MiniAussi - Junghund außer Rand und Band

Diskutiere MiniAussi - Junghund außer Rand und Band im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier in diesem Forum und auch generell noch nicht Foren erfahren. :) Aber vielleicht bekomme ich hier ein paar...
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Katlenchen

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Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier in diesem Forum und auch generell noch nicht Foren erfahren. :)
Aber vielleicht bekomme ich hier ein paar Antworten beziehungsweise Anregungen bezüglich meines Hundes. :)

Hier ein paar Eckdaten zu meinen Loki - Loki ist ein RedTri Mini Australian Shepherd obwohl er eigentlich mit einer Größe von ca. 53cm nicht allzu Mini ist. Aber ok die Größe ist in diesem Fall nicht das entscheidende.
Wir haben Loki mit ca. 3,5 Monaten zu uns nach Hause geholt - wir wohnen in einer 2-Zimmerwohnung mit kleinen Garten ziehen aber in einen Monat in ein Haus mit größerem Garten um.

Wir haben Loki bekommen und alles war super der tapfere kleine Hund war mutig wollte Sachen erforschen war absolut nicht ängstlich und wir hatten ziemlich viel Spaß - ich muss dazu sagen wir gingen am Tag ca. 20-30 Minuten mit ihm raus und er konnte alles beobachten etc..
Da dies nicht mein erster Hund ist den ich erziehe dachte ich mir, ich gebe ihm ca. einen guten Monat zeit, dass er sich auch wirklich vernünftig und in aller Ruhe eingewöhnen kann. Das klappte wirklich super wie gesagt er war eigentlich der Hund den man sich wünschen konnte. Nach ca. 5-6 Wochen ging der Knopf auf und Loki veränderte sich vollkommen - wir haben nichts verändern weder Einrichtung, Gewohnheiten, Futter etc. also wirklich absolut gar nichts.
Die Veränderung sah so aus, indem er extrem aufgedreht, nervös und hippelig war. In
den Zeiten wo er vorher schlief - tobte er wie ein Wahnsinniger durch die Wohnung und man musste in Deckung gehen den ansonsten hatte man seine Zähne in Gesicht, Oberkörper, Hand oder Beinen.
Wir entschieden uns also in eine Hundeschule zu gehen um eventuell mit Leidensgenossen sich austauschen zu können - ok gut wir kauften da das Rundumsorglospaket mit Einzelstunden, Gruppenstunden usw. Bei der ersten Einzelstunde sagte man mir "dieser Hund ist ein kompletter Vollidiot" - hhmm ok danke fürs Gespräch das hilft mir nichts weiter. In den Gruppenstunden, ich weiß nicht wie ich es am besten beschreiben soll...aber ich sag jetzt einfach mal schrie und bellte er ca. eine Stunde durch - ich war zugegebenermaßen komplett überfordert so etwas habe ich noch nie erlebt, auch nicht in der Hundeschule bei meinem damaligen Hund. Das Ende vom Lied war, mir wurde nicht geholfen und Loki war immernoch ausser Rand und Band die Trainer haben mir zu Wasserflasche und Schüttelbox geraten und, dass der Hund sein erstes Lebensjahr mit Frust verbringen soll, denn das hilft ihm weiter..... Aja dachte ich mir und setzte keinen dieser ach so guten Ratschläge um. Vielleicht sollte ich mich mal wieder etwas besinnen und mehr auf den Hund eingehen und auf das hören was ich fühle. Gesagt getan das Geld für die Hundeschule bekommt man ja bekanntlich nicht zurück ob es etwas gebracht hat oder nicht aber sei es drum ich bin um einige Erkenntnisse nun reicher.
Leider hat Loki nach wie vor mit 9 Monaten die Angewohnheit mit Anlauf in die Magengrube zu springen - zu 80% alles anzubellen was so kreucht und fleucht - in Gliedmaßen zu schnappen - sich an Dinge absolut gar nicht zu halten zum Beispiel, er soll nicht ins Bad - das einzige was ihn daran aufhält ist nur die Badtür und nicht mein Konsequentes verhalten was ich eigentlich seit dem ersten Tag seines Einzugs vorlebe. Ok gut das hört sich jetzt vielleicht noch nicht sehr schlimm an, aber dazu kommen noch folgende Angewohnheiten - er kann keine 5 Minuten (und das ist nicht übertrieben) alleine bleiben (sein Glück - ich bin momentan noch zu Hause) - das alleine bleiben beinhaltet auch den Gang ins Bad, denn sobald er die Wohnungstür hört ist es komplett vorbei. Autofahren ist auch so ne Sache - manchmal bekommt er aus heiterem Himmel einen totalen Bell-Wut-Schrei-was auch immer Anfall. In den letzten beiden Wochen hat er sich auch angefangen aus unerfindlichen Gründen in die Wohnung zu piseln und seit neuestem geht er auf unsere Couch und macht da seine Häufchen drauf - das ist sozusagen der i-Punkt den er noch draufsetzen muss.
Folgendes sollte ich noch erwähnen mittlerweile arbeiten wir mit einer sehr erfahrenen Aussi-Trainerin zusammen (oben genannte Dinge sind aber immer noch aktuell) und sie meinte zu uns, dass dieser Hund extrem sensibel ist und mitbekommt, dass wir bald umziehen usw. (ich habe weder gepackt noch etwas in der Wohnung verändert)....ich bin mir nicht sicher ob das so ist....Naja auf alle Fälle meinte sie, da ich momentan rat- und hilflos bin, soll ich meinen Hund in eine Pflegefamilie für ca. 1 Monat abgeben und mir in dieser Zeit überlegen ob ich ihn behalten möchte oder nicht, da seine Probleme nicht in ein paar Tagen beseitigt sind. Sie hat mir gesagt ich bin auf alle Fälle dazu fähig diesen Hund zu erziehen. Zu meiner Person noch, ich bin nicht der Typ der gleich alles hinschmeißt wenns mal nicht so läuft und das ich ihn wieder weggebe ist normalerweise keine Option für mich. Aber ich muss sagen, langsam bringt mich die Situation oder besser gesagt die Situation in die mich dieser Hund tagtäglich bringt langsam daran zu zweifeln.

