Aufgeregtes Pinkeln

Diskutiere Aufgeregtes Pinkeln im Hunde Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; Hallo Leute, Ich bin schon sehr stark am verzweifeln. Wir haben uns vor 4 Monaten einen Welpen geholt. Sie ist jetzt 7 Monate alt. Nach 2 Wochen...
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tininha

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Hallo Leute,
Ich bin schon sehr stark am verzweifeln.
Wir haben uns vor 4 Monaten einen Welpen geholt. Sie ist jetzt 7 Monate alt. Nach 2 Wochen Eingewöhnung haben wir aber das Problem, dass sie vor Aufregung Pinkelt. Sie ist mittlerweile auch stubenrein, macht kein kot oder absichtliches pinkeln ins Haus, aber sobald sie aufgeregt ist, pinkelt sie los. Wir müssen mindestens 10 mal am Tag wischen. Wir ignorieren sie, bis sie sich beruhigt, dann klappt es für den Moment. Wir haben gelernt, dass sie sich nicht aufregen darf, dann klappt es. Haben schon Tage gehabt, da hat sie nur 1x vor Aufregung ins Haus gepinkelt. Jetzt wird es vermehrt schlimmer. Ich muss dazu sagen, dass sie das bei mir früher öfters gemacht hat, als bei meinem Mann oder Tochter. Seit einiger Zeit bei allen gleich. Gestern z.B Morgens geht mein Mann mit ihr Gassi, da klappt es mit der Aufregung. Nachmittags fing es dann an. Das zweite mal Gassi geht sie mit meinem Mann in den Flur, wartet bis mein Mann sich angezogen hat, manchmal passiert nichts, manchmal setzt sie sich hin, pinkelt im sitzen mit gesenktem Kopf und angezogenen Ohren, manchmal legte sie sich sofort in den Flur, krabbelt ein Stück vor, zieht Ohren nach hinten, wedelt mit dem Schwanz und pinkelt sofort drauf los. Liegt also in ihrem eigenen Pipi, so wie gestern. Wir haben alles mögliche versucht. Das pipi zu ignorieren. Das Verhalten zu ignorieren. Es ist ein Dauerzustand, dass uns sehr belastet. Mittlerweile kann mein Mann es nicht mehr ignorieren und atmet laut auf und sagt: oh nein. Man sieht uns unseren Frust mittlerweile auch sehr stark an. Der Hund schaut auch nach jeder Aufregung nach unten, wenn sie nicht gepinkelt hat, dann freut sie sich und macht auch kein pipi mehr, wenn sie gepinkelt hat, dann läuft sie meistens in ihr Körbchen. So wie gestern. Draußen sieht sie Menschen, die sie kennt, pinkelt sie sofort los in ihrer Aufregung, genauso wie bei Hunden. Sie hat dann eine Übersprungshandlung. Kratzen, Gähnen, rasen fressen und am schlimmsten hochspringen und schnappen. Es macht einfach keinen Spaß mit ihr, wenn man weiß, gleich pinkelt sie wieder los. Das pinkeln fing an, als wir sie notgedrungen für 1,5h alleine lassen mussten. Ich lag im KH und mein Mann musste mich da abholen. Als wir wieder kamen, hat sie vor Aufregung auf unsere Füße gepinkelt. Wir waren entsetzt, da wir das von ihr nicht kannten. Wir wissen einfach nicht mehr, was wir machen wollen. Mein Mann hat schon keine Lust mehr auf sie und will sie weg geben. Wir sind in einer Hundeschule und üben fleißig, wir haben ihre Gesundheit durch einen Arzt abchecken lassen, wir versuchen sie auch mit Spielzeug oder Leckerlis aus der Situation zu holen. Aber nichts hilft. Ich habe diesen Hund so in mein Herz geschlossen, aber auf Dauer werde ich es nicht mehr durchhalten können. Wir hatten es sogar mit Hundewindeln versucht, aber da hat sie sich so daran gewöhnt, dass sie dort immer uriniert hat und draußen dann nicht mehr und wir mit der stubenreinheit wieder von vorne beginnen konnten. Sie pinkelt auch vor Aufregung in ihr Körbchen. Wenn es auf dem Boden ist, will sie es immer auflecken um das Missgeschick zu beseitigen. Ich brauch dringend einen Rat und ganz viel Hilfe 😞
 
  • #1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
fusselbuerste

fusselbuerste

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Nimm es mir bitte nicht übel ,aber der Hund ist 0 Stubenrein!
Vor Aufregung ein paar Tropfen verlieren wäre Aufregung , aber die Fellnase pieselt ja ständig und überall!
Wie ist denn der genaue Taggesablauf von euch?
Nach 2 Wochen eingewöhnung pinkelt sie hin was ist in der Zeit geschehen?
 
