Entscheidung bereuen

Diskutiere Entscheidung bereuen im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, bitte sachlich bleiben. Ich verstehe meine Welt gerade nicht mehr. Mein Leben lang wünsche ich mir einen eigenen Hund und habe...
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Mathildaruss

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Hallo zusammen,

bitte sachlich bleiben.

Ich verstehe meine Welt gerade nicht mehr. Mein Leben lang wünsche ich mir einen eigenen Hund und habe viele Jahre selbst für den Tierschutz gearbeitet.
Vor
kurzem habe ich mich dann in einem Hund verliebt und diesen selbst adoptiert.

Jetzt wohnt er seit wenigen Tagen bei mir und ich könnte nur weinen. Fühle mich absolut unfähig und habe ein schlechtes Gewissen dem Hund gegenüber. Als hätte ich einen Babyblues.

Er ist natürlich noch recht unsicher und verfolgt mich auf Schritt und tritt. Nur wenn ich ruhig im Raum sitzen bleibe findet er Ruhe und kann schlafen.

Ging es anderen auch so? Ich habe Zwischenzeit das Gefühl, die Adoption zu bereuen.
So kenne ich mich überhaupt nicht.
 
06.04.2021
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
blackdobermann

blackdobermann

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Ja ist normal.
Hat nicht jeder diese Phase, aber kommt vor.

Das legt sich. Vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten.
Ging mir auch so. Wobei der Hund nur Gast ist seit Dezember, ist jetzt also auch keiner den ich mir aussuchen konnte.
 
Lunai

Lunai

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Ich hatte bisher bei fast jedem Tier den "Babyblues". Beim ersten Hund konnte ich es gar nicht einschätzen. Danach war ich darauf irgendwie vorbereitet und das hat geholfen. Beim Pferd hatte ich es witzigerweise gar nicht.. Aber bei beiden Hunden und den Katzen definitiv. Wurde bei mir besser, je mehr Routine in den neuen Alltag kam. Durchhalten :)
 
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Nienor

Nienor

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Den Puppy Blues haben wirklich viele. Nimm dir jeden Tag Zeit und reflektiere, was passiert ist. Leg vor allem Wert auf die Dinge, die gut gelaufen sind, und vor allem die, die besser als früher klappten. Was nicht gut ging, notierst du einfach. Vielleicht mit einem Plan, wie die Sache für euch besser klappen kann.
Du wirst sehen, sobald du Positives bewusster wahrnimmt, wurde auch mit dem Puppy Blues besser.
 
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Ariziah

Ariziah

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Ich hatte das auch am Anfang, als meine Hündin so stark ängstlich war, sich nicht mal aus der Wohnung getraut hat usw. Da hatte ich auch Angst. Angst es nicht hinzubekommen, mich übernommen zu haben, ihr nicht gerecht zu werden etc. Aber irgendwann kamen die ersten Fortschritte und mit der Zeit wurden wir ein Team. Mittlerweile kann ich mir nicht mehr vorstellen sie wegzugeben! Der Gedanke tut richtig weh. Aber ich gebe zu, das hat etwas gedauert. Bei mir ist dies allerdings auch normal und ich war ebenso darauf eingestellt.
Gebt euch also noch ein bisschen Zeit =).
 
cherry-lein

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Ich hatte auch den Hunde Blues. Unsere Hündin war anfangs auch extrem schwierig, hat eigentlich gar nicht geschlafen, war nur am rumrennen und hat gebissen und gekratzt, ich war völlig fertig und hab jeden Tag geweint, war fix und fertig und wollte sie 2 Wochen lang am liebsten wieder zurück bringen.
Es wurde nach ein paar Wochen dann zum Glück besser aber bis ich sie richtig angenommen habe und wirklich lieb hatte hat es schon ein wenig gedauert, heute kann ich mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen und würde sie nie wieder her geben 🥰
Mir hat es geholfen mich einfach mit ihr zu beschäftigen, ich habe uns direkt in einer Hundeschule angemeldet und habe dann jeden Tag beim spazieren mit ihr die Sachen geübt, mit ihr gespielt oder Tricks beigebracht je besser die Bindung wurde desto weniger wurde der Hunde Blues.
 