So jetzt komme ich zu euch rat- und hilflos...könnt ihr mir einen Tip geben? Habt ihr einen solchen Aussi auch zu Hause oder zu Hause gehabt und wenn ja was habt ihr gemacht? Ich bin mir bewusst das Hundeerziehung keine Hexerei ist - aber ich weiß nicht was ich noch machen soll, denn mir kommt es so vor als ob er Rückschritte und keine Fortschritte macht. Ich habe meinen kompletten Alltag nach ihm gerichtet um für ihn Stress zu vermeiden wir bekommen keinen Besuch mehr wir fahren nur noch getrennt zu unseren Eltern - einen Paarabend oder ähnliches haben wir seit 6 Monaten nicht mehr gehabt. Wir können Loki auch niemanden geben weil er komplett durchdreht.

Könnt ihr mir helfen?
 
09.10.2020
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
demona

demona

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Hi und willkommen im Forum, 😊

sei mir nicht böse wenn ich das sage aber das klingt nach einem völlig normalen Aussie in der Pubertät. 😂 Nix mit Mini, das klingt nach einem waschechten Aussie.

Aber von Anfang an. Magst du uns mal deinen Tagesablauf aufschreiben? Also wie läuft so ein Tag bei euch ab? Weißt du , wie er vorher gelebt hat? Wie er aufgewachsen ist?

Zu den Trainern sage ich jetzt mal nichts, das ist Blödsinn. Kein Hund ist ein totaler Vollidiot. Wie liefen die Gruppenstunden ab? Wie die Einzelstunden? Hat er Zugang zu passenden Hunden, die ihn auch mal in seine Schranken weisen? Hat er überhaupt die Möglichkeit sich draußen mal so richtig auszutoben? Wie laufen eure Spaziergänge ab?