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tininha

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Es ist ein unterschied ob sie mit voller Absicht pinkelt oder ob es nur passiert, wenn sie aufgeregt ist. Wenn sie raus muss, dann meldet sie sich auch. Steht doch da, was nach zwei Wochen passiert ist. ich musste ins Krankenhaus und sie musste 1,5h alleine sein. Seitdem ist das so. Tagesablauf: morgens geht mein Mann mit ihr raus, dann frisst sie, dann schläft sie wieder 4-5stunden. Dann stehe ich auf, sie sieht mich und freut sich wie Bolle, wird aber ignoriert, sie pinkelt trotzdem in ihr Bett. Sie kommt dann zu mir wenn sie sich etwas beruhigt hat, dann kann ich sie streicheln und sie pinkelt nicht mehr. Ich frühstücke und dann will ich mit ihr raus, wir gehen in den Flur und ich sehe an ihrem Verhalten, dass sie gleich pinkelt. Leine kommt ran, sie pinkelt einige Tropfen, dann gehen wir raus. Draußen macht sie alles innerhalb von 5min. Wir gehen mehrmals am Tag mit ihr spazieren, alle 4-5 Stunden mindestens 30min. 1x am Tag aber 1stunde, wenn wir hundefreunde spielen die auf der Wiese und toben sich auch bis zu 2 Stunden komplett aus. Wir kommen rein, wir spielen und toben sie pinkelt nicht. Sie frisst mittags und schläft dann wieder 1-2 Stunden. Irgendwann hol ich meine Tochter ab und da ist sie wieder so aufgeregt, sie muss in ihr Körbchen, bis sie sich entspannt, aber da ist so ein Druck bei ihr, dass wir sie raus rufen und sie pinkelt mir und meiner Tochter vor die Füße, dann gehen wir wieder ins Haus und sie pinkelt nicht mehr. Abends ist es das gleiche wie wenn ich mit ihr nachmittags raus gehen. Nach dem Spaziergang bekommt sie dann Futter und nachts gehen wir nochmal ne kleine Runde bevor wir ins Bett gehen. Wir achten sehr darauf, dass sie ihre Ruhephasen hat, damit sie nicht überdreht.
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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So wie ich das lese ist der Hund 4-5 Stunden im Haus und schläft.
Wenn Du aufstehst Frühstückst Du erst und dannach kommt der Hund noch mal raus.
(Da würde selbst mir die Blase fast platzen. )
Habt ihr einen Garten oder wäre es möglich bevor Du frühstückst die Kleine erst mal schnell raus zu lassen?
 
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tininha

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4-5 Stunden ist überhaupt nicht lang. In den Garten darf sie nicht pinkeln und das weiß sie auch und tut es auch nicht. Sie ist kein Welpe von 12 Wochen mehr, dass jede Stunde raus muss. Es ist trotzdem völlig irrelevant ob ich vor oder nach dem Frühstück mit ihr raus gehe. Das Verhalten ändert sich trotzdem nicht. Sie ist 7 Monate alt. Du verstehst anscheinend den Unterschied zwischen aufgeregtes Pinkeln und normales Pinkeln nicht. Es ist nämlich völlig egal ob sie ihre Blase bereits entleert hat. Treffen wir auf dem Weg nach Hause ein bekanntes Gesicht, pinkelt sie die komplette Straße voll. Sie ist nämlich von 0 auf 100 sofort aufgeregt und man bekommt sie aus dem Wahn einfach nicht mehr raus, egal ob sie völlig entspannt an der Leine gelaufen ist oder nicht. Ich brauche Tipps wie ich ihr helfen kann und nicht, wie oft ich mit ihr raus muss. Ich könnte auch stündlich mit ihr raus. Sie würde es trotzdem tun. Das Problem liegt in ihrem Kopf und ich will ihr helfen das Problem in ihrem Kopf zu lösen. Die Trainerin sagte, es könnte sein, dass sie mal im Flur war und ein Geräusch gehört hat und sie jetzt ihre Angst mit dem Flur verbindet. Aber genauso könnte es sein, dass ihr Verhalten durch die Trennungsangst ausgelöst wurde, als sie so klein war und wir entsetzt waren als sie vor Aufregung gepinkelt hat. Denn JEDER Trainer mit dem ich geredet hat, selbst die Tierärztin hat mir versichert, dass ihre pinkelei NICHTS mit der Stubenreinheit zutun hat und sich das nach einem Jahr eventuell von alleine legt, wenn sie das Welpenalter verlassen hat.
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Sorry , aber mit 7 Monaten ist die Kleine kein Welpe mehr!
Und den Unterschied zwischen Aufgeregten Pinkeln (Freudig und Ängstlich ) kenn ich schon.
Habe selber eine Hündin aus schlechter Haltung aufgenommen die Streßgepinkelt hat.
Das hatten wir nach 2 Tagen im Griff.
 
Nienor

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Sie pinkelt vor allem in Begrüssungssituationen oder habe ich das falsch verstanden?
Warum genau ignoriert ihr sie? Weil sie pinkelt oder gab es da vorher auch schon einen Grund (Lautäusserungen, Anspringen, wildes Rumhüpfen)?
Solche Begrüssungen zu ignorieren oder ihn gar zur Ruhe zu zwingen, geht eher nach hinten los als dass es das Problem löst. Denn es sorgt für mehr Druck und Stress. Erst recht, wenn sie getadelt wird oder auch nur Ablehnung spürt ...

Was passiert denn, wenn sie in solchen Momenten einfach tun darf, was sie will?
 
Keisuke

Keisuke

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Hey,
für mich klingt das nach einem unsicheren Hund, kann das sein? Dass sie einfach gerade nicht so genau weiß, was Phase ist, eben sehr schnell angespannt, ängstlich etc und dann einfach unter sich pullert...?

