Welcher Hund passt zu mir?

Diskutiere Welcher Hund passt zu mir? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich hoffe ich mache es richtig aber soweit ich es verstanden habe beantworte ich hier die Fragen und dann kommen von euch Kennern...
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Adept87

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Hallo zusammen,

ich hoffe ich mache es richtig aber soweit ich es verstanden habe beantworte ich hier die Fragen und dann kommen von euch Kennern gute Vorschläge :) Jedenfalls wäre das so wünschenswert.
Meine Name ist Johannes und ich bin 34 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in einem Vorort einer Großstadt.

Fragen zum Hund

Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund?

Als ich jünger war hatten wir insgesamt zwei Hunde (nacheinander). Beides waren Mischlinge, wobei der erste ab dem Welpenalter bei uns war, später aber an unsere hundeverrückte Tante (sie hatte immer nur einen, der wurde dann aber immer ihr ein und alles) abgegeben wurde. Kurz darauf hatten wir einen weiteren aus dem Tierheim der auch von 97 - 2013 unser Begleiter war. Damals war ich 26, habe allerdings nicht mehr mit diesem unseren Hund unter einem Dach gelebt (er blieb im Haus mit Garten bei meiner Mom als ich auszog).
Meine Frau hatte ebenfalls einen Hund bis 2009, dieser war jedoch ein "Draussenhund", wohingegen die meiner Familie stets drinnen und immer bei uns waren.

Welches Alter soll der Hund haben? (Welpe, Junghund, Erwachsener, Senior)

Ein Welpe oder Jungtier wäre schön, auch damit die Kinder sich besser daran gewöhnen können.

Soll es ein Rassehund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierschutz oder einem Tierheim werden?

Eigentlich ist mir das egal, da ich mit unserem Mischling damals sehr glücklich war. Da ich nun aber doch verstärkt auf bestimmte Charakterzüge achte (wie Kinder-/Familienfreundlichkeit) tendiere ich natürlich schon zu einigen bestimmten Rassen.

Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht?
(Stichworte dazu: Hütetrieb, Jagdtrieb, Schutztrieb, Wachtrieb. Verhalten gegenüber Fremden. Bellfreudigkeit.
Ausprägung von Temperament, Eigenständigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.)

Wie gesagt ist mir besonders die Kindefreundlichkeit wichtig, da wir eine 3 und eine 6 Jährige in unserem Haushalt haben. Zudem ist es wünschenswert das er nicht zu schwierig ist. Ich würde mich zwar nicht als Anfänger bezeichnen, aber ja, man muss es sich ja nicht schwieriger machen als es sein muss. Ich bin gerne bereit tgl. 1-2 Stunden insgesamt mit dem Hund spazieren zu gehen, aber joggen oder so was macht hier bisher keiner. Wobei ich mich an unsere Kindeheit erinnere waren wir auch mit dem Hund Inlineskaten, was nicht ist kann also noch werden. Bellfreudigkeit sollte auch nicht zu extrem sein, aber "normal" ist okay. Ggü. Fremden kann er ruhig erstmal skeptisch sein.

Gibt es Ansprüche an das Aussehen, die Größe oder die Beschaffenheit des Fells?

Die Widerristhöhe sollte zwischen 40 und höchstens 55cm liegen. Das Fell ist mir eigentlich auch egal, meine Partnerin schimpft jedoch meistens über die Rassen die ich aufgrund ihres Charakters als passend erachte.
Dies wären, der Finnische Lapphund, der Islandhund oder der Lappische Rentierhund (hier wäre das Fell schon vorteilhaft). Auch ein Border Collie gefällt mir vom Aussehen her sehr.
Wichtig ist vllt noch das es eine sehr gesunde Rasse sein sollte. Das steht bei diesen nordischen oft dabei und das ist natürlich vorteilhaft.


Fragen zum Halter

Wie sieht deine Wohnsituation aus? Lebst du in der (Groß-)Stadt oder eher ländlich?
Miete oder Eigentum? Wohnung oder Haus? Steht ein angrenzender Garten zur Verfügung?
(Falls Wohnung: Welches Stockwerk? Ist ein Aufzug vorhanden bzw. wie viele Stufen müsste der Hund bewältigen?
Falls Miete: Ist Haltungserlaubnis des Vermieters für einen Hund vorhanden?)

