im alten Stall bleiben oder Stall wechseln?

Diskutiere im alten Stall bleiben oder Stall wechseln? im Pferde Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo! Ich habe derzeit die Möglichkeit den Stall zu wechseln, bin mir aber noch sehr unschlüssig. Ich weiß, ich muss die Entscheidung...
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Lara204

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Hallo!
Ich habe derzeit die Möglichkeit den Stall zu wechseln, bin mir aber noch sehr unschlüssig. Ich weiß, ich muss die Entscheidung letztendlich alleine treffen, möchte aber gerne noch ein paar andere Meinungen hören

also: im derzeitigen Stall steht mein Minishetty Wallach (82cm klein) mit einem anderen Minishetty, Eseln, Ziegen und Alpakas zusammen. 24h Heu aus Netzen, im Sommer ca. 3-4 Monate Koppelgang. Der Stall hat Reitplatz und Roundpen, ich bin dort schon seit fast 5 Jahren.

nun möchten sich 3 andere Leute
aus den Stall einen eigenen Stall aufbauen. Diese Leute sind dort meine besten Freunde und deswegen überlege ich mit denen mitzugehen. Denn wenn diese Leute weg sind, habe ich im Winter keine Mitfahrgelegenheit mehr und niemanden, auf den ich mich zu 100% verlassen kann, wenn es darum geht, mein Pony für mich zu bewegen, wenn ich keine Zeit habe (Schule, später Studium).
Der neue Stall wäre eine Sommer- und Winterkoppel. beides ca 2 Hektar, auf der Sommerwiese Büsche und Bäume, auf der Winterwiese ein großer Unterstand. Der neue Stall ist ca 2km weiter weg als der andere, aber mit den Öffentlichen zu erreichen, außerdem von der Schule aus.

Hauptproblem : Im neuen Stall würde mein Minipony mit folgenden Pferden zusammen stehen : Warmblut Mix, Stute, 1,60m - Haflinger, Stute, 1,45m - Tinker, Stute, 1,20m. dazu kommen noch 1-2 Shettys oder Minishettys, wenn wir etwas passendes gefunden haben.

Meine Angst : 1.mein Pony wird nicht glücklich mit diesen Pferden
2. Mein Pony wird getreten von einen der größeren Pferde, verletzt sich schlimm, ist dann unfahrbar oder muss eingeschläfert werden. (ich gehe immer vom schlimmsten aus)

zusammenfassend : im derzeitigen Stall geht es meinem Pony im Grunde gut, aber mir nicht wirklich. Außerdem: wer kümmert sich wenn ich keine Zeit habe und meine besten Freunde dort weg sind?
der neue Stall bedeutet mehr Arbeit, da wir dann Selbstversorger sind, allerdings habe ich dort meine verlässlichen Freunde, nichtsdestotrotz ist der Verletzungsrisiko für mein Pony enorm.


Ich bitte um eure Meinungen.
danke im voraus. :)
 
02.05.2021
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
cherry-lein

cherry-lein

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Ich persönlich würde mein Pferd nicht nur auf eine Koppel mit Unterstand stellen wo sonst nichts ist.
Dinge wie fließend Wasser, Strom und Lagermöglichkeiten sind für mich ein Muss. Ebenso wäre nur eine Koppel im Winter für mich absolut keine Option, bei 5-6 Pferden sind 2 Hektar schneller ein Schlammloch als man gucken kann, mir wäre es extrem wichtig das mein Pferd sich auch mal trocken stellen kann.
Die Verletzungsgefahr sehe ich eigentlich nicht so hoch, ein normal sozialisiertes Pferd kickt nicht einfach drauf los sondern passt sich an.
Ich würde aber allgemein kein Shetty 24/7 auf die Wiese stellen, die Kleinen sind ja doch sehr leichtfuttrig und haben ihre Tendenz Rehe zu bekommen, da wäre mir das Risiko auf Dauer zu groß.
Auch der Punkt das du ja jetzt schon immer wieder keine Zeit hast würde für mich gegen den Umzug sprechen. Einen Stall in Eigenregie zu führen ist extrem viel Arbeit, es muss 2-3x täglich jemand da sein der die Tiere füttert, versorgt und nach dem Rechten schaut, es muss sich um Heu, Stroh, Wasser und ordentliche Mistentsorgung gekümmert werden, die Weiden müssen gepflegt und im Frühjahr entsprechend vorbereitet werden usw. Wenn du jetzt schon keine Zeit hast wird das auf Dauer nur zu Ärger und Streit führen wenn du dich nicht genauso beteiligen kannst wie die anderen.
Wenn du im jetzigen Stall unglücklich bist such dir lieber was anständiges in Vollpension wo du dich nicht um die Grundversorgung kümmern musst und vielleicht noch ne Pflegebeteiligung dazu die dich bei der Betreuung unterstützt.
 