Ich kann mir vorstellen, dass er eben einfach unsicher ist, was jetzt ales nächstes passiert, weil ihr ihn ignoriert....
Habt ihr beim Gassi fertig machen auch eine Routine?
Routinen bringen Sicherheit, also z.B. immer gleiche Worte nutzen, Hund hat während des Anziehens einen festen Platz etc.
Einfach das sie merkt: Wir gehen jetzt Gassi - wir lassen dich jetzt nicht plötzlich allein. (wegen der 1,5 h KH Geschichte kann es eben sein, dass sie das "denkt")
Versucht mal sie nicht aktiv zu ignorieren, sondern ruhig mit ihr zu reden. Aber natürlich kein aufpushendes "Komm feini wir gehen Gassi, los los!" sondern eben im ruhigen Ton, dass ihr sie seht, dass sie jetzt mitkommt etc.

Was macht ihr denn, damit sich der Hund auch mal "auspowern" kann? Ruhephasen sind sehr wichtig, ja, aber wenn der Hund halt auch viel Energie hat, muss die auch mal irgendwo raus. Und damit meine ich nicht Gassi, sondern auch mal spielen/rennen/toben und vor allem irgendwas sinnvolles für den Kopf, sei es irgendwas Richtung Hundesport oder ähnliches. Welche Rasse ist euer Hund?

Und ich würde dir raten, dich mal mit konditionierter Entspannung zu beschäftigen (mal google bemühen). Grob gesagt ist das ein Weg, dem Hund Entspannung aktiv beizubringen - bspw mit einem Kommando/Wort, welches mit Entspannung verknüpft wurde. So lasst ihr den Hund nicht allein mit seiner Anspannung nicht allein, sondern könnt beim Abschalten helfen...

Wünsche euch viiiiel Durchhaltevermögen!
LG
 
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Halloo 🙂

Woher stammt der Hund denn und was hat sie während der Prägephase alles kennengelernt? (bis 16./17. Woche). Darf sie Nachts bei euch schlafen? Das wäre gut.

Mit 7 Monaten kommt es durchaus vor, dass der Hund seine Blase noch nicht 100% kontrollieren kann, wenn er abgelenkt ist. Meine Tierschutzhündin ist auch erst mit 8-9 Monaten wirklich stubenrein geworden. Bis dahin bin ich alle 2-3 Stunden mit ihr Pipi gegangen, Nachts war sie nur im Schlafzimmer, damit ich merke, falls sie unruhig wird.

Ich würde an eurer Stelle folgendes machen:
1. Dafür sorgen, dass die Blase sich möglichst selten voll füllt, also dem Hund alle 2-3 Stunden die Gelegenheit geben, Pipi zu machen. Aber nur Pipi (und Kacki) und dann wieder rein, kein Spaziergang.

2. Den Hund nicht mehr alleine lassen, bevor ihr es nicht vernünftig aufgebaut habt. Das abholen im Krankenhaus hätte man definitiv anders lösen müssen, als den Hund alleine Zuhause zu lassen. Das alleine bleiben solltet ihr komplett neu und von vorne in kleinen Schritten aufbauen.

3. Weniger Aufregung im Alltag. Für diesen unsicheren und aufgeregten Hund finde ich das zu viel Trubel, wenn ihr alle 4-5 Stunden 30 Minuten und 1x eine ganze Stunde rausgeht. Das kann einen permanent erhöhten Stresspegel auslösen. Für solche Hunde ist das wichtigste: Ruhe lernen. Für den Anfang würde ich beim rausgehen sie lösen lassen und dann einfach hinsetzen. Setzt euch auf eine Wiese und beobachtet die Umgebung. Ihr könnt auch eine Decke für den Hund mitnehmen, da soll sie dann draufbleiben. Sie kann sitzen, liegen, stehen - aber nur auf der Decke. Nach 30 min könnt ihr wieder Nachhause. Steigert da die Intensität, anfangs auf einer ruhigen Wiese, dann vlt in einem Park, später am Bahnhof oder vor einer Schule. Damit sie sich langsam an Aufregung gewöhnt und lernt, Aufregung um sie herum bedeutet nicht automatisch auch Aufregung für sie.
Sie wird danach jeweils müde sein, ganz sicher. Baut viele dieser Ruheübungen ein. Damit kommen wir zu Punkt 5:

5. Der Hund soll drinnen einen festen Ort zugewiesen bekommen. Holt euch ein Laufgitter oder ein Kamingitter (Amazon) und baut es in einer ruhigen aber gut sichtbaren Ecke in der Wohnung auf. Da drinnen hat sie ihr Bett, Wassernapf und auch ihr Futter bekommt sie dort. Wenn ihr Zuhause seid, soll der Hund mehrheitlich da drin sein und ruhen. Junge Hunde sollten ca 22 Stunden am Tag schlafen und dösen können und viele Hunde muss man dazu "zwingen" indem man ihnen einen ruhigen Ort dazu gibt. Wie wenn du ein Kind für den Mittagsschlaf ins Bett legst 😇Und auch das langsam aufbauen, die ersten zwei Tage nur da drinnen füttern und die Tür noch offen lassen. Dann Stück für Stück das Türchen immer für etwas längere Zeit schliessen. Türchen nicht öffnen, wenn sie bellt oder winselt. Sie ist ja nicht alleine, sie kann euch sehen aber sie soll da drin sein und runterfahren. WICHTIGER PUNKT: In der "Ruheoase" wird nicht gespielt oder gekuschelt, der Hund hat dort einfach seine Ruhe. Keine Kinder in das Gitter reinlassen und den Hund möglichst wenig beachten. Nur so lernt sie, zur Ruhe zu kommen. Und nicht vergessen, alle 2-3 Stunden geht's raus zum Pipi machen. Achtet da drauf, dass sie wirklich an die 22 Stunden Ruhezeit rankommt. Später, wenn die Lage sich gebessert hat, könnt ihr auf auch 20 Stunden runter. Ist beim erwachsenen Hund natürlich rasseabhängig.

