Gibt es Gründe , einen Haustier besser abzugeben ?

Diskutiere Gibt es Gründe , einen Haustier besser abzugeben ? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, man hat sich den Wunsch nach einem Haustier erfüllt , aber die Haltung gelingt nicht dauerhaft und ist mit ungeahnten Schwierigkeiten...
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A-Fritz

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Hallo,
man hat sich den Wunsch nach einem Haustier erfüllt , aber die Haltung gelingt nicht dauerhaft
und ist mit ungeahnten Schwierigkeiten verbunden .

Ist es manchmal besser und notwendig , seinen Hausgenossen abzugeben ?

Es kommt vor , dass es Menschen bewusst wird , es geht nicht mehr ,
sie können ihren Liebling nicht länger halten , es
gelingt nicht , dieser Aufgabe weiter gerecht zu werden ,
sie merken , ihnen ist die Sache über den Kopf gewachsen ..

Natürlich ist es immer wichtig , bevor man sich einen neuen Hausgenossen zulegt ,
genau zu erkundigen , welche Ansprüche dieser hat und ob man diesen auch gewachsen ist ,
doch es kann vorkommen , dass man sich geirrt hat und nach einiger Zeit wird bewusst ,
dass es für beide Seiten besser wäre , sich von dem Tier doch lieber zu trennen .

Manchmal können sich auch die äußeren Bedingungen ungünstig ändern ,
oder das Tier hat sich nicht in gewünschter weise entwickelt
und die Haltung hat sich in ungeahnter weise erschwert .

Wie kann und sollte man sich nun verhalten ? Ist es besser , schnell zu handeln ,
oder sollte man versuchen , sein Tier noch weiter ,möglichst lange zu halten
und irgendwie nach nach einer Lösung zu suchen ?
Welche Belastungsgrenzen gibt es hier , wann wäre eine Trennung tatsächlich besser angebracht ?

Fritz .
 
Zuletzt bearbeitet:
11.01.2021
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Illyria

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Ich glaube, es kommt ganz auf die Situation an, wie man hier handelt. Man kann das sicher nicht pauschal beantworten, da es eben einerseits auf die tatsächlichen Umstände ankommt und andererseits auch auf die Besitzer selbst, wie sie hier nun weiter handeln wollen. Ich denke, hier gibt es keine wirklich einzig richtige Antwort, aber ich persönlich denke, dass es oft besser ist, einen neuen guten Platz für ein Tier zu suchen als wenn es - aus welchen Gründen auch immer - sonst in irgend einer Weise vernachlässigt wird.
 
Jacky83

Jacky83

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Also ich musste meine Hündin abgeben. Sie war ein Angsthund und wir hatten das eigentlich gut im Griff. Die meiste Angst hatte ich als mein Sohn geboren wurde da sie fremde Kinder schon immer angeknurrt hat. Es ging aber sehr gut mit den beiden. Er konnte alles mit ihr machen. An einem Tag dann, da war mein Sohn 4 schnappte sie nach ihm, er ist nur an ihr vorbei gelaufen, wie schon 1000 mal auch. Wir entschieden uns das sie einen Maulkorb auf bekommt wenn mein Sohn zu Hause war ( er war von 7-16 Uhr in der Kita). Das ging ganz gut und als ich sie 3 Wochen später füttern wollte nahm ich ihr den Maulkorb ab. Nachdem sie fertig war wollte ich ihr gerade wieder den Korb aufsetzen lief mein Sohn an ihr vorbei und sie schnappte wieder und schnappte sogar noch nach. Sie blieb mit dem Reißzahn an der Nase hängen und mein Sohn blutete so schlimm das es erst gar nicht aufhörte. Da müssten wir beschließen sie abzugeben aus Sicherheit unseres Sohnes. Mal davon ab ist es kein Leben für einen Hund immer Maulkorb zu tragen oder in der Box zu sein.
Sie war mein Seelenhund aber anders war es für beide Seiten nicht mehr tragbar.
Lg
 
Miss.Piggy

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Ich habe mal einen Hamster wegen Allergie abgegeben. Ich hatte das Glück, das meine Nichte die ganze Zeit um einen Hamster gebettelt hat und dann durfte er dort einziehen. Die Mama rechnete fest damit, das sie die Versorgung übernehmen musste- aber das Mädl war zuverlässig
 