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Mathildaruss

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Danke für die tollen Antworten. Das beruhigt mich tatsächlich zu lesen, dass es anderen genauso ging.
im Moment sehe ich leider nur die schwierigen Dinge und nicht die positiven. Daran werde ich wohl arbeiten müssen. Er ist ja auch erst seit 6 Tagen bei uns.
 
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bodhitenzin

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Ich hatte den Katzen Blues mit meinem Kater Bodhi. Es war ganz neu für mich, mich um ein Tier kümmern zu müssen und habe auch überlegt es aufzugeben. Ich wollte auch schon immer ein Haustier. Habe dann mit mir einen Pakt geschworen, dass ich es mindestens 6 Monate versuche ohne zu meckern und danach kann ich erneut überhaupt darüber nachdenken. Nach einem Monat war der Pakt vergessen und der blues weg 😅 Heute kann ich garnicht mehr ohne ihn. Also es ist normal und einfach abwarten :)
 
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Mathildaruss

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Danke. Ich hoffe es auch so sehr. Ich schlafe kaum noch und kann nichts essen.
jetzt gibt es auch noch Probleme, da der Hund meinen Mann nicht akzeptiert. Ich habe das Gefühl, mit der Entscheidung nicht leben zu können und fühle mich dadurch so unendlich schlecht. Ich verstehe mich selbst nicht.
 
Audrey

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ok, bei der Sache mit Deinem Mann müssen die Hunde-Spezialisten ran. Mir fallen da nur die üblichen Fragen ein: wie alt ist der Hund, was hat er erlebt, wo kommt er her? Meine ersten Katzen haben nämlich auch beide Angst vor Männern gehabt. Immer. Jetzt wohn ich aber mit meinem Freund zusammen, und schau an, meine alte Katze (die aus dem ersten "Katzen-Satz") hat ihn voll im Griff 😅

Was die Unsicherheit angeht - ich hab mich zu Anfang (mit meinen ersten Katzen) auch immer gefragt: kannst du das wirklich? Und noch weiter: wie geht's dir, wenn mit einer der Katzen was wäre? Es hat wirklich gedauert, mich zu binden, aber ... gib Dir Zeit. Das kommt. Das Vertrauen in Dich, und die Bindung. Und auch die Bindung an Deinen Mann.
 
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cherry-lein

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jetzt gibt es auch noch Probleme, da der Hund meinen Mann nicht akzeptiert.
Was heißt denn nicht akzeptieren?
Viele Hunde aus dem Tierschutz haben Probleme mit Männern, das ist gar nicht ungewöhnlich und kann sich im Laufe der Zeit einpendeln. Meine Schwiegereltern haben z.b. eine kleine Hündin aus dem Ausland die extrem ängstlich ist und anfangs auch gar keine Männer akzeptiert hat, sie hat immer geknurrt, blieb auf Distanz und war unsicher. Es dauerte ein paar Wochen, da hat sie meinen Schwiegervater als Teil des Rudels angenommen nachdem sie gemerkt hat das er ihr nichts tut und jetzt lässt sie sich von ihm ganz normal streicheln und klettert sogar auf seinen Schoß. Wenn wir zu Besuch kommen ist sie immer noch sehr ängstlich, knurrt auch mal aber sie wird immer neugieriger und schnuppert dann schon mal vorsichtig unterm Tisch am Bein und hat mir auch schon einmal ein Leckerlie aus der Hand genommen, sonst lege ich es vor mir auf den Boden und dann holt sie es sich, geht dann aber sofort wieder auf Distanz.
Bei solchen Hunden braucht man unheimlich viel Geduld und muss ihnen Zeit geben sich ohne Druck an alles Neue zu gewöhnen.
 