Mit dem Alleine lassen würde ich übrigens erst wieder beginnen, wenn sie vom Grundsatz her ruhiger geworden ist. Macht euch das Laufgitter dabei zu nutze, wenn sie drin liegt und ruht oder schläft, dann könnt ihr üben. Aber in Minuten-Schritten.

Und zuletzt: I feel you 😄 Es kann echt auf die Nerven gehen, wenn der Hund ständig reinmacht, besonders, wenn er dann noch drin liegt. Aber merkt euch: Es ist nur Pipi! Kein Weltuntergang. Stellt überall in der Wohnung Zewa bereit, wischt es weg und gut ist. Keinen Kopf drüber machen und seid ihr nicht böse, sie kann nichts dafür. Und vor allem: Es geht vorbei! Bleibt dran, jeder Hund wird irgendwann erwachsen. Und irgendwann werded ihr diese Zeit sogar vermissen 🥰
 
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tininha

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Sie pinkelt vor allem in Begrüssungssituationen oder habe ich das falsch verstanden?
Warum genau ignoriert ihr sie? Weil sie pinkelt oder gab es da vorher auch schon einen Grund (Lautäusserungen, Anspringen, wildes Rumhüpfen)?
Solche Begrüssungen zu ignorieren oder ihn gar zur Ruhe zu zwingen, geht eher nach hinten los als dass es das Problem löst. Denn es sorgt für mehr Druck und Stress. Erst recht, wenn sie getadelt wird oder auch nur Ablehnung spürt ...

Was passiert denn, wenn sie in solchen Momenten einfach tun darf, was sie will?
Ja genau, zur Begrüßung ist hauptsächlich das Problem. Wir machen, was die Ärztin und Trainerin uns geraten haben. Wenn sie sich zu stark freut, sollen wir weg schauen und sie nicht beachten. Dann beruhigt sie sich und wir können sie streicheln ohne das sie pinkelt. Wenn sie tun darf was sie will, also sich übermäßig freuen, dann entleert sie ihre Blase vor unseren Füßen und legt sich dann auf ihr pipi und wedelt mit dem Schwanz, so dass auch wirklich alle was von ihrem pipi abbekommen 😅. Meine Schwiegereltern haben uns vor 1 Woche besucht, ich dachte mir, wenn sie sie vor der Haustür begrüßt, dann würde sie sich entspannen. Wie ich mich doch getäuscht habe. Jedes Mal wenn meine Schwiegermutter an ihr vorbei ging war sie wieder auf 100 und wedelte am ganzen Körper und jedes Mal pinkelte sie drauf los. An dem Tag musste ich bestimmt 20 mal wischen. Sie kann entspannt liegen und schlafen, sobald sie wach wird, ist sie direkt aufgeregt. Und das nur an einem Tag. Also ja, wenn jemand an ihr vorbei geht, dann muss sie in ihrem Körbchen liegen bleiben, da kommt sie am schnellsten wieder runter.
 
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tininha

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für mich klingt das nach einem unsicheren Hund, kann das sein? Dass sie einfach gerade nicht so genau weiß, was Phase ist, eben sehr schnell angespannt, ängstlich etc und dann einfach unter sich pullert...?

Ich kann mir vorstellen, dass er eben einfach unsicher ist, was jetzt ales nächstes passiert, weil ihr ihn ignoriert....
Habt ihr beim Gassi fertig machen auch eine Routine?
Routinen bringen Sicherheit, also z.B. immer gleiche Worte nutzen, Hund hat während des Anziehens einen festen Platz etc.
Einfach das sie merkt: Wir gehen jetzt Gassi - wir lassen dich jetzt nicht plötzlich allein. (wegen der 1,5 h KH Geschichte kann es eben sein, dass sie das "denkt")
Versucht mal sie nicht aktiv zu ignorieren, sondern ruhig mit ihr zu reden. Aber natürlich kein aufpushendes "Komm feini wir gehen Gassi, los los!" sondern eben im ruhigen Ton, dass ihr sie seht, dass sie jetzt mitkommt etc.

Was macht ihr denn, damit sich der Hund auch mal "auspowern" kann? Ruhephasen sind sehr wichtig, ja, aber wenn der Hund halt auch viel Energie hat, muss die auch mal irgendwo raus. Und damit meine ich nicht Gassi, sondern auch mal spielen/rennen/toben und vor allem irgendwas sinnvolles für den Kopf, sei es irgendwas Richtung Hundesport oder ähnliches. Welche Rasse ist euer Hund?

Und ich würde dir raten, dich mal mit konditionierter Entspannung zu beschäftigen (mal google bemühen). Grob gesagt ist das ein Weg, dem Hund Entspannung aktiv beizubringen - bspw mit einem Kommando/Wort, welches mit Entspannung verknüpft wurde. So lasst ihr den Hund nicht allein mit seiner Anspannung nicht allein, sondern könnt beim Abschalten helfen...