Wir leben in einem typischen Vorort, der bis vor einigen Jahren noch als eigenes Dorf galt und haben Haus mit Garten. Ein Wald ist leider nicht direkt in der Nähe aber wie gesagt würde ich gerne 3 mal tgl. mit ihm auf verschiedenen Routen spazieren gehen.

Leben Kinder im Haus? Wenn ja, wie alt?

Ein 3 und ein 6 jähriges Mädchen.

Gibt es weitere Tiere im Haushalt? Wenn ja, welche?

Nein.

Bist du Schüler, in der Ausbildung, berufstätig? Passt ein Hund auch zukünftig in dein Leben?

In den letzten Monaten war ich dauerhaft im Homeoffice, nun muss ich leider wieder 3 Tage die Woche ins Büro fahren. Mein Partnerin hat eine 25h Woche und 1-2 Tage in der Woche frei. Falls es im Herbst eine neue Variante gibt bin ich sicherlich wieder im Homeoffice.

Wie viel Zeit steht täglich für Aktivität mit dem Hund zur Verfügung?

Für den Spaziergang schätze ich 1-2 Stunden, zum streicheln, kuscheln und beschäftigen deutlich mehr.

Wie viel Geld hast du für die Anschaffung des Hundes eingeplant?

Ich bin hier bereits sensibilisiert von einer Kennel die 2000 EUR für einen Lapphund veranschlagte, meiner Meinung nach kann man sowas in Zahlen schwer messen. 2000 EUR ist natürlich viel Geld, aber die Kennel sah auch sehr gut und liebevoll aus. Der Mischling meiner Kindheit hatte definitiv verschiedene Traumata die sich in Bindungsängsten und dergleichen geäußert haben.

Kannst du dir den regelmäßigen Besuch einer Hundeschule vorstellen oder käme das nur bei Bedarf bzw. für bestimmte Zwecke in Frage?

Mit unseren Hunden früher waren wir nie in der Hundeschule und als die Eltern von Freunden sowas gemacht hatten empfand ich das schon als arrogant und abgehoben (vllt auch weil die Hundeschule anderthalb Stunden von unserem Ort entfernt war). Ich erinnere mich auch noch daran wie meine große Schwester und ich als Kinder mit dem kleinen neuen Hund auf dem Sportplatz Kommandos geübt haben und der Hund konnte dann das kleine 1x1, was ich vollkommen ausreichend finde. Unter heutigen Gesichtspunkten hat sich meine Meinung aber geändert. Der Hund benötigt den Kontakt mit anderen Hunden ja auch und soll sich ruhig sozialisieren. Natürlich wäre es auch wünschenswert wenn er bei einem strengen "KOMM!" auch wirklich direkt kommt, insbesondere da die Hauptstraße nicht allzu entfernt ist.

Was möchtest du mit deinem Hund gemeinsam unternehmen?

Spazieren, Kuscheln, Camping, Spiele daheim. Am liebsten würde ich überall mit ihm zusammen hin gehen.

Wie soll er ausgelastet werden, welche Aufgaben bekommt er?

Schwer zu sagen, ich würde das nicht direkt spezialisieren, allerdings hatte ich mir immer vorgestellt das er bspw. die Kinder auch notfalls beschützen könnte. Unser früherer geliebter Mischling ging zum Bsp. immer dazwischen wenn man angedeutet hat jemanden zu hauen.

Wie lange müsste der Hund täglich alleine bleiben?

Auch das ist so ein Punkt der sich scheinbar geändert hat. Unser Hund früher war schon öfters bis zu 8h alleine. Heut zu Tage scheint das undenkbar (von dem was man hört), aber 6h sind schon manchmal nötig. Hier könnte ich mir aber auch eine Tierpension in der Nähe vorstellen, ich habe mich dazu bereits belesen und finde die Preise okay für die wenigen Tage an denen ich ins Büro muss und meine Frau nicht frei hat.

Von wem kann der Hund z.B. im Krankheitsfall betreut werden? Ist die Ferien- bzw. Urlaubsplanung bedacht?