Wegen der Stubenreinheit, ist gesundheitlich alles in Ordnung?

Zu der Aussie-Trainerin: Vielleicht war das etwas hart formuliert aber wenn die Probleme so festgefahren sind, wie du hier schreibst, gehen die wirklich nicht innerhalb weniger Tage weg und leider haben viele Leute darauf keine Lust. Die gehen zu einem Trainer und erwarten sofort Ergebnisse. Da sollte man schon wissen ob man das wirklich will und leisten kann.

Hilfe hier übers Forum kann man nur bedingt geben, das muss man einfach vor Ort sehen wie der Hund sich verhält. Oft fallen bestimmte Dinge dem Besitzer gar nicht mehr auf aber Außenstehenden sofort. Also ohne passenden Trainer - vielleicht sogar in einem Verein? - wirst du da nicht weit kommen.

Lg
 
Nienor

Nienor

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Hey

Ganz normal ist das Verhalten auch für einen pubertierenden Hund nicht - aber wenn da einiges zusammenkommt, ist die Pubertät das Tüpfelchen auf dem i.

Ich muss sagen, so ähnlich stell ich mir auch das Vorleben meines Hundes bei seiner Vorbesitzerin vor :x denn als wir ihn bekamen, war er ähnlich. Ich habe dann viel gelesen, probiert und wir haben das Glück, dass er wohl auch nur sehr sensibel ist und nicht z.B. eine beginnende Schilddrüsen-Unterfunktion dahinter steckt (unbedingt beim Facharzt vorstellen und abklären! Eine Überfunktion im jungen Alter kommt von der Zerstörung der Schilddrüse, sodass man das alles sehr sensibel im Blick halten muss) oder ein Deprivationssyndrom und was es nicht alles für Ursachen gibt.

Uns hilft es ungemein, nicht rein Stress zu vermeiden, sondern Erwartungssicherheiten aufzubauen, Routinen zu etablieren. Wenn der Hund weiss, was ihn in welchen Situationen erwartet, dann kann er entsprechend beruhigt sein und auch ruhiger agieren. Dazu kommt das Runterfahren bei Erregung, bedürfnisgerechte Auslastung, Alternativen trainieren und auslösen, bevor es zu unerwünschtem Verhalten kommt (klappt nicht immer, da muss man sich keine Illussionen machen, aber jedes Mal, wenns klappt, ist das ein voller Erfolg) und aktuell probiere wir zusätzlich wir das Auftanken in der Hundeoase und vor allem in Wohlfühlinsel nach Anne Bucher. Da gibt es aktuell auch einen gratis Mini-Kurs, der vielleicht was für euch ist. Da bekommt ihr die Grundlagen für die Oase und die Inseln, was als ein Puzzleteil auf eurem Weg helfen kann. Der Umzug ist ein guter Neuanfang, da kannst du direkt solche «Tankstellen» aufbauen. Auftanken ist wichtig, weil das «Zusammenreissen», dass wir von unseren Hunden verlangen, extrem anstrengend ist - und die Ressource ist einfach auch irgendwann aufgebraucht.

Hilfe hier übers Forum kann man nur bedingt geben, das muss man einfach vor Ort sehen wie der Hund sich verhält. Oft fallen bestimmte Dinge dem Besitzer gar nicht mehr auf aber Außenstehenden sofort. Also ohne passenden Trainer - vielleicht sogar in einem Verein? - wirst du da nicht weit kommen.
Dem kann ich nur zustimmen. Im Forum kannst du dir natürlich Denkanstösse holen, aber wie du sie für euch umsetzen kannst oder ob sie überhaupt passen, dass kann hier keiner sagen. Da hilft eine kompetente Person ungemein. Sie kennt euch und kann euch so besser beraten. Teile mit ihr Denkanstösse, die sich für dich gut anhören, aber auch dein Bauchgrummeln, wenn dir irgendwas komisch vorkommt, dass sie dir vorschlägt.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Mein erster Impuls war auch beim Lesen: medizinisch abklären.

