Katze: schwerer Unfall, Hirntrauma

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Kaj

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Liebes Forum,
vor 3 Tagen am Abend ist etwas Schreckliches passiert. Unsere Hauskatze hat den Garten unbemerkt verlassen und wurde von einem Auto angefahren. Wir haben es nicht gesehen oder gehört, aber eine Nachbarin rief uns da die Katze verblutet auf der Straße lag. Wir sind sofort in die Tierklinik gefahren und waren binnen 20 Minuten dort. Katze blutete stark aus dem Mund, atmete schnell und schwer. In der Klinik wurden wir sofort aufgenommen, Katze wurde in einen Sauerstoffbox platziert, sie bekam Schmerzmittel, Beruhigungsmittel usw. Wir warteten drei Stunden, dann schickte man uns nach Hause. Am nächsten Tag (vorgestern) hat man uns abgerufen und sagte dass der Zustand unverändert instabil und schwer ist. Essen kann sie nicht, hat Schock jedes Mal wenn sie sich bewegt und wieder fällt. Man konnte sie röntgen und auch Blut untersuchen. Blutergebnisse waren gut, selbst Blutverlust hat sich nicht stark auf Blutwerte ausgewirkt. Innere Verletzungen gab es keine, alles ist im Kopfbereich. Gesicht ist angeschwollen, ein Auge scheint nicht zu reagieren. Aber in diesem Zustand können Ärzte kein CT/MRT des Schädels machen da die Katze die Narkose nicht überleben würde. Gestern rief man uns, erstmalig mit beruhigender Nachricht dass die Katze die Nacht schlief und das erstmalig eine Kitze-kleine Besserung wäre.
Heute früh rief die Ärztin an und sagte dass der Zustand sich wieder verschlechterte , die Katze kann nichts essen, bekommt nur alles injiziert, MRT nach wie vor nicht möglich, Zunge stirbt ab…. Sie hat empfohlen die Katze einzuschläfern. Wie meine Frau weint und wie schlecht es dem Kind geht (er hatte 5 von seinen im Moment 11 Jahren mit dieser Katze verbracht), das kann ich hier gar nicht beschrieben…..
In letzten drei Tagen suchte ich in Foren und fand viele Fälle von Verletzungen die mindestens so schwer waren wie unsere, aber die Katzen haben es geschafft. Und eine Nachbarin hatte die Katze die jetzt 15 Jahre alt ist und bei der alles kaputt war, von Schädel bis Pfoten, aber mehrere Operationen haben ihn aus dem Jenseits geholt, ihm geht es gut.
Und wir können einfach nicht glauben dass unsere Katze es nicht schaffen kann. Diese Hin du Her in der Klinik verursacht auch ein bisschen….. Ich frage mich wie hoch die Überlebenschancen sind wenn sie noch 2.3 Tage leben würde- kann es vielleicht doch wieder besser werden…..

Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Liebe Grüße
Kaj
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Es ist schwer ein geliebtes Tier gehen zu lassen.
Meine Meinung ist jedoch das ich keines meiner Fellnasen solchen Schmerzen aussetzen würde.
Lieben heißt auch das mir mein Bauchgefühl sagt wann es Zeit ist mein Tier gehen zu lassen.
Meine Tiere haben jetzt gesicherten Freilauf, ansonsten waren sie nie außer Haus.
Ich wünsche euch das ihr die richtige Entscheidung für die Fellnase trefft.
 
K

Kaj

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Hallo fusselbuerste,
Danke für Deine Antwort. Natürlich ist es richtig, das Tier von Schmerzen zu befreien. Das Gefühl was mich nicht velässt, geht in eine andere Richtung. Ich habe in meinem Beruf häufig Fälle erlebt wo Humanmediziner gesagt hatten dass sie dem Menschen nicht mehr helfen können, aber eine andere Klinik doch das Leben gerettet hat. Die Katze ist in einem Zustand dass man sie nicht in eine andere Klinik fahren kann- sie wird den Weg nicht überleben- sagt die Ärztin. Aber ich habe die Hoffnung auf ein Wunder noch in mir. Ich abe andere Ärzte udn Kliniken angerufen; natürlich lautet der Urteil immer gleich: " wenn die Ärztin sagte dann". ZUm Glück war es bei menschlichen Patienten häufiger anders, weil dort in der Humanmedizin das Holen einer zweiten oder dritten Meinung oder auch die methodische Expermentenfreude einiger Kliniken keine Ausnahme ist. Heute wurde uns gesagt dass die Katze nicht mehr schafft; vorgestern dass die Katze wahrscheinlich nicht schafft; gestern dass die Katze wahrscheinlich schafft. Und was kommt morgen? LG Kaj
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Ich kann Dir nicht sagen was der Arzt morgen sagt.
All unsere Tiere haben uns gezeigt wenn sie nicht mehr konnten und gehen wollten.
Nur bei unseren Strolch konnte ich nicht dabei sein. Wir hätten es nicht mehr bis in die Klinik geschafft.
Der Kleine wäre jämmerlich an Tetanus gestorben, da der Darm schon abgestorben war.
Das wollte ich nicht, meine Bedingung war das ihn jemand streichelt und bei ihm ist, falls er es nicht schafft bis zu unserer Ankunft.

Wir Menschen haben das Glück das wir unseren Tieren ein elendiges Leben unter Schmerzen ersparen können.
 
