Kaninchen (8 Jahre) stirbt an Altersschwäche?

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Dubuschne

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Hallo alle zusammen,

mein Kaninchen (8 Jahre) ist vor drei Wochen plötzlich verstorben. Ihm ging es vorher allerdings super gut, er hat gut gefressen, hat sich viel bewegt, war sehr aufmerksam und anhänglich usw.. Deswegen, und weil mir der Arzt auch nicht genau weiterhelfen konnte und ich mir die ganze Zeit Vorwürfe mache, dachte ich, ich suche in dieser Community um Rat.

Hier die Details:

Mein Kaninchen hatte schon seit mehreren Jahren Probleme mit Blasengries, aber wir haben das Problem immer wieder in den Griff bekommen und es ging ihm soweit gut. Vor ein paar Wochen, bevor er dann verstorben ist hatte er auch wieder mit entzündeten Öhrchen zu tun (Schlappohr). Auch das haben wir wieder in den Griff bekommen.
Dann am Sonntag Morgen, nachdem er am Abend vorher super witzig war und gut drauf war (Männchen beim Futter bringen gemacht etc.), bemerkte ich, dass etwas nicht stimmt.
Er lag an nicht an seinen üblichen Stellen, wo er sonst immer lag sondern am Futternapf aber trotzdem entspannt, der Futternapf war noch gut gefüllt vom letzten Abend, da wusste ich es stimmt was nicht.

Vorsorglich hatte ich schon seit geraumer Zeit immer etwas Metacam zu Hause und hatte es ihm gegeben, weil ich dachte dass es wie immer die Blase sein muss oder aber das Ohr.
Da Sonntag (Nottierarzt) war wollte ich erstmal abwarten, da das Schmerzmittel immer gut wirkte, damit er zumindest wieder frisst und wir dann direkt am nächsten Tag zum Tierarzt gehen könnten.
Also habe ich erstmal abgewartet, er fraß weiter nicht, ich dachte auch er hätte Schmerzen, da er seinen Rücken durchdrückte wie
immer bei seinen Blasenproblemem.
Dann wurde er aber seltsam unruhig, kam aus seinem Käfig lief ohne Rücksicht ins Schlafzimmer nebenan (größtenteils war er ein Freiläufer und Nachts dann eben auch bei uns mit im Schlafzimmer), wo ich ihm hinfolgte, da ich erstmal annahm es ist ein gutes Zeichen, dass er sich bewegt.
Aber dort angekommen legte er sich sofort hin und wirkte unruhig, nicht entspannt und stand danach sofort wieder auf und legte sich in die nächste Ecke (nur aufs Laminat).

Daraufhin erstmal zum Nottierarzt, weil ich wirklich Angst bekam.
Der hat ihn durchgecheckt, seine Blase war leer, konnte also keinen Slutch ausdrücken (konnte ich auch Wochen vorher nicht mehr obwohl es vorher geklappt hat), seine Öhrchen sahen auch super aus. Das einzige was war, war ein wenig Gas im Bauch, weil er länger nichts gegessen hatte (hatte die Nacht aber super geköttelt).
Der Arzt meinte er hätte soweit auch kein Anzeichen von Schmerzen beim Abtasten, beim Rundumcheck war auch alles okay, die Temperatur aber etwas niedrig, wir sollten ihn Zuhause dann etwas aufwärmen.
Hat ihm dann noch MCP Tropfen gegeben, Vitamine, eine Infusion und etwas dass seinen Appetit anregt, Zuhause dann weiter Metacam geben und das Päppel-Futter.
Ich war also happy als wir die Praxis verließen, weil ich dachte, dass er nur etwas spinnt.
Zuhause angekommen haben wir ihn erstmal gewärmt mit einer Decke und Kirschkernkissen, er ist dann aber wieder unruhig geworden und ist von der Couch runter gehüpft und hat sich wieder in eine kühle Ecke gelegt, das schlimme: er fing an auf einmal an die Hinterbeine nicht mehr richtig bewegen zu können. Ein schreckliches Bild, weil er immer ein topfites Kaninchen für sein Alter war.
Er schien schwach zu sein, also hab ich ihn dann wieder in die Decke zurück geholt und weiter gewärmt, hatte aber unglaubliche Sorgen, was dann auf einmal los sein soll.
Ich gab ihm dann wie immer nach jedem TA Besuch Wasser, was er in Massen trank, was etwas da seltsam war, weil er sonst nie so viel trank (bekam nur Frischfutter).
Gab ihm dann das Päppel-Futter wo er sich erstmal sträubte und dann aber es gut aufnahm. Habe es ihm dann auf einen Teller gemacht und er nahm es dann auch hier wieder in Massen auf.
Mein Freund hatte dann schon nach den Anzeichen gegoogelt und meinte dass es sehr wahrscheinlich ist, dass er gerade im Sterben liegt (Altersschwäche).
Ich konnte es nicht verstehen, weil er vorher wirklich immer ein topfites Kaninchen war und dass das dann so schnell passieren sollte konnte ich nicht akzeptieren.
Ich habe dann beim Nottierarzt angerufen, er meinte es kann gut sein, ob man ihm denn von seinem Leid befreien solle.
Ich habe es abgelehnt, nachdem ich nochmal nachfragte, ob er denn wirklich Schmerzen habe, er meinte nein.
Bin meinem Kleinen dann also den restlichen Tag nicht von der Seite gewichen und dann Nachts auch nicht.
Gegen 4 Uhr morgens wurde er dann wieder unruhig und ist dann mit letzter Kraft in unser Bett zu mir kommen und hat sich an mich gekuschelt, war aber weiterhin unruhig.
Dann hat er sich plötzlich nachdem er doch etwas ruhiger geworden war auf die Seite geschmissen, wo ich dann dachte das ist es jetzt. Er hat dann angefangen schwer zu atmen und ich dachte er würde ruhig einschlafen an meiner Seite.
Aber leider ist er dann nach einiger Zeit aufgesprungen, als ob er weg wollte und ist dabei dann fasst vom Bett gefallen.
Das hat er dann weiter gemacht und ich dachte er wolle sich nur wieder aufrecht hinsetzen, wobei ich ihm dann helfen wollte und habe ihn dann festgehalten, damit er sich nicht selber verletzt.
Dann hatte er aber weiterhin dieser Sprung-bewegungen gemacht, was sich dann in ein krampfen entwickelte.
Ich bemerkte wie seine Atmung immer heftiger und lauter wurde, so als ob ihm die Luft was wegbleibt.
Ich legte ihn dann wieder auf die Seite, wusste bereits, dass das jetzt das Ende sein würde, und wollte, dass er entspannt liegt.
Er hat aber weiter und immer heftiger gekrampft und fing an als ob er durch sein Mäulchen nach Luft schnappt und fing auch an ein wenig leise zu Schreien, bis er dann zu Ende krampfte und erstarrte.