Und dann würde ich tatsächlich anfangen ganz bewusst alles auf 0 zu fahren, wenn medizinisch alles frisch ist.

Also alles vergessen was er können sollte und wie bei einem Welpen starten, Routinen schaffen etc.

Aus welcher Ecke kommst du?

Mein Hund war übrigens sehr ähnlich und ich kann da absolut mitfühlen wie hart stressig das ist.
 
K

Katlenchen

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Guten Abend :)
Danke für die Antworten also zu unseren Tagesablauf:
06:30 aufstehen - dann Garten
Versuchen wieder Ruhe reinzubringen
09:00 bekommt er das erste Mal etwas zu fressen
Dann wieder schlafen bzw. Ruhe halten
13:00 Uhr Garten danach bekommt er einen Kaurtikel wenn er damit fertig ist kommt die nächste Ruhephase
15:00 Spaziergang (ca. 2-3x in der Woche maximal 60 Minuten) beim Spaziergang darf er Hund sein ohne Leine neben mir - vor mir - hinter mir laufen, da ist mir so ziemlich alles egal denn Abrufbar ist er immer und er geht auch nicht mehr wie 15m weit weg von mir - vielleicht sollte ich noch dazusagen ich gehe als würde mir Kaugummi an den Schuhsohlen kleben, also das wirklich absolut keine Hektik reinkommt
An seinen Ruhetagen sitzen wir im Garten und machen Suchspiele oder ich versuche das er in der Zeit viel schläft
17:00 bekommt er sein Abendessen und dann ebenfalls wieder Ruhe

wenn er nicht zur Ruhe von alleine kommt was meistens der Fall ist kommt er in die Box.

Das mit der Schilddrüse hat die erste Hundeschule auch gemeint, aber ich hab da nicht so viel wert darauf gelegt wenn ich ehrlich bin. Er war anfangs ziemlich dünn aber in den letzten zwei bis drei Monaten hat er wirklich zugenommen und schaut top aus.

Bezüglich seiner Kinderstube - und ja ich weiß das war vielleicht nicht die beste Entscheidung aber liest selbst - also Loki ist sehr ländlich auf einen Bauernhof mit anderen Hunden, Katzen und Pferden aufgewachsen - allerdings kam er während Corona zur Welt also war der Kontakt zu anderen Menschen usw. nicht gegeben....seine erste Autofahrt war eigentlich als wir ihn abholten. Aber ich dachte mir nichts dabei da mein erster Hund aus dem Tierheim kam und da hatte er es wirklich nicht gut und aus ihm ist auch ein wirklich toller Hund geworden.

Also bezüglich der Pubertät hab ich auch schon überlegt, aber ich denke mir, dass er mit viereinhalb Monaten noch nicht in der Pubertät sein kann und ab da hat er ein solches Verhalten an den Tag gelegt...

Danke nochmal für eure Antworten :)
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Also, ich kenne mich jetzt nicht so gut aus und ja, dann sollte ich auch nichts schreiben, aber irgendwie klingt das für mich, nach sehr wenig Beschäftigung für einen Aussie🤔
 
demona

demona

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Das mit der Schilddrüse hat die erste Hundeschule auch gemeint, aber ich hab da nicht so viel wert darauf gelegt wenn ich ehrlich bin. Er war anfangs ziemlich dünn aber in den letzten zwei bis drei Monaten hat er wirklich zugenommen und schaut top aus.
Lass das tierärztlich abklären, dann bist du auf der sicheren Seite.

Also bezüglich der Pubertät hab ich auch schon überlegt, aber ich denke mir, dass er mit viereinhalb Monaten noch nicht in der Pubertät sein kann und ab da hat er ein solches Verhalten an den Tag gelegt...
Oben schreibst du, dass ihr ihn mit 3,5 Monaten geholt habt und er nach 5-6 Wochen "angekommen" ist. Das heißt, er ist mindestens 5 Monate alt und da scheinbar keiner den genauen Geburtstermin kannte, auch fraglich ob das Alter überhaupt stimmt.