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Mathildaruss

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Ich hatte jetzt ein ganz tolles Gespräch mit einer Hundetrainerin und sie kommt am Freitag vorbei und schaut sich die Situation mal an. Ob es Unsicherheit oder Dominanzgehabe ist. Dann können wir entsprechend direkt dagegen steuern. Ich glaube mit etwas Hilfe von einem Profi der sich auch mal den Charakter genauer anschaut kann ich auch beruhigter schlafen.
mich möchte auf jeden Fall alles tun, damit alle glücklich und zufrieden sind.
 
blackdobermann

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Aber den Gedanken vom "dominanten Hund" solltet ihr streichen.
Sollte die Person es in die Richtung schieben, ist an Ihrer Kompetenz zu zweifeln.

Ich hoffe sie schlägt euch ein gutes Training vor.
Ohne dominanz-kacka sondern mit positiver Verstärkung...

Ihr schafft das schon
 
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Beschreib doch bitte mal die Situationen, in denen euer Hund deinen Mann nicht "akzeptiert". Dominanz könnt ihr, wie Blackdobermann schon schrieb, definitiv ausschließen. Ich habe in meinen 15 Jahren und den weit über 350 Hunden (Tierheim, Notfallpflegestelle, Vorkontrolle, Hunde von Nachbarn, Freunden und Bekannten), die durch meine Hände gingen, keinen einzigen dominanten Hund kennen gelernt und da waren einige Klopper bei, die keinerlei Vertrag mit dem Menschen hatten. Das waren eher Kommunikationsschwierigkeiten und gelerntes Verhalten durch bisher erlebtes, was das Verhalten der Hunde beeinflusst hat. Der Hund ist noch keine vier Wochen bei euch, nicht mal 14 Tage. Von Akzeptanz einer Person kann da noch gar keine Rede sein. Denn zu Akzeptanz gehört auch Vertrauen, also jemanden einschätzen können, Verhalten einordnen können uvm. Akzeotanz ist auch: wissen, was von mir gerade verlangt wird. Auch das ist nach so kurzer Zeit nicht der Fall. Denn wenn der Hund es (noch) nicht umsetzen kann, weiß er eben nicht, was er machen soll (oder auch, was nicht erwünscht ist). Denn wäre für den Hund die Verknüpfung Signal vom Mensch = mein Verhalten/meine Aktivität da, würde er es machen. Nehmen wir das einfache "sitz". Der eine sagt "sitz" und Hund setzt sich hin. Der andere sagt sitz und Hund legt sich hin. Es gibt so viele Faktoren, die in dem Moment eine Rolle spielen, warum der Hund bei dem einen das Signal ausführt, bei dem anderen aber was anderes macht. Stimmt die Körpersprache, das Handsignal, wird es gleich ausgesprochen (siiiiitz oder SITZ! (befehlston) oder sitz (freundlich, aber kurz) usw. Das hat dann nichts mit "jemanden nicht akzeptieren zu tun", sondern einfach mit einer fehlenden Verknüpfung, die erst noch richtig gemacht werden muss. Das kann ich dir aus meinem beruflichen und ehrenamtlichen Alltag mitgeben. Zudem ist es so, dass Männer nicht nur bei Tierschutzhunden tendenziell schlechtere Karten haben als Frauen, schon alleine aufgrund ihrer Stimmfarbe, die einfach tiefer ist als die von Frauen. Das macht nicht nur bei Kindern Eindruck, wenn eine tiefe Stimme was sagt, sondern auch bei Hunden. Mit dem Kind kann man aber reflektieren, mit dem Hund nicht.
Bei meiner Hündin hatte ich zwar nie den Blues, aber ich kann dir aus ihrer Vorgeschichte sagen, dass sie keinerlei Ambitionen anfangs gezeigt hat mir ihr Vertrauen zu schenken, weil sie bereits sechs Mal weiter gereicht worden war. Damals war sie erst acht Monate alt und ist binnen drei Monaten sechs Mal von Familie zu Familie gewandert. Sie flog mehrfach, weil man ihren Wunsch nach Ruhe und nach Distanz nicht ernst genommen hat und sie deswegen das ganze etwas deutlicher gezeigt hat, was eine ihr gegenüber angewandte Gewalt zur Folge hatte und die Spirale nahm ihren Anfang. Bei mir hatte dies ein Ende, weil ich ihr die Ruhezeiten eingeräumt habe, die sie brauchte und auch die Distanz gewahrt habe. Wenn sie meine Nähe wollte, kam sie, ansonsten lag sie eben da, wo sie lag. Was mir von ihrem TSV geraten wurde, verstößt gegen das geltende Tierschutzgesetz! Denn auch meine Große sollte total dominant sein (laut des TSV und deren Trainerin), weil sie eben ihre Bedürfnisse kundtat und dies mit knurren und auch mal schnappen verdeutlicht hat - aber auch nur, weil man ihre ganzen anderen Signale, die der Deeskalation dienen, nicht wahrnahm oder sogar verbot. Dazu kommt noch die Rassezugehörigkeit. Inzwischen weiß ich, dass in ihr ein Herdenschutzhund mitgemischt haben muss und nicht nur der Schäferhund. Die Gene, wenn sie auch nur von einem der Großeltern oder deren Eltern mit eingeflossen sind, darf man nicht unterschätzen. Mein Glück ist, dass ich im Tierheim schon einige HSH und deren Mixe betreut habe, sodass ich mit ihrem Verhalten klar komme und darin kein dominantes Gehabe sehe. Denn das ist es nicht. HSH und deren Mixe sind eben in vielen Dingen aufgrund ihres Einsatzgebietes anders gepolt, erfreuen sich aber genau der gleichen Erziehung wie ein Labrador oder Chihuahua. Denn die Lerngesetze gelten für jeden Hund. Während der Aussie das ganze 100 Mal hintereinander machen mag, ist der Windhund, HSH oder auch die sehr ursprünglichen Rassen wie Malamut, Akita Inu oder Laika mit wenigen Wiederholungen schon ok. Danach kann man seine Energie wieder für andere Aufgaben nutzen ;) Ich sage nicht, dass sie weniger Wiederholungen brauchen, um es zu lernen, sondern einfach die Aufmerksamkeitsspanne und Erwartungshaltung bei den Rassen eine andere ist. Arbeitsrasse ist nicht gleich Arbeitsrasse. Vergleich Malinois und Kangal. Der eine ist so energiegeladen, dass er gefühlt täglich einen Marathon braucht und auch mit dem Menschen kooperativ arbeitet, während der andere eher im Garten liegt und alles beobachtet, aber im Fall der Fälle parat steht und seinen Job macht auch und in den meisten Fällen ohne Mensch an seiner Seite.
 
