Hilfe - Hund will nicht mit mir Gassi gehen

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Jazzmine

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Hallo,
Ich bin wirklich am Verzweifeln. Unser Appenzeller Sennenhund ist mittlerweile 5 Monate alt. Wir sind ein 5 - Personen Haushalt. Im mittleren Geschoss wohnen ich und mein Mann, auf dem Dachboden haben mein Sohn (12) und meine Tochter (18) ihre Zimmer und im Erdgeschoss wohnt meine Mutter. Wir haben einen großen Garten, den unser Hund auch über alles zu lieben gelernt hat. Von Anfang an sind wir mehrmals am Tag mit ihm in den Garten gegangen, um ihn stubenrein zu bekommen - was noch immer nicht so gut läuft, wie gedacht (2x täglich macht er sicher noch ins Haus - aber zum Glück nicht mehr groß), das größte Problem aber das wir mit ihm haben: das Gassi gehen. Meine Tochter geht morgens mit ihm, mittags/nachmittags gehen wir nochmal zusammen und abends gehe ich nochmal für 30-60 Minuten. Er trägt Welpengeschirr und eine normale Leine (2m lang) und seit Heute versuchen wir uns an einer 10m Leine, da wir dachten, dass er so eher mitkommt. Naja.

Anfangs lief es ganz gut, dann wollte er aber wieder umkehren (nach gerade mal10/15 Schritten. Das geschieht aber mit jeder Leine (ob normale, ausziehbare..). Wenn ich und meine Tochter zusammen gehen, dann kommt er auch sofort mit und kehrt auch nicht um, aber wenn wir alleine mit ihm gehen möchten zerrt er an der Leine, windet sich aus dem Geschirr etc., schaut jeden Schritt zurück zum Haus.. Wir besuchen zu zweit (ich und meine Tochter) auch wöchentlich eine Hundeschule, um ihm das ‚Rechts-Laufen‘ anzugewöhnen und das ‚Komm zurück’ und ein paar Tipps zu kriegen. Da geht er auch normal mit (wir sind ja auch zu dritt).
Das Geschirr lässt er sich auch nicht gern anlegen. An der Leine kaut er dann immer rum.

Wir haben schon so viel versucht, anfangs haben wir ihn sogar öfter getragen, bis zu einem bestimmten Punkt, oder beim Laufen ignoriert und mit schnellen Schritten fokussiert voran gehen, mit einer bestimmten Haltung (hatten wir von der Hundetrainerin) oder sich immer hingekniet, wenn er nicht weitergehen wollte und ihm Leckerlies zugeworfen/auf ihn gewartet mit diesen. Und immer wieder will er ab einem bestimmten Punkt zurück, quengelt und zieht.

Wenn ein Hund oder irgendwelche Menschen an uns vorbeilaufen will er gleich hinterher, dann läuft es gut. Aber sonst.. es fängt beim Geschirr anziehen an, dann beim ‚aus dem Haus gehen‘, und beim Weiterlaufen auf. Essen und Trinken tut er wie er soll und spielen tun wir auch genug mit ihm. Aber er hat einfach überhaupt keine Lust auf das Spazieren gehen. Vor Autos hat er auch nicht mehr so große Angst, wie anfangs. .. Und hören tut er dann auch nicht. Einen Spaziergang beendet haben wir schon öfter, aber der war immer wieder mit schlechten Erinnerungen unsererseits verbunden. Wir haben auch immer wieder andere Orte besucht, damit ihm nicht langweilig wird, aber jetzt nicht jeden Tag, damit er sich auch an bestimmte Strecken gewöhnt. Ich habe gemerkt, dass der Anfang am schwierigsten ist. Wenn er merkt, wir kommen zurück kann er es garnicht erwarten und läuft vorraus, zieht.

Wisst ihr vielleicht voran es liegen könnte, dass er einfach nicht gern spazieren geht? Wieso er dauernd umkehren will? Und was da helfen könnte?
 
