Abschied nehmen

Diskutiere Abschied nehmen im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Vor ca. einem Monat haben wir für unsere Hündin eine ziemlich aussichtslose Diagnose bekommen. Der Krebs ist schon so weit fortgeschritten dass...
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violetta2404

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Vor ca. einem Monat haben wir für unsere Hündin eine ziemlich aussichtslose Diagnose bekommen. Der Krebs ist schon so weit fortgeschritten dass man nichts mehr machen könnte, gegen eine OP haben wir uns entschlossen da sie bereits eine
vorherige OP sehr schlecht weggesteckt hat und wir davon ausgehen dass sie eine weitere nicht überstehen würde.
Nun haben wir sie bei uns zuhause und versuchen alles um ihr die letzten Tage so schön wie möglich zu machen, aber jedes Mal wenn ich sie ansehe bin ich den Tränen nah. Ich kann mir keine Zukunft ohne sie vorstellen, sie ist meine Seelengefährtin, meine beste Freundin. Ich habe Angst sie zu verlieren, alles fühlt sich aussichtslos und sinnlos an.

Vielleicht gibt es hier ein paar Leute die Tipps haben wie man mit der Trauer umgehen kann oder ein paar aufbauende Geschichten. Wie seid ihr mit dem Tod eures Tieres umgegangen? Wie kann man die Trauer am besten verarbeiten?
 
02.02.2021
#1
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Guest

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Amber

Amber

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Hallo violetta,

es tut mir sehr leid, dass sie so schlimm krank ist. 😟

Vor zwei Jahren hatten wir auch sowas mit unserem Boris durch machen müssen.
Erst Probleme mit dem hinteren Bein, wo er eine schwere Op hatte und keine drei Monate später hatte er dann bösartigen Milzkreps = Notop und es dauerte dennoch nicht lang, als wir ihn dann erlösen lassen mussten, weil der Krebs doch in die Leber gestreut hatte und er innerlich zu bluten bekann.

Richtig fit von der ersten Op war er bei der Krebsdiagnose schon nicht.
Mir half es, Zeit mit ihm zu verbringen.
Einmal war ich im Garten, da kam er auch raus und legte sich zu mir. Einfach so.
Hab ihn gestreichelt und mit ihm lange geredet. Wir saßen nur da, aber innerlich spürte ich, dass das unsere letzte intensive Zeit ist und das Abschied nehmen ist.
Nicht lange danach hatte ich den ersten Urlaubstag, da kam meine Mutter weinend zu mir und fragte, ob sie mein Wagen haben kann, weil mein Vater mit ihren gemeinsamen auf Arbeit war.
Ich fuhr sie mit Boris in die Klinik.
Der Tag war schlimm, doch ich war innerlich auch froh, dass ich da Urlaub hatte. Ich hab da noch in Duiburg gewohnt und in Köln gearbeitet. Wäre ich an dem Tag auf der Arbeit gewesen, ich hätte beim erlösen/wirklichen Abschied nehmen müssen nicht dabei sein können.
Ich hätte es nicht mehr rechtzeitig nach Duisburg in die Klinik geschafft.

Heute denke ich oft noch an den Tag im Garten und ich beware mir diesen Moment. Natürlich auch die ganzen Erlebnisse, all die Jahre.
Dennoch, es war sehr intensiv, der letzte richtige Augenblick nur mit wir beide gemeinsam alleine und mir sehr Boris auch heute noch so sehr fehlt.
Oft träume ich von ihm, sehe ihn dann richtig intesiv wieder und jedes mal, wenn ich wach werde. Klar, bin traurig, aber dann auch irgendwie froh, ihn dann wieder gesehen zu haben, auch wenn es nur ihm Traum war.

Macht euch eure letzte Zeit so schön, wie es geht. Nimm dir Zeit, die letzten Momente sind so wichtig und wertvoll.

Ich wünsche dir von Herzen, dass ihr noch lange Zeit habt und dir aber auch viel Zeit und kraft, wenn der Tag kommt, in dem der Abschied für immer kommt.🤗


Mitfühlende Grüße
Amber
 
Dondon96

Dondon96

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Liebe Violetta,
mich hat vor 1,5 Jahren die Diagnose von meinem Milow (Tumor im Herzen) ebenfalls sehr hart getroffen. Dazu noch die Worte der Tierärztin am Freitag, als die Diagnose gestellt wurde: Er schafft vielleicht noch das Wochenende. Dieser Satz hat sich in mein Hirn reingebrannt und ich werde ihn sicher nie vergessen.
Ich hatte tatsächlich nur noch dieses Wochenende mit meinem Bärchen und er baute von Tag zu Tag ab und verweigerte nach zwei Tagen sämtliche Medikamente.
Es war schwer, nicht bei jeder Sekunde zu weinen. Es hat mir geholfen, die letzten Tage noch voll und ganz zu genießen. Wir haben überlegt, was Milow wohl wirklich noch gerne machen würde und was ihn freuen würde. Zum Beispiel haben wir ihm noch einen Hamburger und Chicken-Nuggets gekauft. Wir haben ganz viel gekuschelt und konnten sogar noch ein letztes Mal gemeinsam mit seinem Ball spielen. Wir haben unglaublich viel geschmust. Einfach die Zeit genossen und gekuschelt.
Wenn ihr noch etwas mehr Zeit habt: ich kann dir das Netzwerk Regenbogenfotografen empfehlen. Dort bieten professionelle Tierfotografen kostenlose Shootings für Tiere die schon sehr alt sind oder aufgrund einer Diagnose nicht mehr lange haben. Vielleicht könnt ihr dort nochmal schöne Erinnerungen festhalten - uns fehlte damals leider die Zeit dazu.

Ansonsten habe ich im Prinzip viel mit ihm geredet. Ich habe mich für die gemeinsame Zeit bedankt, habe viel mit meiner Familie gesprochen und bin an diesen Tagen auch wieder bei meinen Eltern "eingezogen" um bei ihm zu sein.
Es ist ok, wenn du trauerst und Weinen tut gut.
Ich bin im Nachhinein froh, ihn bis zum Schluss auch beim Tierarzt begleitet zu haben. Ich persänlich hätte ansonsten Schuldgefühle gehabt, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Es hat mir auch dabei geholfen, das alles irgendwie zu verarbeiten. Auch heute fehlt er noch unglaublich aber es gibt gute und schlechte Tage.

Egal wie, es ist kein leichter Weg und diesen Weg geht keiner so einfach und man würde ihn gerne vermeiden. Ich wünsche dir hierfür ganz viel Kraft!
 
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