Son-Gohan

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Also ich musste meine Hündin abgeben. Sie war ein Angsthund und wir hatten das eigentlich gut im Griff. Die meiste Angst hatte ich als mein Sohn geboren wurde da sie fremde Kinder schon immer angeknurrt hat. Es ging aber sehr gut mit den beiden. Er konnte alles mit ihr machen. An einem Tag dann, da war mein Sohn 4 schnappte sie nach ihm, er ist nur an ihr vorbei gelaufen, wie schon 1000 mal auch. Wir entschieden uns das sie einen Maulkorb auf bekommt wenn mein Sohn zu Hause war ( er war von 7-16 Uhr in der Kita). Das ging ganz gut und als ich sie 3 Wochen später füttern wollte nahm ich ihr den Maulkorb ab. Nachdem sie fertig war wollte ich ihr gerade wieder den Korb aufsetzen lief mein Sohn an ihr vorbei und sie schnappte wieder und schnappte sogar noch nach. Sie blieb mit dem Reißzahn an der Nase hängen und mein Sohn blutete so schlimm das es erst gar nicht aufhörte. Da müssten wir beschließen sie abzugeben aus Sicherheit unseres Sohnes. Mal davon ab ist es kein Leben für einen Hund immer Maulkorb zu tragen oder in der Box zu sein.
Sie war mein Seelenhund aber anders war es für beide Seiten nicht mehr tragbar.
Lg
Habt ihr denn mit einem Hundetrainer mal gearbeitet gehabt? Oder sie einfach direkt nach dem Schnapper abgegeben, ohne zu forschen, weshalb sie das tat?
 
Jacky83

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Nein leider nicht, ehrlich gesagt kam uns die Idee gar nicht und auch auf unserer Suche sie unterzubringen, Tierschutzverein ect. wurde uns das auch nicht angeboten. Ich hatte vermutet das sie evtl. Schmerzen o.ä. hatte aber ich konnte sie weiterhin überall anfassen und drücken ohne das da auch nur die kleinste Reaktion zeigte. Wir haben geschaut ob sie evtl. nicht mehr richtig hört oder sieht und sich deswegen vielleicht erschrocken hat ( sie war zu dem Zeitpunkt 8) aber auch das war unauffällig. Mein Sohn hat sie ja in den Situationen gar nicht berührt und war soweit weg das er sie auch nicht hätte Streifen können, das kam wie aus dem Nichts.
Ein Tierschutzverein hat sie dann übernommen und sie bekam dann auch ein Zuhause.

Es hätte Monate gedauert bis der oder die Trainerin überhaupt etwas ordentliches hätte sehen können da sie bei fremden immer sehr ängstlich war und es sehr lange gedauert hat bis sie warm wurde, gerade wenn nicht ein permanenter Kontakt da ist. Auch auf dem Hundeplatz hat sie nie das abgerufen was sie bei mir allein konnte da halt Trainer mit auf dem Platz und die anderen Mitglieder außerhalb da waren.. Da war sie ein völlig anderer Hund wie mit mir allein.
 
McLeodsDaughters

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Ich musste für den Hund meiner Großeltern ein zu Hause suchen. Meine Großeltern schauten nach Aussehen und Alter. Ein Hund aus dem Tierschutz ist ja immer verkorkst, daher kam das schon mal nicht in Frage (ich hatte dort nach passenden Hunden gesucht).

Er, Alex, wurde im Frühjahr 2008 gekauft, meines Erachtens von einem Vermehrer (hatte öfter eine Hündin und einen Rüden in der Zeitung, und als mein Opa den Hund geholt hat, war weder Mutter (die war gerade nicht da -.-) noch Vater (angeblich von Bekannten) nicht zu sehen; dazu war gerade die Hündin extrem ängstlich nach der Erzählung meines Opas damals).
Mein Opa, neben mir die Bezugsperson von Alex, hatte dann im Herbst 2008 einen Schlaganfall und es ging nichts mehr. Er kam Anfang 2009 nach Hause und da stand fest, dass Alex zu aktiv ist. Vielleicht hätte die Anwesenheit von dem Hund geholfen, aber Alex (Münsterländer) war zu aktiv, meine Oma nicht bereit sich Hilfe zu nehmen (eine Frau im Ort wäre gerne täglich mit ihm gegangen). Bei uns in der Familie wäre es nicht gegangen. Meine eine Tante hat Katzen, die hatte er zum Fressen gern; meine andere Tante hatte damals noch Ihre Hündin, das hätte geklappt, aber körperlich von meiner Tante aus nicht und wir selbst waren durch meine Kleintiere keine Option. Es fiel mir echt schwer und bei der Abgabe hatte mein Opa auch Tränen in den Augen, er konnte sich an vieles, grade was "neu" war, nicht mehr erinnern.