Ja, meine Mom muss nur noch einige Jahre arbeiten und ich fragte bereits ob unser Hund dann notfalls bei ihr bleiben könnte. Auch lebt meine Schwester in der Nähe.

Sind die Kosten für den Unterhalt gedeckt? (Futter, Zubehör, Steuer, Hundehaftpflicht, Besuche beim Tierarzt)

Ja.

Wie stellst du dir das Leben mit dem Hund vor? Wie soll euer Alltag aussehen?

Der Hund soll ein richtiges Familienmitglied werden, eben so wie in meiner Kindheit. Der Hund kann gerne mit auf die Couch und auch mit ins Bett (wobei ich es mir mit einem solch langhaarigen Lapphund schon schwieriger vorstelle, hat da jemand Erfahrungen?).
Ansonsten morgens nach dem Aufstehen, kurz in den Garten und dann spazieren gehen, mittags etwas länger und abends dann die ganz große Runde. Am WE auch mal mit dem Auto etwas weiter in neue Wälder.

Generell ist vielleicht noch wichtig zu erwähnen das meine Frau kein Freund der ganzen Idee ist. Wir sind nun 12 Jahre zusammen, sie kannte meinen Mischling der 2013 ging und ich sagte stets das ich wieder einen Hund haben will. Nun haben wir seit einigen Jahren ein eigenes Heim das nun endlich ringsum eingezäunt ist und ich rede mit ihr schon eine ganze Weile darüber. Ihr würde also ein Hund entgegen kommen der keinen Krach macht, keine Haare verliert und nie etwas kaputt macht ^^ etwas schwierig ich weiß.

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne Rede und Antwort.

Beste Grüße
Johannes
 
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Guest
Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Weißt du, worüber ich schmunzeln musste? 1-2 Stunden Gassi und bisschen Beschäftigung und du zählst nordische Rassen (die Bewegung wollen) und Border Collie (körperliche & geistige Beschäftigung) auf. Ist mir nur so aufgefallen.

Hast du deine Frau mal gefragt, mit was sie sich so anfreunden könnte? In einer Familie müssen alle, die sich um den Hund kümmern, damit einverstanden sein. Ist in deinem Fall "nur" deine Frau.

Ich habe mir auch lange einen Hund gewünscht, es hat zeitlich nie gepasst (was mir zu Teenie-Zeiten nicht bewusst war und zu ziemlich viel Streit geführt hat). Mitte September ist bei uns ein Mix aus dem Tierschutz eingezogen, 4 jährig und bis auf minimale Probleme, an denen wir arbeiten, ein Traum.
Für uns kam immer nur ein Hund aus dem Tierschutz in Frage und auf keinen Fall ein Welpe. Rassen, wie du aufgezählt hast, würden mir auch super gut gefallen. Aber das wäre absolut nichts für uns. Unserer ist zwar auch ein Schäfermix (was noch drin ist, wissen wir nicht, aber den Schäferhund kann er nicht leugnen), aber die gemütliche Variante.
 
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A-Fritz

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Hallo Adept87 .

Hunde sind immer zu einem großen Teil das , was man aus ihnen macht und wie sie durch ihre Erziehung und Sozialisierung geprägt worden sind .
Darum wäre ein Training in einem Hundeverein , für Menschen mit weniger Hundeerfahrung bestimmt empfehlenswert.

Welpen brauchen bestimmt 6 - 8 Monate, unentwegte , großer Aufmerksamkeit , vergleichbar wie bei kleinen Kindern
Sie durchlaufen die verschiedenen Fassen unterschiedlicher Entwicklungen , bei welchen es zu besonderen Schwierigkeiten kommen kann . An ein Alleine bleiben kann erst langsam Schritt für Schritt gedacht werden .

Mischlinge , unbekannter Herkunft , aus dem Tierheim sind wie eine Wundertüte , von problematischen Angsthunden ,
wie Hunden mit chronischen Krankheiten , oder besonderen , charakterlichen Eigenheiten . Natürlich gibt es auch hin und wieder Hunde , welche zufällig allen Vorstellungen entsprechen .

