Vergesellschaftung fehlgeschlagen?

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schademarmel

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Hi,

Ich habe gegenwärtig 5 Farbmäuse, 3 davon schon länger und 2 neue und alle davon weiblich. Die Tiere leben in einem 120 x 60 x 90 Käfig mit verschiedenen kleineren Ebenen. Die beiden Neuzugänge bereiten mir leider Probleme.

Ich habe es schon mehrmals mit Vergesellschaftungsmethoden (auf engem Raum) probiert und festgestellt, dass die Tiere sich dann vertragen und wie gewünscht miteinander kuscheln, ruhen und schlafen. Im großen Käfig aber beginnen die zwei neuen immer wieder damit die anderen Mäuse (und sich gegenseitig) zu jagen, aufzureiten und vermutlich auch zu beißen, wobei das bisher glücklicherweise nicht zu Verletzungen geführt hat. Mit dem Inventar des Käfigs scheint es nur eingeschränkt zu tun zu haben, Streit gibt es mit und ohne Spielzeug etc. Tagsüber schlafen sie dann immer noch zusammen aber nachts kommt es eben zu lautstarken Auseinandersetzungen. Am Essen und Trinken wird keine der Mäuse gehindert.

Die beiden neuen Mäuse habe ich ziemlich alt, mit knapp 3 Monaten, bekommen, womit sie ziemlich genauso alt sind wie meine eigentliche Gruppe. Beide sind alleine in ihrem Käfig in der Zoohandlung gewesen und sind bemerkenswert große Tiere - nicht adipös sondern einfach deutlich größer als 2/3 meiner Tiere und kräftiger.

Das geht jetzt circa einen Monat so und hat in etwa zwei Wochen lang auch gut funktioniert aber die Streitereien sind die letzten Tage wieder aufgetreten - ohne ersichtlichen Grund. Ich bin mittlerweile unsicher was ich tun soll, da es einfach immer wieder Phasen gibt in denen überhaupt keine Ruhe einkehrt aber andererseits auch harmoniert wird. Ich weiß dass Weibchen in diesem Alter schwierig sein können, aber ich mache mir Sorgen dass es eben doch mal etwas schlimmes passiert. Würde es Sinn machen die Tiere auf längere Zeit zu trennen und es dann noch mal zu probieren oder würde das möglicherweise die Lage eher verschlimmern (wegen dem Alter)? Und wäre es vielleicht sinnvoll ein Kastrat dazu zusetzen, um Ruhe einkehren zu lassen?
 
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Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra geworfen? Sie ist Veterinärin und seit vielen Jahren begeistere Mäusehalterin, erklärt in diesem Ratgeber, was die flinken Nager brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
McLeodsDaughters

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Erstmal: Bitte keine Tiere im Zooladen kaufen. die stammen aus Massenzuchten, sind nicht sozialisiert und häufig krank.

Ich würde da sogar 2 oder 3 Kastrate dazu holen, aber auch das ist keine Garantie, dass es klappt. Den Fall hatte ich mal. Es kamen 3 junge Weibchen von einer Pflegestelle und ein einzelner Kastrat aus dem Tierheim zu meiner bestehenden Gruppe dazu. Die Mädels haben die älteren richtig gemobbt, da konnten auch mehrere Kastrate nichts ausrichten (bei meinen älteren waren es 3 Mädels und 3 Kastrate). Die jüngeren (die 3 Mädels und der Kastrat) zogen dann um und auch dort klappte es nicht mit den vorhandenen, die Weibchen haben sich sogar noch gegen den Kastrat verschworen.
Sollte ich irgendwann nochmal Farbmäuse halten, würde ich definitiv mehr Kastrate wie Weibchen oder sogar nur Kastrate bevorzugen. Meine Jungs waren, egal wo sie herkamen (ich hatte einmal einen aus dem Tierheim geholt, der ständig im Kreis lief), immer nett zu einander.

Lange Rede, kurzer Sinn: 2 oder mehr Kastrate dazu, aber im Hinterkopf einen Plan B haben.
 
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schademarmel

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Danke erstmal für deine Antwort!

Hm, das gibt mir echt zu denken. Wären 6 oder eher 7 Mäuse in so einem Käfig überhaupt noch in Ordnung?

Was die Anschaffung angeht bin ich etwas überfordert. Bei Züchtern scheint mir die Wahrscheinlichkeit sehr hoch an den falschen zu geraten und bei Tieren aus dem Pflegeheim hätte ich natürlich auch bedenken. Wäre beidem nicht grundsätzlich abgeneigt, aber habe leider keine Erfahrung.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Hast du mal ein Bild von deinem Käfig? Ich kann mir nicht vorstellen wie das wegen der kleinen Etagen aussieht.
Meiner war ein Eigenbau und 120x50x90 cm und hatte aber 2 Etagen, die 60x50 cm waren, also die Grundfläche quasi nochmal. Ich hatte da bis zu 8 Mäuse drin.

Wieso hast du bedenken bei Mäusen aus dem Tierheim bzw. Tierschutz? Tierheime kennen sich in der Tat nicht immer mit Kleintieren aus. Aber es gibt auch viele Stellen, die extra für die kleinen sind. Mäuseasyl, Nagerschutz,...

Beim Züchter bekommst du eher keine Kastraten. Du müsstest dann noch einen Tierarzt finden, der kastriert und die Kastrafrist absitzen, das kann anstrengend werden.
 
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schademarmel

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Ich hätte vermutet dass man bei Tierheimen erst recht Tiere kriegen könnte die besondere Aufmerksamkeit verlangen aufgrund ihrer Vergangenheit. Sind zwar keine Hunde aber glaube da muss ich erstmal meine Vorurteile reflektieren. Wie gesagt, bin dem natürlich nicht grundsätzlich abgeneigt.

Also im Internet lese ich immer nur diese 80 x 60 Angabe für 4 Mäuse, aber ich hatte bisher nie das Gefühl dass das wirklich ausreicht - erst recht nicht wenn man mehr hat.
Und hier die Bilder:
 

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McLeodsDaughters

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Ich würde versuchen, noch eine größere Etage unterzubringen.

Schau mal nach "CageCalc" in Google. Ich weiß nicht, wie aktuell dieser Rechner ist. Aber ich glaube, dass der immer noch einen guten Richtwert gibt. Da ich bei der Mindestgröße bei Meerschweinchen eher auf dem Laufenden bin, hab ich da mal ein Maß eingegeben und da ist es auf dem Aktuellen Stand. Da würde ich bei den Mäusen also auch von ausgehen.
 
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schademarmel

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Das würde passen, also ich hätte sogar noch mehr als die Mindestgröße.

Ich probiers jetzt noch einmal mit der Vergesellschaftung, falls das immer noch nicht den gewünschten Effekt erzielt werde ich wohl tatsächlich mal schauen ob ich zwei kastrierte Böckchen bekommen kann, die ungefähr im selben Alter sind. Ich würde dann diesmal schauen, was die lokalen Tierheime so anbieten.
 
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