Bald wird Alex 13 Jahre alt und hat es echt gut getroffen.
 
Hexogen10

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Ja, es gibt Gründe, die im Sinne des Tieres und seiner Menschen eine Abgabe rechtfertigen. Situationen, in die jeder rutschen kann.
 
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Dondon96

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Ja, es gibt Gründe, die im Sinne des Tieres und seiner Menschen eine Abgabe rechtfertigen. Situationen, in die jeder rutschen kann.
Ganz genau so sehe ich es auch.
Natürlich sollte man sich vorab Gedanken machen und eine Abgabe sollte nicht die erste Lösung sein. Aber Lebensumstände können sich ändern (Krankheit, Arbeit, Familie, etc.) und zum Wohle des Tieres ist manchmal eine Abgabe besser als Zusammenleben auf Kosten des Tierwohls.

Ich habe zum Beispiel auch Kiki (Papagei) abgegeben. Ich war seine Bezugsperson, auf alle anderen Familienmitglieder reagierte er extrem aggressiv. Da Finya ihn gerne fressen wollte und es im Wohnzimmer so schon zu zwei unschönen Begegnungen kam, konnte er nur noch in meinem Zimmer sein. Nur habe ich dort nach dem Abi keine Zeit mehr verbracht, bin selbst starke Stauballergikerin und somit war auch dies keine Dauerlösung. Training mit Finya haben wir natürlich gemacht, brachte aber kaum Besserung und war uns zu riskant für Kiki (der damals schon 30 Jahre alt war, mein Papa hat ihn als Kind bekommen mit einem weiteren Papagei der aber früh verstarb). Dann hatte sich zum Glück meine Tante angeboten, die auch einen Graupapageien hat, Kiki aufzunehmen. Sonst hätten wir ihn vielleicht auch nicht abgegeben.
Bei meiner Tante hat er sich innerhalb kürzester Zeit eingelebt und fühlt sich sehr wohl - ich habe die Abgabe nie bereut weil es für Kiki die beste Entscheidung war.
 
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A-Fritz

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Als mein Sohn noch klein war, In die 1- 2 Klasse ging , hatten wir Ratten ,
mit welchen sich der Junge gerne beschäftigte .
Eines Tages war ihm, eine davon ,bei uns im Keller abgehauen
und ich habe die Ratte erst nach Monaten wieder einfangen können .
Das Tier hatte sich solange ,dort im Keller wohl von Blumenzwiebeln
und verschiedenen Sachen , aus den Kellerräumen der anderer Mieter ernährt .

Die Ratte war danach völlig verwildert ,bissig und unverträglich geworden,
die andere Ratte, war kurz danach verstorben .
Nach dem sie meinen Sohn mehrere starke Bisswunden zugefügt hatte , haben wie uns von ihr auch getrennt .

Fritz.
 
snakeeye25

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Haustiere benötigen oft viel Pflege und Aufmerksamkeit. Natürlich gilt das nicht zwangsläufig für jede Tiergattung. Allerdings gibt es dennoch nur zwei Möglichkeiten. Nimm dir die Zeit für dein Haustier oder gib es schweren Herzens ab, wenn du der Meinung bist, dass du dich nicht ausreichend um es kümmern kannst.
 
Barcelos

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Gerade bei Gruppentierhaltung ist eine Abgabe notwendig, wenn man mit der Haltung aufhören möchte. Schließlich soll ein eigentliches Gruppentier nicht allein leben, wenn die anderen bereits verstorben sind und man die Haltung aufgeben möchte.

Aus dem Grund haben wir unser letztes Kaninchen und unsere letzten beiden Meerschweinchen abgegeben. Hat uns zwar unendlich weh getan, aber lieber vermissen wir unser Tier als dass das Tier den Rest seines Lebens bei uns einsam, verlassen und unglücklich ist.
 
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