Deine Wünsche :

Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht?
(Stichworte dazu: Hütetrieb, Jagdtrieb, Schutztrieb, Wachtrieb. Verhalten gegenüber Fremden. Bellfreudigkeit.
Ausprägung von Temperament, Eigenständigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.)


Alle Hunde sind Raubtiere , welche die entsprechenden Eigenschaften bewahrt haben und gerade der Jagdtrieb
ist ein Teil davon , welcher ihnen in irgend einer Form erhalten geblieben ist .
Hier gibt es nur Hunde , bei denen dieser Trieb , durch die Selektion unterschiedlich ausgeprägt ist .
Auch der Schutz- und Wachtrieb , wie die Ballfreudigkeit sind Anlagen , welche bei allen Hunden unterschiedlich
vorhanden sind und erst durch ihre Erziehung gesteigert , oder unterdrückt werden können .
Die Bereitschaft besonders gut mit ihren Menschen zusammen zu Arbeiten , haben besonders solche Hunderassen ,
welche besonders zur Zusammenarbeit bei der Jagt , oder beim treiben und hüten von Vieh gebraucht werden .
Doch solche Hunde wollen auch dann eine entsprechende Beschäftigung , wenn sie nur als Familienhund gebraucht werden .

Nach dem was ich mir bei Deinen Wünschen als geeignete Hunderasse in den Sinn gekommen ist ,
solltest Du dir den - Elo -, anschauen , den es in einer großen und kleinen Form gibt .

Elo Hund Steckbrief | Charakter, Pflege & Haltung

Mir sind aber die Elo -Hunde zu temperamentlos,
Border Collie, Pudel, Golden Retriever, Labrador Retriever , Nova Scotia Duck Tolling Retriever halte ich auch für geeignet .

Ich habe Erfahrungen mit dem Miniature American Shepherd , und dem Kooikerhondje ,
von diesen beiden wäre wohl auch der Miniature American Shepherd ein geeigneter Hund für eine Familie mit kleinen Kindern .

Aber Du solltest Dir die Hunde Deiner Wahl bei Ausstellungen,
oder Vereinen selber ansehen und Dich bei Hundehaltern umsehen .
um Die ein eigenes Bild machen zu können.
 
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Keisuke

Keisuke

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Heyho,

naja Border Collie würde ich sofort wieder streichen. Sehen total toll aus, sind auch total toll - in den richtigen Händen. Bei einer Familie mit Kindern, die eigentlich nur einen Begleithund möchten, sehe ich die Rasse dagegen nicht. Auch ein Aussie finde ich etwas zu ... "aktiv" für euch.
Mit nordischen Rassen kenne ich mich nicht so aus, dieser Typ Hund ist, soweit ich weiß, eben recht selbstständig (und daher eben uninteressant für mich)... ich kenne über 3 Ecken einen Islandhund und weiß, dass die Familie damit nicht sonderlich zufrieden ist, da "schwer erziehbar" aber mehr auch nicht.

Wenn dir die typischen Begleithunderassen zu klein sind, würde mir noch der Golden Retriever einfallen, oder ein Pudel, auch wenn die zwei natürlich recht unterschiedlich sind. Man sollte sich auch immer angucken, wofür so ein Hund ursprünglich mal gezüchtet wurde und was das dann im umkehrschluss für einen heißt. Der "Goldi" ist ja z.B. zum Apportieren gemacht - evtl. auch etwas, was für dich und deine Kinder eine interessante Aktivität mit Hund sein kann.

Bei einem Mischlings aus dem Tierschutz könntet ihr natürlich auch fündig werden, da müsstet ihr nur eben etwas länger suchen und euch auch die Zeit nehmen, das Tier etwas kennen zu lernen. Nicht alle Hunde da sind komplett "gestört".
Mein Terrier aus Rumänien wäre z.B. der ideale Familienhund; allerdings habe ich da auch schon ein bisschen was an Arbeit reingesteckt, dass er so wird; aber die Grundvoraussetzungen waren schon immer da.

