Hilfe, unsere Hündin reagiert auf einmal aggressiv auf die anderen Rudelmitglieder

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Schnauzerban

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Wir haben insgesamt 5 Hunde, einen Rüden (Riesenschnauzer) er wird dieses Jahr 6, eine Hündin (Riesenschnauzer) sie wird dieses Jahr 2, zwei Zwergschauzer Weibchen (sie werden beide 5) und unseren ältesten Rüden einen 11 Jährigen Terrier Pudel Mix.
2019 ist unsere erste Hündin leider verstorben, daraufhin haben wir unsere jetzige Hündin (Riesenschnauzer) im Sommer geholt.
Es lief erstmal alles super und alle haben sich vertragen. Letztes Jahr im Sommer hat die Riesenschnauzerhündin aus Futterneid das erste Mal einen unserer kleinen Hunde gebissen (da war sie zum ersten Mal läufig , da hat sich auch eine erst unerkannte Scheidchwangerschaft gebildet, die bis zur Gebärmutterentzundung und Zwangskastration geführt hat) , dies hat sich dreimal wiederholt (Beim ersten Mal ist die
große an den Napf der kleinen gegangen und hat dann zugebissen, beim zweiten Mal hat sich das nach dem Essen ereignet und beim letzten Mal hat die große Hündin ein Leckerli bekommen, die kleine Hündin stand 2 Meter ca. entfernt und die große ist auf sie zu nachdem sie gegessen hatte und hat zugebissen). Zum Glück war die kleine nie schwer verletzt. Daraufhin haben wir die Hunde sobald Essen im Spiel war getrennt.
Später musste die große Hündin zwangskastriert werden, weil sie eine schwere Gebärmutterentzündung hatte (das kann auch der Grund gewesen sein, warum sie da so aggressiv war). In dem Zug haben wir den Rüden gleich mit kastrieren lassen.
Vor Weihnachten letzten Jahres haben wir den älteren Rüden aus dem Tierheim geholt, da gab es mit der Zusammenführen keine Probleme, alle haben sich erstmal super verstanden. An einem Abend hat die Riesenschnauzer Hündin ohne Vorwarnung und ersichtlichen Grund den alten Rüden angefallen, nachdem wir sie getrennt bekommen haben, wollte sie sofort immer wieder auf ihn drauf. Er hat einige blutige Wunden davongetragen. Ab da haben wir die kleinen Hunde komplett von den großen räumlich getrennt. In der Zwischenzeit war auch ein Hundetrainer da, der extra auf Riesenschnauzer spezialisiert ist und dieser meinte wir müssen überlegen ob wir sie weggeben oder wir müssen immer trennen, weil es sonst Mal passieren könnte, dass einer der kleinen am Ende tot da liegt.
Wir wollten sie auf kleinen Fall weggeben und haben die kleinen von den großen getrennt. Seit drei Wochen krieselt es jetzt auch zwischen den beiden großen Hunden. Die beiden großen haben gegessen, meine Mutter wollte dann die leeren Näpfe wegnehmen, da hatte die Hündin geknurrt, dann hatt der große die Hündin angekurrt und dann sind sie sich angefallen.
Jetzt belästigt die Hündin ständig den Rüden und sie ist sofort angespannt, auf Kampf und will ihn angreifen, wenn ihr was nicht passt oder er sich nur einmal leicht beschwert (durch leichtes brummen).

Wir sind jetzt langsam echt verzweifelt, weil wir können nicht auch noch die Große Hündin von dem Großen Rüden trennen.

Wenn ihr Ideen für eine Lösung habt, bitte meldet euch.
 
11.04.2021
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Mr. Spock

Mr. Spock

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Plötzliche Aggressionen können ein gesundheitl. Problem bergen, bei sowas immer zum TA, gleich Montags
 
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A-Fritz

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Hallo,
ich würde einen Maulkorb benutzen , um die Gefahr einer Verletzung zu vermeiden .
Aber auch ein konsequentes dazwischen gehen , um Eskalationen im Keim zu unterbinden ,
kann eine erzieherische Maßnahme sein .
Dazu würde ich die Hündin mit Maulkorb und Leine versehen , damit das Eingreifen
schnell und effektiv gelingen kann . Die Hündin sollte merken , das Aggressionen nicht erlaubt sind .
 
Nienor

Nienor

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Hey

Wo hat denn der Hundetrainer die Ursache vermutet und was hat er euch geraten - ausser abgeben?

Wie sieht es mit Stress und Bedürfniserfüllung bei der Hündin aus? Ist da alles im grünen Bereich oder staut sich da was an, was sie dann an den anderen auslässt?
Gerade die Kombination Rüde-Hündin klappt i.d.R. besser als mehrere erwachsene Hündinnen zusammen.
 
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Schnauzerban

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Hey

Wo hat denn der Hundetrainer die Ursache vermutet und was hat er euch geraten - ausser abgeben?

Wie sieht es mit Stress und Bedürfniserfüllung bei der Hündin aus? Ist da alles im grünen Bereich oder staut sich da was an, was sie dann an den anderen auslässt?
Gerade die Kombination Rüde-Hündin klappt i.d.R. besser als mehrere erwachsene Hündinnen zusammen.
Der Trauner meinte , dass sie eigentlich abhängig von dem Rüden ist, er hatte uns geraten, dass wir sie nicht beachten sollen, aber das hat uns nicht weiter geholfen, sie ist da eher noch angespannter geworden.