Wünsche euch viiiiel Durchhaltevermögen!
LG
Ja sie ist sehr unsicher, wie merken das auch. Wir haben eine eingespielte Routine, morgens geht mein Mann nach dem aufstehen gassi, nachmittags gehe ich mit ihr gassi, mach dann 15min Trainingsübungen und dann 30min spazieren. 4-5h später geh ich dann wieder mit ihr gassi und dann entweder ne Stunde spazieren, oder treffen ihren Spielkumpel und sie spielen dann ausgiebig. Sie hat von den Urzeiten absolut eine Routine. Wir kommentieren das gassi gehen nicht besonders. Wir sagen ihr, wir gehen raus, dann steht sie auf und auch nicht allzu aufgeregt. wir können es nie richtig einschätzen was dann als Nächstes passiert. Entweder 1. sie kommt total unsicher zur Tür, pullert dann unter sich und setzt sich drauf, 2. kommt entspannt und wartet ruhig oder 3. kommt mit gesenktem Kopf pullert unter sich und legt sich drauf. Hatten wir alles schon. Wir versuchen dieses ständige pinkeln zu ignorieren. Manchmal klappt es besser als andere Tage. Natürlich merkt sie irgendwann, dass wir genervt sind, nach 4 Monaten ist es auch echt nicht mehr möglich. Morgens ist es Variante 2, nachmittags eher Variante 1 und abends eher Variante 3. wir gehen in die Hundeschule und dort bekommt sie gerade alle Geräte zu Agility gezeigt. Ist nur schwierig mit ihr, da sie sich von allem und jeden Ablenkung lässt. Ziel ist ja, dass wir mit ihr Fahrradtouren machen, aber wir sind noch mit der Leinenführigkeit beschäftigt, und die Trainerin sagt, sie ist noch zu jung dafür. Deshalb so richtig auspowern eben mit dem Hunde Kumpel.
 
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tininha

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Woher stammt der Hund denn und was hat sie während der Prägephase alles kennengelernt? (bis 16./17. Woche). Darf sie Nachts bei euch schlafen? Das wäre gut.

Mit 7 Monaten kommt es durchaus vor, dass der Hund seine Blase noch nicht 100% kontrollieren kann, wenn er abgelenkt ist. Meine Tierschutzhündin ist auch erst mit 8-9 Monaten wirklich stubenrein geworden. Bis dahin bin ich alle 2-3 Stunden mit ihr Pipi gegangen, Nachts war sie nur im Schlafzimmer, damit ich merke, falls sie unruhig wird.

Ich würde an eurer Stelle folgendes machen:
1. Dafür sorgen, dass die Blase sich möglichst selten voll füllt, also dem Hund alle 2-3 Stunden die Gelegenheit geben, Pipi zu machen. Aber nur Pipi (und Kacki) und dann wieder rein, kein Spaziergang.

2. Den Hund nicht mehr alleine lassen, bevor ihr es nicht vernünftig aufgebaut habt. Das abholen im Krankenhaus hätte man definitiv anders lösen müssen, als den Hund alleine Zuhause zu lassen. Das alleine bleiben solltet ihr komplett neu und von vorne in kleinen Schritten aufbauen.

3. Weniger Aufregung im Alltag. Für diesen unsicheren und aufgeregten Hund finde ich das zu viel Trubel, wenn ihr alle 4-5 Stunden 30 Minuten und 1x eine ganze Stunde rausgeht. Das kann einen permanent erhöhten Stresspegel auslösen. Für solche Hunde ist das wichtigste: Ruhe lernen. Für den Anfang würde ich beim rausgehen sie lösen lassen und dann einfach hinsetzen. Setzt euch auf eine Wiese und beobachtet die Umgebung. Ihr könnt auch eine Decke für den Hund mitnehmen, da soll sie dann draufbleiben. Sie kann sitzen, liegen, stehen - aber nur auf der Decke. Nach 30 min könnt ihr wieder Nachhause. Steigert da die Intensität, anfangs auf einer ruhigen Wiese, dann vlt in einem Park, später am Bahnhof oder vor einer Schule. Damit sie sich langsam an Aufregung gewöhnt und lernt, Aufregung um sie herum bedeutet nicht automatisch auch Aufregung für sie.
Sie wird danach jeweils müde sein, ganz sicher. Baut viele dieser Ruheübungen ein. Damit kommen wir zu Punkt 5:

5. Der Hund soll drinnen einen festen Ort zugewiesen bekommen. Holt euch ein Laufgitter oder ein Kamingitter (Amazon) und baut es in einer ruhigen aber gut sichtbaren Ecke in der Wohnung auf. Da drinnen hat sie ihr Bett, Wassernapf und auch ihr Futter bekommt sie dort. Wenn ihr Zuhause seid, soll der Hund mehrheitlich da drin sein und ruhen. Junge Hunde sollten ca 22 Stunden am Tag schlafen und dösen können und viele Hunde muss man dazu "zwingen" indem man ihnen einen ruhigen Ort dazu gibt. Wie wenn du ein Kind für den Mittagsschlaf ins Bett legst 😇Und auch das langsam aufbauen, die ersten zwei Tage nur da drinnen füttern und die Tür noch offen lassen. Dann Stück für Stück das Türchen immer für etwas längere Zeit schliessen. Türchen nicht öffnen, wenn sie bellt oder winselt. Sie ist ja nicht alleine, sie kann euch sehen aber sie soll da drin sein und runterfahren. WICHTIGER PUNKT: In der "Ruheoase" wird nicht gespielt oder gekuschelt, der Hund hat dort einfach seine Ruhe. Keine Kinder in das Gitter reinlassen und den Hund möglichst wenig beachten. Nur so lernt sie, zur Ruhe zu kommen. Und nicht vergessen, alle 2-3 Stunden geht's raus zum Pipi machen. Achtet da drauf, dass sie wirklich an die 22 Stunden Ruhezeit rankommt. Später, wenn die Lage sich gebessert hat, könnt ihr auf auch 20 Stunden runter. Ist beim erwachsenen Hund natürlich rasseabhängig.

Mit dem Alleine lassen würde ich übrigens erst wieder beginnen, wenn sie vom Grundsatz her ruhiger geworden ist. Macht euch das Laufgitter dabei zu nutze, wenn sie drin liegt und ruht oder schläft, dann könnt ihr üben. Aber in Minuten-Schritten.

Und zuletzt: I feel you 😄 Es kann echt auf die Nerven gehen, wenn der Hund ständig reinmacht, besonders, wenn er dann noch drin liegt. Aber merkt euch: Es ist nur Pipi! Kein Weltuntergang. Stellt überall in der Wohnung Zewa bereit, wischt es weg und gut ist. Keinen Kopf drüber machen und seid ihr nicht böse, sie kann nichts dafür. Und vor allem: Es geht vorbei! Bleibt dran, jeder Hund wird irgendwann erwachsen. Und irgendwann werded ihr diese Zeit sogar vermissen 🥰
Danke, dass war bis jetzt die hilfreichste Antwort 🙏wir haben die Hündin von einer bekannten vermittelt bekommen. Stellte sich leider später heraus, dass die Hündin von einem vermehrer kam. Haben sie auch bei der Polizei angezeigt. Sie schläft mit uns im Zimmer aber nicht im Bett. Durch dieses pinkelproblem haben wir keine Lust, dass sie ins Bett macht und wir dann auch noch das Bett täglich wechseln müssten.wir haben sie recht früh an einen oberhalb offenen „Käfig“ gewöhnt, da wir wollten, dass sie sich nachts meldet um raus zu gehen, was sie tatsächlich auch tut. Zu den einzelnen Punkten möchte ich sagen, dass wir auch öfters mit ihr raus gehen, wenn wir wissen, einer kommt bald heim. Also, dass vorher die Blase nicht voll ist. Seit diesem Vorfall im KH war sie nie wieder alleine. Wir sind ja ständig zuhause auch wegen Home Office. Sie kann auf ihrer Decke liegen ohne aufzustehen. Das haben wir ganz lange mit ihr geübt. Sie muss auch wenn wir essen in ihrem Körbchen liegen bleiben. Klappt halt alles wunderbar. Ich werde alles andere definitiv ausprobieren. Ich hoffe es wird besser. Sonst ist das Zusammenleben so echt nicht mehr tragbar und ich wäre am Boden zerstört 😞
 
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Wuschelmonsterchen

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wir haben die Hündin von einer bekannten vermittelt bekommen. Stellte sich leider später heraus, dass die Hündin von einem vermehrer kam.
Danke, das passt gut ins Bild 😄 Arme Maus. Für mich hört es sich sehr stark nach einem Deprivationsschaden an: Deprivationsschaden beim Hund.
Es wird viel Arbeit sein, das auf jeden Fall! Eure Hündin ist erst am Anfang der Pubertät, mit fortschreitender Pubertät, Läufigkeit etc. kann sich da noch einiges zum guten oder schlechten verändern. Probleme können verschwinden aber auch neue hinzukommen. Den Hund jetzt wegzugeben wäre allerdings das schlechteste, was ihr ihr antun könntet und es kann gut sein, dass ihr so die Chance auf ein normales Leben genommen wird, je nach dem wie schlecht sie es verkraften würde. Daher bitte bitte bitte gebt ihr und euch eine Chance und versucht das durchzustehen 🙏

Das mit der Box in der Nacht finde ich gut und sinnvoll.
Das Deckentraining ist auch super, hier aber immer darauf achten, dass keine Erwartungshaltung entsteht und der Hund dann erst eine halbe Stunde auf Spannung im Korb liegt à la "wann darf ich wieder aufstehen, wann rufen sie mich raus, wann kommt meine Belohnung?"
Daher hier der Tipp mit der Ruheoase. Da kann sie sich im Sommer auch vor das Bett legen wenn ihr warm ist, ohne eure Regel missachtet zu haben. So kann der Hund darin stundenlang verweilen und einfach Pause machen und regenerieren, bevor wieder eine Aktivität auf sie zukommt.

Wenn ihr meinen vorgeschlagenen Plan verfolgen möchtet, schreibt es euch auf, hängt den Zettel an die Wohnungstür oder so, alle in der Familie sollten mitmachen und sich daran halten und es ist sehr wichtig, dass ihr die einzelnen Punkte über einen langen Zeitraum verfolgt, auch wenn sich zunächst noch keine Besserung einstellt. Es braucht viel Zeit, Deprivationsschäden entgegenzuwirken. Aber sie ist noch sehr jung, da könnt ihr einiges aufholen!