Allerdings möchte ich kurz anmerken, dass du keinesfall zulassen solltest, dass der Hund deine Kinder "beschützt". Das kann nämlich auch nach hinten losgehen, wenn der Hund deine Kids dann vor dir "beschützt" oder in irgendeiner Form maßregelt o.ä.
Auch müssen eben die Kinder den richtigen Umgang mit Hund lernen.

Und natürlich muss deine Frau auch dahinter stehen - das was sie sich wünscht, ist nämlich eher Kategorie Plüsch-Hund. Egal welche Rasse: Es wird Trubel geben, es wird mal was kaputt gehen, Pipi in der Wohnung, Dreck oder andere "lustige" Sachen. Wenn sie da so gar keinen Bock drauf hat, dann wird das am Ende nur Streit geben....
Also nimm sie bitte ernst, wenn sie sagt, dass sie das nicht möchte - vielleicht findet ihr ja eine Lösung, dass sie da auch Spaß dran hätte. Sei es, dass es doch kein Hund wird oder dass du mit ihr nochmal redest, wo du ihr Aufgaben abnehmen kannst oder ähnliches; oder vielleicht verschiebt ihr den Wunsch auch nochmal nach hinten, wenn die Kids etwas älter sind.

LG
 
Hexogen10

Hexogen10

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Hi,
Ich spreche jetzt mal aus der Erfahrung von inzwischen 16 Jahren und mit mehr als 300 Hunden in dem Zeitraum, mit denen ich leben und arbeiten durfte.

Insgesamt 1-2 h spazieren gehen über den Tag verteilt. Gehen wir also mal von 1,5h am Tag aus. Du schreibst, morgens kurze Runde, mittags etwas länger und abends dann die ganz große Runde. Bei 1,5h am Tag (so lange dauert bei mir die große Runde,, nur mal so am Rand) sind das dann 10min, 20min und 1h? Je nach Rasse wird das definitiv nicht reichen. Womit ich schon beim nächsten Thema wäre. Die Rassen, die du da genannt hast, sind jetzt eher nicht so die Couchpotatoes, die den ganzen Tag darauf warten, dass du abends eine Stunde mit ihnen die große Runde gehst. Deswegen stellt sich mir die Frage: Warum ausgerechnet diese Rassen? Es gibt einige Rassen, die eher gemütlich unterwegs sind, nicht die riesigen Gassirunden gehen wollen, weil sie lieber innerhalb ihres Territorials bleiben wollen, aber eben nicht unbedingt die Familienbegleithunde darstellen.