Stress hat sie eigentlich nicht, sie ist aber im Vergleich zu den sehr unruhig
 
Hexogen10

Hexogen10

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Wie reagiert ihr denn, wenn eine solche Reaktion ihrerseits stattgefunden hat? Wie lange tragt ihr danach noch die Situation gefühlsmäßig mit euch herum? Denn auch dadurch strahlt ihr etwas aus, wofür die Hündin offenbar sehr empfänglich ist. Das ist was vollkommen natürliches, dass man nach einer solchen Situation erst mal erregt ist, aufgebracht, sauer oder was auch immer. Der Körper reagiert auf solche Situationen mit höherem Puls, anderer Atmung usw. Aber wichtig wäre halt, dass ihr danach jedes Mal einen Cut macht. Die Situation ist vorbei, tief durchatmen, runter kommen.

Der Tipp vom Trainer ist dämlich, sie einfach links liegen zu lassen. Der Hund lernt daraus nichts und es baut sich zusätzlich noch Frustration auf. Beides nichts was man erreichen möchte.
Ich würde Management betreiben. Zum Beispiel werden die Hunde bei der Fütterung getrennt. Die Hündin darf in einem Raum komplett alleine fressen und der Napf wird erst weggeräumt, wenn sie den Raum verlassen hat.
Sucht euch mal einen Trainer, der sich das ganze anschaut und euch nach Trainieren statt dominieren hilft, was ihr machen könnt. Denn es kann auch durchaus an euch irgendwas sein, was die Hündin zum Ausrasten bringt, aber auch ein anderer Trigger ist möglich. Den kann aber niemand hier aus dem Forum euch sagen, sondern das muss jemand vor Ort sehen, was dieser Trigger ist und wie ihr darauf reagieren könnt, damit es in Zukunft für die nächsten Jahre entspannter ist. Glaub es mir, es kann euch auch krank machen, wenn es da immer wieder Stress zwischen den Hunden gibt. Das ist mir vor 2,5 Jahren passiert und ich bin froh, dass es sich nur um eine Pflegehündin gehandelt hat, die ich für mehrere Wochen hier hatte und es nicht zwischen meinen Hunden gewesen ist. Dennoch waren die Folgen für meine Gesundheit sehr langwierig.
Dann wie schon jemand vorschlug: es kann auch durchaus von Schmerzen kommen. Es muss nichts gravierendes sein, es kann auch einfach eine Blockade sein, die in einem bestimmten Haltungswinkel des Kopfes/Körpers schmerzt und dann eure Hündin unleidlich werden lässt.
Was mir noch einfällt, wenn sie zum Augenblick der Scheinschwangerschaft kastriert wurde aus medizinischen Gründen, kann es durchaus sein, dass ihr Denken jetzt da "feststeckt". Denn Hündinnen in der Scheinschwangerschaft bewachen ja oftmals irgendwas sehr enorm und sind vom Verhalten her anderen Hunden nicht unbedingt freundlich gesonnen. Ich hab das schon bei vielen Hündinnen gesehen, die zum Beispiel im Tierheim nur eine Woche nach der Läufigkeit kastriert wurden und nicht zu einem Zeitpunkt, wo der Hormonspiegel sehr niedrig gewesen wäre. Die hatten dadurch einfach einen Knacks wegbekommen, den man nur durch Management und gutes Training gut lenken konnte.

Ich bin ehrlich gesagt immer skeptisch, wenn anfangs alles super läuft. Denn das soziale Gefüge kommt durcheinander, wenn jemand neu dazu kommt. Das kann man in Klassen beobachten, wenn ein neues Kind dazu kommt. Der Neue muss sich erst mal einfinden, Strukturen kennen lernen, die Bedürfnisse der anderen erkennen usw. Bei Hunden ist es Hund A teilt nicht gerne seinen Napf, kuschelt aber gerne mit anderen Hunden. Hund B ist alles egal, ist distanzlos und steht immer in der ersten Reihe, Hund C dagegen ist ruhig, liegt abseits, genießt die Ruhe und möchte auch gar nicht so viel körperlichen Kontakt zu anderen Hunden. Das müssen die Hunde aber erst einmal von einander lernen, wer was gerne mag und wo es eine Grenze gibt.
Wenn zum Beispiel Hund B taub ist, kann er die Warnungen von Hund C nicht hören, nur sehen, was ungünstig ist, wenn Hund C ohne körperliche Sprache nur knurrt bevor es rund geht oder Hund C von hinten kommt und knurrt, Hund B ihn aber nicht sehen kann.
Hier sind immer wieder ganz unterschiedliche Hunde zur Pflege gewesen und auch im Tierheim habe ich mehrfach Hunde miteinander vergesellschaftet. In den meisten Fällen hat es anfangs Differenzen gegeben, eben weil der Neuling erst noch die Regeln dieser Gruppe lernen musste und seinen Platz in der Gemeinschaft bekam.
 
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