  • #1
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Guest
Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Nienor

Nienor

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Hey

Es ist schwierig, da pauschale Tipps zu geben, weil wir die Ursache nicht kennen.
Weisst du denn, wie er aufgewachsen ist? Wie gross ist der Unterschied zu eurem Lebensumfeld?
Insbesondere, dass er Angst vor Autos hat(te), kann schon ein Grund sein, warum er sich nicht gern von Zuhause wegbewegt.
Genauso gut kann es sein, dass er sich nicht gern von deiner Tochter weg bewegt.
Mit 5 Monaten vielleicht etwas früh, aber der Schutztrieb vom Appi kann auch dafür sorgen, dass sie ihr Eigentum nicht gern verlassen.

Mal ein paar grundsätzliche Fragen:
Wie ist seine Körpersprache wenn ihr rausgeht?
Kann er noch Futter nehmen oder ist er zu gestresst?
Wie hat er sich verhalten, wenn ihr mal mit ihm weggefahren seid, also der Spaziergang nicht am Haus begonnen hat?
Hat er noch weitere Ängste oder waren es nur Autos?

Was für ein Geschirr habt ihr genau? Habt ihr kontrolliert, dass es nirgends reibt, drückt etc. - gerade im Wachstum muss man das ständig anpassen. Auch sollte die Schulter sich frei bewegen können.
Und wie zieht ihr es ihm an? Achtet ihr auch eine für den Hund freundliche Körpersprache oder beugt ihr euch über ihn, bewegt sich das Geschirr in seine Richtung, etc.?
Wie habt ihr ihm das Geschirr-Anziehen beigebracht?

Rechtslaufen und Zurückkommen würde ich aktuell definitiv hinten an stellen. Wichtig wäre, dass er positive Erfahrungen mit euch sammelt, sodass ihm Spaziergänge Spass machen. Dazu gehört vor allem auch Umwelterkundung uns Spiel unterwegs. Gern auch Futtersuchen u.ä. Gehorsamkeitsübungen, wo er sich extrem zusammenreissen muss, kann man in kleinen Einheiten trainieren, aber bei der grossen Bausstelle würde ich das in den Garten verlegen, bis es draussen die generelle Leinenführung (was nicht mit Fusslaufen zu verwechseln ist!) besser klappt - das braucht auch schon Impulskontrolle, aber er kann zumindest im gewissen Radius noch Hundedingen nachgehen. Generell würde ich für normale Wege 3-5 Meter geben, im Wald, zwischen Feldern und auf Wiesen sind 10 Meter nicht schlecht. Und lasst ihm vor allem Zeit zum Schnüffeln! Sonst erzieht ihr euch einen Leinenzieher, der schnell zu Schnüffelstellen hinzerrt, weil er weiss, dass er schnell weitergezogen wird.
 
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A-Fritz

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Hallo,
es ist nicht leicht , aus der Ferne gute Ratschläge zu geben ,
es kommt immer auch auf das individuelle Verhalten des Hundes an
und wie dieser reagiert .
Scheinbar möchte der Hund immer seine gesamte Familie bei sich haben ,
vielleicht sollte man den Spaziergang irgendwie interessant gestalten
und den Hund zum spielen auffordern .

Aber ob und welche Ängste der Hund vielleicht hat , müsste man vor Ort ergründen .
Wenn beim Hund, in für ihn sicherer Umgebung Interessen geweckt werden , er Spiele lernt,
kann man damit auch Ängste überwinden und ihn durch diese Spiele ablenken .
Gibt es vielleicht einen Ball , Stock , oder einen interessanten Gegenstand ,
der für den Hund wichtig ist ?

Auch Versteckspiel , Leckerli suchen , können interessant sein ,
wichtig ist , die Aufmerksamkeit des Hundes zu erregen .

Vielleicht habt Ihr die Möglichkeit , Euch mit anderen Hunden zu treffen ,
auch Spiele ohne Leine sind wichtig für eine gute Welpen - Sozialisierung .
Der Freilauf ist ein gutes Training , Junge Hunde wollen nicht alleine sein und
folgen eigentlich ihrem Hundeführer , egal wo dieser hingeht .
 
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