Es war so furchtbar das bei meinem Engel mitzuerleben.

Es ist wirklich sehr schwer das zu verarbeiten für mich und ich mache mir die ganze Zeit Vorwürfe und Gedanken, dass es eben vielleicht doch kein natürlicher Tod war, obwohl man nichts pauschal feststellen konnte und es ihm vorher oder insgesamt nie so schlecht ging.

Hat irgendwer vielleicht eine Ahnung dazu oder vielleicht die gleiche Erfahrung gemacht?
Es würde mir wirklich bei meiner Trauerbewältigung helfen, wenn jemand etwas dazu sagen könnte. Ich wäre wirklich sehr dankbar.

Und danke dass ihr euch die Zeit genommen habt diese Geschichte durchzulesen, das ist nicht selbstverständlich.
 
23.10.2021
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Mein Beileid!

Leider wäre alles nur raten und damit ist dir nicht geholfen. Gewissheit hättest du mit einer Obduktion gehabt.

War er geimpft? Wenn ja, auch gegen RHD2?
 
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Dubuschne

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Er war komplett durchgeimpft, ja.
Eine Obduktion hätte ich nicht verkraftet. Wir haben ihm am gleichen Tag noch eingeäschert.
 
Luna & Artemis

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Von mir auch mein Beileid.

Ich habe sowas ähnliches mit meinem Kater erlebt. Er war schwer krank und ich wusste das er im sterben liegt. Er war schmerztechnisch gut versorgt und ich wollte ihm im Sterbeprozess nicht noch die Notfallklinik mit Wartezeit und pipapo antun.
Er war eigentlich auch wie dein Kaninchen, die ganze Zeit ziemlich ruhig. So eine halbe Stunde bevor er gestorben ist wurde er auch immer unruhiger. Teilweise haben die Pfoten angefangen zu zucken und die Atmung wurde schwerer. Er hatte auch zuletzt einen Krampf, ähnlich wie du ihn beschreibst. Auch auf meiner ehemaligen Arbeit (Tierarzt) habe ich öfter solche Schilderungen bzw Beobachtungen mitbekommen bzw selbst erlebt.
Ich denke nicht dass die Tiere das überhaupt richtig mitbekommen, zumindest meine Chefin hatte mir das damals so erklärt dass es quasi letzte Nervenzuckungen sind bzw "Synapsenfunken". Generell schützt der Körper davor den Tod aktiv mitzuerleben in dem er bestimmte Hormone ausschüttet, so das man keine Schmerzen mehr empfindet und auch schon weggedämmert ist.
Leider sind der Tod und der Sterbeprozess immer noch ein großes Tabuthema. Kaum ein Lebewesen schließt einfach die Augen und ist tot. Ein Sterbeprozess kann über Stunden und Tage gehen.

Von deinen Schilderungen her empfinde ich es als einen ganz normalen Sterbeprozess. Du musst dir wirklich keine Vorwürfe machen, du hast getan was du könntest. Ob es besser gewesen wäre das Tier vorher einschläfern zu lassen ist eine persönliche Ansichtssache, ich handhabe das aber ähnlich wie du, dass Tiere die schmerzfrei/ schmerztechnisch gut eingestellt sind durchaus Zuhause sterben dürfen (wenn ich frei wählen dürfte würde ich auch im vertrauten Zuhause wählen anstatt im Krankenhaus). Wie schon geschrieben: es ist natürlich schwer das mitzuerleben, aber ich denke nicht dass dein Kaninchen das überhaupt noch aktiv mitbekommen hat.
 
D

Dubuschne

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Vielen Dank für die aufmunternden Worte.
Es hilft mir wirklich sehr weiter.
Diesen Gedanken aus der biologischen Sicht, dass der Körper davor schützt den Tod aktiv mitzuerleben, habe ich bis jetzt noch gar nicht gehabt.
Es beruhigt mich zu wissen, dass diese letzten Minuten die sich für mich so schrecklich anfühlten, er gar nicht mehr mitbekommen hat.
Deshalb wirklich Danke!
 
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