher nicht viel von abbekommen.

Dann lass ich ihn nächsten Monat aber trotzdem nochmal untersuchen - ich hoffe das regelt sich alles.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Ich habe letztens bei Vox gesehen dass die Katzentherapeutin auch so einen Fall hatte. Aktiver Kater der ständig Hunger schiebt und auch aggressiv gegenüber dem Frauchen wurde. Öfter füttern und viele Klettermöglichkeiten und sinnvolle Beschäftigung haben so wie es am Ende aussah, geholfen. Da wurden ein paar Futterautomaten in der Wohnung verteilt die zu bestimmten Zeiten das Futter frei stellten. Also für Feuchtfutter.
Ich weiß ja nicht wie preisintensiv die sind und ob sie optisch in der Wohnung vielleicht stören, aber wäre natürlich auch eine Option während der Abwesenheit.
 
S

Simpat

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Er wuchs leider bei einer Familie auf, die alle Kätzchen so schnell wie möglich loswerden wollte. Beim Arzt haben wir herausgefunden, dass er keine 8 Wochen alt war, mit Flöhen und Würmer besäht und untergewichtig war. Die Familie hat jedes Mal nur ein Teller für ALLE Katzen in den Raum gestellt. Da hat er sicher nicht viel von abbekommen.
Dann ist er leider völlig unzureichend sozialisiert, weil ein Großteil der Sozialisierung erst ab der 7./8. Wochen beginnt und es fand auch keine Erziehung durch die Katzenmutter statt, dann nimmt er natürlich Grenzen, Regeln und Verbote deutlich schlechter an. Man darf beim Spielen mit Kitten nicht den Fehler machen und es anfangs tolerieren, dass die Zähnchen und Krallen einsetzen, weil wenn einem später ein ausgewachsener Kater mal am Arm hängt, der nicht gelernt hat wie fest er zupacken darf, dass ist dann kein Spaß mehr. Immer wenn er Zähne und Krallen unangemessen einsetzt, müsst ihr sofort alles unterbrechen streicheln, spielen, kuscheln usw. ihn strikt zurückweisen und anschließend ignorieren.

Hier wäre natürlich ein bestens sozialisiertes zweites Katerchen, welches 13-16 Wochen bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen ist, die bessere Partnerwahl gewesen. Ich hoffe eure junge Kätzin kann sich gut gegen ihn durchsetzen. Was weißt du über ihre Sozialisierung als Kitten?
 
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Audrey

Audrey

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Also ich will ja nix verschreien, aber Du beschreibst da grad meinen Ferdl. Meinen Ferdl hab ich mit 1 1/2 Jahren bekommen und verloren, als er 12 war. Ich hab bei ihm also über 10 Jahre gekämpft. Gegen Windmühlen gekämpft. Schups ihn 100 mal von der Anrichte runter, er springt 102 mal rauf. Ich hatte mal einen gelben Sack voll gelber Säcke, weil er sie alle aufgerissen hat. Man lernt damit zu leben - also Müll in fest verschlossenen Türen (gibt da so Kindersicherungen), gelber Sack im Schwerlastsack, und oh, was kriegt man für Armmuskeln vom Runterschubsen. Und er hat fast 8 kg gewogen - ich hab ihn sicher nicht fett gefüttert, aber am Hunger kann's auch nicht gelegen haben. Seine Schwester (die ich immer noch hab) war dagegen superleicht zu erziehen, die versteht "runter" und "nein" und hört generell wie ein Hund. Sie hat gelernt damit umzugehen - da hat dann ein pfeilschnelles Pfötchen einfach aus seinem Napf geangelt.

Also was ich damit sagen will - ich hab mich irgendwie damit abgefunden...
 
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