Die Unterschriftenkampagne gegen das Antibiotikaverbot vom Tierärzteverband , sollte man besser kritich sehen !!

Diskutiere Die Unterschriftenkampagne gegen das Antibiotikaverbot vom Tierärzteverband , sollte man besser kritich sehen !! im Politik, Medien & Zeitgeschehen Forum im Bereich Smalltalk; Hallo Silvania , ich bin durchaus dafür , dass spezielle Reserve - Antibiotika , welches für einen Einsatz mit strenger Indikation gedacht ist ...
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A-Fritz

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Hallo Silvania ,
ich bin durchaus dafür , dass spezielle Reserve - Antibiotika ,
welches für einen Einsatz mit strenger Indikation gedacht ist ,
nur noch der Humanmedizin vorbehalten bleiben darf .

Ich denke ,
man kann es nicht erlauben ,
dass tonnenweise Antibiotika in den Trögen bei der Massentierhaltungen landen ,
welche zum Profit einiger Tierarztpraxen werden , welche den Großteil ihres Umsatzes
durch den Verkauf von Tierarzneimitteln generieren .

Reserveantibiotikum muss für den Menschen vorbehalten sein ,
sie bilden die letzte Option bei bei Resistenzen und Problemkeimen .
Wer diese Möglichkeit vergeudet , ist fahrlässig , oder handelt in meinen Augen auch vorsätzlich und kriminell !
Immer mehr Menschen müssen sterben , Studie zufolge sterben hierzulande ca. 2.400 Menschen pro Jahr
an einer Infektion durch multiresistenter Keime , in Europa sind es insgesamt ca. 33.000 Menschen .

Oh ,
vielleicht sollte man dieses hier von der Mitglieder Vorstellung ,
in einen anderen Themenbereich verschieben ?
 
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07.09.2021
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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
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Malki

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Was können Tiere (und insbesondere Haustiere) dafür, dass Menschen zu dumm dazu sind, Antibiotika richtig einzusetzen? - Die Hälfte der Antibiotikaresistenzen geht ausschließlich auf die Landwirtschaft zurück, und zwar auf präventive Antibiotikagabe, Antibiotikagabe als Wachstums-Booster und Antibiotikarückstände in Gülle und im mit Gülle kontaminiertem Gemüse und Co.
Vielleicht sollten wir also lieber unseren Umgang mit "Nutztieren" überdenken und unseren Konsum, als andere Tiere nun auch noch sinnlos sterben zu lassen. DAS finde ich nämlich vorsätzlich und kriminell.
Ich glaub eher nicht, dass jetzt die große Krise ausbricht, weil Meerschweinchen Maxi ein Antibiotikum bekommt. Zumal wiederum die Antibiotikarückstände im Gewässer vermutlich eher von Mensch als von Haustieren kommt (jedenfalls landen die Ausscheidungen meiner Tiere im Müll, der verbrannt wird, und weder aufm Feld noch im Gemüsebeet oder in der Toilette/im Abwasser).
Ich kenne zum Glück auch keinen Tierarzt, der voreilig Antibiotika verschreiben würde - und das, obwohl ich Rattenhalterin bin, und Ratten sind leider nun mal hin und wieder auf AB angewiesen. Im Gegenteil, meine Tierärztin lotet zuerst alles Andere aus, weil sie der Meinung ist, dass AB oft viel mehr zerstören als retten können.
Also anstatt Haustieren (und natürlich auch kranken Nutztieren) die oft letzte Möglichkeit der Leid-Minimierung zu nehmen, sollten lieber wir Menschen unser Tun mal kritisch hinterfragen und aufs billige Schnitzel oder Frühstücksei verzichten, nicht wegen jedem bisschen Schnupfen (der eh meist viral ist) Antibiotika nehmen und darauf achten, wie wir generell mit der Umwelt umgehen. Glücklicherweise gibt es ja auch Untersuchungen darüber, dass es in der Naturheilkunde natürliche Antibiotika gibt, die Resistenzen vermutlich umgehen können. Leider gibt es hinsichtlich Tiere dazu wohl nur sehr spärliche Studien, denn einen solchen Einsatz fände ich auch in der Tiermedizin spannend.
 