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Lara204

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Ich persönlich würde mein Pferd nicht nur auf eine Koppel mit Unterstand stellen wo sonst nichts ist.
Dinge wie fließend Wasser, Strom und Lagermöglichkeiten sind für mich ein Muss. Ebenso wäre nur eine Koppel im Winter für mich absolut keine Option, bei 5-6 Pferden sind 2 Hektar schneller ein Schlammloch als man gucken kann, mir wäre es extrem wichtig das mein Pferd sich auch mal trocken stellen kann.
Die Verletzungsgefahr sehe ich eigentlich nicht so hoch, ein normal sozialisiertes Pferd kickt nicht einfach drauf los sondern passt sich an.
Ich würde aber allgemein kein Shetty 24/7 auf die Wiese stellen, die Kleinen sind ja doch sehr leichtfuttrig und haben ihre Tendenz Rehe zu bekommen, da wäre mir das Risiko auf Dauer zu groß.
Auch der Punkt das du ja jetzt schon immer wieder keine Zeit hast würde für mich gegen den Umzug sprechen. Einen Stall in Eigenregie zu führen ist extrem viel Arbeit, es muss 2-3x täglich jemand da sein der die Tiere füttert, versorgt und nach dem Rechten schaut, es muss sich um Heu, Stroh, Wasser und ordentliche Mistentsorgung gekümmert werden, die Weiden müssen gepflegt und im Frühjahr entsprechend vorbereitet werden usw. Wenn du jetzt schon keine Zeit hast wird das auf Dauer nur zu Ärger und Streit führen wenn du dich nicht genauso beteiligen kannst wie die anderen.
Wenn du im jetzigen Stall unglücklich bist such dir lieber was anständiges in Vollpension wo du dich nicht um die Grundversorgung kümmern musst und vielleicht noch ne Pflegebeteiligung dazu die dich bei der Betreuung unterstützt.
 
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Lara204

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Pepper 2019

Pepper 2019

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Hallo,
Ich habe nicht so viel Ahnung, aber ich würde dir raten mit deinen Freunden mitzuziehen. Letztendlich ist es deine Entscheidung aber eigentlich alle Pferde sind lieber das ganze Jahr draußen. Fließend Strom und Wasser sind meiner Meinung nach nicht so wichtig. Eine Freundin von mir, hat auch 2 Pferde. Die hält sie dass ganze Jahr draußen und hat weder Strom, noch fließend Wasser. Außerdem haben Ponys häufig mehr Autorität als große Pferde.
 
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cherry-lein

cherry-lein

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Fließend Strom und Wasser sind meiner Meinung nach nicht so wichtig.
Naja ich sag mal so, es ist einem so lange unwichtig bis man das erste Mal im Winter ab 16:30 Uhr im Dunkeln mit Stirnlampe 120 Liter Wasser (oder mehr) per Hand mit Eimern oder Kanistern über eine rutschige, tiefe Schlammkoppel schleppen muss. Ich spreche da leider aus Erfahrung, gehen tut das natürlich aber lustig ist das definitiv nicht.
Auch wenn ein Pferd mal was hat kann man nicht mal eben mit dem Wasserschlauch Verletzungen auswaschen oder Beine kühlen, da muss man dann immer nochmal weg um Wasser zu holen.
Strom/Licht finde ich gerade im Winter einfach wichtig, allein schon wegen Terminen wie Hufschmied, Osteo, Zahnarzt oder Tierarzt, meist legt man sowas ja auf den Nachmittag wenn man nach der Schule/Uni/Arbeit Zeit hat und im Winter ist es dann halt schon dunkel, kein Schmied arbeitet (zu Recht) im Dunkeln mit Stirnlampe, die wollen anständiges Licht oder Tageslicht haben. Auch beim Tierarzt/Zahnarzt kann Strom für die Diagnostik oder Behandlung nötig sein, wenn dann keiner da ist schränkt das manchmal extrem ein und kann auch einen Transport in die Klinik nötig machen um dann vernünftig untersuchen oder behandeln zu können.
Lagermöglichkeiten müssen einfach sein, wer möchte schon freiwillig Heu und Stroh für 6 Pferde täglich per Hand in den Stall bringen und vor allem auch wie? Nicht jeder möchte sein Auto täglich mit Heu versauen und nicht jeder hat einen Hänger für den täglichen Transport. Auch sollte Platz sein um zumindest die nötigsten Dinge wie Halfter, Futter, Arbeitsgeräte (Karre, Gabeln, Zaunmaterial usw) und Stallapotheke sicher unterzubringen, Sattel und Transe kann man auch Zuhause aufbewahren und jedes mal mitnehmen aber die Basics müssen auf jedenfall vor Ort und sicher verstaut sein.
Selbstversorger zu sein kann echt toll sein, ich fand es super das man einfach seine Ruhe hatte und machen konnte was man wollte aber es gibt sehr viel zu beachten und es kostet vor allem irre viel Zeit. Wir hatten damals auch 5 Pferde in Eigenregie mit 4 Personen, da gingen täglich gut 3-4 Stunden nur für die Grundversorgung drauf, wenn dann noch Dinge anstanden wie Heu holen, Weidepflege, Mistentsorgung oder Zaunbau ging gerne mal ein ganzer Tag bei drauf, manchmal auch 2 und da hatte man noch nichts lustiges mit dem Pferd gemacht, Pflege und Bewegung der Tiere kam also noch zusätzlich oben drauf. Alles zusammen gerechnet war ich also gut 2-4 Stunden pro Tag am Stall bis ich mit der Arbeit und der Bewegung meines Pferdes fertig war.
Wenn jemand eh schon wenig Zeit hat ist das nicht zu schaffen oder andere Bereiche des Lebens leiden darunter und der Spaß an der Sache geht verloren wenn man nur noch Arbeit hat und das sollte ja auch nicht Sinn der Sache sein.
Wenn jemand viel Zeit hat und gute Grundvoraussetzungen ist Eigenregie aber eine wirklich gute Sache, ich würde mit den richtigen Bedingungen auch sofort wieder einen Stall übernehmen aber für mich ist es zeitlich auch nicht machbar und deswegen stehe ich in Pension.
 
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