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Mathildaruss

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Mit der Dominanz war jetzt nur meine Interpretation. Er folgt mir zu Hause auf Schritt und tritt und niemand außer mir kann mit ihm gassi gehen. Er geht einfach nicht mit. Unsicherheit oder Angst kann ich mir aber auch nicht vorstellen. Obwohl er „erst“ 6 Monate in Deutschland ist und er vorher in Portugal lebte, machen ihm die Umwelt überhaupt nichts aus. Er würde sogar in jedes Haus laufen vor lauter Neugierde.
Ich glaube letzten Endes bin ich aktuell das Problem. Ich fühle mich überfordert und würde am liebsten alles sofort rückgängig machen. Obwohl ich schon viel mit Hunden zu tun hatte und mein Leben lang (heute bin ich 36) einen Hund wollte. Alles vorbereitet habe und beruflich kürzer getreten bin.
Ich muss dem ganzen noch mehr Zeit geben.
Und trotzdem habe ich Angst, dass ich die Umstellung nicht schaffe. Ich schlafe und esse kaum noch und leide unter ständiger Übelkeit. Das ist doch einfach nicht nachzuvollziehen.
 
Keisuke

Keisuke

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Heyho,

naja wie viele schon sagten: So ein Hundeblues ist nichts ungewöhnliches. Hatte ich auch.

