Erfahrungen mit Hundesenioren

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Mara_Luna

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Liebe Hundebesitzer, ich wende mich heute an euch, um vielleicht den ein oder anderen Ratschlag, Tipp oder auch Erfahrungen zu bekommen.

Es geht um mein altes Mädel Luna. Sie ist ein Labrador-Dalmatiner Mischling und wird im Mai stolze 16 Jahre alt. Seit 2019 kommen jetzt immer mal wieder Zipperlein mit der Hüfte. damals konnte sie nicht mehr alleine aufstehen und stehen, der TA hat ihr ein Schmerzmittel gegeben und innerhalb einiger Tage war es wieder gut. Treppen steigt sie aber seitdem nicht mehr.
Ich muss dazu sagen, dass sich Luna als Welpe bei den Vorbesitzern ausversehen mit einem Handtuch um die Hüfte stranguliert hat, die Nerven wurden abgeklemmt, der Tierarzt prophezeite damals schon Probleme im Alter.

Im Moment tut sie sich wieder wahnsinnig schwer, alleine aufzustehen und wenn sie steht, muss sie sich irgendwo anlehnen, sonst würde sie hinfallen. Wenn wir keinen Sichtkontakt haben und sie auf ihrem Bett liegt, dann "ruft" sie, damit ich sie beim Aufstehen unterstütze. Nachts trägt sie eine Windel, da sie da keine Kontrolle über Kaka und Pipi hat, was
wahrscheinlich an den geschädigten Nerven liegt. Beim Tierarztbesuch wurde auf eine Untersuchung mit Röntgen usw verzichtet, da es nur Stress für sie wäre und die Behandlung eh fast die Gleiche wäre, bei Arthrose, Spondy usw. Ich habe Melosus als Schmerzmittel bekommen, für akute Fälle. Aber da ist auch ein Problem, dass ich, obwohl ich meinen Hund sehr gut kenne, nicht weiß, ob sie Schmerzen hat oder nicht. Einziger Hinweis war, dass sie ab und zu gejault hat, wenn ich sie hochhob.
Ihr Blutbild ist top, alle Werte im grünen Bereich, das hat mich sehr gefreut. Mittlerweile sind wir beim Schmerzmittel auf Trocoxyl umgestiegen, da es schonender sein soll, weil es nur 1x monatlich gegeben wird. Die erste Tablette bekam sie vor einer Woche, noch merke ich nicht viel (aber wie gesagt, weiß ich auch nicht, ob ihr was wehtut :( )

Wir sind in der Physiotherapie, da sie in der Hinterhand kaum mehr Muskeln hat und ihr eines Hinterbein, ich nenne es "Gummibein", total überkötet und da anscheinend mit den Nerven etwas nicht stimmt.

Ein Problem, was ich im Moment habe, ist das ständige Hinfallen, da sie mit den Pfoten wegrutscht und sich mit der schwachen Hinterhand nicht ausbalancieren kann. Ich habe zwar überall Teppiche, aber Madame geht gerne da, wo keiner liegt. Da kann es schon passieren, dass ich in der Stunde 30x aufhelfen muss, wenn sie wieder die Wohnung erkundet. Ich habe jetzt ein Pfotenspray bestellt, dass besseren Gripp geben soll, da sämtliche Versuch mit Socken, Schuhen usw. kläglich scheiterten. Ich bin gespannt. Vielleicht gibt es da ja einen Tipp von euch...

Für alle, die jetzt denken, lass doch den armen Hund "gehen"... Ja, klar, macht man sich Gedanken, aber wenn man nach Lebensqualität bei Hunden sucht, dann kann ich so gut wie alle Fragen mit "Ja" beantworten. Klar ist es momental alles andere als einfach und wenn man so will dreht sich im Moment alles nur noch um Luna... aber es würde mir das Herz brechen, sie gehen zu lassen, "nur" weil sie Hüftprobleme hat und Hilfe braucht... :(

Luna geht mit mir 3-4x am Tag Gassi, sobald sie sieht, dass ich die Leine habe, will sie mit. Das Laufen ansich klappt ganz gut, wobei ich sie mit einem Tragegurt am Popo stütze. Manchmal ist sie mir sogar zu schnell unterwegs, sodass ich sie einbremsen muss. Dann denke ich mir jedes Mal : "Aha, wo ist denn die Gebrechlichkeit!?" :D
Luna frisst und trinkt selbstständig, ist mega gierig, wenns Leckerlie gibt und rammt dann sogar die Katzen weg :D Sie ist an der Umgebung interessiert, muss immer gucken, was so los ist, trödelt für ihr Leben gerne beim Schnüffeln (Gassi). Sie genießt Schmuseeinheiten und Massagen. Sie macht den Eindruck, dass sie sich, trotz motorischen Schwierigkeiten wohlfühlt.
Hier ist auch alles seniorengerecht eingerichtet: Teppiche, 3 orthopädische Betten, erhöhter Fressnapf, zum Glück wohnen wir jetzt auch im EG mit Garten!

So, das war jetzt ein langer Text :D Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der auch einen Senior bei sich zuhause hat. ich freue mich über eure Erfahrungen, Tipps und und und :)

Viele liebe Grüße, Melanie mit Omahund Luna
 
Zuletzt bearbeitet:
10.02.2021
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Nienor

Nienor

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Hey

Hast du die Physio mal auf einen Hunderolli angesprochen? Wenn vor allem die Hinterhand Probleme macht, hilft der ihr vielleicht, da er sie ja auch stützt. Dann kann sie in ihrem Tempo herumlaufen.
 
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Erfahrungen mit Hundesenioren

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