06:30 aufstehen - dann Garten
Versuchen wieder Ruhe reinzubringen
09:00 bekommt er das erste Mal etwas zu fressen
Dann wieder schlafen bzw. Ruhe halten
13:00 Uhr Garten danach bekommt er einen Kaurtikel wenn er damit fertig ist kommt die nächste Ruhephase
15:00 Spaziergang (ca. 2-3x in der Woche maximal 60 Minuten) beim Spaziergang darf er Hund sein ohne Leine neben mir - vor mir - hinter mir laufen, da ist mir so ziemlich alles egal denn Abrufbar ist er immer und er geht auch nicht mehr wie 15m weit weg von mir - vielleicht sollte ich noch dazusagen ich gehe als würde mir Kaugummi an den Schuhsohlen kleben, also das wirklich absolut keine Hektik reinkommt
An seinen Ruhetagen sitzen wir im Garten und machen Suchspiele oder ich versuche das er in der Zeit viel schläft
17:00 bekommt er sein Abendessen und dann ebenfalls wieder Ruhe

wenn er nicht zur Ruhe von alleine kommt was meistens der Fall ist kommt er in die Box.
Sorry, wenn ich da so hart sage aber bei dem Programm wäre dir mein damals 5 Monate alter KHC auch an die Decke gegangen. Du gehst ernsthaft nur 3 mal die Woche Gassi? Und die restlichen Tage hockt er im Garten? Warum nicht jeden Tag raus? Vielleicht etwas kürzer, oder nur auf ne Wiese setzen und die Welt beobachten aber ich lese hier nur "Ruhe, Ruhe, Ruhe". Wann darf der Kerl mal richtig die Sau raus lassen? Also mit Gleichalten Hunden spielen, oder mal wild mit dir spielen und keine ruhigen Suchspiele.

Kurz mal ein Abriss, wie es bei uns zuging. Aufstehen gegen 6 Uhr, Pipi gehen, Fressen und dann tobte das Zwergenkind hier erstmal zwanzig Minuten durch die Bude. Mal habe ich mitgespielt, mal hat er alleine gespielt. Danach nochmal Pipi und dann schlief der Zwerg von alleine bis Mittag. Mittag einen Snack, dann raus in die Welt und schauen, im Schnee spielen, später Gras beim Wachsen beobachten, Blätter fangen, Gänseblümchen fressen, halt die Welt anschauen. Aber jeden Tag raus.
Zwei Mal die Woche gab es was "Besonders" - 1 x Hundeschule und 1 x einen Ausflug - Stadt anschauen, mal viel Verkehr anschauen, mal meine Mama besuchen, etc.
Danach schlief der Zwerg bis Abends, Abendessen, Pipi, dann vielleicht nochmal die wilden 5 Minuten und dann schlief er viel selber. Vorm Schlafengehen nochmal Pipi und gut war der Tag.

Kein krampfhaftes Ruhe halten, einfach ein ganz normaler Tagesablauf. Später ging er mit auf Arbeit und schlief dann im Auto.

Ja, ein Welpe/Junghund braucht viel Ruhe aber mal ehrlich, man kann es ernsthaft auch übertreiben.

Das klingt für mich(!) nach einem völlig normalen, unterforderten Aussie-Junghund. Vergiss das mit dem Mini, ihr habt euch da einen Aussie ins Haus geholt und der braucht eine adäquate Beschäftigung. Such dir einen guten Verein, der auch einen passenden Sport anbietet und beschäftige dich vernünftig mit dem Zwerg.
 