Shiria

Shiria

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Hallo,

Tut mir leid, was eurer Katze passiert ist :(. Wenn sie ein Schädelhirntrauma hat, kann es eine ganze weile dauern, bis sie sich weider erholt. Solange sind sie Intensivpatienten.
Wir hatten auf Arbeit einen Kater, der mit Schädelhirntraume reinkam. Im Gaumen stand der Knochen etwas raus. Er wurde so gut es geht zusammengeflickt und bekam Infusion. Innere Verletzungen hatte er zum Glück auch keine, aber er konnte sehr lange nicht selber fressen. Allerdings saß er schon am nächsten Tag wieder aufrecht. Nach etwa einer Woche wirde er dann mit Päppelnahrung und Spritze gefüttert. Zunge war zum Glück nicht betroffen und schlucken ging auch. Nach etwa einem Monat hat er sich getraut wieder selber zu fressen. Mittlerweile geht es ihm wieder gut, aber er hat bleibende Schäden davon behalten. Er ist fast blind und auch mental nicht mehr ganz auf der Höhe, so findet er teilweise das Klo nicht rechtzeitig. Aber davon ab ist er ein sehr verfressener & verschmuster Kater. Wichtig war natürlich immer ausreichend Schmerzmittel.
Ein zweiter Kater mit Schädelfrakturen konnte durch den mehrfach gebrochenen Kiefer auch nicht selber fressen. Der Kiefer wurde fixiert, die anderen Brüche mussten selber heilen, aber auch er war noch am selben Tag wieder geistig anwesend, kontne sitzen udn laufen.
Lediglich ein Kitten war für ein paar Tage in Seitenlage nach einem Schlag auf den Kopf und danach noch lange sehr unsicher auf den Beinen, ist aber nach mehreren Wochen ebenfalls wieder weitestgehend unauffällig gewesen.

Wie du sagst, können Katzen sich vn ziemlich schweren Verletzungen erholen mit entsprechender Intensivbetreuung, aber manchmal kann man ihnen auch nicht mehr helfen. Wenn die Zung abstirbt, wird sie je nach Größe des abgestorbenen Bereichs nicht mehr selber fressen und sich auch nicht selbstständig putzen können. Wenn es nur die Spitze ist, können sie lernen damit umzugehen, aber wenn es eher gegen Hälfte geht wird es schwer bis unmöglich.
Wie ist ihr sonstiger Zustand? Reagiert sie auf Ansprache? Kann sie schlucken, sich aufrichten? Ich würde, wenn es nur ein kleienr Bereich der Zunge ist, der abstirbt, das Risiko der Narkose für ein CT/MRT eingehen. Dann habt ihr Gewissheit, ob sichd as weiterkämpfen lohnt. Wenn sie die Narkose nicht schafft, ist es für die Katze das selbe, als wenn ihr sie jetzt erlösen lasst.

Ansonsten können eure TA und ihr es am besten beurteilen ob sich das weiterkämpfen lohnt. Im Zweifel könnt ihr euch trotzdem eine Zweite Meinung einholen, in dem ihr alle Befunde an einen weiteren Tierarzt gebt.

Ich wünsche euch nur das Beste.
Liebe Grüße,
Shiria
 
Knopfstern

Knopfstern

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Bei uns vor der Haustür wurde eine Katze angefahren. Direkt am Schädel getroffen und ist elendig vor unseren Augen, schnell, aber furchtbar, verstorben.
Nehmen wir an, das Tier überlebt, für welchen Preis? Wenn das Tier danach wesensverändert ist? Aggressiv reagiert? 24 Stunden Betreuung braucht? Ist das noch Lebenswert?
Ich denke, hier ist das nur ein Festhalten eurer Seits.

Natürlich tut es weh ein geliebtes Tier, auf diese wart loszulassen. Aber meinst du nicht, das ihr dem Tier damit unendlich viel leid erspart?
Ich bin zb kein Freund von egoistischen denken. "Ich brauche das Tier, mein Kind liebt das Tier so sehr." an aller erster Stelle sollte das Tier stehen. Leidet es, hat es zu grosse schmerzen? Hat es danach noch ein Erfülltes leben. Danach komme ich und mein Schmerz.

Ich hätte meine Hunde am liebsten behalten, als es ihnen schon schlecht ging. Aber das wäre purer Egoismus auf mich bezogen.
Das meine ich nicht böse. Aber uns Menschen fällt es oft, einfach unglaublich schwer, zu akzeptieren und loszulassen. Für uns.

Eine solche Schädelverletzung, zieht folgen mit sich, sollte das Tier das überleben. Danach wird das Tier, nie mehr so sein, wie es war.


Ich wünsche euch unendlich viel kraft für die richtigen Wege.
 
K

Kaj

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Ich danke Euch für Eure Antworten und Hilfe. Unsere Katze ist letzte Nach in der Klinik gestorben, noch bevor wir sie heute einschläfern könnten. Viele haben es geschafft, nach dem Trauma wieder zu leben, unsere Silvia hat es leider nicht. Ich kann nicht beschreiben welches Trauer zu Hause herrscht- aber das leben muss weiter gehen irgendwie.... Liebe Grüße Kaj
 
Cerridwen

Cerridwen

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Das tut mir sehr leid zu lesen. Ich fühle mit euch. So ein Verlust ist unersetzlich. RIP Silvia 🙏
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Für das Kätzchen war es sicher besser und auch für euch.
So brauchtet ihr nicht entscheiden.
Bei uns ist auch bei jeden geliebten Wesen Trauer und weinen angesagt. der Schmerz wird auch nicht vergehen.
Lasst die Trauer zu und denkt an die schönen Stunden.
 
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Shiria

Shiria

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Mein beileid für euren Verlust... sie hat euch die Entscheidung abgenommen. Es tut imer unendlich wh.
Komm gut rüber Silva!
 
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Katze: schwerer Unfall, Hirntrauma

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