Miss.Piggy

Miss.Piggy

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Das Baytril in der Tiermedizin ist halt sehr problematisch, da einige der wichtigsten Reseveantibiotika mit ihm nahe verwandt sind. Ich würde mir wünschen, Doxycyclinmaleat in der Tiermedizin zuzulassen und es dann auch für kleine Heimtiere zu verwenden. Es ist in den USA das gängigste Antibiotikum für kleine Heimtiere. Wir haben nur das andere Salz des Doxycyclin in der Tiermedizin zugelassen, welches bei kleinen Heimtieren oft zu Verdauungsstörungen führt.
Baytril wird im Moment leider auch für andere Tiere verwendet und gerade bei Nutztieren ist es hoch problematisch.
Problematisch ist allerdings auch die lockere Verschreibung von Antibiotika bei harmlosen Erkältungen in der Humanmedizin.
 
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Amber

Amber

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Ich finde es erschreckend, dass der Mensch sich hier wieder einmal als wichtiger stellt, als alle andere Lebewesen.
Es gibt so schon kaum Medikamente, die rein für Tiere hergestellt sind. Häufig sind das Mittel, die für Menschen zugelassen sind und wenn bestimmte Sorten nun auch weg fallen würden, weil sie für bestimmte Tiere gar nicht mehr zugelassen würde, sieht es arg düster für Tiere aus, die deswegen dem Tod geweiht sind, obwohl sie eigentlich wieder gesund werden könnten, gäbe man ihnen das richtige Mittel.

Ich sehe es ebenfalls eher so, anstatt es zu verbieten, sollte der Umgang mit Antibiotika überdenkt werden.
Landwirtschaft ist nur ein Baustein, ein anderer sind die Ärzte. Diese verschreiben leider ebenfalls all zu häufig bei Blasenentzündungen, Ohrenentzündunge u.s.w. blindlings irgendein Breitband Antibiotikum, ohne zuvor ein Antibiogramm erstellen zu lassen, um das richtige AB zu wählen und so Resistenzen vorzubeugen.
Noch ein anderer Baustein ist aber auch der Umgang mit der Hygiene. Würde sich das Medizinische Personal vernünftig daran halten, gäbe es auch nicht Ansteckungen mit Krankheitserregern/mit den Multiresistenten Keimen an anderen Patienten und dazu zählen für mich aber auch nicht nur die MFAs und Krankenschwester/Pfleger, sondern auch uns, die OP Instrumente aufbereiten für den OP.
Das Thema ist zu weit gefächert, als wenn man einer Branche den Hauptgrund für das Problem zu schreiben könnte, glaube ich. Ich frage mich eher, ob alles insgesamt nicht viel mehr dazu beigetragen hat, dass das Problem mit den Antibiotika nun besteht.
 
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Miss.Piggy

Miss.Piggy

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Nun, die meisten Medikamente haben im Rahmen der Zulassungsstudie Tierversuche durchlaufen. Trotzdem sind etliche Medikamente, welche im Tierversuch am Meerschweinchen getestet wurden, nicht für das Meerschweinchen zugelassen. Denn unabhängig von der Zulassungsstudie für die Humanmedizin, muss das Medikament für die Zulassung für die Tiermedizin eine erneute Studie durchlaufen und das kostet.
Das ist insgesamt keine nachvollziehbare Situation.
Ich will möglichst kein Baytril in der Tiermedizin und möglichst kein Ciprobay in der Humanmedizin. Dann bleibt uns das Ciprobay und das Baytril für Notfälle.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Hab heute in den Nachrichten gesehen dass es keine Einschränkungen geben wird.
 
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Die Unterschriftenkampagne gegen das Antibiotikaverbot vom Tierärzteverband , sollte man besser kritich sehen !!