Ich glaube, du machst dir auch selbst super viel Druck. Du solltest dir echt Zeit nehmen und dir klar machen: Du bist nicht allein mit dem Problem.
Kann es sein, dass du gern alles richtig und perfekt machen willst?
Wovor hast du denn Angst? Was für eine Umstellung bzw. was genau macht dir Probleme, was ist dein Gefühl dabei etc?

Mir ging es am Anfang auf den Keks, dass ich nicht ohne Hund weg konnte. Und natürlich hatte ich große Angst, den Hund jetzt komplett zu versauen. Einmal nicht konsequent sein und nachher hab' ich 'n unerzogenes Kötertier an der Leine.... Dann kamen noch die tausenddrölfzig Tipps von vielen Hundehalter*innen dazu, die mich teils sehr verunsichert haben.

Erzähl' uns doch mal ein bisschen von deinem neuen Begleiter. Gern auch mit Fotos. Ein bisschen vom Alltag - die schönen Sachen und auch mal, wo es etwas hakt. Vielleicht können wir dir damit dann ein bisschen helfen und wir schauen mal, was gut läuft und was nicht ;)
Ich bin mir sicher, dass du hier viele findest, die gleiche oder ähnliche Probleme hatten oder kennen.

Liebe Grüße
 
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Mathildaruss

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Ja gerne. Also es ist ein Labrador Mix aus Portugal. Er soll als Welpe wohl auf einem Feld gefunden worden sein und kam vor 6 Monaten zu seinem neuen Frauchen. Innerhalb der 6 Monaten hat diese wohl ihren Job verloren und im neuen durfte sie ihren Hund nicht mitnehmen. Es wurde dann versucht, dass der Vater den Hund tagsüber ausführt was wohl nicht geklappt hat. Dieser sei kein Hundemensch. Ich vermute aber mal, dass er wohl einfach mit gassi gegangen ist.
Hier bei uns sieht der Alltag aktuell so aus, dass wir gegen 6 die erste Runde (30 Minuten) drehen und danach leckeres fressen . Dann muss ich arbeiten. Unser Hund liegt dann immer hinter mir und schläft. Stehe ich auf um zur Toilette zu gehen oder sonst irgendwas springt er sofort auf und geht mit ggf. Legt er sich dann in den Raum wo ich bin und schläft weiter.
zwischen halb 12 12 gehen wir dann die zweite Runde (45 Minuten). Dann geht es mit dem arbeiten weiter und er schläft wieder bei mir oder läuft mir hinterher. Spielen oder so tut er nicht. Zwischendurch gibts für leckerchen ein paar gehorsamsübungen.
Nachmittags gehts dann für die große Runde (1-1,5 Stunden) ins Feld. Dort gehen wir dann mit der Schleppleine gassi und üben an anderen Hunden ruhig vorbei zu laufen. Zu Hause gibts dann einen Kausnack. Dann geht der Alltag weiter, es wird gekocht, Haushalt etc. Dabei läuft er mir dann wieder nach oder legt sich in den Flur, damit er mich immer sieht. Bin ich aus dem Blickfeld kommt er sofort hinterher. Abends sitzen mein Mann und ich auf der Couch und der Hund schläft wieder in seinem Körbchen. Gegen 21:00 gehts dann nochmal zum pipi machen auf diese Wiese. Er schläft dann auf seiner Decke im Schlafzimmer.
Interaktionen sind nicht wirklich möglich. Er möchte einfach nur im selben Raum mit Blickkontakt zu mir sein. Auch beim gassi gehen kommt immer der prüfende Blick ob ich noch da bin.

Ich versuche zwischendurch immer mal eine Tür zu schließen. Er setzt sich dann immer direkt davor und wartet bis diese wieder auf geht. Manchmal kratzt er auch an der Tür.

mir ist klar, dass er erst 1 woche bei uns ist, aber die Vorbesitzerin hat vieles sicherlich auch etwas beschönigt.

wir haben uns im Vorfeld genau überlegt, wer wann wie gassi geht, damit wir einem Hund gerecht werden können und jetzt geht dieser Hund nur mit mir raus.

heute morgen traf ich meine Nachbarin die mal testweise ein paar Meter gehen wollte. Mein Hund setzt sich hin, guckt in der Gegend umher und läuft keine drei Schritte. Ich gebe zu, dass setzt mich unter Druck. Ich bin auch jemand, der sehr gerne die Kontrolle hat und nun merke ich einfach, dass ich hier keine Kontrolle haben

Wie schön aber, dass man hier Hilfe und Verständnis bekommt. Das gibt mir gerade echt ein gutes Gefühl.
 