Der Leitsatz lautet Ruhe und Gewöhnung, das ist das wichtigste, was sie jetzt braucht. Auspowern ja - aber in vernünftigen Bahnen. Anstatt sie zwei Stunden lang planlos mit anderen Hunden rennen zu lassen, könnte ihr hier Kopfarbeit besser helfen. Dummytraining ist für mich das beste, es stärkt euren Teamzusammenhalt, du bekommst wieder mehr Freude an deinem Hund und sie lernt, sich zu konzentrieren und hat etwas zu tun. Lies dich da mal ein, falls du es noch nicht kennst. Ich mache mit meiner Hündin jeden Tag vor der Arbeit 30 Minuten Dummytraining mit dem Futterbeutel, dabei erarbeitet sie sich ihre komplette Tagesportion an Fleisch. Danach ist sie satt, viel ruhiger und ausgeglichener. Dadurch, dass sie das täglich machen darf, hat sie eine feste Aufgabe. Hunde mit grossem Arbeitswillen, die jedoch arbeitslos sind, leiden oft sehr darunter.
Bei der Auslastung geht es immer um Qualität vor Quantität 🤓
 
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tininha

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Ich danke dir, ich habe mir das gerade durchgelesen und es passt in so vielen Dingen. Wir möchten sie nicht weg geben, wir lieben sie sehr. Wir wollen ihr auch helfen, wissen einfach nur nicht wie. Sie ist auch sehr sensible. Wenn ein anderer Hund bellt, dann zieht sie sofort die Rute ein und will weg laufen. Am Anfang hat sie sogar geweint und gewinselt, haben sie aber nie gedrängt, haben eher den anderen Hundehaltern gesagt, sie sollen einwenig Abstand lassen, bis sie sich selber traut und hingeht. sie ist absolut nicht aggressiv. Sie hat dieses typische Welpen verhalten und will mit den Zähnen spielen. Dabei unterbrechen wir dann aber das spielen, stehen auf und gehen für 1-2 minuten weg. Aber in dieser Zeit hat sie plötzlich so viel Angst, dass sie dann nicht mehr spielen will. Senkt ihren Kopf und dreht ihr Kopf weg. Sie kommt mit verändernden Situationen überhaupt nicht zurecht. Es erschwert so sehr den Alltag. Auch wenn ich mit meiner Tochter spreche, sie bezieht es sofort auf sich und macht sich dann aus dem Staub. Wir lassen sie dann auch erstmal in Ruhe. Wenn wir sie dann aber rufen, dann fängt das aufgeregte pinkeln von vorne an. Meine Nerven liegen schon echt blank. Ich hab schon so viel mit ihr gearbeitet. Sie hat keine Angst vor anderen Menschen, vor Geräuschen nicht, vor dem Autofahren nicht. Sie liebt Autofahren. Bei Hunden ist sie vorsichtiger. Heute war sie wieder total verängstigt. Ich bin aufgewacht und streckte mich. Hände hingen raus, sie kam leckte meine Hände ab und pinkelte dahin. Hab es ignoriert. Sie kam näher ich schleckte mein Gesicht ab. Dabei merkte sie, sie hat gepullert. Ich hab nichts kommentiert. Sie leckte also ihre eigene pipi auf. Normalerweise unterbinde ich das, heute wollte ich es anders versuchen. Ich stand auf um die pipi dann weg zu wischen und kam mit Reinigungsmittel und zewa wieder ins Zimmer. In der Zwischenzeit hatte sie sich aber wieder in ihr Bettchen verkrochen. Sie schaute mich liegend an, wedelte eher unsicher mit dem Schwanz. Ich machte also pipi weg und ging ins Wohnzimmer. Sie kam nicht hinterher. Sie blieb die ganze Zeit darin liegen 30min. Um weitere Aufregung zu vermeiden, ging ich also zu ihr hoch und leinte sie an und sagte im ruhigen Ton, wie gehen raus. Ich stand auf und sie wollte raus stürmen, aber nicht vor Freude, da ihre Rute einfach runter hing. Sie hatte mega Panik und erst, als wir draußen waren, war alles wieder normal. Wenn ich nur wüsste, warum die so ängstlich ist.. ☹️ Ich würde sofort an meinem Verhalten was ändern. Als wir wieder ins Haus kamen, war alles von vorher vergessen. Tobte, freute sich und lief mir dann wieder ständig nach. Ich muss gestehen, ich bin teilweise schon mit dieser Situation überfordert. Ich weiß nur nicht ob wir uns dann nicht gegenseitig eher verrückt machen, statt das ich ihr helfe.
 
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Sie ist beschwichtigt dich seeehr oft und befürchtet, dass von dir etwas schlimmes kommen könnte. Sie merkt natürlich auch, dass ihr langsam genervt seid und das verunsichert sie. Aber das könnt ihr auch nicht einfach abstellen, das ist normal. Sei dir bewusst, dass Hunde während der Pubertät zwei Angstphasen durchmachen. Bei meiner (auch Deprivationsschaden) war das so, dass mit 8 Monaten die Pubertät eingesetzt hat und die hat innert zwei Wochen richtig eingeschlagen. Sie hatte auf einmal Angst vor ihrem Spiegelbild in der Glasvitrine (Die absolut nicht neu war). Abends knurrte sie das Spiegelbild meiner Katze im Fenster an. Sie fand die Geräusche aus dem Treppenhaus auf einmal extrem unheimlich obwohl sie an sich keine ängstliche Hündin ist sondern eher sehr mutig und draufgängerisch. Ihre zweite Angstphase hatte sie vor ca 2 Monaten bis vor ungefähr 1 Monat, sie ist jetzt 15 Monate alt. Die zweite Phase war deutlich schwächer als die erste!