cherry-lein

cherry-lein

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Unsere Hündin war genauso als die mit 6 Monaten zu uns kam und der Tagesablauf der Familie wo sie war war sehr ähnlich wie deiner. Sie kam dort hauptsächlich in den Garten, ab und zu mal auf ein Feld zum Laufen und wenn sie zu wüst wurde wurde sie in eine Kammer gesperrt bis sie sich beruhigt hat.
Bei uns ist sie wie irre durch die Hütte gerannt, hat gebissen, konnte keine Sekunde alleine sein weil sie sofort anfing zu bellen, an den Türen zu kratzen und alles zu zerstören, auch Autofahren war mit Dauerbellen begleitet und drinnen gab's öfter den ein oder anderen "Unfall".
Der Grund war simpel: meinem Hund war stink langweilig und sie war Null ausgelastet. Wir sind in eine gute Hundeschule gegangen und haben täglich mit ihr trainiert, 3x täglich Spaziergänge, mehrmals die Woche ein großer Spaziergang mit anderen Hunden zum Toben und Spielen. Parallel dazu haben wir das alleine sein in den Alltag integriert und quasi nebenbei geübt. Zuhause gab es Ruhe, kein Spielzeug war frei zugänglich, wenn gespielt wurde dann nur kontrolliert mit uns. Durch den festen Tagesablauf und die Auslastung war sie drin dann auch müde genug um Ruhe zu halten. Das Verhalten ging nicht über Nacht weg aber es wurde von Woche zu Woche besser und nach ca 3-4 Monaten war unser Hund recht umgänglich.
Mittlerweile ist sie fast 4 Jahre alt, bleibt problemlos alleine, freut sich aufs Autofahren (da passiert ja was schönes am Ziel), ist drin tiefenentspannt, schläft oder spielt ruhig mit ihrem Spielzeug, draußen gibt's nach wie vor Action entweder mit uns oder mit anderen Hunden, ist sehr gut erzogen und jeder den wir treffen ist begeistert von unserem Hund.

Dein Programm ist viel zu wenig für so einen aktiven Hund, das wäre wohl für jeden jungen Hund zu wenig. Man muss jeden Tag Gassi gehen und den Hund altersentsprechend sinnvoll beschäftigen und erziehen. Euer Hund ist maßlos unterfordert, kein Wunder das der seine Energie über alles andere los werden muss.
Ihr solltet dringend euren Tagesablauf drastisch ändern oder dem Hund ein Zuhause suchen wo man bereit ist einem aktiven Hund die Beschäftigung zu bieten die er braucht.
 
Nienor

Nienor

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Wie alt ist der Hund denn nun? 4.5 oder 9 Monate?

Ihr solltet dringend euren Tagesablauf drastisch ändern oder dem Hund ein Zuhause suchen wo man bereit ist einem aktiven Hund die Beschäftigung zu bieten die er braucht.
Aber bitte nichts ins Gegenteil verfallen und den Hund überfordern. Noch ist das ein Junghund. Und man möchte auch keinen dauernd fordernden Workaholic grossziehen ;)

Such dir bitte wirklich einen Trainer, der mit euch einen gescheiten Tagesablauf erarbeitet (der wird sich in den nächsten Monaten noch verändern, schliesslich ist das noch ein Junghund), der passende geistige und körperliche Auslastung beinhaltet (wichtig ist hier das wieder runterfahren, die Struktur der Erregung) und trotzdem Ruhephasen. Und schau, dass sich der Trainer auch mit dem Deprivationssyndrom auskennt. Denn bei der Vorgeschichte und euren Alltag ist davon auszugehen, dass euer Hund in die Richtung auch Probleme entwickelt haben könnte.
 
cherry-lein

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Wie alt ist der Hund denn nun? 4.5 oder 9 Monate?


Aber bitte nichts ins Gegenteil verfallen und den Hund überfordern. Noch ist das ein Junghund. Und man möchte auch keinen dauernd fordernden Workaholic grossziehen ;)
Nein natürlich nicht, so ist das auch gar nicht gemeint. Deswegen habe ich vorher extra noch "altersentsprechende Beschäftigung" geschrieben damit man nicht auf die Idee kommt es zu übertreiben 😊
 
Thema:

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