Plötzlich Erblindung?

Diskutiere Plötzlich Erblindung? im Chinchilla Gesundheit Forum im Bereich Chinchilla Forum; Hallo allerseits, eines meiner Chinchillas, ein 11 Jahre altes Böckchen, zeigte seit ein paar Tagen ein merkwürdiges Verhalten. Beim Auslauf...
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Chinchan

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Hallo allerseits,

eines meiner Chinchillas, ein 11 Jahre altes Böckchen, zeigte seit ein paar Tagen ein merkwürdiges Verhalten. Beim Auslauf wurde zum Richtungswechsel nicht mehr an der Wand abgestoßen, statt dessen hat er immer häufiger Hindernisse gestreift (oder auch richtig erwischt), bzw.
ist mir auch ein paarmal völlig verwundert gegen die Beine gerannt. Jagerei mit den anderen Chinchillas ist etwas gemäßigter als sonst, aber er scheint sie zu erkennen (und kann mit ihnen spielen). Hell/dunkel und Bewegungswahrnehmung gehen wohl.
Dieses Gegen-Hindernisse-Rennen nahm stetig zu, und heute haben wir festgestellt, daß die Pupillen stark geweitet sind und er Panik bei normaler Zimmerbeleuchtung bekommen hat und sich nur unter der Bettdecke verkriechen wollte. Wir haben jetzt das Licht gedimmt und morgen einen Termin beim Tierarzt.

Erblindet mein Chill? So schnell? Er hatte immer mal wieder ein tränende Auge (vermutlich verstopfter Tränenkanal), aber nur einseitig.

Sollte sich das nicht bessern – soll ich den Käfig umbauen, daß nicht mehr gesprungen werden muss, oder lieber so lassen, wie er's kennt?
 
09.07.2021
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Tatjana zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
M

Mitouri

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Hallo,

zeigt er das Verhalten noch immer? Ich würde ihn mal beim Tierarzt vorstellen, vielleicht liegt auch ein Mangel in der Ernährung vor?
Erblindete Chinchillas merken sich Wege und Sprünge, die sie tätigen. Wenn man ein erblindetes Chinchilla daheim hat, am besten alles so stehen lassen. Er kann die Sprünge auswendig und weiß irgendwann, wo Hindernisse sind.
 
C

Chinchan

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Hi,

danke für Deine Antwort.

Jetzt sieht er nur noch hell/dunkel, kann noch vage Bewegungen wahrnehmen.

Der Tierarzt hat beidseitigen Grauen Star erkannt. Die Ernährung ist top[1], auch wenn dieser TA anderer Meinung ist (Mandeln böse). Anzeichen für Diabetes liegen nicht vor, Bluttest habe ich daher nicht machen lassen.
Das tränende Auge ist laut dem einen TA ein verstopfter Tränendrüsenkanal, laut dem anderen ein Zahnwurzelproblem. Da es ihn die letzten… acht? Jahre nicht großartig gestört hat und auch nicht ursächlich für den Grauen Star ist, sei's drum.

Mittlerweile scheint er sich etwas an seine neue Situation gewöhnt zu haben, läuft seine gewohnten Wege durch alle Zimmer, findet alles zielstrebig und kommt unter die Bettdecke wie sonst auch. Er kabbelt sich auch mit den anderen Chills und es gibt – wenn auch etwas vorsichtige – Jagerei (Spielen) durch die verwinkelsten Bereiche der Zimmer. Sogar umgestellte Hindernisse (ein Karton, ein Sessel) merkt er sich sofort.

Von einer Augen-OP, die eventuell möglich wäre, möchte ich aber wegen seines Alters und der nicht so großen Notwendigkeit absehen. Nur wenn er mit seiner Blindheit gar nicht klar käme würde ich es vielleicht riskieren.


[1] Mariendistelkraut, Echinacea, Spitzwegerich, Ginkgo, Hibiskusblüten, Blütenmix, Berkel Gold KR Pellets, plus Heu und als Leckerli Darikolben, Mandeln, Walnüsse und im Sommer eisgekühlte Gojibeeren
 
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