Diese Angstphasen sind sehr wichtig für die Entwicklung des Hundes und kommen und gehen von selber. Deine Hündin überreagiert vermutlich einfach wegen der Deprivation. Wichtig ist, dass du dich möglichst normal verhältst. Wenn sie vor dir Angst hat, versuch nicht "künstlich" sie zu beruhigen oder ihr zu zeigen, dass du nicht böse bist, sondern verhalte dich natürlich. Sei einfach lieb aber nicht überlieb.

Auch hier wird ihr die Ruheoase helfen. Sie kann euch beobachten, wie ihr miteinander umgeht und sprecht und ist selber aber am Rand "parkiert" und muss sich nicht angesprochen fühlen oder könnte sogar "dazwischen geraten" in einem Moment, der ihr Angst machen könnte.

Ebenfalls helfen würde auch hier wieder das Dummytraining. Unter anderem nimmt der Hund dabei folgendes mit:
-Er wird selbstbewusster, weil er etwas kann und viele Erfolgserlebnisse hat.
-Du bist Teil der Erfolgserlebnisse (nimmst ihm den gebrachten Dummy ab und lässt ihn daraus fressen), wirst also positiv verknüpft.
-Ihr geht zusammen auf die "Jagd", man kann dich also für etwas gebrauchen, das macht dich wertvoll aus Hundeaugen.
-Teamplay bringt Erfolg. Ohne, dass du dem Hund den Beutel öffnest und ihm anbietest, würde er nämlich nicht ans Futter kommen. Ihr müsst also beide euren Teil beitragen und werded so zum unschlagbaren Team.

Es macht abgesehen davon auch mega viel Spass, die Fortschritte des Hundes zu sehen. Sie lernen schnell, es geht immer höher, weiter, besser. Meine Hündin klettert mittlerweile sehr gerne irgendwo hoch. Wenn sie nicht rankommt und mich hilfesuchend anblickt, hebe ich sie hoch, damit sie rankommt oder ich hole das Dummy mehr in ihre Nähe. Auch das schafft Vertrauen. Du merkst, ich bin ein grosser Fan 😂
 
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tininha

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Das hilft mir aber so sehr, diese Erklärungen. Wir haben ein dummy, den liebt sie. Wir haben im Haus damit ganz viel geübt und gespielt. Draußen klappt es leider gar nicht so gut. Da sind alle anderen Reize viel interessanter. Vögel, Blätter, der Wind, die Blüten die vom Baum fallen, ein anderer Mensch, andere Hunde. Futter ist dann unwichtig, die konzentration geht dann flöten. Wir nehmen dann ein Ball mit zum Spielen. Das werfen und bringen klappt dann ganz gut, auch das sitzen bleiben beim werfen klappt auch super. Und beim „los“ stürmt sie hin, bringt es und ist dann glücklich. Nach 20min ist sie dann auch fix und fertig. Ich muss echt sagen, wäre dieses pipi machen nicht, ich käme mit ihrem Problem super klar. Sie ist auch total lern willig und freut sich auch dabei mitzumachen. Ich möchte das es ihr gut geht und das sie glücklich ist.
 
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Wuschelmonsterchen

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Das ist super, dass sie schon so gut apportieren kann 😁 Ich würde in einer etwas reizarmeren Umgebung starten. Meine Hündin und ich fahren zb. um 6:30 Morgens an den nahegelegenen Waldrand. Das ist top, da stört uns absolut niemand. Um die Motivation zu steigern und ihr mit der Konzentration zu helfen, würde ich den Dummy mit etwas besonders leckerem und intensiv duftendem befüllen. Am besten wäre natürlich eine Tüte rohes Fleisch. Wenn ihr nicht barft, könnt ihr ganz normales Muskelfleisch nehmen, das gibts in jedem Fressnapf und Futterhaus. Ich packe das Fleisch in einen Zip-Beutel, da läuft nichts aus und der Beutel bleibt weitgehend sauber.
Wenn rohes Fleisch nicht in Frage kommt, kannst du auch getrocknete Kausnacks kleinschneiden und reinfüllen. Am besten ein Mix, kleine getrocknete Fischchen, Rinderlunge, etwas Rinderleber, Pansen.. was es eben so gibt, möglichst stinkig 😂 Das hilft ihr, den Beutel zu finden, wenn sie ihn dann mit der Nase suchen soll und motiviert sie auch um bei der Sache zu bleiben.
 
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Wuschelmonsterchen

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Weisst du, was dir vielleicht auch noch helfen könnte? Ein Trainingstagebuch oder zumindest eine Aufwisch-Strichliste 😁 Damit kannst du euren Fortschritt dokumentieren und wenn du mal an dir/euch zweifelst oder findest, dass keine Besserung eintritt, kannst du nachschauen, ob ihr wirklich so schlecht dran seid, wie du gerade denkst.
 
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Aufgeregtes Pinkeln

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