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bodhitenzin

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Also nach einer Woche ist selbst der gehorsamste Hund beim neuen Besitzer nicht Gehorsam. Lass Ihm Zeit und dir auch. Meinen Kater konnte ich die ersten zwei Tage garnicht sehen. Er hat sich hinter der Waschmaschine versteckt. Die kommende Woche konnte ich ihn dann nur hin und wieder sehen. Ab der zweiten Woche öfter aber noch nicht Mal streicheln und das hat halt alles gedauert 😅
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,

also geht es dir vermutlich am meisten auf den Senkel, dass du nichtmal allein aufs Klo kannst, oder?
Und, dass dein Mann keine der Gassirunden übernehmen kann?

Kann ich verstehen.

Mich würde mal interessieren, wie er mit deinem Mann so umgeht. Also was passt bei denen nicht?
Reagiert er auf ihn ängstlich, unsicher? Aggressiv? Oder was passiert, wenn dein Mann allein mit ihm Gassi gehen will? Was heißt "er akzeptiert meinen Mann nicht"?

Ich denke, wenn du das Problem "der Hund hört nur und ausschließlich auf mich, klebt mir am Poppes und niemand kann mit ihm Gassi gehen" erstmal angegangen werden kann und sich bessert, dann wird der Hundeblues auch schnell verschwinden. Finde ich super nachvollziehbar. Ist auch 'ne Menge Druck, was da auf dir lastet - aber das muss nicht sein.

Find's gut, wenn die Trainerin am Freitag kommt und sich das mal vor Ort anguckt.
Wichtig ist eben, dass der Hund lernt, dass er auch entspannt liegen bleiben kann, wenn du aufstehst - er muss da einfach Vertrauen aufbauen und Ruhe lernen. Deshalb würde ich auch gern mal von anderen User*innern hier wissen, was sie zu deinem Gassi und Trainingsprogramm sagen. Mein Gefühl sagt mir nämlich, dass das evtl. schon recht viel sein kann (je nachdem wieviel Trubel am gleichen Tag im Haushalt ist) - aber ich habe noch nicht selbst so viel Praxiserfahrung, dass ich das mit Sicherheit sagen kann. Weil es eben ein junger Auslandshund ist (roundabout 7 Monate oder so? Passt das?)

Evtl. antwortet da Jemand anderes noch drauf :)

LG
 
M

Mathildaruss

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Der Hund ist ca. 4,5 Jahre alt. Vor einem halben Jahr wurde er von einer Frau aus Portugal geholt.

Er hat meinen Mann schon drei mal angeknurIch kann wirklich nicht sagen ob es Angst ist, weil er auf der anderen Seite auch durchaus mal hingeht und wenn er heim kommt geht er zur Tür schnuppert und geht dann völlig desinteressiert wieder weg.

Was mich auch stutzig macht, dafür dass er angeblich eher zurückhaltend sein soll und eerst seit 6 Monaten in einer sehr ländlichen Gegend gewohnt hat, ist er hier allen neuen Geräuschen (Straßenbahn, Bus, Baustellen) überhaupt nicht zurückhaltend oder ängstlich.

ich bin froh, dass die Hundetrainerin morgen kommt und sich das ganze mal anschaut.
Wir werden versuchen, alles in den Griff zu bekommen und geben natürlich auch nicht vorschnell auf.
Allerdings erwische ich mich bei dem Gedanken, sofern wir nicht alle zueinander finden bzw. passen sollten, er ein geeigneteres zu Hause verdient. Aber bis dahin werden die Ärmel hoch gekrempelt.
 
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