Ein weiterer Punkt: du möchtest am liebsten einen Welpen oder Junghund.
1. ist es euer erster eigener Hund und ihr habt noch Kinder. Auch wenn du bei dem zweiten Hund deiner Mutter dabei warst, einen eigenen Hund zu erziehen und die Verantwortung zu haben, ist ein großer Unterschied. Wir sind übrigens fast gleich alt. Ich hab meine ersten Hundeerfahrungen mit Tierheimhunden und denen von Nachbarn gemacht.
2. bei einem Junghund kann dir KEINER sagen, dass er kinderlieb ist. Das ist reine Erziehungssache. Auch alles andere hängt davon ab, was ihr dem Hund beibringt und wie. Da es darum geht, dass die Kinder auch einen guten Umgang mit dem Tier haben werden, mein Tipp: nehmt einen adulten Hund von 3-5 Jahren. Die sind schon wesensfest und man kann genau sagen wie der Hund drauf ist. Bei einem Welpen oder Junghund habt ihr das nicht. Es gibt häufiger Hunde, die wieder beim Züchter oder auch in Tierheimen landen, weil ein Halter schwer erkrankt ist, die Halter sich trennen, ein beruflicher Wechsel stattgefunden hat oder eines der Kinder eine Allergie entwickelt hat. Gibt es alles und diese Hunde sind deswegen ja nicht direkt verkorkst. Aber bei den Hunden kann man eben dann genau sagen wie die drauf sind.
3. Lernt den Hund vorher kennen, damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, ob es passt oder nicht.
4. Auch in Bezug auf die Gassizeiten: ein adulter Hund hat schon einen guten Rhythmus und muss nicht noch zur Stubenreinheit erzogen werden. Du bist aktuell mehrere Tage außer Haus. Deine Frau zieht nicht mit und somit wäre das mit der Reinlichkeitserziehung ein Problem. Da wird dann gerade bei Welpen und Junghunden eher mal was daneben gehen als bei einem erwachsenen Hund. Da deine Frau ja eher die Erwartungen hat, die zu einem Stofftier passen, wäre da Stress zwischen euch vorprogrammiert und jetzt mal Hand aufs Herz: ist es das wert? Denn eure Kinder und der Hund werden diesen Stress miterleben, was gerade bei Hunden auch dazu führen kann, dass sie ins Haus machen, Durchfall bekommen usw.
5. Welpen und Junghunde machen gerne etwas kaputt, auch wenn sie viel unter Aufsicht sind.
6. Gerade wenn man den ganzen Tag Zuhause ist, gewöhnen sich Hunde daran und lernen nicht vernünftig alleine zu bleiben, was aber im Zweifelsfall auch mal sein muss, wenn du arbeiten bist und deine Frau mit einem eurer Kinder beim Arzt oder sogar im Krankenhaus, beim Sport o.ä. Bedenke: Hunde dürfen nicht überall mit hin und sind auch an Schulen und Kindergärten nicht so gern gesehen, wenn sie draußen warten, weil es da immer sehr turbolent zu geht. (Anmerkung: ich arbeite selbst seit zehn Jahren in dem Bereich und weiß, was bei uns vor den Schulen und Kindergärten in den Hauptzeiten los ist. Jedes Mal, wenn da wer mit Hund war, habe ich gebetet, dass da nichts passiert, weil 50 Schüler auf den Hund zustürmten)
7. Ja man kann einen ruhigen Vertreter seiner Rasse erwischen, der als Welpe oder Junghund echt chillig ist, aber es kann genauso gut sein, dass er in den ersten Wochen bei Mama sehr ruhig ist und hinterher die Rakete schlecht hin. Willst du dann echt n 8 jähriges Kind mit einem 2jährigen Hund skaten schicken, der genauso viel wiegt wie dein Kind? Mal ganz davon abgesehen, dass es rein rechtlich verboten ist einen 20/40 Hund mit einem Kind dieses Alters loszuschicken, weil es noch gar nicht die entsprechende Reife und Kraft besitzt. Du kannst es heute nicht mit dem vergleichen, was du als Kind durftest. Auch wenn ihr da auf dem Dorf wohnt. da muss nur n Kaninchen kommen, der Hund hechtet hinterher und schleift dein Kind mit. Oder in dem Moment kommt ein Radfahrer von hinten und fährt euch in die Leine, sodass der Hund ggf. sich losreißen kann, der Radfahrer und dein Kind stürzen.

Dann das Thema Haare. Wenn deine Frau so ein Problem damit hat, dass überall Haare sind, bleiben dir nur die Rassen, die nicht haaren und davon gibt es einige, die auch von der Größe her zu deinen Vorstellungen passen. Auch davon landen immer wieder welche in Tierheimen oder in den Vereinen, die sich in Not geratene Hunde der Rassen annehmen.

So, das waren meine Gedanken und Erfahrungen dazu.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Nach dem was ich mir bei Deinen Wünschen als geeignete Hunderasse in den Sinn gekommen ist ,
solltest Du dir den - Elo -, anschauen , den es in einer großen und kleinen Form gibt .

Elo Hund Steckbrief | Charakter, Pflege & Haltung

Mir sind aber die Elo -Hunde zu temperamentlos,
Border Collie, Pudel, Golden Retriever, Labrador Retriever , Nova Scotia Duck Tolling Retriever halte ich auch für geeignet .
Ich möchte nur hier kurz mein ausgesprochenes Amüsement ergänzen.

Elos als temperamentlos zu bezeichnen ist -gewagt.

Die von dir genannten Rassen steckt mein Elo auch mit jetzt 10 Jahren in Bezug aufs Temperament easy in die Tasche. Und ich kenne wenige Elos, die nicht mindestens kontextgebunden durchaus Feuer im Hintern haben, wenn sie was wollen.

Zum Rest wurde ja bereits ausführlich geantwortet :)
 
Thema:

Welcher Hund passt zu mir?

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